Wie aus dem Zankapfel die Einbeere wurde
Von Bernd Hertling
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Über dieses E-Book
Was hat es mit den Namen unserer (Heil-)Pflanzen auf sich? Zwölf Besuchsfahrten zu Göttern und Helden des klassischen Altertums geben erstaunliche Einblicke, wie eng Heilpflanzen und ihre Namen mit der griechischen Antike verwoben sind. Dabei kommen bekannte Gestalten wie etwa der Held des Trojanischen Krieges, Achilleus, als Patron der Schafgarbe oder weniger bekannte Schauergestalten, wie die Lamia als Prototyp aller Lippenblütler zu Wort. Vor den Augen des Lesers entstehen lebendige Brücken zum tieferen Verständnis zahlreicher (Heil-)Pflanzen, wobei auch das unterhaltsame Element nicht zu kurz kommt.
„Ich bin seit langem nicht mehr auf so originelle Art und Weise zugleich belehrt und unterhalten worden.“
Schrieb Herbert Rosendorfer über dieses Buch in einem persönlichen Brief an den Autor.
„Ein Buch eines Humanisten, wie man es selber gerne geschrieben hätte.“
Prof. Christian Czygan Zeitschrift für Phytotherapie
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Rezensionen für Wie aus dem Zankapfel die Einbeere wurde
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Buchvorschau
Wie aus dem Zankapfel die Einbeere wurde - Bernd Hertling
Erster Besuch: Gaia, die Mutter, – oder, was den Papst erdet
Nachdem wir nun einen kleinen Einblick haben nehmen dürfen, wie es in der Welt der griechischen Götter zugeht, befolgen wir den Aufruf eines berühmten Theaterdirektors an den Poeten, mit dem wir uns allerdings nicht vermessen, verglichen zu werden, schließlich liegt uns, beim Hund!, jede Hybris fern, und wir machen uns auf den Weg:
„So schreitet in dem engen Bretterhaus
Den ganzen Kreis der Schöpfung aus
Und wandelt mit bedächtger Schnelle
Vom Himmel durch die Welt zur Hölle!"
Johann Wolfgang von Goethe³⁷
Wir haben uns daran gewöhnt, in einem vorgeblich nur scheinbar geordneten Chaos zu leben. Die Naturwissenschaften präsentieren uns eine Welt ohne oben und unten, innen und außen, eine im wahrsten Wortsinne unorientierte³⁸ Welt. Die Welt aber, in die wir nun eintauchen, der Kosmos des Mythos, ist klar dreigegliedert. Wie etwa auch im „Kleinen Welttheater in Carl Orffs „Der Mond
ruht die Erde, deutlich abgegrenzt von Unterwelt und Himmel, unverrückbar in der Weltenmitte. Großes und kleines Himmelslicht umkreisen sie auf festen Bahnen, nach außen hin wird sie wie mit kristallenen Schalen von den Planetensphären umschlossen, die wiederum vom ewigglänzenden Aether begrenzt werden. Gott herrscht nicht als ferne, verborgene Transzendenz, sondern wirkt unmittelbar, aufgefaltet zur polytheistischen Buntheit, immanent ins Weltgeschehen hinein. Allerdings nehmen wir uns die Freiheit heraus, in den Weltenkreis des Dichters auf anderem Wege einzutreten, indem wir zuerst der Welt einen Besuch abstatten, dem Mittelpunkt des griechischen Kosmos, wie sie sich vor den Augen der Menschen und parallel dazu auch der Olympischen Götter erstreckt, als Gaia, oft auch nur Gè genannte Mutter-Erde, Grundlage allen, aber im Besonderen des pflanzlichen Lebens.
Wenn in der Bibel von Genesis³⁹ gesprochen wird, übersetzen wir das in der Regel sehr frei mit „Schöpfungsgeschichte". Natürlich gab es auch in der griechischen Antike Welt-Entstehungsmythen, schließlich macht sich jedes Geschlecht darüber Gedanken, wo es herkommt. Doch auch in Hinsicht auf dieses brisante Thema war die Debatte innerhalb der Welt des hellenischen Geistes von dem oben schon angesprochenen agonalen Wesen beherrscht. Denken wir nur etwa an das Herakleitoswort, alles komme aus dem Feuer und an Thales Ausspruch, dass alles, nicht nur alles Lebendige, aus dem Wasser stamme, müssen wir schon sehen, dass der analytische Aspekt des Geistes der Hellenen gerade vor der Lehre von den ersten Dingen nicht haltmachte, so dass hier zahlreiche Varianten der klaren Botschaft der biblischen Genesis Konkurrenz machen, die wir hier natürlich nicht alle aufzählen können. Dass jedoch Gaia, die Göttin der Erde, als eine der ältesten Wesenheiten angesehen wurde, wird von niemandem ernsthaft bestritten. Genausowenig wird in Zweifel gezogen, dass sie lebendig ist, also, ganz wie auch heute zum Teil argumentiert wird, sie als Organismus mehr ist als ein lebloser Materieklumpen. Zusammen mit ihrem Ehemann Uranos, dem Gott des Himmels⁴⁰, bildete sie in symbiotischer Vereinigung das erste Paar der Weltentstehung. Himmel und Erde waren fruchtbar und so entstanden die Titanen als erste Göttergeneration, Nymphen aber auch eine Reihe schrecklicher Ungeheuer, die uns aber hier nicht weiter zu interessieren brauchen. Da dies zeitlich derart weit von jeglicher Menschheitserfahrung entfernt lag, kamen die Hellenen, anders als die ostlevantinischen Semiten, zu dem Schluss, dass Erde und Himmel, der Kosmos als solcher von Anfang an dagewesen sei, es also keines Schöpfungsaktes eines allmächtigen Gottes bedurfte, das Sein ins solche zu rufen. Die Erde als Urerfahrung, als Voraussetzung für das Leben schlechthin, war wie die Pflanzen ja auch einfach da und wölbte sich breitbrüstig unter dem Himmel, bereit alles Leben, das da kommen mochte, auf sich zu tragen und alles Abgestorbene in sich aufzunehmen. Wenn wir später Hades und sein Reich kennenlernen werden, so befindet es sich als Unterwelt, um im Bild des Theaters zu bleiben, quasi direkt unter den Brettern, die die Welt bedeuten, im Erdinnern, und ist somit unter ihr, ist Teil der Oikumene⁴¹ Welt. Dennoch wird das Haus des Hades als eine Gegenwelt gesehen, die durch ihre Unbetretbarkeit und Abgeschiedenheit bestimmt ist – von erinnerungswürdigen Ausnahmen einmal
