Commissaire Marquanteur hat keinen Beweis: Frankreich Krimi
Von Peter Haberl und Chris Heller
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Commissaire Marquanteur hat keinen Beweis: Frankreich Krimi
Krimi von Peter Haberl & Chris Heller
Der Bandenboss Vetiver wird umgebracht. Damit könnte sich ein neuer Bandenkrieg ankündigen. Aber wie es scheint, haben die anderen Bandenchefs nichts mit dem Mord zu tun, trotz der Tatsache, dass sie das Gebiet von Vetiver übernehmen und unter sich aufteilen wollten.
Als auch Vetivers Frau ermordet wird, müssen die Commissaires Pierre Marquanteur und François Leroc nun ermitteln, wer hinter den Morden steckt, um Vetivers einträgliches Gebiet zu übernehmen. Die beiden Commissaires glauben den Täter zu kennen, aber noch haben sie keine triftigen Beweise.
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Commissaire Marquanteur hat keinen Beweis - Peter Haberl
Commissaire Marquanteur hat keinen Beweis
Krimi von Peter Haberl & Chris Heller
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Der Bandenboss Vetiver wird umgebracht. Damit könnte sich ein neuer Bandenkrieg ankündigen. Aber wie es scheint, haben die anderen Bandenchefs nichts mit dem Mord zu tun, trotz der Tatsache, dass sie das Gebiet von Vetiver übernehmen und unter sich aufteilen wollten.
Als auch Vetivers Frau ermordet wird, müssen die Commissaires Pierre Marquanteur und François Leroc nun ermitteln, wer hinter den Morden steckt, um Vetivers einträgliches Gebiet zu übernehmen. Die beiden Commissaires glauben den Täter zu kennen, aber noch haben sie keine triftigen Beweise.
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Alles rund um Belletristik!
1
Ich drückte den Abzug meiner Waffe, und der ohrenbetäubende Knall hallte durch die enge Seitenstraße. Die Kugel flog mit hoher Geschwindigkeit aus dem Lauf und traf ihr Ziel. Doch das war nur ein kurzer Moment des Triumphs inmitten einer gefährlichen Situation.
In dieser engen Seitenstraße herrschten Chaos und Unübersichtlichkeit. Ich hatte mich irgendwie in einen Hinterhalt verirrt, ohne es zu bemerken. Plötzlich waren Schüsse um mich herum zu hören, sie peitschten knapp an mir vorbei und schlugen krachend in den Asphalt ein. Instinktiv suchte ich nach Deckung hinter einem parkenden Fahrzeug, während mein Herz rasend gegen meine Brust hämmerte.
Mein Name ist Pierre Marquanteur, und ich gehöre zur Force spéciale de la police criminelle, kurz FoPoCri, hier in Marseille. Unsere Spezialabteilung befasst sich mit organisiertem Verbrechen, Serienmorden und Terroristen – eine Aufgabe von großer Tragweite für die Sicherheit unserer Stadt.
Normalerweise hätte mein Kollege Commissaire François Leroc an meiner Seite sein sollen, doch jetzt war ich auf mich allein gestellt. In diesem Moment sehnte ich mich nach seiner Unterstützung und seinem Scharfsinn; gemeinsam wären wir unschlagbar gewesen.
Doch trotzdem blieb mir keine Wahl: Ich musste herausfinden, wer es auf mich abgesehen hatte – diese brutalen Gangster hatten offenbar persönliche Gründe dafür.
Mein Chef hatte bereits vorausgesagt, dass dieses Einsatzgebiet nicht ungefährlich sein würde. Doch ich hatte mich bewusst dafür entschieden, meine Arbeit zu erledigen und das Verbrechen zu bekämpfen, auch wenn es bedeutete, mein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen.
Mit einem klaren Kopf und voller Entschlossenheit setzte ich meine Ermittlungen fort. Meine Sinne waren geschärft, während ich jedes Geräusch und jede Bewegung um mich herum wahrnahm. Ich spürte den Adrenalinschub in meinem Blut und die Anspannung in meiner Muskulatur – eine Mischung aus Furcht und Aufregung.
Es war nicht nur ein Kampf gegen diese Gangster, sondern auch ein innerer Kampf mit mir selbst. Die Zweifel versuchten sich ihren Weg in meinen Geist zu bahnen: War ich stark genug für diese Herausforderung? Konnte ich diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die unschuldige Menschen bedrohten?
Doch dann erinnerte ich mich an all jene Opfer von Gewaltverbrechen; an ihre Familien und Freunde, deren Schicksal untrennbar mit dem Erfolg unserer Arbeit verbunden war. Dies gab mir neuen Mut – der Glaube daran, dass wir als FoPoCri einen Unterschied machen konnten.
Ich feuerte erneut meine Waffe ab – diesmal zielgerichtet auf einen der Angreifer. Der Schuss traf ins Schwarze und brachte ihn zum Schweigen. Es war ein kleiner Sieg im großen Ganzen dieses gefährlichen Spiels.
Die Straße lag nun vor mir wie eine Schlachtarena – doch trotz aller Widrigkeiten würde ich nicht aufgeben oder zurückweichen. Ich würde weiterkämpfen, bis ich diejenigen zur Strecke gebracht hatte, die das Gesetz mit Füßen traten und unschuldige Menschen bedrohten.
Denn als Teil der Force spéciale de la police criminelle war es meine Pflicht, für Recht und Ordnung einzustehen. Und so setzte ich meinen Weg fort – entschlossen und unerschütterlich.
*
»Ja, ich habe einen der Gangster erwischt«, berichtete ich meinen Kollegen, als sie endlich eintrafen. Die Aufregung lag noch in der Luft, und die Anspannung war deutlich spürbar.
Doch bevor wir uns weiter austauschen konnten, drückte einer meiner Kollegen seine Erleichterung aus: »Hauptsache, mit dir ist alles in Ordnung!« Ein kurzes Nicken meinerseits bestätigte dies zögernd. Es war schwer zu glauben, dass diese gefährliche Begegnung so glimpflich für mich ausgegangen war.
Der Mann, den ich getroffen hatte, lag nun leblos vor mir. Sein Gesichtsausdruck zeugte von dem Schrecken und dem Kampf bis zum bitteren Ende. Aber es gab eine gewisse Genugtuung darin zu wissen, wer er wirklich war – ein Top-Gefährder aus der Islamisten-Szene. Diese Information fand sich im Datensystem unserer Ermittlungsbehörde und verstärkte das Gefühl des Erfolgs bei dieser Operation. Wir konnten das von unterwegs abrufen.
Einer meiner Kollegen sah mich ernst an und sagte: »Du wirst auf dich aufpassen müssen.« Seine Worte hallten nach und ließen mich tief durchatmen. Ich wusste nur allzu gut um die Risiken meines Berufs – ständigem Druck ausgesetzt zu sein, sowie Konfrontationen mit Kriminellen gehören dazu – aber ihre Warnung verdeutlichte mir einmal mehr meine Verantwortlichkeit gegenüber meinem eigenen Leben.
»Ich weiß«, antwortete ich ruhig daraufhin. Mein Blick wanderte über die Straße hinaus in die Ferne; mein inneres Sicherheitsgefühl war jedoch getrübt. Die Begegnung mit diesem gefährlichen Gangster hatte mich nachdenklich gemacht, und ich beschloss, in nächster Zeit enge Seitenstraßen zu meiden. Vorsicht und Achtsamkeit sollten meine ständigen Begleiter sein.
Die Worte meines Kollegen hallten noch immer in meinen Ohren: »Du wirst auf dich aufpassen müssen.« Ich verstand die Besorgnis meiner Kollegen – sie kannten das Risiko, dem wir uns täglich aussetzen mussten. Doch trotzdem fühlte ich eine gewisse Entschlossenheit in mir aufkeimen; der Gedanke daran, dass es Menschen wie diesen Top-Gefährder gab, die unsere Gesellschaft bedrohten, trieb mich an. Es war mein Job als Ermittler sicherzustellen, dass solche Individuen zur Rechenschaft gezogen wurden und die Menschen vor ihnen geschützt blieben.
Mit einem letzten Blick zurück zum Tatort machte ich einen Schritt nach vorn – bereit für neue Herausforderungen und fest entschlossen, dafür zu sorgen, dass keine weiteren unschuldigen Opfer den Gefahren dieser Welt ausgesetzt waren.
*
»Ich habe mir Sorgen gemacht«, sagte unser Chef, als ich in seinem Büro saß. Monsieur Jean-Claude Marteau, Commissaire général de police, leitete unsere Abteilung und war mein direkter Vorgesetzter.
»Halb so wild«, sagte ich.
»Das würde ich nicht sagen«, widersprach Monsieur Marteau. Er hatte seine Hände in den Taschen seiner Flanellhose und stand am Fenster seines Büros, von wo aus man aufs Meer sehen konnte.
Als ich in seinem Büro saß, sagte unser Chef: »Ich habe mir Sorgen gemacht.« Es war Monsieur Jean-Claude Marteau, Commissaire général de police, der unsere Abteilung leitete und mein direkter Vorgesetzter war. Seine Worte hallten in meinem Kopf wider, als er mit verschränkten Händen am Fenster seines Büros stand und auf das Meer blickte.
Obwohl ich versuchte, meine Gelassenheit zu wahren, antwortete ich leichtsinnig: »Halb so wild.« Doch Monsieur Marteau ließ sich nicht so einfach beruhigen. Er widersprach sofort und betonte ernsthaft: »Das würde ich nicht sagen.«
Sein Tonfall verriet mir deutlich seine Besorgnis. Die Falten auf seiner Stirn zeugten von dem Druck und den Anforderungen dieses Jobs. Ich konnte sehen, wie sehr ihm das Wohl unserer Abteilung am Herzen lag.
Die Tatsache, dass er sich um mich sorgte – einen Mitarbeiter unter vielen – machte mich nachdenklich. Warum sollte er sich überhaupt Gedanken um meinen Zustand machen? Hatte ich etwas falsch gemacht? Oder gab es andere Probleme innerhalb des Teams?
Während wir uns gegenüberstanden, spürte ich eine gewisse Spannung im Raum. Die Sonne schien durch das Fenster hereinzustrahlen und tauchte alles in ein warmes Licht – aber trotzdem fühlte es sich angespannt an.
Monsieur Marteaus Blick wanderte immer wieder zum Meer hinaus. Vielleicht suchte er dort nach Antworten oder einer Art Inspiration für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen.
In diesem Moment wurde mir bewusst, wie wichtig diese Arbeit für uns beide war. Unsere Abteilung spielte eine entscheidende Rolle bei der Aufklärung von Verbrechen und dem Schutz der Gesellschaft vor Kriminalität. Monsieur Marteau trug die Verantwortung dafür, dass alles reibungslos lief – und ich war ein Teil davon.
Während ich über all das nachdachte, wurde mir klar, dass es an der Zeit war, meine Sorglosigkeit abzulegen und mich aktiv einzubringen. Es ging nicht nur um meinen eigenen Ruf oder Erfolg, sondern auch darum, meinem Vorgesetzten zu helfen und zum Wohl des Teams beizutragen.
Mit einem neuen Entschluss trat ich einen Schritt auf Monsieur Marteau zu: »Lassen Sie uns gemeinsam nach Lösungen suchen und sehen, wie es weitergeht«, sagte ich mit Bestimmtheit in meiner Stimme.
»Gut.«
*
Yves Vetiver fuhr in die Tiefgarage des Gebäudes in dem er wohnte. Er parkte den schweren Renault auf dem für ihn reservierten Platz und stellte den Motor ab. Dann stieg er aus. Er spürte Verkrampfungen und reckte die Schultern.
In dem Moment, als er sich abwenden wollte, um zum Aufzug zu gehen, kam ein Mann um einen parkenden Jeep herum. Er war mit einer schwarzen Sturmhaube maskiert. Yves Vetiver
