Verliebt in eine Lüge: Chefarzt Dr. Norden 1260 – Arztroman
Von Marietta Brem
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So kommt eine neue große Herausforderung auf den sympathischen, begnadeten Mediziner zu. Das Gute an dieser neuen Entwicklung: Dr. Nordens eigene, bestens etablierte Praxis kann ab sofort Sohn Dr. Danny Norden in Eigenregie weiterführen. Die Familie Norden startet in eine neue Epoche!
Dieser Weg fiel ihm unendlich schwer, doch er wusste, dass er ihn gehen musste. Dr. Michael Vorberg hatte sich nach vielen schlaflosen Nächten endlich dazu entschlossen, die Behnisch-Klinik zu verlassen, obwohl er sich hier immer sehr wohlgefühlt hatte. Die Nähe zu seiner Ex-Freundin Jessica jedoch machte ihm das Leben unerträglich, denn er begegnete ihr mindestens einmal die Woche irgendwo, und wenn es nur beim Einkaufen war. Meist befand sie sich in Begleitung ihres neuen Freundes, mit dem sie sehr verliebt tat. Dass dieser junge Mann, der hauptberuflich als Sohn seiner Eltern lebte, keiner geregelten Arbeit nachging und von Haus aus sehr vermögend war, war sicher einer der Hauptgründe für ihre Trennung von dem Arzt gewesen. Schon immer hatte sie davon geträumt, einmal etwas Besseres zu sein als eine Büroangestellte, die gerade so von der Hand in den Mund lebte. Jessica, eine bildhübsche junge Frau, die sich ihrer Reize durchaus bewusst war und sie auch einzusetzen vermochte, liebte es, einkaufen zu gehen, ohne sich über ihr Budget Gedanken machen zu müssen. Selbst hatte sie noch nicht viel getan in ihrem fünfundzwanzigjährigen Leben, doch immerhin hatte sie es geschafft, ein ganzes Jahr einen begnadeten Arzt an sich zu binden. Doch als der reiche Jens auftauchte und sich in ihr hübsches Gesicht und ihr auffallendes Äußeres verliebte, hatte sie einfach einen gegen den anderen ausgetauscht. Dass sie damit ihren abgelegten Partner in ein tiefes Loch schubste, war ihr so ziemlich gleichgültig. Michael stand an der Tür zum Chefzimmer und zögerte, ob er klopfen sollte. Sein Entschluss stand seit einigen Tagen fest, und dennoch hatte er Schwierigkeiten, ihn jetzt in die Tat umzusetzen. Wenn er kündigte, dann war das endgültig. Wollte er das wirklich? Er holte tief Luft. Ja, es musste jetzt sein. Wenn er noch eine Nacht drüber schlief, dann würde er es sich womöglich doch wieder überlegen, und der Seelenstress nahm gar kein Ende mehr. Ein freundliches ›Herein‹ ließ ihn zusammenzucken. Da hatte er doch tatsächlich geklopft.
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Buchvorschau
Verliebt in eine Lüge - Marietta Brem
Chefarzt Dr. Norden
– 1260 –
Verliebt in eine Lüge
Unveröffentlichter Roman
Marietta Brem
Dieser Weg fiel ihm unendlich schwer, doch er wusste, dass er ihn gehen musste. Dr. Michael Vorberg hatte sich nach vielen schlaflosen Nächten endlich dazu entschlossen, die Behnisch-Klinik zu verlassen, obwohl er sich hier immer sehr wohlgefühlt hatte.
Die Nähe zu seiner Ex-Freundin Jessica jedoch machte ihm das Leben unerträglich, denn er begegnete ihr mindestens einmal die Woche irgendwo, und wenn es nur beim Einkaufen war. Meist befand sie sich in Begleitung ihres neuen Freundes, mit dem sie sehr verliebt tat. Dass dieser junge Mann, der hauptberuflich als Sohn seiner Eltern lebte, keiner geregelten Arbeit nachging und von Haus aus sehr vermögend war, war sicher einer der Hauptgründe für ihre Trennung von dem Arzt gewesen. Schon immer hatte sie davon geträumt, einmal etwas Besseres zu sein als eine Büroangestellte, die gerade so von der Hand in den Mund lebte.
Jessica, eine bildhübsche junge Frau, die sich ihrer Reize durchaus bewusst war und sie auch einzusetzen vermochte, liebte es, einkaufen zu gehen, ohne sich über ihr Budget Gedanken machen zu müssen. Selbst hatte sie noch nicht viel getan in ihrem fünfundzwanzigjährigen Leben, doch immerhin hatte sie es geschafft, ein ganzes Jahr einen begnadeten Arzt an sich zu binden. Doch als der reiche Jens auftauchte und sich in ihr hübsches Gesicht und ihr auffallendes Äußeres verliebte, hatte sie einfach einen gegen den anderen ausgetauscht. Dass sie damit ihren abgelegten Partner in ein tiefes Loch schubste, war ihr so ziemlich gleichgültig.
Michael stand an der Tür zum Chefzimmer und zögerte, ob er klopfen sollte. Sein Entschluss stand seit einigen Tagen fest, und dennoch hatte er Schwierigkeiten, ihn jetzt in die Tat umzusetzen. Wenn er kündigte, dann war das endgültig. Wollte er das wirklich?
Er holte tief Luft. Ja, es musste jetzt sein. Wenn er noch eine Nacht drüber schlief, dann würde er es sich womöglich doch wieder überlegen, und der Seelenstress nahm gar kein Ende mehr.
Ein freundliches ›Herein‹ ließ ihn zusammenzucken. Da hatte er doch tatsächlich geklopft. Er atmete noch einmal tief ein, dann drückte er die Türklinke herunter. »Ich wollte Sie kurz sprechen, Chef«, begann er verlegen und hielt den Umschlag mit seiner Kündigung so fest in den Fingern, dass er sicher einen Knick bekommen hatte.
»Setzen Sie sich, Herr Kollege.« Dr. Norden deutete auf den bequemen Stuhl, der seinem Schreibtisch gegenüberstand. »Ich merke Ihnen seit Tagen an, dass Sie irgendein Problem mit sich herumtragen. Heraus mit der Sprache.« Daniel Norton gab sich fröhlicher, als ihm zumute war. Im Laufe seiner Berufstätigkeit hatte er so etwas wie einen siebten Sinn entwickelt für andere Menschen, der ihn selbst feine Stimmungsschwankungen spüren ließ.
Dr. Vorberg hielt noch immer den Umschlag in der Hand, als müsse er sich daran festklammern. »Es fällt mir nicht leicht«, begann er zögernd. Wieder starrte er auf das weiße Papier, mit dem er die Weichen für seine weitere Zukunft stellen wollte.
»Nun sagen Sie schon«, ermunterte ihn der Chefarzt. »So schlimm kann es doch gar nicht sein.«
»Doch, es ist schlimm. Ich möchte nämlich …« Er zögerte, holte tief Luft und sprach dann weiter. »Ich möchte mich verändern. Deshalb habe ich meine Kündigung gleich mitgebracht.«
»Das ist nicht ihr Ernst«, fuhr Dr. Norden auf. »Ist es wegen dieser … dieser Frau, die Ihnen das Leben so sauer gemacht hat? Wegen dieser Jessica?«
Dr. Michael Vorberg nickte. »Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich ihr nicht auf irgendeine Weise begegne oder zumindest an sie erinnert werde. Ich weiß, das klingt jetzt nicht sehr männlich, doch ich habe große Schwierigkeiten damit, ständig an ihren Treuebruch und an ihren herzlosen Abschied erinnert zu werden. Ich dachte damals noch, es wäre die ganz große Liebe. Dass sie mich grundlos hinters Licht führt und dann auch noch gnadenlos abschießt, damit konnte ich nicht rechnen.« Obwohl diese Geschichte bereits über ein halbes Jahr hinter ihm lag, tat es noch immer verdammt weh. Vielleicht war es nicht einmal der Abschied von Jessica, der ihm zu schaffen machte. Wenn er es recht überlegte, war es tatsächlich die herzlose Art und Weise, mit der sie sich aus seinem Leben verabschiedet hatte.
»Ich kann Sie schon verstehen, Herr Kollege. Trennungen wird es immer im Leben geben. Nur, wie sie ablaufen, das macht ihren Gehalt aus. Ihre damalige Freundin war nicht nur herzlos. Mit ihrem Verhalten hat sie vermutlich bewiesen, dass ihre Gefühle nie echt waren. Offensichtlich hat sie dennoch das große Los gezogen, denn anscheinend klappt es ja mit ihrer neuen Beziehung. Dass Ihnen das den Boden unter den Füßen wegzieht, ist durchaus verständlich.« Für einen Moment lang ballte Dr. Norden die Hände zu Fäusten, hatte sich jedoch gleich wieder in der Gewalt. Ungerechtigkeit und mangelnde Fairness waren ihm ein Gräuel.
Michael sah das sofort, und es tat ihm richtig gut. Endlich war er mit seinen Aggressionen nicht mehr allein. Er erkannte, dass Jessicas Verhalten auch von mehr oder weniger unbeteiligten Menschen nicht gutgeheißen wurde. Dr. Norden war da das beste Beispiel dafür.
Daniel beobachtete seinen jüngeren Kollegen schweigend. Wie gerne hätte er versucht, ihn von seiner Kündigung abzubringen, doch er wusste genau, dass dies keinen Sinn hatte. Dr. Vorberg hatte seine Entscheidung getroffen, über die er offensichtlich lange nachgedacht hatte. Er musste sie akzeptieren.
»Es tut mir Leid«, murmelte Michael bedrückt. »Ich habe mir diese Entscheidung bestimmt nicht leicht gemacht. Natürlich bleibe ich solange, bis Sie einen Ersatz für mich gefunden haben. Ich liebe die Behnisch-Klinik, und mein Herz blutet, wenn ich daran denke, dass ich in absehbarer Zeit nicht mehr hier sein werde. Doch es gibt keine andere Möglichkeit für mich.«
»Ich verstehe Sie, Michael. Das macht diese ganze Geschichte aber keinen Deut besser. Sie sind ein sehr guter Arzt, der an unserer Klinik fehlen wird. Ich würde gern versuchen, Sie mit einer Gehaltserhöhung zu locken. Doch ich denke, das wäre Ihnen gegenüber nicht fair. Also tun Sie, was Sie nicht lassen können. Wenn Sie möchten, bin ich Ihnen gern behilflich, etwas Neues zu finden.«
»Ich danke Ihnen, Chef, doch ich weiß noch nicht, wie es für mich weitergehen soll. Ich kann nicht einmal sagen, dass ich mir eine neue Arbeit bei einer anderen Klinik suchen werde. Eigentlich möchte ich etwas ganz anderes beginnen.«
»Und was soll das sein?«
Michael zuckte die Schultern. »Natürlich will ich weiterhin als Arzt arbeiten. Ich dachte schon darüber nach, mich um eine eigene Praxis zu bemühen. Die Qualifikation dafür habe ich ja inzwischen erhalten. Und doch bin ich
