Sie kam im Morgengrauen: Dr. Norden Bestseller 473 – Arztroman
()
Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration.
»Schwanger!« Unheilverkündend und drohend wie eine dunkle Gewitterwolke lag das Wort in der Luft, um das Lucy in den letzten Tagen einen großen Bogen gemacht hatte. Ihr Freund Benno saß auf ihrem Jugendbett in dem kleinen Zimmer der Sozialwohnung und starrte sie entsetzt an. »Bist du ganz sicher?« »Eine blödere Frage fällt dir nicht ein, oder?« entfuhr es Lucy gereizt. Sie wischte sich mit der zitternden Hand über die Augen, als wollte sie einen Schatten vertreiben. Doch als sie die Augen wieder öffnete und erneut auf den Teststreifen schaute, hatte sich das Ergebnis nicht verändert. Zwei leuchtend blaue Linien waren der eindeutige Beweis. »Lies doch noch mal die Gebrauchsanweisung. Vielleicht hast du was falsch gemacht.« Benno war leichenblass geworden. Er stand auf, ein großer Bursche, dem man es ansah, dass er einmal ein gut aussehender Mann sein würde, und ging unruhig im Zimmer auf und ab. »Blödmann. So schwer ist das auch nicht zu verstehen. Aber lies selbst, wenn du's nicht glaubst.« Sie hielt ihm das raschelnde, dünne Papier hin, auf das die Gebrauchsanweisung gedruckt war, aber Benno schüttelte den Kopf. »Ich glaub's dir schon. Und was machen wir jetzt?« »Keine Ahnung.«
Andere Titel in Sie kam im Morgengrauen Reihe ( 30 )
Der schwierige Patient: Dr. Norden Bestseller 5 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Daniel Norden: Dr. Norden Bestseller 1 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 1 – Arztroman: Dr. Daniel Norden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 2 – Arztroman: Hat das Leben seinen Sinn verloren? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBesorgt um ein junges Menschenleben: Dr. Norden Bestseller 44 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFast wäre es zu spät gewesen: Dr. Norden Bestseller 4 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDieser Fall macht uns Sorgen: Dr. Norden Bestseller 28 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSaskia und der Fremde: Dr. Norden Bestseller 6 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHilferuf an Dr. Norden: Dr. Norden Bestseller 13 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMarcella, die schöne Verführerin: Dr. Norden Bestseller 29 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchwester Claudia – eine tapfere Frau: Dr. Norden Bestseller 23 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin schlimmer Tag für Manuela: Dr. Norden Bestseller 24 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 4 – Arztroman: Fast wäre es zu spät gewesen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer ist Vanessa Hunter?: Dr. Norden Bestseller 7 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAngst um Almut: Dr. Norden Bestseller 20 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBegegnung im Unfallkrankenhaus: Dr. Norden Bestseller 9 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeine rätselhafte Kollegin: Dr. Norden Bestseller 21 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin gewagtes Spiel: Dr. Norden Bestseller 18 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMan nahm ihr das Kind: Dr. Norden Bestseller 10 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHat das Leben seinen Sinn verloren?: Dr. Norden Bestseller 2 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine gefährliche Verwechslung: Dr. Norden Bestseller 3 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMit der Vergangenheit leben: Dr. Norden Bestseller 12 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenÜber allem steht die Liebe: Dr. Norden Bestseller 15 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDu darfst nicht verzweifeln: Dr. Norden Bestseller 11 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin falscher Kollege: Dr. Norden Bestseller 26 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpäte Sühne: Dr. Norden Bestseller 14 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Stunde wird zur Ewigkeit: Dr. Norden Bestseller 25 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn Dr. Norden Urlaub macht: Dr. Norden Bestseller 17 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSo muss ich dich wiedersehen: Dr. Norden Bestseller 30 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch kann jenen Tag nicht vergessen: Dr. Norden Bestseller 60 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Mehr von Patricia Vandenberg lesen
Ähnlich wie Sie kam im Morgengrauen
Titel in dieser Serie (100)
Der schwierige Patient: Dr. Norden Bestseller 5 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Daniel Norden: Dr. Norden Bestseller 1 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 1 – Arztroman: Dr. Daniel Norden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 2 – Arztroman: Hat das Leben seinen Sinn verloren? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBesorgt um ein junges Menschenleben: Dr. Norden Bestseller 44 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFast wäre es zu spät gewesen: Dr. Norden Bestseller 4 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDieser Fall macht uns Sorgen: Dr. Norden Bestseller 28 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSaskia und der Fremde: Dr. Norden Bestseller 6 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHilferuf an Dr. Norden: Dr. Norden Bestseller 13 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMarcella, die schöne Verführerin: Dr. Norden Bestseller 29 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchwester Claudia – eine tapfere Frau: Dr. Norden Bestseller 23 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin schlimmer Tag für Manuela: Dr. Norden Bestseller 24 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 4 – Arztroman: Fast wäre es zu spät gewesen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer ist Vanessa Hunter?: Dr. Norden Bestseller 7 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAngst um Almut: Dr. Norden Bestseller 20 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBegegnung im Unfallkrankenhaus: Dr. Norden Bestseller 9 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeine rätselhafte Kollegin: Dr. Norden Bestseller 21 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin gewagtes Spiel: Dr. Norden Bestseller 18 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMan nahm ihr das Kind: Dr. Norden Bestseller 10 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHat das Leben seinen Sinn verloren?: Dr. Norden Bestseller 2 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine gefährliche Verwechslung: Dr. Norden Bestseller 3 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMit der Vergangenheit leben: Dr. Norden Bestseller 12 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenÜber allem steht die Liebe: Dr. Norden Bestseller 15 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDu darfst nicht verzweifeln: Dr. Norden Bestseller 11 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin falscher Kollege: Dr. Norden Bestseller 26 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpäte Sühne: Dr. Norden Bestseller 14 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Stunde wird zur Ewigkeit: Dr. Norden Bestseller 25 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn Dr. Norden Urlaub macht: Dr. Norden Bestseller 17 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSo muss ich dich wiedersehen: Dr. Norden Bestseller 30 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch kann jenen Tag nicht vergessen: Dr. Norden Bestseller 60 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Sie kam im Morgengrauen: Dr. Norden Extra 123 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLautloser Tod - drei Thriller von Erica Spindler: eBundle Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDevils Lake - Das Böse schläft nie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZartbittere Gefühle: Dr. Norden Bestseller 447 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTrauminsel im blauen Meer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Nachtmahr Wunschträume Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSophies ganz große Liebe: Sophienlust Extra 159 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTake care, Baby!: Eine Agenten-Lovestory Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFlaschenpost des Herzens: Sophienlust, wie alles begann 22 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKleines Herz in großer Not: Sophienlust 442 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNacht der Liebe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn aus Freundschaft Liebe wird ... Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJulia Exklusiv Band 248 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSternentänzer, Band 31 - Der Eisprinz und die große Liebe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStunden der Ungewissheit: Dr. Norden 30 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNie vergaß ich deine Zärtlichkeiten: Digital Edition Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEs war jugendlicher Leichtsinn: Dr. Norden – Unveröffentlichte Romane 40 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDu bist mein fester Wille: Dr. Norden Bestseller 457 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDu bist mein fester Wille: Dr. Norden Extra 107 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRot ist schön Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBrausetablette: Emma kann sich gleich in Luft auflösen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKleines Herz in großer Not: Sophienlust 372 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Vater nicht geliebt …: Mami Classic 5 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas geheime Baby des Wolfes Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLucy - Der Schlüssel (Band 5) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Findelkind: Chefarzt Dr. Norden 1243 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSo viel Sehnsucht im Herzen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer letzte Kuss? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchlafende Jungfrau: Glück und Leid in der Liebe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNun bist du daheim, Susan: Sophienlust 488 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Allgemeine Belletristik für Sie
Das Schloss Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Kinder- und Hausmärchen Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Der Struwwelpeter - ungekürzte Fassung: Der Kinderbuch Klassiker zum Lesen und Vorlesen Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Die Frau ohne Schatten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Schnupfen Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Das Kreuz mit den Präpositionen: Welche Präposition ist richtig? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGermanische Mythologie: Vollständige Ausgabe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFaust (German Edition) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDienstanweisung für einen Unterteufel Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Zauberberge: Ein Jahrhundertroman aus Davos Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpanisch lernen in kürzester Zeit Sparpaket Teil 1,2,3,4,5 zusätzlich Anfängerteil mit schriftlicher Aussprache Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Welle: In Einfacher Sprache Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Prozeß: - mit Leitfaden zur Interpretation - Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBegegnungen mit Büchern Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Peperl Mutzenbacher - Tochter der Josefine Mutzenbacher (Ein Erotik, Sex & Porno Klassiker) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Erzählungen von Lew Tolstoi Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Das große Buch der Verschwörungen: Vom 11. September bis zu den Schwarzen Koffern Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Weihnachtsgedichte (Über 100 Titel in einem Band): Adventlyrik von deutschen Klassikern: Poetische Feier der Weihnachtszeit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenImmanuel Kant: Gesammelte Werke: Andhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeinrich Heine: Gesammelte Werke: Anhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Aristoteles: Gesammelte Werke: Andhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGrimms Märchen: Gesamtausgabe - 211 Kinder- und Hausmärchen Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Das Nibelungenlied: Vollständige Ausgabe der Nibelungensage Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIm Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque (Lektürehilfe): Detaillierte Zusammenfassung, Personenanalyse und Interpretation Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAndersens Märchen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHandbüchlein der Moral Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSigmund Freud: Gesammelte Werke: Andhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSternstunden der Menschheit: Historische Miniaturen. Klassiker der Weltliteratur Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5
Verwandte Kategorien
Rezensionen für Sie kam im Morgengrauen
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Sie kam im Morgengrauen - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Bestseller
– 473 –
Sie kam im Morgengrauen
Patricia Vandenberg
»Schwanger!«
Unheilverkündend und drohend wie eine dunkle Gewitterwolke lag das Wort in der Luft, um das Lucy in den letzten Tagen einen großen Bogen gemacht hatte. Ihr Freund Benno saß auf ihrem Jugendbett in dem kleinen Zimmer der Sozialwohnung und starrte sie entsetzt an.
»Bist du ganz sicher?«
»Eine blödere Frage fällt dir nicht ein, oder?« entfuhr es Lucy gereizt. Sie wischte sich mit der zitternden Hand über die Augen, als wollte sie einen Schatten vertreiben. Doch als sie die Augen wieder öffnete und erneut auf den Teststreifen schaute, hatte sich das Ergebnis nicht verändert. Zwei leuchtend blaue Linien waren der eindeutige Beweis.
»Lies doch noch mal die Gebrauchsanweisung. Vielleicht hast du was falsch gemacht.« Benno war leichenblass geworden. Er stand auf, ein großer Bursche, dem man es ansah, dass er einmal ein gut aussehender Mann sein würde, und ging unruhig im Zimmer auf und ab.
»Blödmann. So schwer ist das auch nicht zu verstehen. Aber lies selbst, wenn du’s nicht glaubst.« Sie hielt ihm das raschelnde, dünne Papier hin, auf das die Gebrauchsanweisung gedruckt war, aber Benno schüttelte den Kopf.
»Ich glaub’s dir schon. Und was machen wir jetzt?«
»Keine Ahnung.« Resigniert hob Lucy die Schultern. »Meine Mutter flippt aus, wenn ich ihr das sage. Wir haben ja eh keine Kohle und dann noch ein Baby! Ganz zu schweigen von deinen Eltern. Die konnten mich ja noch nie leiden. Den dummen Spruch, der da kommt, kann ich mir jetzt schon denken.« Sie verstellte ihre Stimme gekonnt, dass sie ganz nach Bennos Mutter Erika klang. »Das hat Lucy nur gemacht, damit sie dich hier in Deutschland hält. Ihr hat es doch von Anfang an nicht in den Kram gepasst, dass du nach Amerika auf die Schauspielschule willst.«
Gequält hielt sich Benno die Ohren zu.
»Hör schon auf damit. Du weißt genau, dass das nicht stimmt. Mutter meint das nicht so.«
»Warum sagt sie es dann immer wieder?« Lucy funkelte Benno wütend an. Wieder einmal waren sie bei ihrem Hauptstreitpunkt angelangt, dem einzigen eigentlich, der beinahe seit Beginn ihrer Freundschaft zwischen ihnen stand. Erika hatte sich für ihren einzigen und wohlbehüteten Sohn eine andere, besser gestellte Freundin gewünscht und ließ keine Gelegenheit aus, Lucy das auch deutlich spüren zu lassen. Benno hingegen saß zwischen allen Stühlen und konnte es einfach keinem recht machen, so sehr er sich auch bemühte. Er seufzte tief.
»Musst du ausgerechnet jetzt damit anfangen? Ich glaube, wir haben ein wichtigeres Problem.«
»Das Problem ist doch, dass du nicht hinter mir stehst. Wir würden das alles hinkriegen. Meiner Mutter kann ich das schon beibringen. Aber deine Eltern …«
»Ich kann den guten Ruf meines Vaters nicht ruinieren. Das wirst du doch hoffentlich verstehen. Schließlich brauch’ ich seine Kohle, um den Amerika Aufenthalt finanzieren zu können.«
»Und das ist dir natürlich wichtiger als unser gemeinsames Kind.«
»Lucy, bitte, sei doch vernünftig.« Benno bemühte sich nach Kräften, seine hysterisch kreischende Freundin zu beruhigen. »Es kommt alles ein bisschen plötzlich. Schließlich nimmst du doch die Pille. Mit einem Baby hab’ ich wirklich ganz und gar nicht gerechnet.«
Lucy starrte ihn fassungslos an, dann brach sie in Tränen aus.
»Denkst du etwa ich?« schluchzte sie auf einmal laut auf und warf sich in seine Arme. »Wahrscheinlich glaubst du auch, ich wollte dich zwingen, hierzubleiben. Dabei stimmt das doch gar nicht. Ein Baby ist das letzte, was ich grad brauchen kann.«
»Psst, das weiß ich doch. Du hast ja ebenso große Pläne wie ich. Jetzt beruhig dich erst mal. Noch ist nicht aller Tage Abend. Wir werden schon einen Weg finden. Schließlich sind wir nicht die Ersten, denen so was passiert.«
»Wenn du meinst, ich lass das Baby wegmachen, dann hast du dich getäuscht«, bäumte sie sich noch einmal mit letzter Kraft auf. »Es ist trotz allem unser Kind, ein Kind der Liebe. Du liebst mich doch, oder?«
Ängstlich blickte sie zu ihm auf, suchte in seinen treuen braunen Augen nach der Bestätigung, die sie so dringend brauchte.
»Natürlich liebe ich dich, das weißt du doch.«
Lucy nickte beruhigt, doch aus irgendeinem Grund blieb diesmal ein schaler Nachgeschmack zurück, den sie sich nicht recht erklären konnte.
»Ich bin so müde. Komm, lass uns ein bisschen hinlegen und ausruhen. Danach sieht die Welt vielleicht wieder anders aus.«
Benno warf einen verstohlenen Blick auf die Uhr. Eigentlich hatte er seiner Mutter versprochen, mit ihr ein paar Einkäufe zu erledigen. Aber ihm fehlte der Mut, Lucy das in ihrer Situation beizubringen. So entschied er sich für das kleinere Übel und legte sich neben seine zitternde Freundin auf das schmale Bett. Sie kuschelte sich eng an ihn, er streichelte den zarten Mädchenrücken, wie er es so oft getan hatte. Aber noch nie hatte er sich dabei so hoffnungslos verloren gefühlt wie in diesem Moment.
*
Müde und abgespannt kehrte Iris Fetsch eine knappe Stunde später aus der Fabrik zurück nach Hause. Seit sie und Lucy alleine lebten, war das Leben nicht gerade leichter geworden. Obwohl Lucy neben der Schule jobbte und alle Ausgaben für sich selbst bestritt, herrschte chronischer Geldmangel im Hause Fetsch. Leise quietschend fiel die Wohnungstür ins Schloss, Iris stellte seufzend die schwere Einkaufstasche am Boden ab und streifte die abgetragenen Schuhe von den müden Füßen. In der winzigen Küche setzte sie einen Topf Wasser für Tee auf, sah die Post durch und entdeckte ein geöffnetes Schreiben, das an Lucy adressiert war. Gewöhnlich respektierte sie die Privatsphäre ihrer Tochter, aber da Lucy den Brief offen liegengelassen hatte, konnte sie ihre Neugier nicht zügeln. Zu lange schon warteten sie beide auf dieses Schreiben.
»Landeshauptstadt München, Schul- und Kultusreferat«, stand dort in der rechten oberen Ecke, versehen mit dem Wappen von München, dem sogenannten »Münchner Kindl«. In der linken Ecke war eine offenbar geschnitzte Skulptur des heiligen Christophorus abgebildet, ein Kind auf der Schulter, einen Stab in der Hand.
»Informationsblatt«, las Iris laut für sich, während das Wasser im Teekessel zu brodeln begann. »Unterrichtszeit wöchentlich ca. 40 Stunden, von September – Juli, Schulzeit 3 Jahre.« Sie stockte und stand seufzend auf, um den Tee in der Kanne aufzubrühen. Aber ihre Miene war jetzt deutlich entspannter als noch vor Minuten. Sie machte sich gar nicht die Mühe, den Brief zu Ende zu lesen, sondern ging mit leisen Schritten über den dunklen Flur zu Lucys Zimmer.»Lucy Maus, bist du da?« Sie klopfte an und wartete eine angemessene Zeit. Als sich nichts rührte, drückte sie leise die Klinik herunter. Das Bild, das sich ihr bot, trieb ihr Tränen der Rührung in die Augen. Lucy lag zusammengerollt wie ein kleines Kind auf ihrem Bett und schlief tief und fest, während Benno, der neben ihr lag und ihren Schlaf bewachte, sich zu Iris umdrehte.
»Sie schläft!« flüsterte er überflüssigerweise, aber Iris, die Benno schon immer gut leiden konnte, lächelte verständig.
»Möchtest du Tee?« flüsterte sie zurück, und er nickte. Vorsichtig, um Lucy nicht aufzuwecken, zog er den Arm unter ihrem Kopf hervor und warf ihr einen ängstlichen Blick zu. Sie stöhnte nur leise im Schlaf, drehte sich um und schlief weiter.
Iris nickte und ging zurück in die Küche. Kurz darauf war Benno bei ihr. Er umarmte Iris und gab ihr einen Kuss links und rechts auf die Wange, die übliche, herzliche Begrüßung im Hause Fetsch, ganz und gar unüblich bei ihm zu Hause, wo Wert auf gepflegte Distanz gelegt wurde.
»Müde schaust du aus«, erklärte er statt einer Begrüßung und ließ sich auf einen der beiden Stühle an dem kleinen Tisch fallen, der gerade mal Platz für zwei Personen bot. Iris stellte zwei Becher mit dampfendem Tee hin, eine Zuckerdose und eine Plastikflasche mit Dosenmilch, und setzte sich ebenfalls.
»Bin ich auch. Und durchgefroren«, gab sie zu
