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Parker und die grünen Witwen: Butler Parker 169 – Kriminalroman
Parker und die grünen Witwen: Butler Parker 169 – Kriminalroman
Parker und die grünen Witwen: Butler Parker 169 – Kriminalroman
eBook126 Seiten1 StundeButler Parker

Parker und die grünen Witwen: Butler Parker 169 – Kriminalroman

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Über dieses E-Book

Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten.
Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht!

Lächelnd und freundlich begrüßte sie ihren Mörder. Sie bat ihn einzutreten und entschuldigte sich wegen ihrer etwas nachlässigen Kleidung. Maud Hellers trug einen leichten, durchknöpfbaren Nylonkittel, der über der Brust ungewollt weit geöffnet war. Als sie vor ihrem Mörder hinüber in die Küche ging, zeichneten ihre Beine sich wie Schattenrisse gegen den leichten Stoff ab. Sie bot ihm wie selbstverständlich eine Tasse Kaffee an und fragte dann ohne Ungeduld, was sie für ihn tun könnte. Sie ahnte nicht, daß sie bereits jeden Wunsch im vorhinein erfüllt hatte. Sie war da, und sie allein wollte der Mörder haben! »Nehmen Sie doch Platz«, meinte sie. »Und hier wäre der Kaffee. Er ist noch heiß.« Sie wandte sich ab und drehte ihrem Gast den Rücken zu. Der Mörder stand auf und trat hinter sie ... »Nun, Parker, Sie machen ja einen erstaunlich aufgeräumten Eindruck«, sagte Mike Rander und nickte seinem Butler zu, der das Frühstück servierte. »Sehr wohl, Sir«, gab Parker steif und würdevoll zurück. »Ich war so frei, mir bereits zur frühen Morgenstunde die Schönheiten der erwachenden Natur zu Gemüte zu führen.« »Hier in Chikago?« Rander verzog skeptisch den Mund.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum16. Juli 2019
ISBN9783740952037
Parker und die grünen Witwen: Butler Parker 169 – Kriminalroman

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    Buchvorschau

    Parker und die grünen Witwen - Günter Dönges

    Butler Parker

    – 169 –

    Parker und die grünen Witwen

    Günter Dönges

    Lächelnd und freundlich begrüßte sie ihren Mörder.

    Sie bat ihn einzutreten und entschuldigte sich wegen ihrer etwas nachlässigen Kleidung. Maud Hellers trug einen leichten, durchknöpfbaren Nylonkittel, der über der Brust ungewollt weit geöffnet war. Als sie vor ihrem Mörder hinüber in die Küche ging, zeichneten ihre Beine sich wie Schattenrisse gegen den leichten Stoff ab.

    Sie bot ihm wie selbstverständlich eine Tasse Kaffee an und fragte dann ohne Ungeduld, was sie für ihn tun könnte. Sie ahnte nicht, daß sie bereits jeden Wunsch im vorhinein erfüllt hatte. Sie war da, und sie allein wollte der Mörder haben!

    »Nehmen Sie doch Platz«, meinte sie. »Und hier wäre der Kaffee. Er ist noch heiß.«

    Sie wandte sich ab und drehte ihrem Gast den Rücken zu.

    Der Mörder stand auf und trat hinter sie ...

    *

    »Nun, Parker, Sie machen ja einen erstaunlich aufgeräumten Eindruck«, sagte Mike Rander und nickte seinem Butler zu, der das Frühstück servierte.

    »Sehr wohl, Sir«, gab Parker steif und würdevoll zurück. »Ich war so frei, mir bereits zur frühen Morgenstunde die Schönheiten der erwachenden Natur zu Gemüte zu führen.«

    »Hier in Chikago?« Rander verzog skeptisch den Mund.

    »Auch eine Millionenstadt wie Chikago hat durchaus Reize anzubieten, Sir.«

    »Sie wollen mir doch nicht einreden, daß Sie sich die Blumen im Lincoln-Park angesehen haben.«

    »Eigentlich weniger, Sir. Mehr die Blumen auf Biergläsern.«

    »Sie waren schon in einer Kneipe?« Rander grinste ironisch. »Ich muß schon sagen, Parker, Sie scheinen einen recht seltsamen Geschmack zu entwickeln. Blumen auf Biergläsern. Es ist doch nicht zu glauben!«

    »Die gerade angesprochenen Blumen befanden sich auf Biergläsern, die ein gewisser Mister Mel Handerson zu füllen pflegt, Sir.«

    »Lassen Sie schon die Katze aus dem Sack, Parker!« Rander nahm einen Schluck Kaffee zu sich und kümmerte sich um den frischen, knusprigen Toast, den Parker mit Landbutter, leicht gesalzen übrigens, serviert hatte.

    »Besagter Mister Mel Handerson, Sir, hatte meine bescheidene Wenigkeit förmlich beschworen, ihm einen Besuch abzustatten.«

    Rander schob den Teller samt dem Toast energisch zurück. Er sah seinen Butler fast strafend an.

    »Wir wollen eines klarstellen«, sagte er dann kühl. »Es wird Ihnen diesmal nicht gelingen, mich für einen Kriminalfall zu interessieren. Ausgeschlossen! Versuchen Sie’s also erst gar nicht!«

    »Wie Sie meinen, Sir.«

    »Wer ist überhaupt Mel Handerson?« fragte Rander gegen seinen Willen, um sich sofort wegen dieser Frage zu ärgern. Er spürte, daß er sehr vorsichtig sein mußte, wenn er sich von seinem Butler nicht hereinlegen lassen wollte.

    »Mister Mel Handerson, fünfundvierzig Jahre alt, insgesamt sechs Jahre Gefängnis, verteilt allerdings auf drei Zeitabschnitte, vorbestraft wegen Diebstahl, Unterschlagung und Körperverletzung. Zur Zeit verheiratet mit Joan, einer knapp dreißigjährigen, recht attraktiven Frau. Mister Mel Handerson betreibt eine Bierbar und scheint den sprichwörtlichen Pfad der Tugend auf keinen Fall mehr verlassen zu wollen.«

    »Sehr erschöpfend. Was nicht darüber hinwegtäuschen soll, daß Sie sehr eigenartige Bekannte und Freunde besitzen, Parker.«

    »Mister Mel Handerson wurde von Ihnen, Sir, vor etwa anderthalb Jahren verteidigt. Es kam zu einem Freispruch wegen erwiesener Unschuld. Die Anklage hatte Mister Mel Handerson vorgeworfen, er habe sich an einem Bankraub beteiligt.«

    »Richtig, jetzt erinnere ich mich. Und dieser Mister Mel Handerson, um bei Ihrer Umschreibung zu bleiben, hat jetzt Kummer ...?«

    »Sehr wohl, Sir. Ehemalige Freunde versuchen Mister Handerson unter Druck zu setzen. Sie möchten ihn dazu bringen, ihnen seine Fähigkeiten zu leihen.«

    »Wobei soll er denn mitmachen?«

    »Dies, Sir, hängt mit seinen speziellen Kenntnissen zusammen, auf die die einschlägigen Behörden bisher noch nicht aufmerksam wurden.«

    »Worin bestehen diese Fähigkeiten, Parker? Glauben Sie jetzt nur ja nicht, Sie hätten mich bereits für einen Fall interessiert! Ich frage nur rein rhetorisch.«

    »Mister Mel Handerson soll ungewöhnlich geschickt sein, was Tresore und Safes angeht, Sir.«

    »Warum wendet er sich nicht an die Polizei?«

    »Dies, Sir, würde Mister Handerson zweifelsfrei tun, falls es da nicht gewisse Hindernisse gäbe.«

    »Wie sehen die aus, Parker?«

    »Es handelt sich um die recht attraktive Frau Mister Handersons, Sir. Man hat damit gedroht, sie umzubringen, falls Mister Handerson sich den unmoralischen Wünschen seiner früheren Freunde nicht geneigt zeigt.«

    *

    »Das ist der dritte Fall in anderthalb Wochen.«

    Lieutenant Madford, klein, schmal, drahtig und cholerisch wie ein Südfranzose, blitzte seinen schrankgroßen Mitarbeiter gereizt an. Sergeant McLean, an einen freundlichen Grizzlybären erinnernd, beschränkte sich auf ein zustimmendes Kopfnicken.

    »In allen drei Fällen Tod durch Erdrosseln«, redete Madford weiter.

    »Und in allen drei Fällen ›grüne Witwen‹, Sir!« McLean sah auf die Tote hinunter, die vor dem Elektroherd in der gutausgestatteten Küche lag.

    »Was soll das ›grüne Witwen‹?« Madford sah seinen engsten Mitarbeiter auffordernd an.

    »So nennt man verheiratete Frauen in Randsiedlungen großer Städte, die tagsüber allein sind, weil ihre Männer irgendwo in der Stadt arbeiten und erst spät abends nach Hause kommen.«

    »Natürlich ... Weiß ich doch! Glauben Sie etwa, ich würde keine Zeitungen lesen?«

    Sergeant McLean hütete sich, darauf zu antworten. Er wollte seinen gereizten Chef nicht noch mehr herausfordern. Er beschränkte sich darauf, die Arbeit der übrigen Mitglieder der Mordkommission zu verfolgen.

    »Keine Kampfspuren«, stellte Madford gereizt fest. »In allen drei Fällen scheinen die Opfer ihrem Mörder vertraut zu haben. Was haben Sie bisher in der Nachbarschaft herausgefunden, McLean?«

    »Eine Nachbarin der Toten erinnert sich an einen grauen Ford, der hier vor dem Haus stand. Sie will auch einen mittelgroßen Mann gesehen haben, der einen kleinen Weidenkorb getragen hat!«

    »Einen was?«

    »Einen Korb aus Weidengeflecht, Sir!«

    »Unsinn!« Madford wandte sich ab und zündete sich eine der schwarzen Zigaretten an, die er grundsätzlich nur zu rauchen pflegte. »Ein Korb aus Weidengeflecht... Können Sie sich daraus einen Vers machen?«

    »Nein, Sir.«

    »Natürlich, war ja auch nicht anders zu erwarten. Wann haben Sie sich schon mal einen Vers auf irgendeine Sache gemacht, McLean? Denken Sie überhaupt?«

    McLean kannte die Anspielungen seines Vorgesetzten, mit dem er übrigens ausgezeichnet harmonierte. Er überhörte Anspielungen dieser Art. Sie prallten einfach an ihm ab, worüber Madford sich dann prompt ärgerte.

    »Ich habe an Butler Parker gedacht«, sagte McLean harmlos. Er wußte aber im gleichen Moment, daß Madford wie eine Mittelstreckenrakete hochgehen würde. Der Name Parker allein war für Madford mehr als das rote Tuch für einen Stier.

    »Parker?« Madford funkelte seinen Sergeanten cholerisch an. »Sie glauben wohl, daß wir ohne diesen Wunderknaben den Fall nicht lösen werden, wie?«

    »Das habe ich nicht gesagt.«

    »Aber gedacht haben Sie’s ... Ich will Ihnen mal was sagen, von dieser Geschichte hier wird er nichts erfahren, ist das klar? Und ich reiße Ihnen den Kopf ab, wenn Sie mit ihm reden! Ist das auch klar?«

    »Wie ich Mister Parker einschätze, Chef, wird er längst hellhörig geworden sein.«

    »Selbst wenn! Falls er sich einmischen will, wird er mich endlich mal von einer anderen Seite kennenlernen!«.

    »Klar, Chef!«

    »Grinsen Sie nicht, McLean!« Madford drehte sich um und ging mit schnellen, nervösen Schritten aus der Küche. McLean sah seinem Chef feixend nach.

    *

    »Sie müssen sich irren, Mister Parker, ich habe mit Ihnen nie über irgendwelche Schwierigkeiten gesprochen.«

    Mel Handerson schüttelte sehr nachdrücklich den Kopf und mimte erfolglos den Unwissenden.

    »Hat man Sie inzwischen noch weiter unter Druck gesetzt?« fragte der Butler.

    »Ich weiß immer noch nicht,

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