Über dieses E-Book
Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht!
Pete Clepton war ein kleiner Einbrecher, was sein Format und auch seine Statur anbetraf. Er arbeitete auf eigene Rechnung, ging jedem unnötigen Risiko aus dem Weg und lebte in bescheidenen Verhältnissen. Mit Safes und Tresoren wußte er nichts anzufangen. Er hatte sich auf das spezialisiert, was offen in Wohnungen herumlag. Er knackte Türschlösser und Fenstersicherungen, zu mehr reichte es bei ihm nicht.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag war Pete Clepton wieder mal unterwegs. Es ging auf Mitternacht zu, doch so etwas wie eine Geisterstunde fürchtete er nicht. Er wußte nur, daß die Bewohner des Hauses, das er besuchen wollte, mit Sicherheit im Theater waren. Das hatte er geduldig ausbaldowert, denn unnötige Risiken scheute Pete. Er war immerhin ein Mann in gesetzten Jahren, der schon seit geraumer Zeit mit einer gewissen Eisie Avon zusammenlebte.
Pete stand seit zehn Minuten in dem kleinen Garten hinter dem Haus, dem er seinen Besuch abstatten wollte. Als vorsichtiger Mensch prüfte er immer wieder die Lage.
Er hatte Zeit in dieser Nacht, auf seinem Programm standen nur noch zwei weitere Einbrüche.
Nachdem Pete sicher war, daß das Einzelhaus auch wirklich verlassen war, traute er sich hinter dem schützenden Strauch hervor, huschte zur Hintertür und setzte sein Werkzeug an. Er brauchte nur wenige Minuten, bis er die Tür öffnen konnte. Sorgfältig schloß er sie hinter sich, wartete in der Küche, in der er sich befand, noch mal ab und stahl sich dann weiter ins Haus.
Im Eßraum des Erdgeschosses besichtigte er das Silber auf der Anrichte und in deren Schubladen.
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Buchvorschau
Die Wanzenjagd - Günter Dönges
Butler Parker
– 130 –
Die Wanzenjagd
Günter Dönges
Pete Clepton war ein kleiner Einbrecher, was sein Format und auch seine Statur anbetraf. Er arbeitete auf eigene Rechnung, ging jedem unnötigen Risiko aus dem Weg und lebte in bescheidenen Verhältnissen. Mit Safes und Tresoren wußte er nichts anzufangen. Er hatte sich auf das spezialisiert, was offen in Wohnungen herumlag. Er knackte Türschlösser und Fenstersicherungen, zu mehr reichte es bei ihm nicht.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag war Pete Clepton wieder mal unterwegs. Es ging auf Mitternacht zu, doch so etwas wie eine Geisterstunde fürchtete er nicht. Er wußte nur, daß die Bewohner des Hauses, das er besuchen wollte, mit Sicherheit im Theater waren. Das hatte er geduldig ausbaldowert, denn unnötige Risiken scheute Pete. Er war immerhin ein Mann in gesetzten Jahren, der schon seit geraumer Zeit mit einer gewissen Eisie Avon zusammenlebte.
Pete stand seit zehn Minuten in dem kleinen Garten hinter dem Haus, dem er seinen Besuch abstatten wollte. Als vorsichtiger Mensch prüfte er immer wieder die Lage.
Er hatte Zeit in dieser Nacht, auf seinem Programm standen nur noch zwei weitere Einbrüche.
Nachdem Pete sicher war, daß das Einzelhaus auch wirklich verlassen war, traute er sich hinter dem schützenden Strauch hervor, huschte zur Hintertür und setzte sein Werkzeug an. Er brauchte nur wenige Minuten, bis er die Tür öffnen konnte. Sorgfältig schloß er sie hinter sich, wartete in der Küche, in der er sich befand, noch mal ab und stahl sich dann weiter ins Haus.
Im Eßraum des Erdgeschosses besichtigte er das Silber auf der Anrichte und in deren Schubladen. Clepton war rundherum zufrieden. Die Bewohner des Hauses hatten ihr Geld gut angelegt. Dieses Silber ließ sich bei einem Hehler leicht absetzen.
Ordnungsliebend, wie Pete Clepton war, stellte er Leuchter, Schalen und Service zusammen, um dann das Besteck daneben aufzuhäufen. Anschließend stieg er über die Treppe ins Obergeschoß und schaute sich in den Schlafräumen um. Mit kostbarem Schmuck rechnete er erst gar nicht. Erfahrungsgemäß befand er sich in einem Safe. Nein, ihm ging es um Dinge, die man nicht wegschloß: Radiowecker waren interessant, dann Toilette-Garnituren und um all die kleinen Dinge, die man mit Sicherheit in Wäscheschränken und Nachttischen fand. Pete Clepton kannte sich da recht gut aus.
Seine Rechnung ging auch hier auf. Er fand genau das, woran er gedacht hatte. Als er seine Beute zusammenstellte, richtete er sich plötzlich auf und erstarrte. Er hatte unten im Haus ein Geräusch gehört...
Clepton war alarmiert. Auf Zehenspitzen ging er zurück ins Treppenhaus und schaute vorsichtig hinab. Zu seiner Überraschung entdeckte er unten in der Wohnhalle zwei Männer, die augenscheinlich auch nicht gerade offiziell ins Haus gekommen waren. Sie verzichteten nämlich darauf, das Licht einzuschalten. Sie benutzten abgedunkelte Taschenlampen und verschwanden gerade in einem Raum, der als Büro eingerichtet war, wie Clepton inzwischen wußte.
Er lächelte jetzt unwillkürlich und beruhigte sich sofort wieder. Dieser Zufall war fast schon so etwas wie ein Witz. Da hatten sich Konkurrenten ins Haus gestohlen und wollten ebenfalls kassieren. So etwas war Pete Clepton noch nie passiert...
Natürlich hütete er sich, nach unten zu gehen. Komplikationen ging man besser aus dem Weg. Er wußte ja schließlich nicht, wie diese beiden Konkurrenten reagieren würden. Clepton schaute sich nach einem geeigneten Versteck um und entschied sich für die Treppe, die auf den Speicher führte.
Geräuschlos stieg er nach oben, verschwand auf dem Speicher und ließ die Tür angelehnt. Er wollte mit den »Berufskollegen« in Sichtkontakt bleiben.
Erstaunlicherweise kamen sie nicht herauf ins Obergeschoß. Sie blieben für etwa sechs bis acht Minuten im Arbeitszimmer des Hausherrn und erschienen dann wieder im Treppenhaus. Wenig später stahlen sie sich durch die Haupttür aus dem Haus.
Pete Clepton verstand die Welt nicht mehr. Was waren das für eigenartige Kollegen! Hatten diese Leute denn keine Berufserfahrung? Wie konnten sie nur darauf verzichten, auch die oberen Räume nach Beute zu durchsuchen! Cleptons Neugierde war geweckt worden. Er lief hinunter ins Obergeschoß in eines der vorderen Zimmer und sah auf die Straße.
Er bekam gerade noch mit, wie ein unscheinbarer Morris sich in Bewegung setzte. Automatisch merkte Clepton sich das Kennzeichen, als der Morris in den Lichtkreis einer Straßenlaterne kam. Clepton stieg ins Erdgeschoß und wunderte sich erneut. Seine Kollegen hatten sogar die von ihm bereits zusammengetragenen Stücke unberührt gelassen, ja, sie schienen überhaupt nicht im Wohnraum gewesen zu sein.
Clepton fragte sich also nicht zu Unrecht, ob diese beiden Männer tatsächlich »Berufskollegen« gewesen waren.
*
Cora Lanessi hatte Migräne.
Entgegen ihrer Absicht war sie nur knapp anderthalb Stunden auf der Party geblieben. Als sie vor dem Apartmenthaus aus ihrem Ford stieg, hatte sie nur einen Wunsch, sich möglichst schnell ins Bett zu legen. Der Kopf drohte zu zerspringen. Ihr war übel, und sie hatte schon während der Heimfahrt mit einem leichten Brechreiz gekämpft.
Natürlich ärgerte sie sich, daß sie so schnell gehen mußte. Die Party war für sie sehr wichtig gewesen, vor allen Dingen Männer, auf die sie sich spezialisiert hatte.
Cora Lanessi hieß mit bürgerlichem Namen schlicht und einfach Rose Bloom, aber den hatte sie fast schon vergessen. Sie war im weitesten Sinne des Wortes in der Showbranche tätig, hatte sogar zwei winzig kleine Filmrollen gehabt und betätigte sich hauptberuflich als Callgirl. Sie ließ sich einladen und lud ein, betreute diskret und auch gekonnt erlebnishungrige Männer und kassierte dafür Geld- und Sachwerte.
Cora Lanessi sah gut aus, war etwas über mittelgroß, platinblond und schlank wie eine Gerte. Dennoch besaß sie all das, was erlebnishungrige Männer schätzten. Cora gehörte zur Snobiety und war gerngesehener Gast auf leicht anrüchigen Partys. Gerade von dieser Nacht hatte sie sich sehr viel versprochen, aber da war eben diese verflixte Migräne dazwischengekommen...
Sie fuhr mit dem Aufzug in die sechste und letzte Etage des Apartmenthauses, stakste auf ihren hochhackigen Schuhen zur Wohnungstür und sperrte auf.
Als sie im Wohnraum war, merkte sie, daß etwas nicht stimmte. Sie blieb stehen, schaltete hastig das Licht ein und sah sich um. Verändert hatte sich nichts. Dennoch traute sie sich nicht ins angrenzende Schlafzimmer. Sie spürte instinktiv, daß ihr von dort Gefahr drohte.
Entschlossen griff sie nach dem Türknauf, öffnete und lief durch den Korridor zurück zum Fahrstuhl und stöhnte. Der Lift war inzwischen von einem anderen Hausbewohner heruntergeholt worden und befand sich laut Lichtanzeige im dritten Stock. Cora Lanessi drehte sich um, beobachtete die Zimmertür und rannte dann zur nahen Feuertreppe. Die junge Frau kam gar nicht auf die Idee, laut um Hilfe zu rufen, und handelte ganz automatisch.
Sie rannte über die Feuertreppe nach unten, blieb erst im nächsten Stockwerk stehen und lauschte nach oben. Dann spürte sie plötzlich einen .scharfen Luftzug, der durch das schmale Treppenhaus blies. Oben im sechsten Stock mußte die Tür gerade geöffnet worden sein. Cora beugte sich über das eiserne Treppengeländer und hatte den Eindruck, daß sich dort oben etwas bewegte. Erkennen konnte sie jedoch nichts, dazu reichte die eingeschaltete Notbeleuchtung nicht aus.
Sie rannte weiter nach unten, wollte zum Hausbesorger und ihn alarmieren. Der Mann war ihr verpflichtet. Sie steckte ihm hin und wieder eine Pfundnote zu, wenn er kleine Besorgungen für sie erledigte.
Atemlos erreichte Cora Lanessi das Erdgeschoß, drückte die Tür zur Eingangshalle auf und vergewisserte sich, daß dort kein Mensch stand. Dann faßte sie ihren ganzen Mut zusammen und verließ die Tür. Sie eilte auf die Treppe zu, die hinunter ins Souterrain führte, wo die Wohnung des Hausbesorgers lag.
In diesem Moment kam der Aufzug unten in der Halle an. Zwei Männer stiegen aus, die einen völlig unverdächtigen Eindruck machten. Sie trugen Smokings, lachten miteinander und schlenderten wie selbstverständlich auf den Eingang zu. Sie konnten unmöglich oben in ihrer Wohnung gewesen sein. Dennoch blieb Cora Lanessi auf der Halbtreppe stehen und wartete, bis sie draußen in der Dunkelheit verschwunden
