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Der Sex Report: Butler Parker 101 – Kriminalroman
Der Vampir: Butler Parker 111 – Kriminalroman
Butler Parker 15 – Kriminalroman: Wer hätte das gedacht
eBook-Reihen30 Titel

Butler Parker

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Über diese Serie

Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten.
Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht!

Sie trug einen Bikini und lag im weißen Sand des langen Küstenstreifens. Die junge Frau war fünfundzwanzig Jahre alt, schlank und langbeinig. Sie hatte kupferrotes Haar und genoß die warme Sonne über der Irischen See. Nicht weit von ihr entfernt spielten einige junge Männer Fußball. Sie trugen Badeshorts oder Jeans und benahmen sich geradezu rüde. Sie kickten hemmungslos und johlten vor Vergnügen, wenn der Ball auf den anderen Badegästen landete. Doch die Leute muckten kaum auf. Es handelte sich um kinderreiche Familien, die im Seebad Lytham St. Annes Erholung suchten. Die Väter spürten wohl instinktiv, daß die jungen Männer nur Streit suchten, ängstliche Mütter drängten bereits zum Aufbruch und sammelten ihre Kinder. Die Sonne über der See und dem Strand wurde von der Angst verdrängt. Der Fußball landete inzwischen auf dem Bauch eines Mannes mit ausgeprägter Korpulenz. Er lag auf einem Frotteelaken und trug eine Sonnenbrille. Der Mann richtete sich auf und war ärgerlich. Er warf den Ball gereizt zum Wasser und legte sich wieder nieder. Dann griff er nach der Zeitung, die an ihrem Platz lag, und merkte einige Sekunden später, daß er wohl als Opfer auserkoren war. Fünf junge Männer hatten sich um ihn herum aufgebaut und schaufelten mit nackten Füßen kleine Sandladungen auf seinen Bauch. Dabei johlten sie nicht mehr vor Vergnügen, ihre Gesichter waren ernst. "Was soll denn der Unsinn? " Der korpulente Mann richtete sich auf und fegte den Sand von seinem Körper.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum12. Jan. 2016
Der Sex Report: Butler Parker 101 – Kriminalroman
Der Vampir: Butler Parker 111 – Kriminalroman
Butler Parker 15 – Kriminalroman: Wer hätte das gedacht

Titel in dieser Serie (100)

  • Butler Parker 15 – Kriminalroman: Wer hätte das gedacht

    15

    Butler Parker 15 – Kriminalroman: Wer hätte das gedacht
    Butler Parker 15 – Kriminalroman: Wer hätte das gedacht

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen. Butler Parker gibt es nur als E-Book. Parker wurde fast ernstlich böse, als man ihn ohne jede Vorwarnung so ganz einfach in die Luft sprengen wollte. Vollkommen ahnungslos verließ er den Lift, der ihn hinunter in die Hotelhalle gebracht hatte. Gemessen und würdevoll, wie es seiner Art und Lebensweise als Butler entsprach, schritt er zur Rezeption und ließ sich dort die Rechnung vorlegen. Gewissenhaft und eingehend studierte er die einzelnen Positionen dieser Rechnung, um dann das Scheckheft zu zücken. Der Hotelboy brachte inzwischen das Gepäck nach unten. Er stellte die diversen Lederkoffer und Reisetaschen in der Nähe des Butlers ab und wartete erstaunlicherweise nicht auf das sonst fällige Trinkgeld. Er schien es sogar eilig zu haben, schleunigst wieder mit dem Lift nach oben zu fahren. Parker wickelte inzwischen die Formalitäten ab. Er beglich die Rechnung und wartete auf seinen jungen Herrn, der sich noch oben in seinem Zimmer befand. Um sich die Zeit etwas zu vertreiben, schritt der Butler würdevoll wie ein amtierender Außenminister hinüber zu der Sesselgruppe in der Lounge. Von hier aus konnte er den Lift besser beobachten. Parkers Laune war nicht als besonders gut zu bezeichnen. Er war das, was man gekränkt nennt. Ja, im Grunde war er sogar enttäuscht. Sein junger Herr hatte ihn nicht ins Vertrauen gezogen. Parker dachte an den mittelgroßen, schlanken Mann, den er am Vorabend zu seinem jungen Herrn geführt hatte. Im Gegensatz zu seinen sonstigen Gepflogenheiten hatte Mike Rander sich lange und intensiv mit diesem Besucher unterhalten. Und zwar, worüber Parker sich wunderte und weshalb er sich gekränkt fühlte, unter vier Augen.

  • Der Sex Report: Butler Parker 101 – Kriminalroman

    101

    Der Sex Report: Butler Parker 101 – Kriminalroman
    Der Sex Report: Butler Parker 101 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Butler Parker wurde ganz offensichtlich abgelenkt. Er stand in würdevoller Haltung neben seinem hochbeinigen Wagen und übersah das Näherkommen von Lady Agatha Simpson. Sie wurde von ihrer äußerst attraktiven, jungen Gesellschafterin begleitet, die wie ein scheues Reh folgte. Kathy Porter winkte in Richtung Parker um auf Lady Agatha aufmerksam zu machen, doch der Butler reagierte nicht. Was menschlich verständlich war. Vom Parkplatz aus konnte der Butler bequem über eine hohe Taxushecke ein Grundstück beobachten, das seltsame Reize bot. Diese Reize versprühte eine junge Frau, die entfernt an ein amerikanisches Sexidol der 50er Jahre erinnerte. Eine gelungene Kopie der Marilyn Monroe stand am Rand eines überdachten Swimming-pools vor einer Staffelei und betätigte sich als Malerin. Was sie so an Ölfarben auf die Leinwand strich und spachtelte, interessierte den Butler nur sehr wenig. Seine Blicke wurden von den ausgeprägten Körperlinien dieser Frau angezogen, die etwa 25 Jahre zählte. Sie trug ungemein knappe Shorts, die an sich schon eine einzige Herausforderung darstellten. Ihre langen, schlanken Beine endeten in hochhackigen Sandalen. Die aggressive Wucht ihrer Oberweite steckte in einer augenscheinlich hauchdünnen Bluse, die deutlich zeigte, daß die junge Dame auf Stützen jeder Art bewußt verzichtete. Das Haar war schulterlang und honigblond. Nicht nur Parker war beeindruckt. Es gab da auf dem Parkplatz eine Reihe von Männern aller Altersklassen, die völlig vergaßen, daß sie eigentlich in ihre Wagen steigen wollten. Diese Männer sahen verstohlen oder offen hinüber auf das Grundstück und auf die Malerin, die sich wohl nicht bewußt war, wie sehr sie die Räumung des Parkplatzes verzögerte. Der Parkplatz gehörte zu den Tennisanlagen von Kew Gardens, westlich von London, an der Themse gelegen. Das Match einiger lokaler Vereine war vor zehn Minuten beendet worden. Der Andrang auf dem Parkplatz war dementsprechend massiv.

  • Der Vampir: Butler Parker 111 – Kriminalroman

    111

    Der Vampir: Butler Parker 111 – Kriminalroman
    Der Vampir: Butler Parker 111 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Sie lag in dekorativer Schönheit auf dem breiten Bett und wußte nicht, daß sie innerhalb der nächsten Minuten sterben sollte. Sie war fünfundzwanzig, groß, schlank und hatte langes, blondes Haar, das ihr schmales Gesicht umrahmte. Die leichte Bettdecke hatte sich verschoben und gab den Blick frei auf das spitzengesäumte Nachthemd, das mehr als nur die Ansätze ihrer festen Brüste zeigte. Der Tod kam in Gestalt einer unheimlichen Erscheinung. Diese war hager und trug einen schwarzen Umhang, der aus einem anderen Jahrhundert stammte. Das Gesicht flößte Grauen ein. Es war bleich und bestand aus Haut und Knochen und einem Augenpaar, von dem ein mörderisches Glühen ausging. Die Erscheinung hatte das Fenster des Schlafzimmers hochgeschoben und verharrte einen Augenblick, als die junge Frau im Bett sich bewegte. Dann schlug der Tod den Umhang zur Seite und zeigte seine unwirklich langen Finger, die an die Beine einer Riesenspinne erinnerten. Auf leisen Sohlen näherte sich die graueneinflößende Gestalt dem Bett und beugte sich über ihr Opfer. Die junge Frau schien instinktiv zu spüren, in welcher Gefahr sie sich befand. Sie wurde unruhig, fuhr mit der Hand übers Gesicht und … schrie plötzlich gellend. Dann starrte sie die Gestalt neben ihrem Bett an, streckte abwehrend die Arme aus, zog die Bettdecke hoch bis zum Hals, drückte sich mit den Füßen ab und schob sich gegen das Kopfende des Bettes zurück. Die unheimliche Erscheinung blieb völlig unbeeindruckt. Sie schien das Schreien und das hastige, fast erstickte Keuchen der jungen Frau überhaupt nicht zu hören. Die Erscheinung öffnete die eben noch fest zusammengepreßten Lippen, doch sie lächelte nicht. Sie entblößte nur lange spitze Reißzähne, die Zähne eines Vampirs! »Nein, nein«, wimmerte die junge Frau mit versagender Stimme, »nein!« Der Vampir griff nach der Bettdecke und riß sie vom Körper der jungen Frau, beugte sich weiter vor und streckte seine schrecklichen Hände nach ihr aus.

  • Die Todesarie: Butler Parker 151 – Kriminalroman

    151

    Die Todesarie: Butler Parker 151 – Kriminalroman
    Die Todesarie: Butler Parker 151 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Lady Agatha Simpson befand sich in blendender Laune, als sie sich über das Sterben verbreitete. Sie saß zusammen mit Butler Parker im eleganten Speisesaal eines feudalen Hotels und ließ sich mit einer Fülle von Köstlichkeiten der italienischen Küche verwöhnen. An diesem Abend verzichtete die ältere Dame, die das sechzigste Lebensjahr überschritten hatte, auf ihre Diät. Sie hatte ohnehin das Gefühl, ein wenig vom Fleisch gefallen zu sein, was man ihrer majestätischen Erscheinung allerdings nicht ansah. Wie eine regierende Herrscherin saß sie an dem kostbar gedeckten Tisch. Im Kristall der Gläser spiegelte sich das Licht der Lüster. Lady Agatha trug an diesem Abend erstaunlicherweise ein Gebilde, das entfernt an ein Abendkleid erinnerte. Auf einen Hut hatte sie allerdings auch jetzt nicht verzichtet. Auf ihrem Kopf saß ein neckisches Gebilde, das mit Sicherheit aus der Zeit der Jahrhundertwende stammte. Zwei lange Hutnadeln, die an Bratspieße erinnerten, hielten diese Schöpfung auf dem grauweißen Haar fest. Josuah Parker, ein Mann undefinierbaren Alters, der, was seine Haltung anging, einen Ladestock verschluckt zu haben schien, hatte nur äußerst widerstrebend am Tisch seiner Herrin Platz genommen. Als Butler hochherrschaftlicher Schule lehnte er es normalerweise ab, sich mit seinen Arbeitgebern an einen Tisch zu setzen. In Anbetracht der Ausnahmesituation aber hatte er dem Wunsch der Lady nachgegeben. Josuah Parker war der Prototyp des englischen Butlers, wie man ihn nur noch in älteren Filmen zu sehen bekommt. Er trug einen schwarzen Zweireiher, darunter ein weißes Hemd und eine schwarze Krawatte. Auf einem Nebenstuhl lagen seine schwarze Melone und der altväterlich gebundene Regenschirm. »Ich hasse dieses endlose Sterben, Mr. Parker«, dozierte Agatha Simpson, »es geht mir einfach gegen den Strich, daß man nach einem Messerstich in den Rücken noch minutenlang in den schönsten Tönen singt.« »Sachlich gesehen, Mylady, widerspricht dies allerdings den physischen Möglichkeiten«

  • Die Wanzenjagd: Butler Parker 130 – Kriminalroman

    130

    Die Wanzenjagd: Butler Parker 130 – Kriminalroman
    Die Wanzenjagd: Butler Parker 130 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Pete Clepton war ein kleiner Einbrecher, was sein Format und auch seine Statur anbetraf. Er arbeitete auf eigene Rechnung, ging jedem unnötigen Risiko aus dem Weg und lebte in bescheidenen Verhältnissen. Mit Safes und Tresoren wußte er nichts anzufangen. Er hatte sich auf das spezialisiert, was offen in Wohnungen herumlag. Er knackte Türschlösser und Fenstersicherungen, zu mehr reichte es bei ihm nicht. In der Nacht von Samstag auf Sonntag war Pete Clepton wieder mal unterwegs. Es ging auf Mitternacht zu, doch so etwas wie eine Geisterstunde fürchtete er nicht. Er wußte nur, daß die Bewohner des Hauses, das er besuchen wollte, mit Sicherheit im Theater waren. Das hatte er geduldig ausbaldowert, denn unnötige Risiken scheute Pete. Er war immerhin ein Mann in gesetzten Jahren, der schon seit geraumer Zeit mit einer gewissen Eisie Avon zusammenlebte. Pete stand seit zehn Minuten in dem kleinen Garten hinter dem Haus, dem er seinen Besuch abstatten wollte. Als vorsichtiger Mensch prüfte er immer wieder die Lage. Er hatte Zeit in dieser Nacht, auf seinem Programm standen nur noch zwei weitere Einbrüche. Nachdem Pete sicher war, daß das Einzelhaus auch wirklich verlassen war, traute er sich hinter dem schützenden Strauch hervor, huschte zur Hintertür und setzte sein Werkzeug an. Er brauchte nur wenige Minuten, bis er die Tür öffnen konnte. Sorgfältig schloß er sie hinter sich, wartete in der Küche, in der er sich befand, noch mal ab und stahl sich dann weiter ins Haus. Im Eßraum des Erdgeschosses besichtigte er das Silber auf der Anrichte und in deren Schubladen.

  • Das Monster: Butler Parker 114 – Kriminalroman

    114

    Das Monster: Butler Parker 114 – Kriminalroman
    Das Monster: Butler Parker 114 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Agatha Simpson befand sich in Hochstimmung. Sie sprühte vor Unternehmungslust und wußte, daß es diesmal klappen würde. Sie hatte sich das kleine Teehaus auf ihrem Landsitz besonders herrichten lassen. Auf ihren stämmigen Beinen schritt sie durch den kreisrunden Steinbau, der von blühenden Sträuchern eingerahmt wurde. Schlanke Säulen trugen das spitzzulaufende Dach. Agatha Simpson musterte anerkennend die Bibliothek, erfreute sich an dem reichhaltigen Vorrat an Manuskriptpapier und betrachtete dann fast verliebt die große elektrische Schreibmaschine. Sie stand auf einem Tisch, der seinerseits vor einem der hohen Fenster untergebracht war. Von diesem Arbeitsplatz aus konnte sie den parkähnlichen Garten sehen. Lady Simpson inspizierte die Schalttafel, über die sie mit dem Landsitz verbunden war und nickte sich dann entschlossen zu. Die Sechzigjährige hatte vor, den literarischen Markt zu erobern und einer gewissen Agatha Christie mal zu zeigen, wie ein guter Kriminalroman auszusehen hatte. Die Lady arbeitete an diesem Bestseller schon seit Monaten und war bisher über gewisse Vorbereitungen nicht hinausgekommen. Zu ihrer heimlichen Freude hatte es immer wieder Unterbrechungen gegeben, die sie einfach zwangen, den Beginn ihrer Arbeit zu verschieben. Doch nun sollte das alles ganz anders werden. Lady Agatha hatte ihren beiden Begleitern strikt untersagt, im Teehaus zu erscheinen. Sie wollte sich nicht noch mal ablenken lassen und war fest entschlossen, selbst den interessantesten Kriminalfall zu ignorieren. Es ging schließlich auch um Lady Agathas Selbstachtung. Sie wollte sich endlich mal beweisen, daß sie zu einer konzentrierten, schriftstellerischen Arbeit fähig war. Sie sah die elektrische Schreibmaschine also fast verliebt an, nahm feierlich vor ihr Platz und schob ihre Hände

  • Butler Parker 54 – Kriminalroman: Das Spiel mit dem kleinen Hasen

    54

    Butler Parker 54 – Kriminalroman: Das Spiel mit dem kleinen Hasen
    Butler Parker 54 – Kriminalroman: Das Spiel mit dem kleinen Hasen

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Der Angler, ein Mann von etwa 45 Jahren, untersetzt und kompakt, hatte es sich in dem kleinen Außenborder bequem gemacht. Das Boot war im Schilf vertäut worden und von der nahen Straße aus nicht zu sehen. Der Angler rauchte eine Zigarette und döste keineswegs vor sich hin, wie man es vielleicht vermutet hätte. Er war im Gegenteil hellwach und kümmerte sich überhaupt nicht um die Angelrute, die jetzt verdächtig vibrierte, dann in Schwingungen geriet und sich anschließend bogenförmig straffte. Irgendein Fisch mußte ganz eindeutig den Köder angenommen haben, doch den Angler focht das nicht an. Er suchte mit einem Fernglas den See ab und schien sich ausschließlich um einen zweiten Angler zu kümmern, der in der Mitte des malerisch gelegenen Waldsees fischte. Auch dieser Sportangler saß in einem Außenborder, aber im Gegensatz zu seinem Beobachter kümmerte er sich sehr wohl um die Angelrute. Er schien einen starken und großen Fisch angeschlagen zu haben, denn er drehte die Schnur auf und brachte den Fisch Zentimeter für Zentimeter näher an sein Boot heran. Der Angler im Schilf nahm sein Fernglas von den Augen und griff nach einer Kleinbildkamera mit einem Teleskopobjektiv. Er visierte den Angler in der Seemitte durch den Sucher an, um dann in schneller Reihenfolge eine Aufnahme nach der anderen zu schießen. Plötzlich zuckte dieser Amateurfotograf wie unter einem Peitschenhieb zurück, ließ die Kamera blitzschnell sinken und sah fassungslos auf das Boot in der Seemitte, das sich inzwischen in einen orangeroten Feuerball verwandelt hatte. Bruchteile von Sekunden später erst war die scharfe, reißende Detonation zu hören. Aus dem orangeroten Feuerball wurden Wrackteile hoch in die Luft katapultiert. Brennender Treibstoff aus dem Tank des Bootes bildete eine hohe Wand aus Feuer und Rauch. Der Angler im Schilf dachte erstaunlicherweise nicht daran, seinen Außenborder anzuwerfen und hinaus zur Unglücksstelle zu rasen. Er nahm erneut seine Kamera hoch und schoß eine weitere Reihe von Aufnahmen. An dokumentarischen Aufnahmen schien er besonders interessiert zu sein. Wenig später allerdings weiteten seine Augen sich erneut. Kalter Schweiß bildete eine klebrige Schicht auf seiner Stirn. Sein Atem ging flach und schnell.

  • Die Gelben Drachen: Butler Parker 89 – Kriminalroman

    89

    Die Gelben Drachen: Butler Parker 89 – Kriminalroman
    Die Gelben Drachen: Butler Parker 89 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Das schwere Wurfmesser war deutlich in der Luft zu sehen. Es schwirrte durch den Sonnenglast und galt einem jener Passagiere, die die Boeing 707 verließen und die Gangway hinunterkamen. Die Frauen und Männer auf der Treppe ahnten nichts davon. Sie alle hatten erwartungsfrohe und heitere Gesichter. Einige von ihnen hatten die Arme erhoben und winkten zum Flughafengebäude des Kaitak Airports hinüber. Hinter der gerade gelandeten Maschine erhob sich ein durchsichtiger gelb gefärbter Staubschleier. Durch ihn waren die Gipfel der Kowloon-Mountains zu sehen. Über allem lastete die gnadenlose, grelle Sonne von Hongkong. Das Wurfmesser hatte sein Opfer erreicht. Es stak in der Brust eines Mannes, der etwa vierzig Jahre alt sein mochte. Er war untersetzt und besaß die Andeutung eines kleinen runden Bauches. Er trug einen zerdrückten Sommeranzug und war auf den Stufen der Gangway zusammengebrochen. Die Passagiere vor ihm auf der Treppe hatten noch nichts bemerkt. Die Gäste hinter dem Getroffenen beugten sich vor. Einige von ihnen deuteten auf den abrutschenden Mann. Mit der linken Hand umklammerte er den Griff einer dunklen Aktentasche. Die rechte Hand aber hatte sich um das Heft des Wurfmessers gelegt, als wollte sie im letzten Moment noch die Waffe aus der tödlichen Wunde ziehen. »Reiner Zufall, daß diese beiden Fotos geschossen wurden«, sagte Inspektor McParish vom Kriminal-Departement. »Sie stammen von einem Andenkenfotografen.

  • Der Satan: Butler Parker 109 – Kriminalroman

    109

    Der Satan: Butler Parker 109 – Kriminalroman
    Der Satan: Butler Parker 109 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Josuah Parker war konsterniert, als er Augenzeuge eines schamlosen Diebstahls wurde. Die junge Dame griff unverfroren nach dem kleinen, nicht billigen Transistorradio und ließ das Gerät oh-ne jede Hast in ihrer Manteltasche verschwinden. Wie selbstverständlich ging sie weiter, als sei überhaupt nichts passiert. Josuah Parker beschloß, die Diebin unter Kontrolle zu halten. Er war gespannt, ob sie noch mehr Beute machen wollte. Vielleicht war das kleine Radio erst der Anfang. Die junge Frau, etwa fünfundzwanzig Jahre alt und dezent gekleidet, verließ die Radioabteilung und sah sich gespielt gleichgültig eine Verkaufsecke an, in der Uhren feilgeboten wurden. Es kam, wie es kommen mußte. Sie konnte einfach nicht widerstehen. Parker sah es genau. Sie langte fast apathisch nach einer Armbanduhr und verstaute sie in ihrer Manteltasche. Anschließend ließ die junge Dame noch einen kleinen Reisewecker mitgehen. Als sie sich umdrehte, sah sie Parker ins Gesicht. Sie war nicht eine Sekunde lang unsicher, obwohl sie doch das Gefühl haben mußte, beobachtet worden zu sein. Sie schaute aus dunklen Augen durch den Butler hindurch und begab sich hinüber zur Schreibwa-renabteilung. Hier langte sie nach einem Füllhalter, nach einem Taschenbuch und schließlich nach bunten Filzstiften. Das alles wanderte in die Taschen ihres Mantels, als sei es die selbstverständlichste Sache von der Welt. Ja, sie ließ abschließend noch ein Päckchen billigster Briefmarken verschwinden, Besonders wählerisch war sie sicher nicht. Josuah Parker brauchte nicht einzuschreiten. Die Angelegenheit erledigte sich durch einen unauffällig ge-kleideten Mann, der sich als Warenhausdetektiv entpuppte. Er tauchte neben der jungen Frau auf, redete ein paar Worte mit ihr und führte sie

  • Der weiße Hai: Butler Parker 129 – Kriminalroman

    129

    Der weiße Hai: Butler Parker 129 – Kriminalroman
    Der weiße Hai: Butler Parker 129 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Sie freuten sich auf das kleine Intermezzo. Die fünf jungen Männer, im Schnitt vielleicht knapp zwanzig Jahre alt, beobachteten ihr Opfer durch die Scheibe des Spielclubs. Dann nickten sie sich grinsend zu und verließen die Spielhalle, die vollgestopft war mit Musik- und Spielautomaten und sonstigem elektronischem Zeitvertreib. Die fünf schlenderten um ihr Opfer herum und warteten den günstigsten Moment ab. Es handelte sich um einen seltsam gekleideten Mann undefinierbaren Alters. Er trug einen schwarzen, korrekt sitzenden Zweireiher, einen weißen Eckkragen und einen schwarzen Binder. Über seinem angewinkelten linken Unterarm hing ein altväterlich gebundener Regenschirm. Auf seinem Kopf saß eine schwarze Melone. Dieses Opfer war ganz offensichtlich ein hochherrschaftlicher Butler, der da gemessen seines Weges schritt und keine Ahnung hatte, was sich hinter seinem Rücken zusammenbraute. Die fünf Männer waren fast wie in Uniform gekleidet. Sie trugen schmale, röhrenartige Lederhosen, Tennisschuhe und Lederwesten. Schwarz war die Grundfarbe ihrer Kleidung. Und schwarz mußten wohl auch ihre Seelen sein, denn die fünf jungen Männer hatten die Absicht, den Butler in den Staub zu treten. Sie holten ihn an einer breiten Treppe ein, die hinunter zum Strand führte, bildeten einen Halbkreis und riefen ihr Opfer fast höflich an. »Meine Herren?« Der Butler blieb stehen und wandte sich um. »Was kann und darf ich für Sie tun?« »Bist schon einmal geflogen« erkundigte sich der Anführer der Gruppe fast freundlich. Seine Augen waren aber kalt. »In der Tat, meine Herren«, erwiderte das Opfer würdevoll. »Es handelt sich dabei um einen Vorgang, den ich sehr zu schätzen weiß.« »Biste auch schon mal 'ne Treppe runtergeflogen?«

  • Der Tiger: Butler Parker 102 – Kriminalroman

    102

    Der Tiger: Butler Parker 102 – Kriminalroman
    Der Tiger: Butler Parker 102 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! »Sie sind ein Flegel!« stellte Lady Agatha Simpson grollend fest und langte gleichzeitig sehr herzhaft mit ihrem Pompadour zu. Der kräftige, breitschultrige Mann, etwa fünfundzwanzig Jahre alt, hatte sie eben gnadenlos zur Seite gedrängt und ihr dabei ein kleines Paket aus der Hand geschlagen. Dafür hatte Mylady sich revanchiert. Der »Glücksbringer« im perlenbestickten Handbeutel enthielt ein leicht überschweres Hufeisen, das mal für ein stämmiges Brauereipferd gedacht war. Entsprechend war die Wirkung. Der breitschultrige Mann war bereits in die Knie gegangen und hielt sich mit letzter Kraft an der Stange jenes Baldachins fest, der den Weg vom Hoteleingang bis zum Straßenrand überspannte. Seine Augen waren verglast. Er stierte auf die kriegerische ältere Dame, die ihn bereits vergessen zu haben schien. Sie nickte ihrer Begleiterin zu, die sich um das zu Boden gefallene Paket kümmerte, es aufhob und der passionierten Detektivin reichte. »Natürlich in Scherben, wie?« fragte Agatha Simpson verärgert. »Ich fürchte, ja, Mylady«, erwiderte die attraktive junge Dame, die nur wenig über zwanzig sein mochte. »Lümmel!« Lady Agatha Simpson marschierte auf äußerst stämmigen Beinen auf den jungen Mann zu, der schutzsuchend seinen linken Unterarm vors Gesicht hob. Er zog sich jetzt hoch, baute sich auf und schüttelte benommen den Kopf. Dazu massierte er mechanisch seine linke Kinnlade, die von Myladys Glücksbringer voll getroffen worden war. »Sie werden mir Ersatz leisten«

  • Parker köpft die Guillotine: Butler Parker 136 – Kriminalroman

    136

    Parker köpft die Guillotine: Butler Parker 136 – Kriminalroman
    Parker köpft die Guillotine: Butler Parker 136 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Sie hatte geläutet, und Butler Parker erschien in ihrem Salon, den sie sich als Studio hatte einrichten lassen. Sie saß vor der elektrischen Schreibmaschine und hatte natürlich wieder mal keine Zeile zu Papier gebracht. Lady Agatha Simpson, die vor Jahren beschlossen hatte, sechzig zu bleiben, war eine majestätisch stattliche Dame mit energischem Gesicht. Sie wandte sich zu ihrem Butler um und verkündete, sie habe einen perversen Appetit. »Mylady schweben eine bestimmte Spezialität vor?« erkundigte Josuah Parker sich gemessen. Er war etwas über mittelgroß, fast schlank und strahlte eine beeindruckende Würde aus. Sein Alter war nur schwer zu bestimmen, was auf sein stets ausdrucksloses, glattes Pokergesicht zurückzuführen war. »Machen Sie mir Vorschläge«, antwortete die ältere Dame ungeduldig. Sie schaltete die Schreibmaschine ab und schien ihre Absicht nachhaltig vergessen zu wollen, einen Krimi-Bestseller zu schreiben. Damit beschäftigte sie sich schon seit Monaten. Es war ihr erklärtes Ziel, einer gewissen Agatha Christie zu zeigen, wie ein spannender Kriminalroman wirklich auszusehen habe. Bei dieser Absicht war es bisher allerdings geblieben. Sie fand immer wieder Entschuldigungen. Dazu gehörte auch ihr Interesse an Kriminalfällen aller Art. Sie konnte sich dieses Hobby leisten, weil es einen Butler Parker gab, der seine schützende Hand über sie hielt. Darüber hinaus aber war sie eine immens reiche Frau, die sich fast jede Verrücktheit leisten konnte. »Ich warte auf Ihre Vorschläge, Mister Parker«, wiederholte sie mit ihrer dunklen Stimme, die an einen Baß erinnerte. »Sie sind natürlich wieder mal ratlos, nicht wahr?« »Ich befinde mich im Stadium des intensiven Nachdenkens, Mylady«, antwortete Parker gemessen. »Könnten Mylady sich für

  • Der Kampf mit Dämonen: Butler Parker 110 – Kriminalroman

    110

    Der Kampf mit Dämonen: Butler Parker 110 – Kriminalroman
    Der Kampf mit Dämonen: Butler Parker 110 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Lady Agatha fühlte sich in ihrem Element. Sie saß am Steuer des kleinen Mini-Cooper, der ihrer Sekretärin und Gesellschafterin gehörte. Lady Agatha war eine große, stämmige Dame und erinnerte an die Walküre aus einer älteren Wagner-Inszenierung. Agatha Simpson befand sich mit ihrer Sekretärin auf der Fahrt zu einer Bekannten, die angerufen und fast hysterisch um einen Besuch gebeten hatte. Bevor die Detektivin Fragen stellen konnte, war auf der Gegenseite bereits aufgelegt worden. Daher die Eile. »Die Straße ist ein wenig glatt«, stellte Kathy Porter mit neutraler Stimme fest, um Lady Agatha nicht unnötig herauszufordern. »Man muß eben fahren können«, erwiderte sie mit ihrer tiefen, baritonal gefärbten Stimme. »Sie haben doch nicht etwa Angst, Kindchen?« »Natürlich nicht, Mylady«, gab Kathy Porter wider besseres Wissen zurück und zog den Sicherheitsgurt strammer. »Das möchte ich mir auch ausgebeten haben«, stellte Lady Simpson nachdrücklich fest, »ich bin ja schließlich keine Anfängerin.« Was nur teilweise stimmte. Sie besaß schon seit vielen Jahren einen Führerschein, hatte sich aber in der vergangenen Zeit immer nur fahren lassen. Erst seit einigen Monaten war ihr sportlicher Ehrgeiz wieder geweckt worden. Leider sehr nachhaltig, wie Kathy Porter fand. Sie wußte, daß Lady Simpson sogar mit dem Gedanken spielte, sich ein Motorrad anzuschaffen.

  • Mylady keilt nach hinten aus: Butler Parker 117 – Kriminalroman

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    Mylady keilt nach hinten aus: Butler Parker 117 – Kriminalroman
    Mylady keilt nach hinten aus: Butler Parker 117 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Butler Parker saß am Steuer seines parkenden Wagens und wartete auf die Rückkehr Lady Agathas, die unterwegs war, um sich einen neuen Hut zu kaufen. Er wußte, daß es unter Umständen noch lange dauern konnte. Langeweile war ihm allerdings nicht anzusehen. Stocksteif, als habe er einen Ladestock verschluckt, hielt er sich auf dem Sitz seines hochbeinigen Monstrums. Um sich die Zeit zu vertreiben, hatte er das Wagenradio eingeschaltet. Ein Vortrag über Futterpflanzen in Schottland war nicht geeignet, sein Interesse zu wecken. Auf einer anderen Welle verbreitete sich eine professorale Stimme über Metaphysik in der neuen Musik. Auf einer dritten Frequenz erzählte eine sympathische Frauenstimme ein Märchen, in dem ein Frosch die Hauptrolle spielte. Josuah Parker fühlte sich nicht angesprochen, suchte weiter und hörte dann eine leise, tränenerstickte Stimme, die von Selbstmord sprach ... Der Butler reagierte kaum, so echt und eindringlich diese Frauenstimme auch klang. Auch ein spannendes Hörspiel konnte ihn jetzt nicht in die richtige Wartestimmung versetzen. Ihm schwebte Musik vor, sanfte Weisen, die seine Nerven beruhigten. Inzwischen war der Butler nämlich leicht ungeduldig geworden. Der Hutkauf schien diesmal den Nachmittag zu füllen. Als Parker nach dieser Musik weitersuchen wollte, merkte er, daß er bereits das Ende der Skala erreicht hatte. Plötzlich wurde er hellhörig, drehte automatisch zurück und schaltete sich noch mal in die Frauenstimme ein, die in hemmungsloses Schluchzen übergegangen war. Parker kam der Verdacht, daß er hier auf eine private Sendung gestoßen war. Das Schluchzen klang zu echt, war einfach zu verzweifelt. Hinzu kam die Tatsache, daß so weit rechts auf der

  • Ferien mit Ratten: Butler Parker 122 – Kriminalroman

    122

    Ferien mit Ratten: Butler Parker 122 – Kriminalroman
    Ferien mit Ratten: Butler Parker 122 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Butler Parker hatte das Gefühl, daß die beiden Männer ihn nicht schätzten. Er gewann sogar den Eindruck, daß sie etwas gegen ihn hatten. Sie benahmen sich äußerst unzivilisiert und drückten ihre Mißachtung aus. Der erste Mann – er mochte fünfundzwanzig sein – wollte ihm einen Holzknüppel über den Kopf ziehen. Der zweite Mann – er war etwa dreißig – hielt ein Messer in der Hand und ließ erkennen, daß er nicht nur Parkers schwarzen Zweireiher aufzuschlitzen gedachte. »Ihr Benehmen entbehrt jeder Form«, tadelte Josuah Parker höflich, während er mit seinem Universal-Regenschirm den Holzknüppel parierte. Der junge Mann, schlank, drahtig und recht gepflegt aussehend, stöhnte. Er hatte mit dieser Gegenwehr nicht gerechnet und ließ den Prügel fallen. Anschließend griff er nach der Stirn und zählte die bunten Sterne, die er vor seinem geistigen Auge Sah. Er war vom bleigefütterten Bambusgriff des Regenschirmes getroffen worden und entschied sich notgedrungen für eine gewisse Neutralität... Der zweite Mann, untersetzt, massig und mit dem quadratischen Kopf eines jungen Stiers, hatte sich einen Moment irritieren lassen. Er schaute zu seinem stöhnenden Partner hinüber und merkte Sekunden später, daß er sich den Luxus der Neugierde besser nicht geleistet hätte. Butler Parker, der um seinen schwarzen Zweireiher fürchtete, langte herzhaft zu. Er wollte diese unerfreuliche Begegnung so schnell wie möglich hinter sich bringen. Der Massige stöhnte, als der Bambusgriff von Parkers Regenschirm sich auf sein Handgelenk legte. Das Messer wirbelte durch die Luft und landete anschließend klirrend auf den Steinen der Feldmauer. Die beiden Männer, deren Gesichter Josuah Parker wegen der Dunkelheit nicht erkennen

  • Stoppt den den Amokläufer: Butler Parker 100 – Kriminalroman

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    Stoppt den den Amokläufer: Butler Parker 100 – Kriminalroman
    Stoppt den den Amokläufer: Butler Parker 100 – Kriminalroman

    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! Agatha Simpson sah auf den ersten Blick, daß der Fahrer offensichtlich volltrunken war. Der kleine Sportwagen raste in wilden Schlangenlinien über die schmale Straße und rasierte mehrfach die hohen Hecken, die die Fahrbahn in Richtung Torquay säumten. Das alles schien dem Mann am Steuer überhaupt nichts auszumachen. Er jagte mit seinem Sportwagen von einer Seite auf die andere und ignorierte den Gegenverkehr in beinahe selbstmörderischer Weise. Neben dem Fahrer saß ein zweiter Mann, der sich ängstlich zusammenduckte und verzweifelt festhielt. Er brüllte dem Fahrer gerade etwas zu, als es passierte. Lady Agatha sträubten sich die Nackenhaare, als die beiden Tramper aus dem kleinen Seitenweg kamen. Sie ahnte, was passieren mußte. Agatha Simpson winkte den beiden Trampern verzweifelt zu und wollte sie warnen. Sie merkten nichts, reagierten zu spät und dazu noch falsch, ließen sich von Lady Simpson ablenken und winkten lachend zurück. Bruchteile von Sekunden später war alles vorbei. Die Lady schloß die Augen und hörte ein häßliches Geräusch: das Kreischen der Bremsen, das Radieren der blockierenden Pneus und dann einen verzweifelten, erstickten Aufschrei. Als Agatha Simpson wieder die Augen öffnete, raste der Sportwagen gerade an ihr vorüber. Sie konnte das Gesicht des Fahrers deutlich erkennen. So deutlich wie bei einer Großaufnahme. Es war ein weiches, schlaffes Gesicht mit halb geschlossenen Augen und einem schmalen, arrogant wirkenden Oberlippenbärtchen. Der Fahrer kurvte auf die Lady zu, die sich mit einem wilden Satz in Sicherheit brachte. Sie landete tief in einer weichen, nachgiebigen' Hecke und brauchte einige Zeit, bis sie sich wieder zur Straße zurückgearbeitet hatte. Ihr erster Blick galt den beiden Trampern. Sie lagen in seltsam verkrümmter Haltung auf dem Asphalt und rührten sich nicht mehr.

  • Parker und die Agenten: Butler Parker 121 – Kriminalroman

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    Parker und die Agenten: Butler Parker 121 – Kriminalroman
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