Parker packt den Massenmörder: Butler Parker 166 – Kriminalroman
Von Günter Dönges
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Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht!
Dolly Dillinger war fasziniert. Immer wieder mußte sie zu jenem Mann hinübersehen, der auf dem gegenüberliegenden Fensterplatz saß. Steif, als habe er einen Ladestock verschluckt, sah der Mann hinaus auf die vorbeifliegende Landschaft. In seinem glatten und doch irgendwie markanten Pokergesicht zuckte kein Muskel. Die kühlen, eisgrauen Augen verirrten sich nicht ein einziges Mal in ihre Richtung. Er schien ihre Anwesenheit überhaupt nicht zur Kenntnis genommen zu haben. Dolly Dillinger wurde nicht recht klug aus diesem Mann. Er trug unverkennbar die Kleidung eines hochherrschaftlichen Butlers. Männer in dieser Kleidung hatte sie bereits öfter gesehen. In einschlägigen Gesellschaftsfilmen nämlich. Da war die schwarze Melone, der steife, schneeweiße Eckkragen, die schwarze Krawatte, die farblich von einer großen Zierperle aufgelockert wurde. Da waren der untadelig sitzende schwarze Zweireiher und vor allen Dingen ein Regenschirm, der aus einem Museum zu stammen schien. Dieser Schirm war altväterlich gebunden und verfügte über einen Bambusgriff, über dem die gekreuzten Hände des Mannes lagen. Sie staken selbstverständlich in schwarzen Handschuhen, wie es sich für einen hochherrschaftlichen Butler eben gehörte. Er streifte sie sich gerade gelangweilt ab. Aber hatte sie es wirklich nur mit einem Butler zu tun? Gewiß, er war so gekleidet, dennoch aber strahlte dieser Mann eine kühle Überlegenheit aus, die beeindruckte. Dolly Dillinger spürte instinktiv, daß dieser Mann mehr war als nur ein Butler. Nur zu gern hätte sie ein Gespräch begonnen, neugierige Fragen gestellt, vielleicht sogar ein wenig geflirtet. Doch eine unerklärbare Scheu hinderte sie daran.
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Parker packt den Massenmörder - Günter Dönges
Butler Parker
– 166 –
Parker packt den Massenmörder
Günter Dönges
Dolly Dillinger war fasziniert.
Immer wieder mußte sie zu jenem Mann hinübersehen, der auf dem gegenüberliegenden Fensterplatz saß. Steif, als habe er einen Ladestock verschluckt, sah der Mann hinaus auf die vorbeifliegende Landschaft. In seinem glatten und doch irgendwie markanten Pokergesicht zuckte kein Muskel. Die kühlen, eisgrauen Augen verirrten sich nicht ein einziges Mal in ihre Richtung. Er schien ihre Anwesenheit überhaupt nicht zur Kenntnis genommen zu haben.
Dolly Dillinger wurde nicht recht klug aus diesem Mann.
Er trug unverkennbar die Kleidung eines hochherrschaftlichen Butlers. Männer in dieser Kleidung hatte sie bereits öfter gesehen. In einschlägigen Gesellschaftsfilmen nämlich. Da war die schwarze Melone, der steife, schneeweiße Eckkragen, die schwarze Krawatte, die farblich von einer großen Zierperle aufgelockert wurde. Da waren der untadelig sitzende schwarze Zweireiher und vor allen Dingen ein Regenschirm, der aus einem Museum zu stammen schien. Dieser Schirm war altväterlich gebunden und verfügte über einen Bambusgriff, über dem die gekreuzten Hände des Mannes lagen. Sie staken selbstverständlich in schwarzen Handschuhen, wie es sich für einen hochherrschaftlichen Butler eben gehörte. Er streifte sie sich gerade gelangweilt ab.
Aber hatte sie es wirklich nur mit einem Butler zu tun?
Gewiß, er war so gekleidet, dennoch aber strahlte dieser Mann eine kühle Überlegenheit aus, die beeindruckte. Dolly Dillinger spürte instinktiv, daß dieser Mann mehr war als nur ein Butler. Nur zu gern hätte sie ein Gespräch begonnen, neugierige Fragen gestellt, vielleicht sogar ein wenig geflirtet. Doch eine unerklärbare Scheu hinderte sie daran. Sie hatte das Gefühl, sich zu blamieren, falls sie neugierig würde.
Josuah Parker hatte längst herausgefunden, daß die junge Dame sich für ihn interessierte. Doch er tat nichts, um sie zu ermutigen. Er haßte unnötige Gespräche. Er hing seinen Gedanken nach, die um seinen jungen Herrn kreisten.
Er zuckte mit keiner Wimper, als der Zug in einen Tunnel einfuhr. Schlagartig umgab ihn das, was der Volksmund ägyptische Finsternis zu nennen beliebte. Aus irgendeinem Grund funktionierte die Wagenbeleuchtung nicht.
Er zuckte auch dann noch mit keiner Wimper, als er ein Rascheln hörte. Sein feines, geschultes Ohr fand sofort heraus, daß dieses Rascheln von einem Damenrock herrühren mußte.
Hingegen zuckte er mit einer Wimper, als die Trägerin dieses Rockes plötzlich und ohne jede weitere Vorwarnung auf seinem Schoß und in seinen Armen landete.
»Ich möchte keinesfalls unhöflich wirken, Madam«, sagte Parker und richtete sich womöglich noch steifer auf, »aber mir scheint, daß Sie die Situation völlig falsch beurteilen ...!«
Sie antwortete nicht.
Weich, warm und schlaff lag sie in seinen Armen. Ihr Atem ging schnell. Tiefe Leidenschaft schien sie zu erfüllen. Sie schmiegte sich noch enger an ihn.
»Selbst auf die Gefahr hin, unhöflich zu wirken, Madam«, redete Parker gemessen und würdevoll weiter, »selbst auf diese Gefahr hin möchte ich doch dringend anraten, sich auf den Platz zurückzubegeben. Wenn Sie erlauben, werde ich Ihnen dabei behilflich sein!«
Parker drückte den weichen, schlaffen Körper behutsam, aber dennoch nachdrücklich zurück.
Sie flüsterte ihm etwas ins Ohr, das er nicht verstehen konnte. Die schwere Lok produzierte in diesem Augenblick nämlich einen durchdringenden, schrillen Pfiff. Schlagartig wurde es wieder hell im Zugabteil. Licht flutete ungehemmt herein.
»Ich hoffe, ich habe Sie nicht unnötig inkommodiert«, schloß Parker und drückte sie zurück auf ihren Sitz.
Sie nahm zu seinen Worten keine Stellung. Sie war auch nicht eine Spur verlegen oder betreten. Sie war dazu nämlich nicht mehr in der Lage. Ein Messer im Rücken hinderte sie nachdrücklich daran.
Welcher Tote ist schon in der Lage, sich mehr oder weniger wortreich zu entschuldigen? Parker zeigte also Verständnis und wußte im gleichen Moment, daß gewisse unangenehme Dinge unausweichlich auf ihn zukamen ...
*
Die nächste Station hieß Colchester und bestand aus einer Ansammlung von wenig mehr als einem halben Dutzend Farmhäusern, einem Lagerhaus für landwirtschaftliche Erzeugnisse und einem rußigen Stationsgebäude. Eine fürwahr trostlose Gegend!
Der Waggon mit dem toten Mädchen war losgekuppelt und auf ein Abstellgleis geschoben worden. Nur mit Mühe hatte der energische Schaffner eine Panik verhindern können.
Sheriff Bolker, Polizeigewaltiger im County, hatte sich der Unterstützung der Mordkommission von Albany versichert. Nun wartete er geduldig auf das Eintreffen der Spezialisten aus der Großstadt und wiegte sich in einem Schaukelstuhl, der den Requisiten eines Wildwestfilms zu entstammen schien.
In der Brust des Sheriffs schlug trotz seiner bärbeißigen Manieren ein menschliches Herz. Er brach eine Rolle Kautabak entzwei und warf Butler Parker ein Stück zu. Parker zuckte indigniert zurück. Er wies es von sich, Nikotin in dieser vulgären Form zu sich zu nehmen.
»Wenn Sie gestatten, werde ich eine meiner Zigarren anstecken, die speziell für mich angefertigt werden«, schlug er in höflichem Ton vor. Bolker zuckte die Achseln und schaukelte weiter.
Der Butler fühlte verstohlen nach dem Zettel in seiner Brieftasche, den er auf dem Schoß des jungen Mädchens gefunden und in dem panischen Hin und Her nach Entdeckung des Mordes unbemerkt an sich genommen hatte. Mit der ihm eigenen nahezu unfehlbaren Beobachtungsgabe hatte er registriert, daß das Blatt Papier erst während der Tunneldurchfahrt in den Besitz seines Gegenübers gelangt war und somit einen wichtigen ersten Hinweis auf den Täter enthalten konnte. Er nahm sich vor, das Beweisstück keinesfalls aus der Hand zu geben.
Wie hatte die Sache angefangen?
»Machen Sie mal Urlaub, Parker, und spannen Sie gründlich aus«, hatte Mike Rander seinem Butler geraten, der ihn daraufhin erstaunt angesehen hatte. Wollte sein junger Herr sich zeitweilig von ihm trennen?
»Ich möchte mit Ihrer Erlaubnis davon Abstand nehmen, Sir«, antwortete Parker. »Ich mache mir, offen gestanden, einige Sorgen um die Zukunft, wenn ich es ...«
Sein junger Herr hatte ihn lachend unterbrochen: »Sie haben Angst, Parker? Ausgeschlossen, das nehme ich Ihnen nicht ab!«
»Und doch ist es so, Sir. Ich habe Angst, mir könnten einige Fälle davonschwimmen, wenn ich es so ausdrücken darf.«
»Welche Felle?« fragte der Anwalt, der in diesem Augenblick durch das Läuten des Telefons abgelenkt wurde.
Sein Butler hüstelte diskret. »Ich meinte keineswegs Tierfelle, Sir. Ich bitte um Verzeihung, wenn ich mich unklar ausgedrückt haben sollte. Ich meinte vielmehr Kriminalfälle!«
»Zum Kuckuck, Parker! Haben Sie denn nichts anderes im Kopf als Mord und Totschlag? Packen Sie lieber Ihr Angelzeug in einen Koffer und fahren Sie in die Alleghenies! Es gibt ein paar ausgezeichnete Forellenbäche dort. Und widersprechen Sie mir nicht dauernd!«
»Sehr wohl, Sir!« Parker senkte beschämt den Kopf. Er hatte beinahe das Gefühl, die einem gut geschulten Butler gezogenen Grenzen überschritten zu haben. Es wäre ihm nie in den Sinn gekommen, eine Anordnung seines jungen Herrn zu mißachten ...
Und jetzt saß er im Büro eines hinterwäldlerischen Sheriffs und galt als der Hauptverdächtige in einem mysteriösen Mordfall! Trotzdem fühlte er sich ziemlich wohl. Aber man hatte ihm nicht einmal eine Tasse Kaffee angeboten. Dabei trank ihn der Sheriff kannenweise. Der Duft des köstlichen Gebräus strich verführerisch um Parkers Nase. Der Butler empfand Bolkers Mangel an Takt als ausgesprochen unhöflich. Aus Mike Randers Dachgartenwohnung ging kein Besucher fort, ohne daß Parker ihm eine Erfrischung angeboten hätte. Der Butler fand, daß der Sheriff sich auf eine sehr ungehörige Art dafür rächte, daß er vorhin seinen Kautabak abgelehnt hatte. Josuah Parker erwartete Manieren auch von Leuten, die einen Sheriffstern auf der Weste trugen. Aus dieser tiefen Enttäuschung heraus erwähnte er auch nicht den Zettel in seiner Tasche. Er sog an seiner Zigarre und faßte sich in Geduld.
Plötzlich sprang Bolker mit einem wahren Panthersatz aus dem Schaukelstuhl hoch.
»Was ist das?« rang er keuchend eine Frage aus seiner gewürgten Kehle und schüttelte sich wie unter einem innerem Krampf. Der Gehilfe des Sheriffs schlug seinem Chef kräftig auf den Rücken und musterte mißtrauisch die schwarze Zigarre in Parkers Mund. Kurz darauf kämpfte er selbst mit einem Erstickungsanfall.
»Eine ausgezeichnete Marke«, lobte Parker und sah selbstgefällig auf die Importe herab. »Ich ziehe sie allen anderen vor.«
»Werfen Sie diesen Giftprügel schleunigst aus dem Fenster, oder es passiert was!« würgte Sheriff Bolker mit letzter Anstrengung heraus.
»Ich weiche der rohen Gewalt, wenngleich ich auch nicht verstehen kann, womit ich mir Ihren Unmut zugezogen habe«, erklärte Josuah Parker würdevoll. Er beförderte die Zigarre mit Bedauern und Vehemenz durch das Fenster nach draußen.
Es dauerte mindestens fünf Minuten, ehe Sheriff Bolker sich wieder mit dem Kreuzworträtsel auf der letzten Seite beschäftigen konnte. Seine Zunge leckte die Spitze eines Bleistifts.
»Kreuz mit drei Buchstaben!« murmelte er vor sich hin.
»Ehe«, warf Butler Parker ein.
»Sagten Sie was?« Bolker sah auf.
»Ich erlaubte mir lediglich, eine vielfach zutreffende Bemerkung zu machen. Meine Annahme ermangelt allerdings der Bestätigung durch die Praxis, wie ich zugeben muß.« Parker lehnte sich wieder in seinen Stuhl zurück.
Bolker gab seinem Gehilfen ein Zeichen.
»Stimmt tatsächlich, Jimmy! Aber schaff ihn trotzdem in eine Zelle! Ich mag solche Intelligenzbestien nicht. Sie erinnern mich immer an Joe Burkes Jungen, der voriges Jahr im College die Abschlußrede hielt. Und dann überfuhr ihn eine Straßenbahn.«
»Ja«, meinte Jimmy, »das kommt davon, wenn man so
