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Ästhetisches Engineering: Zur Verbreitung von Belletristik im Literaturbetrieb
Das Bild zum Sprechen bringen: Eine Soziologie des Audioguides in Kunstausstellungen
Ko-Konstruktionen in der Interaktion: Die gemeinsame Arbeit an Äußerungen und anderen sozialen Ereignissen
eBook-Reihen30 Titel

Sozialtheorie

Bewertung: 3.5 von 5 Sternen

3.5/5

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Über diese Serie

Ungeachtet ihres metaphysischen Ursprungs bildet die Kategorie des Seelischen bis heute für die soziologische Theoriebildung ein kaum hinterfragtes Konzept. Manuel Schulz kritisiert diese Leerstelle mit Blick auf das Werk Georg Simmels und entwickelt unter Rückgriff auf die Neue Phänomenologie eine leib- und existenzphilosophische Vergesellschaftungstheorie. Die so gewonnene Forschungsperspektive zeigt sich dabei nicht nur anschlussfähig an Arbeiten der Kritischen Theorie und der Subjektivierungsforschung, sondern eröffnet auch einen innovativen Rahmen für die Analyse der Herausforderungen, denen sich heutige Gesellschaften im Angesicht der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen gegenübersehen.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum31. März 2014
Ästhetisches Engineering: Zur Verbreitung von Belletristik im Literaturbetrieb
Das Bild zum Sprechen bringen: Eine Soziologie des Audioguides in Kunstausstellungen
Ko-Konstruktionen in der Interaktion: Die gemeinsame Arbeit an Äußerungen und anderen sozialen Ereignissen

Titel in dieser Serie (100)

  • Ko-Konstruktionen in der Interaktion: Die gemeinsame Arbeit an Äußerungen und anderen sozialen Ereignissen

    Ko-Konstruktionen in der Interaktion: Die gemeinsame Arbeit an Äußerungen und anderen sozialen Ereignissen
    Ko-Konstruktionen in der Interaktion: Die gemeinsame Arbeit an Äußerungen und anderen sozialen Ereignissen

    In der Interaktionslinguistik und Gesprächsforschung ist das Konzept der Ko-Konstruktion zur Beschreibung von Äußerungen entwickelt worden, die von mehreren Gesprächsteilnehmern gemeinsam formuliert werden. In diesem Band wird dieses Konzept generell erweitert auf soziale Ereignisse, die von den Beteiligten gemeinsam hervorgebracht werden. Hierzu werden neben den klassischen Domänen der Äußerungen und Texte (u.a. auch in mehrsprachigen Settings) auch Datenkollektionen zu multimodalen Aspekten der Interaktion, zu Fragen der (früh-)kindlichen Entwicklung und zu allgemeinen Grundlagen des gemeinsamen Handelns beleuchtet. Die Beiträge diskutieren darüber hinaus theoretische und methodische Probleme des erweiterten Konzepts.

  • Ästhetisches Engineering: Zur Verbreitung von Belletristik im Literaturbetrieb

    Ästhetisches Engineering: Zur Verbreitung von Belletristik im Literaturbetrieb
    Ästhetisches Engineering: Zur Verbreitung von Belletristik im Literaturbetrieb

    Renate Grau systematisiert die organisatorischen Prozesse und Handlungspraktiken zur Verbreitung von Belletristik im Literaturbetrieb. Damit trägt sie zum Verständnis einer wichtigen, aber bisher wenig erforschten Industrie bei. Büchermachen betrachtet sie als Ästhetisches Engineering, also als Auseinandersetzung von Menschen und ästhetischen Dingen zur Herstellung von Objekten, die die Sinne ansprechen sollen. Das Ästhetische Engineering wird im umkämpften Buchmarkt insbesondere dann zum Erfolgsfaktor, wenn ein neuer fiktionaler Titel oder ein bisher unbekannter Autor durchgesetzt werden soll. Mithilfe von ausführlichem Beispielmaterial und erläuterten Strategien erfolgreicher Praktiker präsentiert dieses Buch innovative Ansätze zum Management neuer Belletristiktitel.

  • Das Bild zum Sprechen bringen: Eine Soziologie des Audioguides in Kunstausstellungen

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    Das Bild zum Sprechen bringen: Eine Soziologie des Audioguides in Kunstausstellungen
    Das Bild zum Sprechen bringen: Eine Soziologie des Audioguides in Kunstausstellungen

    Das Bild schweigt still. Seine Visualität verweigert sich der Sprache, es ist nicht übersetzbar. Ungeachtet dessen werden Bilder in der Praxis immer wieder sprachlich erschlossen, verhandelt und tradiert: als Abbilder, epistemische Objekte - oder als Kunstwerke. Ausgehend von dieser theoretisch viel diskutierten Diskrepanz untersucht das Buch Audioguides in Kunstausstellungen erstmals aus soziologischer Perspektive: Richter über Kunst und Nicht-Kunst und Grenzgänger zwischen Wahrnehmung und Kommunikation, Subjekt und Objekt, visuellem und sprachlichem Wissen, lösen sie das Problem der Bildbeschreibung praktisch, brechen das Schweigen des Bildes und bringen es - als sozial und sinnhaft strukturiert - zum Sprechen.

  • Altern ist Zukunft!: Leben und Arbeiten in einer alternden Gesellschaft

    Altern ist Zukunft!: Leben und Arbeiten in einer alternden Gesellschaft
    Altern ist Zukunft!: Leben und Arbeiten in einer alternden Gesellschaft

    Die »Zukunft der Arbeit« und ihre Gestaltung stellt eine der derzeit spannendsten gesellschaftlichen Herausforderungen dar. Im Wissenschaftsjahr 2013 »Die demografische Chance« setzte sich auch die DASA Arbeitswelt Ausstellung mit diesem aktuellen Thema auseinander. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, zu der die DASA gehört, forscht bereits seit einigen Jahren zu »Arbeit, Altern und Gesundheit«. Das betrifft auch Fragen der Arbeitsplatzgestaltung in Bezug auf die Gesunderhaltung älterer Beschäftigter. Was können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Alternsforschung, der Soziologie und der Philosophie, aus der Neurologie und der Kulturanthropologie zum Thema beitragen? Was muss eine Demografie-Strategie leisten und wie gehen andere Länder und Kulturen mit diesem Thema um? Darüber informiert dieser vierte Band der Reihe »Constructing the future of work«, der ein wissenschaftliches Symposium der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund (www.dasa-dortmund.de) dokumentiert.

  • Die Ökonomisierung des Krankenhauses: Eine Studie über den Wandel pflegerischer Arbeit

    Die Ökonomisierung des Krankenhauses: Eine Studie über den Wandel pflegerischer Arbeit
    Die Ökonomisierung des Krankenhauses: Eine Studie über den Wandel pflegerischer Arbeit

    Der Umbau der Krankenhäuser zu Unternehmen wird immer wieder als in sich konsistente Rationalisierungsstrategie verhandelt. Aus soziologischer Perspektive wird hingegen deutlich: Die viel diskutierte ›Ökonomisierung‹ der Krankenhäuser ist ein in sich widersprüchlicher Prozess. Robin Mohan zeichnet die Geschichte des Krankenhauses mithilfe einer an Marx, Weber und Bourdieu orientierten Gesellschaftstheorie der Ökonomisierung nach, die den Widerspruch von Gebrauchswert und Tauschwert zum verbindenden Leitmotiv erhebt. Ergänzt wird die Analyse durch eine arbeitssoziologische Studie, die rekonstruiert, wie sich die Ökonomisierungsprozesse aus der Sicht der Pflegekräfte darstellen.

  • Workfare in den USA: Das Elend der US-amerikanischen Sozialhilfepolitik

    Workfare in den USA: Das Elend der US-amerikanischen Sozialhilfepolitik
    Workfare in den USA: Das Elend der US-amerikanischen Sozialhilfepolitik

    Das »Sozialhilfeproblem« scheint in den USA - anders als in Europa - gelöst, worauf anhaltend hohe Beschäftigungsquoten verweisen. Die Studie stellt diesen Konsens in Frage. Sie untersucht die bislang nur unzureichend verstandenen Hintergründe und Konsequenzen der US-Sozialhilfereform von 1996, die einen radikalen Arbeitszwang für alle Bedürftigen einführte. Es wird erklärt, warum sich mit dieser ›Workfare-Politik‹ die Armut noch verschärft hat. Zudem wird gezeigt, wie Gewerkschaften und soziale Bewegungen auf diese Politik reagiert haben und vor welchen sozialpolitischen Herausforderungen Städte wie New York und Los Angeles zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen.

  • Das Militär und seine Subjekte: Zur Soziologie des Krieges

    Das Militär und seine Subjekte: Zur Soziologie des Krieges
    Das Militär und seine Subjekte: Zur Soziologie des Krieges

    Waffen allein entscheiden nicht über die Schlagkraft einer Armee. Entscheidend ist auch, wie die Kriegführung die Subjektivität der Soldaten berücksichtigt. In der vorliegenden Studie zeigt sich diese als ein historisch variables, aber nicht frei konstruierbares Phänomen. Ausgehend von dem Faktum, dass Soldaten im Krieg die Versehrtheit ihres Leibes riskieren, der sich nicht beliebig verändern lässt, wird ihre Subjektivität zwischen aktivem Handeln und passivem Erleiden beleuchtet. Das Buch analysiert die Paradoxien, die sich aus Funktionserweiterungen des soldatischen Handelns bei Auslandseinsätzen ergeben, sowie die Versuche der avancierten Militärmächte, die Subjektivität durch den Einsatz modernster Technik zu nutzen.

  • Michel Foucaults »Geschichte der Gouvernementalität« in den Sozialwissenschaften: Internationale Beiträge

    Michel Foucaults »Geschichte der Gouvernementalität« in den Sozialwissenschaften: Internationale Beiträge
    Michel Foucaults »Geschichte der Gouvernementalität« in den Sozialwissenschaften: Internationale Beiträge

    Michel Foucaults Konzept der Gouvernementalität ist bereits zu einem wichtigen Bestandteil der Diskussionen und Forschungen in der politischen Philosophie und den Sozialwissenschaften avanciert. Im Herbst 2004 sind nunmehr, zeitgleich in Deutschland und Frankreich, die vollständig transkribierten und kommentierten Vorlesungen zur »Geschichte der Gouvernementalität« erschienen. Der vorliegende Band greift die sich damit bietende Möglichkeit einer systematischen Analyse der verschiedenen theoretischen und diskurshistorischen Aspekte des Vorlesungstextes auf. Eine internationale Autorenschaft aus dem deutschen, dem angelsächsischen und dem frankophonen Raum lotet die paradigmatische Relevanz der Gouvernementalität für die Sozialwissenschaften aus - gleichermaßen im Rückblick auf die bisherigen Forschungen und Rezeptionslinien wie auch perspektivisch anhand aktueller gesellschaftlicher Problemstellungen und theoretischer Diskussionen.

  • Was machen Marker?: Logik, Materialität und Politik von Differenzierungsprozessen

    Was machen Marker?: Logik, Materialität und Politik von Differenzierungsprozessen
    Was machen Marker?: Logik, Materialität und Politik von Differenzierungsprozessen

    Differenzierungsprozesse stehen heute im Zentrum interdisziplinärer Debatten. Marker tragen hierbei als Zeichen von Differenz wesentlich zur Wahrnehmung und Einordnung von Personen bei. Bewusst gewählte Marker wie Kleider und Accessoires wirken als wichtige Kennzeichnungen der Gruppenzugehörigkeit. Zwangsweise zugewiesene Marker wie die Beurteilung »durchgefallen« hingegen bedingen Exklusion. Die Beiträge des Bandes verdeutlichen: Theoretisch und empirisch lässt sich mit dem »Marker«-Begriff zeigen, wie sich Differenzen vergegenständlichen. Mit unterschiedlichen Perspektiven auf Marker betrachten sie die Logik, Materialität und Politik von Differenzierungsprozessen.

  • Deformationen der Ordnung: Bausteine einer kulturwissenschaftlichen Katastrophologie

    Deformationen der Ordnung: Bausteine einer kulturwissenschaftlichen Katastrophologie
    Deformationen der Ordnung: Bausteine einer kulturwissenschaftlichen Katastrophologie

    Katastrophen entstehen in enger Verflechtung mit jenen Ordnungsverhältnissen, die von ihnen durchbrochen werden. Sandro Ratt erarbeitet ein begriffliches Instrumentarium, um die komplexen Bezüge zwischen »Ordnung« und »Katastrophe« näher zu analysieren. Am Beispiel einer ursachen- und folgenreichen Lawinenkatastrophe, die sich 1954 im österreichischen Bergdorf Blons zugetragen hat, wendet er die Ergebnisse empirisch an.

  • Soziale Gedächtnisse: Selektivitäten in Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus

    Soziale Gedächtnisse: Selektivitäten in Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus
    Soziale Gedächtnisse: Selektivitäten in Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus

    Wie wird in differenzierten Gesellschaften erinnert? Dieser Band greift kulturwissenschaftliche Thesen zu sozialen Gedächtnissen auf und wendet sie soziologisch, wodurch die Wechselbeziehungen zwischen sozialen Gedächtnissen und ihren Konstitutionsbedingungen in den analytischen Blick geraten. Die Beiträge fokussieren dabei auf die Frage nach der Selektivität von sozialen Gedächtnissen und problematisieren, wie, was und nach welchen Kriterien erinnert oder vergessen wird. In Fallbeispielen, die auf narrativen Interviews und Gruppendiskussionen in Familien aus Ost- und Westdeutschland zur Erinnerung der Zeit des Nationalsozialismus (sowie gegebenenfalls der DDR-Vergangenheit) basieren, wird gezeigt: Das je konkrete soziale Erinnern geschieht unter gesellschaftlichen Rahmungen und Strukturen: Differenzierung, Pluralisierung, Generationengrenzen, Medialität, Authentizität, Diskurse und Semantiken spielen eine bedeutende Rolle.

  • Paradoxien der Biopolitik: Politische Philosophie und Gesellschaftstheorie in Italien

    Paradoxien der Biopolitik: Politische Philosophie und Gesellschaftstheorie in Italien
    Paradoxien der Biopolitik: Politische Philosophie und Gesellschaftstheorie in Italien

    Welche Rolle spielt die Persistenz des Todes im Inneren einer Politik des Lebens? In einer kritischen Rekonstruktion und Ergänzung der Begriffe und Thesen von Giorgio Agamben, Roberto Esposito sowie Michael Hardt und Antonio Negri entlarvt der italienische Soziologe Ruggiero Gorgoglione die zentralen Paradoxien der Biopolitik. Am Beispiel des biopolitischen Dispositivs veranschaulicht der Band, wie Philosophie und Gesellschaftstheorie in Italien einen grundlegenden Beitrag zur Lösung dringender Probleme des Politischen leisten können.

  • Reputationsnetze: Zur Internationalisierung von Unternehmensberatern. Eine relationale Theorie

    Reputationsnetze: Zur Internationalisierung von Unternehmensberatern. Eine relationale Theorie
    Reputationsnetze: Zur Internationalisierung von Unternehmensberatern. Eine relationale Theorie

    In den letzten zwanzig Jahren hat die Unternehmensberatung ein starkes Wachstum und ein hohes Maß an internationaler Verbreitung erfahren. Wie aber erschließen Unternehmensberater erfolgreich neue internationale Märkte? Mit Hilfe eines institutionellen Ansatzes untersucht der Autor die Funktion sozialer Netzwerke zur Überwindung geographischer Ferne. Empirische Fallstudien in London, Madrid und Frankfurt zeigen die fundamentale Bedeutung von Reputation und Vertrauen für die Internationalisierung. Das Buch leistet damit einen systematischen Beitrag zu einem sozio-institutionellen Verständnis wirtschaftlicher Globalisierungsprozesse.

  • Mehr oder weniger?: Zur Soziologie ökologischer Wachstumskritik und nachhaltiger Entwicklung

    Mehr oder weniger?: Zur Soziologie ökologischer Wachstumskritik und nachhaltiger Entwicklung
    Mehr oder weniger?: Zur Soziologie ökologischer Wachstumskritik und nachhaltiger Entwicklung

    »Mehr oder weniger?« Ökologische Wachstumskritik richtet sich gegen zerstörerische Dynamiken moderner Industrie- und Überflussgesellschaften, die ein gutes Leben gefährden. Auch Konzepte nachhaltiger Entwicklung halten oft allzu optimistisch an modernen Mehr-Versprechen fest. Jedoch bietet auch die bloße Hinwendung zum Weniger keine besseren Antworten. Vielmehr bedarf nachhaltige Entwicklung der kontinuierlichen Suche nach abgestimmten Mitteln und Zwecken. Stephan Lorenz zeigt, dass Chancen dafür in der Demokratisierung der Suchprozesse liegen. Den Sozialwissenschaften kommt dabei die Aufgabe zu, zur Verbesserung entsprechender Aushandlungsverfahren beizutragen. Es geht um die Frage: Wer und was muss wie berücksichtigt werden?

  • Postnukleare Handlungstheorie: Ein soziologisches Akteurmodell für Cyborgs

    Postnukleare Handlungstheorie: Ein soziologisches Akteurmodell für Cyborgs
    Postnukleare Handlungstheorie: Ein soziologisches Akteurmodell für Cyborgs

    Vor dem Hintergrund einer kritischen Rekonstruktion soziologischer Theoriebildung entwickelt Diego Compagna ein Akteurmodell für Cyborgs, das insbesondere auf die Differenz von Subjekt und Akteur abhebt. Die wissenssoziologisch inspirierte Rekonstruktion und das daraus abgeleitete Akteurmodell legen zugleich offen, dass die Soziologie immer auch Ungleichheit (re)produziert - indem es einer Reifizierung des sozialen Akteurs als »menschliches« bzw. »phänomenologisch bestimmbares« Subjekt Vorschub leistet, das nie als neutrale Entität vorkommen kann.

  • Subjektdiskurse im gesellschaftlichen Wandel: Zur Theorie des Subjekts in der Spätmoderne

    Subjektdiskurse im gesellschaftlichen Wandel: Zur Theorie des Subjekts in der Spätmoderne
    Subjektdiskurse im gesellschaftlichen Wandel: Zur Theorie des Subjekts in der Spätmoderne

    Angesichts der gegenwärtig zu beobachtenden Veränderungen der Gesellschaft, die in den Sozialwissenschaften unter Stichworten wie »Zweite Moderne«, »Spätmoderne«, »Postmoderne« etc. verhandelt werden, steht das »Subjekt« als Basiskategorie sozialwissenschaftlicher Theoriebildung zur Debatte. Ist die Konzeption eines relativ autonom handelnden, sein Leben selbst bestimmenden und gestaltenden Individuums - und das war ja mit dem »Subjekt« einmal gemeint - noch sinnvoll angesichts sozialer Verhältnisse, die durch Prozesse zunehmender Individualisierung und Globalisierung gekennzeichnet sind? Hier setzt der vorliegende Band an: Es geht darum, wie verschiedene sozialwissenschaftliche Theorieansätze Subjektivität heute thematisieren; im Zentrum steht dabei die Frage, ob - und wenn ja, wie - diese verschiedenen Ansätze aktuelle gesellschaftliche Wandlungsprozesse in ihre Theoriebildung mit einbeziehen, und ob sie sie zum Anlass für Veränderungen ihrer jeweiligen Subjektkonzeption nehmen. Entstanden ist ein plurales Spektrum höchst unterschiedlicher Antworten auf diese Frage.

  • Monopole der Gewalt: Mafiose Macht, staatliche Souveränität und die Wiederkehr normativer Theorie

    Monopole der Gewalt: Mafiose Macht, staatliche Souveränität und die Wiederkehr normativer Theorie
    Monopole der Gewalt: Mafiose Macht, staatliche Souveränität und die Wiederkehr normativer Theorie

    Rauschgifthandel, Geldwäsche, Mord - das »Geschäft« organisierter Kriminalität ist hinlänglich bekannt. Doch erst die spektakulären Attentate auf hochrangige Staatsbeamte im Italien der 1970er bis 1990er Jahre führten das eigentliche Streben der Mafia unabweisbar vor Augen: die Erringung des Gewaltmonopols auf einem bestimmten Territorium. Ausgehend von theoretischen Reflexionen über die Komplexe Gewalt, Staat und Ausnahmezustand einerseits und von empirischen Materialien zum italienischen Anti-Mafia-Kampf andererseits, löst Martin Ludwig Hofmann das Phänomen der organisierten Kriminalität aus einem rein kriminologischen Zugriff - und erweitert es um eine genuin sozialtheoretische Dimension.

  • Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich

    Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich
    Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich

    In Bezug auf den Nationalsozialismus ist oft von einer Bankrotterklärung der Soziologie die Rede. Der Band widmet sich daher der Frage, wie die erst spät universitär verankerte Soziologie in Österreich den Nationalsozialismus thematisiert hat: Wie verhielt sie sich im Vergleich zu anderen wissenschaftlichen Disziplinen? Und welche Auswirkungen hatte und hat die Fachgeschichte auf die Entwicklung der Disziplin und das (un)bewusste Tradieren kontaminierter Konzepte nach 1945? Dabei werden verschüttete empirische und theoretische Arbeiten zum Nationalsozialismus vorgestellt und die Weitergabe von Erfahrungen in den Nachkriegs-Narrativen der soziologischen Forschung und gesellschaftlichen Erfahrung thematisiert.

  • Nach dem Strukturalismus: Theoriediskurs und intellektuelles Feld in Frankreich

    Nach dem Strukturalismus: Theoriediskurs und intellektuelles Feld in Frankreich
    Nach dem Strukturalismus: Theoriediskurs und intellektuelles Feld in Frankreich

    Dieser Band trägt zu einer Genealogie des theoretischen Moments bei, der das intellektuelle Feld in Frankreich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfasst. Mit sprachwissenschaftlichen Instrumenten der neueren französischen Diskursanalyse wird gezeigt, auf welche Weise theoretische Texte (etwa von Derrida und Foucault) auf ihre Entstehungs- und Rezeptionskontexte verweisen und das vielfältige Wissen ihrer Leser mobilisieren. Anhand von ausgewählten Textausschnitten analysiert die Studie das vielschichtige Sprechgewirr eines Diskurses, in dem es nicht nur um große Ideen geht. Es entsteht die Skizze einer Wissenssoziologie nach dem Strukturalismus.

  • Intimisierte Öffentlichkeiten: Pöbeleien, Shitstorms und Emotionen auf Facebook

    Intimisierte Öffentlichkeiten: Pöbeleien, Shitstorms und Emotionen auf Facebook
    Intimisierte Öffentlichkeiten: Pöbeleien, Shitstorms und Emotionen auf Facebook

    Privatheit und Öffentlichkeit unterliegen in Zeiten des Internets einem tiefgreifenden Wandel: Während Privatheit mehr und mehr als gefährdet und vermachtet gilt, verändert sich eine bürgerliche Öffentlichkeit im Netz zusehends - Pöbeleien, Shitstorms oder Candystorms haben in Teilen den rationalen Diskurs ersetzt. Spezifische Schreibpraktiken und Symbolsysteme (Emoticons, Memes) transformieren die Praxis der Kommunikation. Elke Wagner nimmt diese aktuelle Diskussion auf und analysiert die neu entstandenen intimisierten Öffentlichkeiten im Social Web.

  • Visuelle Netzwerkforschung: Qualitative, quantitative und partizipative Zugänge

    Visuelle Netzwerkforschung: Qualitative, quantitative und partizipative Zugänge
    Visuelle Netzwerkforschung: Qualitative, quantitative und partizipative Zugänge

    Seit einigen Jahren hält ein neues Forschungsparadigma Einzug in die Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften: die Netzwerkanalyse, der zufolge Identität und Handeln maßgeblich von sozialen Strukturen beeinflusst werden. Ein Novum ist hierbei die visuelle Netzwerkforschung, die mit Hilfe von sogenannten Netzwerkbildern und -karten soziale Beziehungen erhebt und analysiert. Dieses empirische Vorgehen ist bislang jedoch nahezu unerforscht. Die interdisziplinären Beiträge des Sammelbandes schließen diese Lücke. Es werden erstmalig Studien vorgestellt, die sich qualitativer und quantitativer Techniken bedienen, um soziale Netzwerke visuell zu erforschen.

  • Über Kultur: Theorie und Praxis der Kulturreflexion

    Über Kultur: Theorie und Praxis der Kulturreflexion
    Über Kultur: Theorie und Praxis der Kulturreflexion

    Der aktuelle Kulturbegriff der Kulturwissenschaften definiert die Situation des Menschen als ein Problem, das in der aktuellen Lage der Gesellschaft nach neuen Formulierungen sucht. Kulturreflexion heißt dann, die Kultur als eine Ressource der Verständigung auf offene Fragen zu verstehen und sie in dieser Form der Weltgesellschaft bei der Suche nach einer neuen Selbstbeschreibung zur Verfügung zu stellen. Die Beiträge zeigen, dass bei der Modernisierung des Kulturbegriffs Rückgriffe auf philosophische Begriffe eine ebenso große Rolle spielen wie Beobachtungen künstlerischer Projekte und Beschreibungen historischer Prozesse.

  • Rationalitäten der Gewalt: Staatliche Neuordnungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert

    Rationalitäten der Gewalt: Staatliche Neuordnungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert
    Rationalitäten der Gewalt: Staatliche Neuordnungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert

    Moderne Gesellschaften beruhen auf dem Selbstverständnis, Gewalt einzuhegen, zugleich sind das Recht und die Pflicht zur Gewaltanwendung Grundprinzipien moderner Staatlichkeit. Gewalt, Ordnung und Staatlichkeit sind demnach konstitutiv aufeinander bezogen, doch ihr prekäres Verhältnis erscheint zu Beginn des 21. Jahrhunderts umstrittener denn je. Konzepte wie Rettungsfolter, gerechte Kriege, Ausnahme oder Sicherheit verweisen zugleich auf neue Rationalitäten staatlicher Gewalt. Der Band bietet interdisziplinäre Perspektiven auf historische Kontinuitäten und Brüche staatlicher Neuordnungen von Gewalt in der Gegenwart. Mit Beiträgen von David Garland, Christian Geulen, Sven Kramer, Susanne Krasmann, Alf Lüdtke, Jürgen Martschukat, Andrew W. Neal, Günter Riederer, Ruth Stanley und Anja Feth, Frank Schumacher, Klaus Weinhauer sowie einen bisher im Deutschen unveröffentlichten Text von Judith Butler.

  • Doing Culture: Neue Positionen zum Verhältnis von Kultur und sozialer Praxis

    Doing Culture: Neue Positionen zum Verhältnis von Kultur und sozialer Praxis
    Doing Culture: Neue Positionen zum Verhältnis von Kultur und sozialer Praxis

    Wie wird Kultur soziale Praxis? Der Band vereint wesentliche und innovative Beiträge, die verschiedene Ansätze wie Pragmatismus, Ethnomethodologie und Bourdieus Praxeologie mit Diskussionen aus science, gender und postcolonial studies verknüpfen. Gleichzeitig eröffnet er neue Zugänge zu einer Theorie sozialer Praktiken, indem er unterschiedliche Praxisformen - Körperpraktiken, Gewaltpraktiken, Praktiken der Medienrezeption - der allen gemeinsamen Frage nach dem Verhältnis von Kultur und Praxis unterwirft. Damit rückt er die »Praxiswende« in den Sozial- und Kulturwissenschaften als eine ihrer innovativsten »Denkbaustellen« in den Blick. Mit Beiträgen von Udo Göttlich, Kien Nghi Ha, Stefan Hirschauer, Karl H. Hörning, Helga Kotthoff, Michael Meier, Andreas Reckwitz, Sven Reichardt, Julia Reuter, Ingo Schulz-Schaeffer, Norbert Sieprath, Urs Stäheli und Matthias Wieser.

  • Soziale Beschleunigung in nicht-westlichen Gesellschaften: Eine Fallstudie zum Iran

    Soziale Beschleunigung in nicht-westlichen Gesellschaften: Eine Fallstudie zum Iran
    Soziale Beschleunigung in nicht-westlichen Gesellschaften: Eine Fallstudie zum Iran

    Hartmut Rosa nimmt mit seiner Theorie von Beschleunigung und Entfremdung vor allem hoch entwickelte westliche Gesellschaften in den Blick. Doch inwiefern lassen sich seine Überlegungen auch auf andere Gesellschaften übertragen? Welche beschleunigenden und entschleunigenden Kräfte kann es hier geben, was sind ihre Funktionen und was ihre Konsequenzen? Hassan Poorsafir stellt diese Fragen am Beispiel des Iran. Ausgehend von einer sozialhistorischen Analyse der iranischen Gesellschaft ab dem 19. Jahrhundert untersucht er die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse des Landes im dynamischen Wechselspiel von Be- und Entschleunigung - und liefert damit eine spannende Erweiterung der Rosa'schen Theorie.

  • Intersektionalität: Zur Analyse sozialer Ungleichheiten

    Intersektionalität: Zur Analyse sozialer Ungleichheiten
    Intersektionalität: Zur Analyse sozialer Ungleichheiten