Im Namen der verlorenen Zeiten
Von Michael Thomsen
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Über dieses E-Book
Die Denkweise vieler Menschen ändert sich nur langsam, aber sie ist spürbar und es wird erkennbar, wie immer mehr Menschen andere Lebensentwürfe und Begründungen für ihr Tun artikulieren. Wecken die Zeiten nach Corona und die Folgen des Klimawandels die Menschen? Aber weit wichtiger erscheint dem Autor die Frage, wie solche Strukturen aufzubrechen sind und wie können sie in eine friedliche Richtung gelenkt werden?
Michael Thomsen
Michael Thomsen writes about sports, video games, technology, and political culture for The New Yorker, The New York Times, The Atlantic, Vanity Fair, Forbes, Wired, The New Republic, and other outlets. He lives in New York City.
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Buchvorschau
Im Namen der verlorenen Zeiten - Michael Thomsen
Inhalt
Vorwort
Gedichte
Essays
Vorwort
Hat die Corona-Zeit Spuren hinterlassen? Ich denke ja! Aber dennoch wird mir immer deutlicher, dass Veränderungen im Denken der Menschen, also auch bei mir, nur sehr, sehr langsam vonstattengehen. Der Mainstream mag keine komplexen und differenzierten Analysen, kein Abweichen vom Gewohnten und er liebt einfache Erklärungen und Lösungen. Mit dem im Zuge des Kapitalismus aufkeimenden Neoliberalismus etwa Anfang der achtziger Jahre wurde wirtschaftliches Denken reduziert auf Zahlen der Geschäftsbücher gepaart mit einer scheinbar unumstößlichen Wachstumsideologie und diese Diktion ließ keine Alternativen zu. Herbert Marcuse hatte schon in den sechziger Jahren diese Form gesellschaftlichen Lebens und Denkens als eindimensional beschrieben. Über 50 Jahre später muss ich ihm absolut rechtgeben.
Die etablierten Parteien trauen sich nicht mehr, den Bürgern die Wahrheit zu sagen, wenn es um notwendige Veränderungen geht, und sie können keine ehrlichen Antworten geben auf die drängendsten Fragen. Unser Leben wird geprägt von Pfadabhängigkeiten, Intransparenz und Flickschusterei. Mutige, vor allem tiefe und grundlegende Reformen sind tabu, könnten sie doch den Durchschnittsdenker und Durchschnittssteuerzahler überfordern.
Dennoch mehren sich die Stimmen, die aus dem starren Gebäude der verfestigten Glaubenssätze auszubrechen wagen. Immer häufiger wird erkannt, dass Wohlstand einer Gesellschaft und das Glück der Menschen anders als bisher verortet und bewertet werden muss. Nicht die Bilanzen der Geschäftsführer sind nun maßgebend für eine Neuausrichtung, sondern Werte und eine Beachtung und Wertschätzung unserer Potentiale und Ressourcen.
Insbesondere die Analysetools der Modern Money Theory (MMT) machen deutlich, dass wir etwa seit den frühen achtziger Jahren („verlorene Zeiten") falsch abgebogen sind. Immer deutlicher wird, dass die Ausbeutung der Natur, das grenzenlose Wachstum der Wirtschaft und bloßes Gewinnstreben Irrwege sind, da sie nicht nur unsere Lebensgrundlagen gefährden und die Erde zerstören, sondern dass die Menschen an der Seele erkranken, wenn die Potentiale der Menschen weiter ausgepresst werden wie Zitronen, anstatt sie richtig zu nutzen.
Immer deutlicher wird, dass Ressourcen nicht nur begrenzt sind, sondern geradezu verschwendet werden, weil wir die falschen Prioritäten setzen und der Staat durch inflationäre Privatisierungen sich das Heft aus der Hand nehmen lässt. Der Staat hat bei genauerer Betrachtung kein Finanzierungsproblem, wie es liberale und konservative Politiker ständig betonen, sondern er
unterschätzt fast sträflich seine Möglichkeiten und bewertet seine Ressourcen, sowie die Potentiale vieler Menschen völlig falsch. Mit allem Geld, das er investiert, schafft er Werte, bereitet neue Pfade und kann dazu beitragen, dass die Probleme des gesellschaftlichen Zusammenlebens und Wirtschaftens relativ zeitnah gelöst werden können. Aber die Verschuldungsangst des auf Kredit angewiesenen Bürgers wird zum gefräßigen Bild einer Bedrohungskeule. Aber die Schulden des einen sind der Profit des anderen. Eigentlich bleibt alles in der Waage. Das Wirtschaften des Staates folgt anderen Regeln als denen privater Unternehmen und uns Bürgern.
Noch ist nichts verloren. Ganz zarte Blüten erkenne ich darin, dass sich die Denkweise vieler Menschen ändert und ich sehe, wie immer mehr Menschen andere Lebensentwürfe und Begründungen für ihr Tun artikulieren. Und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass meine Enkel nach mir, im Sinne einer wertebasierten und weniger zahlenorientierten Sichtweise Zukunft gestalten, anstatt sie ständig zu berechnen, um sie am Ende zu zerstören. Mehr als in meinen Gedichten, noch mehr in den Essays, versuche ich den Kern der verlorenen Zeiten zu fassen. Ob es mir gelungen ist, mag nun der Leser beurteilen.
Michael Thomsen, im April 2024
Gedichte
Verlorene Zeiten
Bevor Anstrengung und Stress
irgendwann „Herausforderung" hießen,
und als dann Wohlstand plötzlich
„Wachstum" genannt wurde …
Als Sparen auf einmal
Ausgaben vermeiden war,
als alle Geschlechter gemeint,
aber Frauen benachteiligt wurden …
Als Kindheit noch im Freien stattfand,
bis Medien die Kindheit ersetzten,
nachdem beide Eltern arbeiteten
und doch keinen Kita-Platz bekamen ...
Als nicht schon alles
irgendeinmal dagewesen war,
als Pausen noch sozial waren
und nicht nur Regeneration sein sollten ...
