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Inselwelt | Love, Lust & Sex
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eBook320 Seiten4 Stunden

Inselwelt | Love, Lust & Sex

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Über dieses E-Book

Herzlich willkommen zu einer Reise in eine Welt voller Leidenschaft, Verlangen und Entdeckungen. Die tief in die faszinierende Welt des BDSM und des SM eintauchen. Es ist eine Welt, in der Lust und Schmerz sich vereinen, in der Dominanz und Hingabe zu einem Tanz der Sinne verschmelzen. Diese Erzählungen bringen uns nicht nur körperliche Handlungen näher, sondern vor allem die tiefen Emotionen, die zwischen den Protagonisten entstehen.

In den verworrenen Fäden der Leidenschaft und Unterwerfung treffen fesselnde Charaktere aufeinander, deren Sehnsüchte und Geheimnisse Sie in ihren Bann ziehen werden.

SpracheDeutsch
HerausgeberMaria Valleetsy
Erscheinungsdatum3. Apr. 2024
ISBN9798224575350
Inselwelt | Love, Lust & Sex
Autor

Maria Valleetsy

In my real life I am a sex therapist. I'm not just obsessed with sex for work. In my free time I travel around the country and enjoy visiting it Swinger clubs. Personally and professionally I experience the hottest and hottest stories and sex confessions. My patients and me and my sex partners tell me the wildest nonsense, which I put down on paper, uncensored, and pass it on in detail and pass it on. In addition to my passion for wild sex without taboos, I don't mince my words

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    Buchvorschau

    Inselwelt | Love, Lust & Sex - Maria Valleetsy

    Inselwelt

    MARIA VALLEETSY

    COPYRIGHT © 2024

    Maria Valleetsy

    Copyright

    The work, including its parts, is protected by copyright. Any use is not permitted without the consent of the publisher and the author. This applies in particular to electronic or other reproduction, translation, distribution and making available to the public.

    C/O IMPRESSUM-SERVICE VALLEETSY

    PADRE BURGOS AVE,

    1000 METRO MANILA

    First Printing Edition, 2024

    I m p r i n t : Independent Publishing

     

    Willkommen auf einer Reise in eine Welt voller Leidenschaft, Verlangen und Entdeckungen. In diesem Buch finden Sie eine Geschichte, die tief in die faszinierende Welt von BDSM und SM eintaucht. Es ist eine Welt, in der sich Vergnügen und Schmerz vereinen, in der Dominanz und Hingabe zu einem Tanz der Sinne verschmelzen. Diese Geschichten bringen uns nicht nur körperliche Handlungen näher, sondern vor allem auch die tiefen Emotionen, die zwischen den Protagonisten entstehen. entstehen zwischen den Protagonisten. Es geht um Vertrauen, darum, die Kontrolle loszulassen, die eigenen Grenzen auszuloten und sich von gesellschaftlichen Normen zu befreien. In den Geschichten mögen zwar dunkle Seiten auftauchen, doch im Kern strahlen sie mit der Helligkeit der menschlichen Seele. Sie erzählen von Sehnsüchten, von der Suche nach Erfüllung und von der Kraft, die in der Intimität zwischen zwei Menschen liegt.

    Author

    In meinem wirklichen Leben bin ich Sexualtherapeutin.

    Ich bin nicht nur besessen von Sex für die Arbeit. In meiner Freizeit reise ich durch das Land und besuche gerne Swingerclubs.

    Persönlich und beruflich erlebe ich die heißesten und heißesten Geschichten und Sex-Geständnisse.

    Meine Patienten und ich und meine Sexpartner erzählen mir den wildesten Unsinn, den ich unzensiert zu Papier bringe und ausführlich weitergebe und weitergebe. Neben meiner Leidenschaft für wilden Sex ohne Tabus nehme ich kein Blatt vor den Mund.

    Haltet den Mund und lasst meine Bekannten unverblümt und in aller Geilheit über ihre perversen sexuellen Erlebnisse erzählen. Erfahrungen.

    In diesen Büchern schreibe ich nur auf, was mir meine sexuellen Bekannten und Patienten sagen. und Patienten sagen es mir. Die Namen der Personen wurden natürlich geändert.

    Inselwelt

    Wie alles anfing

    Langsam stieg die Sonne über den Horizont und schickte ihre wärmenden Strahlen in den neuen Tag. Unter ihr eine endlos scheinende Wüste von Wasser. Blau lag der Ozean da und wirkte aus der Entfernung bewegungslos. Doch aus der Nähe betrachtet, wandelte sich das Bild. Leichte Wogen überzogen die Oberfläche unter der sich das Getier des Wassers tummelte. Ab und zu brach sich eine Welle und weiße Gischt stieg in den Himmel auf, während sich ganz kurz, zwischen den feinen Tröpfchen ein kleiner, aber gut zu erkennender Regenbogen zeigte. Möwen kreischten in Azur blauen Himmel und sahen wie geschwungene weiße Linien aus. Ihre heiseren Rufe schallten gegen die Meeresoberfläche und wurden von ihr zurückgeworfen. Delfine durchbrachen die Oberfläche und schnellten vor reinem Übermut in die Luft, drehten sich dabei um die eigene Achse und fielen dann zurück, um mit einem klatschen wieder im Wasser zu versinken. Vielleicht waren auf der Suche, suchen den Schwarm Fische, der ihr Frühstück werden sollte.

    Noch hatten sie ihn nicht gefunden und schossen darum weiter auf der Suche nach Futter durch das Wasser. Nicht lange und sie verschwanden im Nichts und hinterließen wieder die Monotonie, die sie durchbrochen hatten. Vielleich waren sie aber auch auf der Suche nach etwas mit dem sie spielen konnten. Übermütig würden sie vielleicht eine Schildkröte finden und sie immer wieder mit der Schnauze anstubsen, um zu sehen wie sie darauf reagierte. Oder sie würden andere Artgenossen treffen und den Tag mit ihnen verbringen.

    Nicht weit von hier weg, gerade noch in Sichtweite, war etwas anders zu erkennen. Es hob sich nur ganz flach aus dem Wasser, war daher kaum wahr zu nehmen. Erst wenn man näher darauf zu kam wurde einem klar, was man gesehen hatte. Zwei Inseln erhoben sich aus dem Meer und erst beim näheren hinsehen erkannte man, dass es eigentlich eine war, deren Landmassen aber nur durch einen schmalen Felssteg verbunden waren. Außerdem waren ihre beiden Bestandteile für sich gesehen vollkommen unterschiedlich. Während die eine sich nur wenig aus dem Wasser erhob, wurde die andere von einem kegelförmigen Berg dominiert. Überhaupt schien diese Seite der Insel nur aus dem Berg zu bestehen der aber an den Flanken seltsam aussah. Irgendwer oder eine Laune der Natur hatte terrassenförmige Abstufungen in den weichen, fasst schwarzen Boden gegraben. So war fast die ganze Südseite davon bedeckt während die Nordseite davon vollkommen verschont geblieben war.

    Dagegen sah die andere Hälfte ganz anders aus. Flach und eher sandig. Nur war der Sand fast genauso schwarz wie der Boden am Berg. Es mischte sich nur ein Grauton mit hinein und gab dem ganzen ein etwas düsteres Aussehen.

    Zuerst war kein Leben zu entdecken. Nur die sich an der Küste brechenden Wellen rauschten den nur langsam ansteigenden Strand hoch, dabei rissen sie die schwarzen, kieselgroßen Steinen immer wieder mit und rundeten sie dabei ab, zermalmten sie dann mit der Zeit.

    Ach hier war außer dem kreischen der Möwen und dem rauschen der Wellen nichts weiter zu hören. Alles lag friedlich da und machte einen eher tristen Eindruck. Kein Baum gab Schatten, nur niedrige Büsche neigen sich Landeinwärts. Sie beugten sich den vorherrschenden Windrichtungen und wuchsen schief und krumm. Dazwischen nur halbhohe Gräser und so gut wie kein Unterholz. Eher karg lag alles da und lud nicht gerade dazu ein, zu verweilen.

    Das änderte sich auch nicht wenn man die ersten Schritte Landeinwärts wagte. Allerdings war der Boden nur noch an den Stellen schwarz, an dem er nicht überwuchert wurde. Und diese Stellen waren nicht einfach irgendwelche Flecken, sondern schlängelten sich auf unnatürlich gerade weise durch das dichter werdende Dickicht. Es war von dornenbewehrten, nur hüfthohen Büschen durchsetzt, die von daraus hervorsprießenden hohen Gräsern überragt wurden.

    So konnte man etwa zweihundert Schritte weit gehen, während sich der immer wehende Küstenwind in dem Dickicht verfing und es vollkommen windstill wurde. Eine bedrückende Stille umgab einen und wenn man weiter ging, bemerkte man wie die aufgehende Sonne die unbewegte Luft aufheizte. Nicht lange und es wurde fast unerträglich warm und man sehnte sich wieder an die See zurück, wo einem eine kühlende Briese den Schweiß von der Haut blies und einen abkühlte.

    Doch wenn man weiter ging, öffnete sich plötzlich die pflanzliche Wand und man traf auf offenes Gelände. Erst hier konnte man sehen, dass doch zumindest eine denkende Kreatur die Umwelt zu seinem Nutzen veränderte. Man traf auf hüfthohe Mauern die den Boden in sechseckige Parzellen unterteilten. Bienenwabenförmig angeordnet waren sie aus unzähligen Steinen verschiedener Größe aufgeschichtet worden.

    Sie waren sicher schon sehr alt, denn sie waren teilweise von großen, fast weißen, fleckartigen Flechten überzogen, die sich vom schwarz der Steine deutlich abhoben. Nur ab und zu wurde das Muster unterbrochen, wenn anscheinend etwas ausgebessert worden war. Dies waren die ersten Lebenszeichen die man zu Gesicht bekam.

    In den Sechsecken selber war auch zu erkennen, dass in die Natur eingegriffen worden war. Mannigfaltige Arten verschiedener Pflanzen wurden angebaut. Sowohl grüne Blätter waren zu erblicken unter denen sich langsam Knollen entwickelten, genauso wie Ähren verschiedener Kornsorten, die sich ohne Wind kein wenig bewegten. Doch auch hier war nichts von denen zu sehen, die dieses wabenförmige Muster angelegt hatten. Erst wenn man weiter ging, immer an den Feldern vorbei, konnte man nach einer Weile, am Ende des Weges einige runde Hütten entdecken, die sich kam von der Umgebung unterschieden. Sie waren sehr flach und aus dem Gestein der Umgebung gemacht worden. Nur die Dächer wurden aus den Gräsern fabriziert, die zwischen den Büschen wuchsen.

    Unmengen von ihnen mussten geschnitten und zu Garben gebündelt werden. Dann wurden sie mit anderen Gräsern kunstvoll zusammengeknotet, welches eine Art Flechtmuster ergab. Erst dieses Geflecht wurde dann als Dach genutzt, was aber in der Mitte ein Loch aufwies, aus dem bei einer Hütte ein feiner Rauchfaden aufstieg.

    Erste wenn man näher heran kam, wurde einem bewusst, dass die Hütten gar nicht rund waren, sondern sechseckig. Wabenförmig baute man Wand an Wand und erreichte dadurch eine große Struktur, die im Inneren wieder einen sechseckigen Innenhof frei ließ. So standen mehrere dieser Gebilde relativ dicht beieinander und boten wenig Angriffsfläche gegen den hier wieder herrschenden Wind. Selbst ein heftiger Sturm würde den einzelnen Hütten nichts anhaben können, dazu stützte sich die Struktur viel zu gut gegenseitig. Nicht umsonst hatten Bienen die gleiche Bauweise seit Millionen Jahren perfektioniert.

    Vielleicht hatten es sich die Bewohner des Dorfes auch bei den Insekten abgeschaut. Auf der anderen Seite war es eine universelle Form, die jedem einfallen konnte. So gesehen eine Erfindung oder Entdeckung, die immer auf einen wartete und man sie nur erkennen musste.

    Außer dem aufsteigenden Rauch war aber auch hier nichts zu entdecken, was darauf deuten konnte, dass sich hier irgendjemand aufhielt. Dazu war es vollkommen still. Kein Laut drang einem an die Ohren, und keine Bewegung war zu entdecken, als wenn alles verlassen worden war. Plötzlich und ohne sofort erkennbaren Grund. Vielleicht waren die Einwohner nur vor den stärker werdenden Sonnenstrahlen geflüchtet und hielten sich alle in ihren Hütten auf oder waren gar an einen anderen Strand gegangen, um sich abzukühlen.

    Erst wenn man an der ersten Hütte vorbei ging, konnte man ab und zu vereinzelte Stimmen hören und zwischendurch ein vielstimmiges Gemurmel, was mal aufgeregt und dann wieder ruhig klang. Doch von diesem Platz aus war nichts zu verstehen. Erst wenn man sich weiter auf die Stimmen zubewegte, wurden sie deutlicher und man konnte einzelne Worte verstehen.

    Ein paar Schritte weiter, wenn man um eine Ecke bog, erhob sich ein kleiner Hügel der künstlich wirkte. Er erhob sich vielleicht einen Meter höher als der Rest der Umgebung und bestand aus hunderten sechseckigen Basaltsteinen, die man in gleicher Höhe aneinander gestellt hatte. Dann hatte man die Oberfläche poliert. Dabei konnte einem in den Sinn kommen, wie lange die Bewohner dafür gebraucht hatten.

    Den harten Basalt hier her zu schleppen und ihn dann auch noch in beobachteter Weise weiter zu verarbeiten, musste Jahre gedauert haben. Musste eine Aufgabe gewesen sein, welches von großer Ausdauer geprägt war. Wie viel Schweiß musste geflossen sein, bis es so aussah, wie es sich jetzt präsentierte.

    Wenn man das Gebilde von oben betrachtete wurde einem erst bewusst, dass sogar die Anlage in sich ein regelmäßiges Sechseck bildete, an dessen sechs Ecken jeweils eine Basaltsäule von sicher vier Metern Höhe stand, die mit aus Pflanzenfasern geflochtenen Seilen verbunden waren. Sie bildeten wiederum einen stabilen Unterbau um wiederum Pflanzenmatten zu tragen, die darübergelegt als Sonnenschutz dienten.

    Jetzt wurde auch klar, woher die Einwohner die Form ihrer Hütten hatten. Nicht Bienenwaben waren die Vorlage gewesen, sondern diese seltene Gesteinsart, die nur unter bestimmten Bedingungen so kristallisierte. Woher sie sie allerdings hatten, war nicht sofort klar. Auf diesem Teil der Insel gab es sie jedenfalls nicht. Sie mussten also vom anderen Teil stammen.

    Der auf dem Podest stärker wehende Wind ließ die Matten leicht schaukeln. Dadurch rieben sie leicht aneinander und erzeugten ein leises Rauschen, was aber kaum zu hören war. Wesentlich deutlicher waren jedoch die Stimmen, die jetzt gut zu verstehen waren.

    Es saßen sicher fünfzig leicht bekleidete Menschen darauf und waren leidenschaftlich am diskutieren. Wobei sich schnell erkennen ließ, dass es gewisse Unterschiede zwischen den Rednern gab. Die Stimmen der älteren zählten anscheinend mehr. Sie fielen stärker ins Gewicht als die der jüngeren, wobei eine Geschlechtertrennung nicht zu erkenne war. Sowohl die Stimmen der Frauen hatten die gleiche Gewichtung wie die der Männer, nur das Alter machte den Unterschied. Die Alten wurden als Ratgeber und Weise hoch geachtete und ihr Wort lag schwer. Trotzdem wurde jeder gehört der sprechen wollte und so manches Mal, wenn ein jüngerer das Wort ergriff wurde er mit dem Nicken der Alten bestätigt.

    Allerdings hatte man den Eindruck, dass das Ergebnis der Besprechung schon fest stand, man beriet nur noch die Feinheiten. Hier war dann aber doch Handlungsbedarf und man stritt über Kleinigkeiten. Der Grundsatz stand fest.

    Seit Tagen war eine Veränderung auf der Insel vorgegangen. Auf diesem Teil war es kaum zu spüren, aber auf dem anderen Teil umso stärker. Mehrmals am Tag ging ein leichtes schütteln durch den Boden, was an sich nichts besonders war, denn es kam immer wieder einmal vor. Niemand regte sich darüber auf, nur war man manchmal nicht darüber erbaut, dass dadurch immer wieder einige der Feldmauern umfielen. Das bedeutete zusätzliche Arbeit und das erfreute keinen der Einwohner.

    Doch seit letzter Zeit wurden diese Erschütterungen häufiger und kräftiger aufgetreten. Waren zuerst nur die Feldmauern umgestürzt, so war beim letzten Mal eine der Hütten eingestürzt. Zum Glück war die Hütte schon lange nicht mehr bewohnt und war daher in einem schlechten Zustand. So kam zumindest niemand zu Schaden. Aber es wurde als eine Warnung aufgefasst. Als nächstes konnte eine bewohnte Hütte einstürzen.

    Auch wenn die Steine, aus denen diese gebaut waren leicht und weich waren. So würde eine ganze einstürzende Mauer Leben in Gefahr bringen.

    So saßen fast alle Bewohner auf dem Versammlungsplatz und beratschlagten was zu tun sei. Woher die Erdstöße kamen war klar. Sie kamen vom Berg auf der anderen Hälfte der Insel. Er war nie wirklich ruhig gewesen. In seinem Inneren grummelte es immer und ab und zu stieg aus seiner kreisrunden, nach innen gewölbten Spitze weißer Rauch auf.

    Immer wenn er das tat, sagten die Einwohner, dass es Rahani sei, die Göttin des Berges. Manche meinten dann scherzhaft und hinter vorgehaltener Hand, dass sie schlecht geschlafen hätte. Andere drückten es noch krasser aus und meinten, dass sie wohl etwas Schlechtes gegessen hätte und sie jetzt an Blähungen litt. Das Ergebnis sei der aufsteigende Rauch, der wirklich nicht sonderlich gut roch. Eher an faule Eier erinnerte.

    Aber das sagte keiner wirklich laut. Nach der Meinung der meisten anderen war die Göttin über irgendetwas erzürnt und die Versammlung war einberufen worden, um zu beratschlagen, was zu tun sei. Keiner aus der Runde konnte allerdings erklären, was Rahani nicht gefiel. Eigentlich befanden alle, dass es nicht an ihnen lang, wenn sie grollte. Trotzdem war es kein Zustand auf Dauer. Immerhin konnte jemand verletzt werden oder schlimmer und das musste verhindert werden.

    Also beriet man was zu tun sei. Da keiner der jüngeren es je erlebt hatte, dass der Berg sich so verhielt, waren sie ratlos. Nur die Ältesten konnten sich an etwas Ähnliches in ihrer Kindheit erinnern. Sie waren jetzt gefragter denn je, denn sie hatten noch erlebt, was die Menschen vor vielen Jahren dagegen getan hatten.

    Dem Berg und damit Rahani war geopfert worden und die Alten wussten auch noch wie, denn die älteste der Alten war dabei gewesen. Sie versuchte sich daran zu erinnern, nur leider war es schon so lange her und sie war geistig nicht mehr auf der Höhe. So wurde es schwierig heraus zu bekommen, was wirklich geschehen war. Nur bruchstückhaft setzte sich alles wieder zusammen. Erst dann gingen die Diskusionen wirklich los. Jeder wollte etwas dazu sagen und hatte seine eigene Meinung.

    So ging die Beratung einen ganzen Tag lang und am Abend war man immer noch nicht zu einer Lösung gekommen. Es wurde erst jäh beendet, als der Boden wieder zu wanken begann und selbst die stabilen Steine unter ihnen wackelten. Ein grollen durchlief den Boden und veranlasste die Bewohner ihre Köpfe einzuziehen, denn einzelne Matten lösten sich und fielen auf sie nieder. So heftig war er noch nie gewesen und machte jetzt die Zweifler mundtot. Eigentlich war auch alles geklärt, nur ein oder zwei Kleinigkeiten standen noch offen, aber das war jetzt nicht mehr so wichtig. Die Menschen wollten zu ihren Hütten und nachsehen, ob noch alles in Ordnung war und so löste sich die Versammlung schneller auf als geplant.

    Der nächste Morgen begann mit hektischem treiben. Menschen liefen durcheinander und es wurden Gegenstände gesucht und gefunden. Zum Schluss standen fast alle lauffähigen Männer und sechs Frauen in der Mitte des Dorfes. Alle hatten etwas gemeinsam. Sie hatten ein Bündel dabei, welches sie auf dem Rücken trugen in dem sich noch etwas wärmeres zum anziehen befand und etwas zu trinken und essen. Sonst brauchten sie nichts weiter, sie wollten schon am nächsten Tag wieder zurück sein.

    So ausgerüstet begab sich die Gruppe, die fast ein Drittel der Bewohner darstellte, auf den Weg Richtung Berg. Sie sollten Rahani in die Augen sehen und ein Opfer darbringen. Die restlichen Bewohner begleiteten die Gruppe noch ein Stück des Weges, bis sie den Rand des Dorfes erreichten. Erst hier blieben sie zurück und sahen den anderen hoffnungsvoll aber zugleich fröhlich nach, denn sie waren zuversichtlich, dass alles den nächsten Tag vorbei war. Dann konnten sie wieder ohne Sorge leben, dass ihnen, wenn sie schliefen, etwas auf den Kopf fiel. Rahani würde die Opfer annehmen, davon waren sie überzeugt. Die Göttin würde gar nicht anders können.

    Zurück blieben die Kinder, Alten und Frauen. Nur einer der jungen Männer konnte nicht mit. Er hatte sich sein Bein gebrochen und war sehr unglücklich darüber, nicht mit zu können. Sie hätten ihn nicht die ganze Zeit zu tragen vermögen. Einmal davon abgesehen, dass sie es auch gar nicht gemacht hätten. So weit ging ihr Tatendrang nun auch nicht.

    Die Gruppe ging langsam und vergnügt auf den Berg zu der langsam aber sicher größer wurde. Sie alle waren hier schon gewesen, denn der Berg lieferte ihnen die Basaltsteine, die sie so nötig brauchten. War das Gestein doch härter als alles was sie kannten. Es eignete sich nicht nur dazu den Versammlungsplatz zu bauen. Denn außerdem wurden zum Beispiel die Mahlsteine daraus gemacht. Das andere schwarze Gestein eignete sich überhaupt nicht dazu. Wollte man auf ihm Getreide mahlen, zerbröselte er sofort und das Mehl verdarb, da zu viele kleine Steinchen dazwischen gerieten.

    Es war ein sehr begehrter Rohstoff, leider zu schwer um alle Hütten damit zu bauen. Der Weg vom Berg bis zum Dorf war einfach zu weit und beschwerlich. Die Steine waren außerdem nicht in so großer Fülle vorhanden. Sie wurden nur aus der einen Seite des Berges geschlagen, denn nur hier hatten sie die perfekte Form und waren so hart, wie sie benötigt wurden. Dazu hatte man mit der Zeit Terrassen angelegt und kam so besser an sie heran. Sonst bot der andere Teil der Insel nicht viel. Sie bauten zwar hier auch einige unempfindliche Gemüsesorten an, aber nur wenige, denn sie hielten hier ihre Ziegen, die an dem Berg und an seinem Sockel noch genug zu fressen fanden, um zu überleben. Dumm war nur, dass sie es manchmal auch auf die Terrassen schafften und sich am Gemüse satt fraßen. So lohnte es sich eigentlich nicht. Außer Ziegen und viel Buschwerk gab es nicht viel.

    Die Gruppe erreichte nach zwei Stunden die Stelle, die aus den eigentlich zwei Inseln eine machte. Eine schmale Landbrücke zwischen den beiden Eilanden verband sie und bei Ebbe konnte man trockenen Fußes zur anderen laufen. Kam die Flut, kam man zwar auch herüber, musste sich aber gefallen lassen, nass zu werden, denn höhere Wellen schafften es hinüber.

    Die Landbrücke war schmal, nur zehn Schritte an der dünnsten Stelle aber fünfhundert Schritte lang, aber es reichte vollkommen, um bequem hinüber zu kommen. Trotzdem wartete die Gruppe, dass die Ebbe vollkommen war, und so saßen sie noch eine Weile da und unterhielten sich vergnügt. So manch einer von ihnen sah die ganze Sache eher locker. Sie nahmen alles nicht ganz ernst denn sie glaubten nicht an die Göttin, waren aber der Meinung, dass es nicht schaden konnte, bei der Sache mitzumachen. Es war für sie mehr eine Art abenteuerlicher Ausflug.

    Zwei Stunden später war die Ebbe dann auf ihrem niedrigsten Stand und sie machten sich auf, um hinüber zu kommen.

    Sie hatten die Steinbrücke fast hinter sich gelassen, als die Erde wieder zu beben begann. Nicht so heftig wie zuletzt, aber gut zu spüren. Dabei hörten sie zum ersten Mal ein leises knacken, was aus dem härteren Gestein der Brücke drang. Es hörte sich so an, als wenn die Steine aneinander rieben und sich dabei gegenseitig brachen.

    Sie hatten keine Angst davor, beeilten sich aber trotzdem auf die andere Seite zu kommen. Etwas unheimlich war es schon und es konnte nicht schaden, dem aus dem Weg zu gehen. Schnell erreichten sie die andere Seite und atmeten erleichtert auf. Natürlich nur für sich ganz alleine und leise. Man wollte doch vor den anderen nicht als Angsthase dastehen. Doch es war schnell vergessen und sie machten sich weiter auf den Weg.

    Drei Stunden später standen sie am Fuß des Berges und sahen ehrfurchtsvoll nach oben. Erst hier wurde ihnen wieder klar, wie groß der Berg eigentlich war. Mächtig, schwer und dunkel stand er da. Viele dachten, dass er sicher schon von Anbeginn der Zeit dort stand und sie sahen demutsvoll hinauf. Doch sie wollten nicht dort unten stehen bleiben.

    Sie machten sich auf, den beschwerlichen Weg hinter sich zu bringen. Sie stiegen zuerst zu den Terrassen auf die im Süden des Berges lagen. Zumal es den Vorteil hatte, dass die Sonne länger für sie schien. Es war wärmer und sie würden nicht so schnell frieren, denn weiter oben würde es sicher kälter werden.

    Kaum hatten sie die Terrassen hinter sich gelassen, wurde es beschwerlicher. Kein Weg führte weiter nach oben und überall lag lockeres Geröll herum. So manches Mal hatten sie den Eindruck, als wenn sie mehr zurückrutschten, als sie vorwärts kamen.

    Dann begann der Berg plötzlich wieder zu grummeln. Sie spürten das leichte vibrieren unter ihren Füssen und sahen besorgt nach oben. Und gut, das sie es taten, denn auf einmal kamen einige größere Steine von oben den Berg herunter gerollt. Sie hatten genug Zeit die Route zu erkennen, der

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