Bang, Bang, Feuer frei!: Der exzellente Butler Parker 64 – Kriminalroman
Von Günter Dönges
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Über dieses E-Book
Der exzellente Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht!
Pünktlich um 23. 15 Uhr legte Ben Walton, ein gutgekleideter, etwa 50jähriger Mann, den kleinen Hebel am Verstärkergerät um. Er richtete sich erwartungsvoll auf, strich sich nervös über das bereits schüttere Haar und rückte sich die goldgefaßte Brille zurecht. Sein prüfender Blick glitt über die Männer, die am langen Konferenztisch saßen und ihre mehr oder weniger ausdrucksvollen Köpfe erwartungsvoll zum Lautsprecher hoben, der über dem Verstärker angebracht war. Das nervöse Räuspern und Hüsteln erstarb, als das Freizeichen ertönte und ankündigte, daß von auswärts angerufen wurde. Diese Konferenz hinter sorgsam zugezogenen Fenstern fand in einem Raum der »Barner-Import« statt, einer Firma im Handelszentrum von Chicago. Seit gut zehn Minuten warteten die zehn Männer auf dieses Gespräch. Versammelt hatten sie sich bereits vor einer halben Stunde. Wer eine Einladung zu solch einer Konferenz erhielt, war pünktlich und erschien auf die Minute genau. Ben Walton zuckte bereits nach dem ersten Läuten des Telefons zusammen, griff eilfertig nach dem Hörer und meldete sich. »Mit wem spreche ich?« erkundigte er sich mit überhöflicher Stimme. »Hier spricht der ›Bankhalter‹, Mr. Walton«, tönte es aus dem Lautsprecher, der an den Telefonapparat angeschlossen war. »Alles versammelt?« »Selbstverständlich, Sir, ohne Ausnahme.« »Wie ist die Verständigung?« »Ausgezeichnet, Sir.«
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Bang, Bang, Feuer frei! - Günter Dönges
Der exzellente Butler Parker
– 64 –
Bang, Bang, Feuer frei!
Günter Dönges
Parker schießt
aus allen Rohren
Roman von Gunter Dönges
Pünktlich um 23.15 Uhr legte Ben Walton, ein gutgekleideter, etwa 50jähriger Mann, den kleinen Hebel am Verstärkergerät um. Er richtete sich erwartungsvoll auf, strich sich nervös über das bereits schüttere Haar und rückte sich die goldgefaßte Brille zurecht. Sein prüfender Blick glitt über die Männer, die am langen Konferenztisch saßen und ihre mehr oder weniger ausdrucksvollen Köpfe erwartungsvoll zum Lautsprecher hoben, der über dem Verstärker angebracht war. Das nervöse Räuspern und Hüsteln erstarb, als das Freizeichen ertönte und ankündigte, daß von auswärts angerufen wurde.
Diese Konferenz hinter sorgsam zugezogenen Fenstern fand in einem Raum der »Barner-Import« statt, einer Firma im Handelszentrum von Chicago. Seit gut zehn Minuten warteten die zehn Männer auf dieses Gespräch. Versammelt hatten sie sich bereits vor einer halben Stunde. Wer eine Einladung zu solch einer Konferenz erhielt, war pünktlich und erschien auf die Minute genau.
Ben Walton zuckte bereits nach dem ersten Läuten des Telefons zusammen, griff eilfertig nach dem Hörer und meldete sich.
»Mit wem spreche ich?« erkundigte er sich mit überhöflicher Stimme.
»Hier spricht der ›Bankhalter‹, Mr. Walton«, tönte es aus dem Lautsprecher, der an den Telefonapparat angeschlossen war. »Alles versammelt?«
»Selbstverständlich, Sir, ohne Ausnahme.«
»Wie ist die Verständigung?«
»Ausgezeichnet, Sir.« Ben Walton verbeugte sich sicherheitshalber, obwohl sein Gesprächspartner es ganz sicher nicht sehen konnte.
»Dann also zur Sache«, übernahm der »Bankhalter« das Gespräch. Seine Stimme klang scharf und schneidend wie ein frisch geschliffenes Rasiermesser. »Die eingereichten Abrechnungen ergeben, daß die Außenstände zu groß geworden sind. Ich habe erhebliche Terminüberschreitungen einiger unserer Kunden festgestellt. Das darf nicht einreißen. Die Schuldner müssen pünktlich zahlen, sonst verlieren wir an Glaubwürdigkeit und werden nicht mehr ernst genommen. Alle Außenstände sind innerhalb von drei Tagen einzutreiben. Ohne Rücksicht auf Namen und Person. Ich hoffe, ich habe mich deutlich genug ausgedrückt.«
»Selbstverständlich, Sir.« Ben Walton bekam einen roten Kopf und strich sich erneut über das schüttere Haar.
»Ihr Haar sitzt ausgezeichnet«, spottete die messerscharfe Stimme des »Bankhalters«. »Sie brauchen sich auch nicht unentwegt zu verbeugen. Ich mache mir nichts daraus. Sorgen Sie als Sekretär unserer Vereinigung lieber dafür, daß die Statuten eingehalten werden.«
»Gewiß, Sir, ganz gewiß …!« Gegen seinen Willen verbeugte sich Ben Walton und erntete dafür ein verstecktes Grinsen seiner zehn geladenen Gäste.
»Nach dieser heiteren Einlage wieder zur Sache«, ermahnte die eiskalte und unheimliche Stimme aus dem Lautsprecher. »Mir fällt auf, daß unser Kundenkreis kaum vergrößert wird, dabei ist es doch eine Tatsache, daß gerade wir Geldverleiher eine erfreuliche Konjunktur verzeichnen können. Ich erwarte also, daß der Umsatz der einzelnen Filialen wesentlich gesteigert wird. Wie, das ist Ihre Sache.«
Ben Walton sah seine Gäste strafend an, als habe er gerade gesprochen. Doch keiner der Männer achtete auf ihn. Wie hypnotisiert starrten sie alle auf den Lautsprecher.
»Nun zu einem Übelstand, der lebensgefährlich ist.« Die Stimme des »Bankhalters« klang plötzlich leise und wirkte dadurch vielleicht noch gefährlicher als vorher. »Ich habe in Erfahrung bringen können, daß gewisse Filialleiter mit vorzeitig zurückgezahltem Geld eigene Geschäfte machen oder Abrechnungen fälschen. Das ist in jedem Falle tödlich. Nur mit einer guten Geschäftsmoral sind wir in der Lage, den Nachstellungen der Behörden zu trotzen. Rechnen Sie ab sofort mit Stichproben meiner Prüfer. Wo Mißstände festgestellt werden, ist mit strengen Bestrafungen zu rechnen. Ich danke Ihnen für Ihr pünktliches Erscheinen, Ende.«
In der Leitung knackte es, dann war das Freizeichen zu hören. Ben Walton, der Sekretär der Vereinigung, schaltete den Verstärker ab und legte den Telefonhörer auf. Etwas unsicher sah er seine Gäste an, die ihre Stühle rückten und aufstanden. Sie unterhielten sich leise und standen noch ganz unter dem Eindruck ihres Chefs, dessen Stimme bereits genügte, sie an die Kette zu legen.
Ben Walton baute den Verstärker ab und packte ihn in einen kleinen Lederkoffer. Ohne sich um die zehn Männer weiter zu kümmern, schritt er auf den Ausgang zu und verließ das Konferenzzimmer.
Mark Steffens, ein vierschrötiger Mann von etwa 40 Jahren, lockerte sich die zu eng gewordene Krawatte und zündete sich eine Zigarette an. Dankbar nahm er die flache Hüftflasche Joe Harms’ entgegen und setzte sie an seinen Mund. Er stöhnte auf, als der Whisky sich durch seine trockene Kehle hinunter in den Magen fraß.
»Laß’ mir auch ’nen Schluck«, mahnte Harms, ein schmaler, zäh aussehender Mann von 35 Jahren. »Der Chef hat ja mal wieder ganz schön auf die Tube gedrückt, wie?«
»Na, wenn schon …!« Mark Steffens grinste und tat unbeeindruckt. »Der hat gut reden, wir schuften uns ab und er steckt den Löwenanteil ein.«
»Ohne sein Geld könnten wir keinen Cent verleihen.«
»Ach, zum Teufel …!« Mark Steffens schmeckte die Zigarette plötzlich nicht mehr. »Wie’n Schuljunge kommt man sich vor. Immer diese Stimme aus dem Lautsprecher. Früher, als ich noch für die Ralker-Gang arbeitete, da wußte man wenigstens, wer der Boß ist. Aber jetzt …«
»Hauptsache, wir verdienen …!« Joe Harms dämpfte seine Stimme und sah seinen Bekannten nach, die den Saal verließen. »An deiner Stelle würde ich das Maul nicht so voll nehmen. Wer weiß, wer für den ›Bankhalter‹ spitzelt …?«
»Komm, hauen wir ab …!« Mark Steffens nahm noch einen Schluck aus der Flasche und stieß seinen Freund Harms an. Sie mußten im Korridor warten, bis der Lift wieder nach oben kam. Dann stiegen sie ein und fuhren ebenfalls hinunter in die Tiefgarage, wo ihre Wagen standen.
»Komisch, wie der Boß uns alle sieht«, meinte Harms während der Fahrt. »Hast du gesehen, wie nervös Walton wurde?«
»Na wenn schon, Fernsehkamera …!« Mark Steffens schien es genau zu wissen, so redete er wenigstens. »Mit diesen Mätzchen will der Chef uns doch nur bluffen.«
»Meinst du wirklich, der hätt’ ’ne Fernsehkamera eingebaut?«
»Ganz sicher, Joe. Ist doch heutzutage ’ne Kleinigkeit. Ich wette, der ›Bankhalter‹ hat sich in ’nem Nebenraum aufgehalten, als er mit uns sprach.«
»Aber wir treffen uns doch jedesmal in ’nem anderen Raum, in ’nem anderen Haus.«
»Hast du ’ne Ahnung, wie schnell man ein tragbares Fernsehgerät aufbauen kann. Walton könnte uns mehr darüber sagen, aber der hält ja seinen Mund.«
Sie erreichten inzwischen die Tiefgarage und stiegen aus. Joe Harms übernahm die Führung. In dem niedrigen Kellergewölbe brannten nur einige mit Drahtkörben gesicherte Notlampen. Ihre Schritte klangen hohl. Weit vorn an der Rampe, die hinaus auf die Straße führte, bewegten sich die Wagen ihrer Freunde aus den anderen Stadtbezirken.
Plötzlich blieb Joe Harms wie angewurzelt stehen. Zu beiden Seiten seines Wagens tauchten zwei Männer auf, die schwarze Gesichtsmasken tragen. Ihre Maschinenpistolen lagen im Hüftanschlag.
Mark Steffens, reaktionsschneller als sein Partner Harms, ergriff sofort die Flucht. Er duckte sich, warf sich zur Seite und lief in Deckung der abgestellten Wagen in die Dunkelheit hinein. Die beiden maskierten Männer kümmerten sich nicht weiter um Harms, sondern nahmen die Verfolgung von Mark Steffens auf.
Joe Harms fühlte die dicken Schweißtropfen auf seiner Stirn. Sekundenlang war er nicht fähig, auch nur einen einzigen Schritt zu tun. Dann aber, als seine Beklemmung sich löste, lief er schnell wie ein Wiesel auf seinen Wagen zu. Er wollte sich so schnell wie möglich in Sicherheit bringen.
Kein Mensch hinderte ihn daran, zur Rampe zu fahren. Daß er beim Einbiegen einen Wagen rammte und dessen hinteren Kotflügel zerschrammte, merkte er gar nicht. Noch immer sah er die beiden maskierten Männer vor sich. Er wußte, daß sie zur internen Polizei ihrer Vereinigung gehörten. So wenigstens wurden sie immer vom »Bankhalter« genannt. Wo sie auftauchten, blieben Tote zurück.
Unwirsch stieg er in die Bremsen, als ihn hart vor der Rampe Ben Walton abwinkte.
»Was ist …?« fragte Joe Harms nervös durch die noch geöffnete Wagenscheibe.
»Joe Harms, Sie werden Mark Steffens’ Filiale bis zur Neubesetzung übernehmen«, erklärte der Sekretär der Geldverleiher.
»Ja, natürlich … Aber was ist denn mit Steffens …?«
»Sie haben nichts gesehen und werden auch nichts hören«, schärfte Ben Walton ihm ein. »Fragen unserer Freunde gehen Sie aus dem Weg, ist das klar?«
»Mark Steffens …?«
»Mark Steffens ist nicht mehr …!« bestätigte Ben Walton, dessen weitere Worte im Aufbellen einer Maschinenpistole untergingen.
Joe Harms stöhnte leise auf, kuppelte ein und gab Gas. Wie von Furien gehetzt, fegte er über die steile Rampe hinauf zur Straße und verschwand.
Ben Walton lächelte andächtig und strich sich über sein Haar. Er war sicher, daß
