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81 Jahre auf der Welt: Meine Biographie II
81 Jahre auf der Welt: Meine Biographie II
81 Jahre auf der Welt: Meine Biographie II
eBook151 Seiten1 Stunde

81 Jahre auf der Welt: Meine Biographie II

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Über dieses E-Book

Viel habe ich erlebt seit ich auf der Welt bin. In diesem Buch - einer ergänzten Neuauflage meiner Biographie - erzähle ich von Ereignissen der letzten 81 Jahre.
Allen, die mich ein Stück auf meinem Weg durchs Leben begleitet haben, danke ich sehr.
Man sagt, Erinnerungen bleiben für immer. Ich habe versucht, sie in diesem Buch festzuhalten.
Aber ich blicke auch hoffnungsvoll in die Zukunft und freue mich über jeden Tag, der mir noch vergönnt ist!
SpracheDeutsch
Herausgeberepubli
Erscheinungsdatum20. Jan. 2022
ISBN9783754942413
81 Jahre auf der Welt: Meine Biographie II

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    Buchvorschau

    81 Jahre auf der Welt - Diana Wolfbach

    Diana Wolfbach

    81 Jahre

    auf der Welt

    Meine Biographie II

    Diana Wolfbach

    81 Jahre

    auf der Welt

    Meine Biographie II

    Januar 2022

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

    Texte: © Copyright by Diana Wolfbach

    Korrektorinnen:       Barbara Winkels

    Jutta Steinbach

    Umschlaggestaltung und Illustrationen: Diana Wolfbach

    Selbstverlag: Diana Winkels

    Schlagwiesenstr. 12

    36381 Schlüchtern

    diana-wolfbach@t-online.de

    Druck und Vertrieb: epubli – ein Service der Neopubli GmbH, Berlin

    INHALT

    Offenbach                         07

    Rheinland                    15

    Altenmittlau                    18

    Brake                                20

    Kirche                         23

    Schule                          27

    Kindheit und Jugend             33

    Sport                               41

    Brieffreundschaften             45

    Ich hasse Schule!                   51

    Noch ein Jahr                   55

    Verbotene Vorboten             59

    Katastrophe zum Abschied       61

    Bundeswehr – Das erste Jahr       63

    Offiziersschule Neubiberg       70

    Jever                               75

    Nach München                   86

    Familiengründung             88

    Studium                         95

    Die ersten Dienststellen             98

    Neuperlach                        103

    Urlaub in Spanien                  110

    Umzug                        116

    Neufinsing                         118

    Unterföhring             124

    Fliegen                         134

    Noch zwei Urlaube in Europa       139

    Rock’n’Roll und Ballett             142

    USA                               144

    Square Dance                   157

    Verdrängung                  159

    Second Life                        161

    Warum so spät?                   164

    Autorin                         173

    Neubeginn                         177

    Wie lange noch?                   180

    Nachwort                         183

    Der Main in Offenbach

    Offenbach

    Offenbach am Main, Bernardstraße. Eine enge Straße, verkehrsberuhigt, knappe Parkplätze, ein paar Bäume. Das Haus Nummer 37 ist in blassem gelb gestrichen, hat Balkone, die Eingangstür ist etwas zurückgesetzt.

    Offenbach, Bernardstraße 37 – hier wurde ich am 15. Januar 1941 geboren. Damals sah das Haus anders aus. Irgendwann 1943 oder 1944 wurde es von Bomben getroffen

    und brannte aus. Der Bombenplan der Stadt Offenbach gibt leider keine genaue Auskunft, wann die Bomben fielen und wer sie abgeworfen hat. Meine Mutter und ich waren zu der Zeit nicht zuhause, sonst wäre mein Leben wohl ziemlich kurz gewesen. Aus Erzählungen weiß ich, dass fast alles verbrannt war – außer einem drehbaren Klavierstuhl. Ich soll angeblich bei Fliegeralarm meine Mutter an der Hand genommen und in den Keller begleitet haben. Mein Vater war zu der Zeit Soldat.

    Bernardstraße 37 in Offenbach am Main, mein Geburtshaus. Allerdings sieht es heute völlig anders aus als 1941. Das alte Haus wurde durch Bomben zerstört.

    Eine Frau mit Kopftuch beäugt mich misstrauisch, als ich die Kamera zücke und mein Geburtshaus fotografiere. Keine Tafel erinnert daran, dass ich hier geboren wurde, bin ja nicht prominent. Auch keine Tafel, die auf die fürchterlichen Zerstörungen vor etwa 70 Jahren erinnert. Die Klingelknöpfe und die Namenschilder der Bewohner sehen nicht besonders einladend aus, überklebt, auf Leukoplast gekritzelte Namen. Fremd, nicht vertraut. Ein Elternhaus ist das nicht mehr.

    Den Gedanken, einfach irgendwo zu klingeln und den Bewohnern mitzuteilen, dass ich mal vor langer Zeit hier geboren wurde, verwerfe ich schnell wieder. Den heutigen Mietern ist das vermutlich ziemlich egal.

    Nach ein paar weiteren Aufnahmen gehe ich bis zur nächsten Querstraße. Hier finde ich den Hinweis, wer der Straße den Namen gab: Peter Bernard, Industrieller und Musenfreund, 1755 - 1805. Gerade mal 50 Jahre wurde er alt. Zeitgenosse von Goethe. Mit welcher Muse er wohl befreundet war?

    Ich steige in meinen nagelneuen DS 5 und fahre davon, beende den emotionslosen Besuch des Ortes, an dem mein Leben begann.

    Mein nächstes Ziel ist der Jossaweg in Tempelsee, einem Stadtteil von Offenbach, auch ‚Gemaa‘ genannt. Hier waren meine Großeltern mütterlicherseits zu Hause. Die enge Straße wurde inzwischen verbreitert. Das Haus meiner Großeltern ist völlig umgebaut worden. In den ehemaligen Garten wurde ein Anbau gesetzt. Der riesige Kirschbaum ist ebenso verschwunden.

    Offenbach-Tempelsee, Jossaweg 27

    heute

    Meine Großeltern waren immer freundlich und nett zu mir gewesen. Sie waren beide sehr klein. Meine Oma kenne ich nur am Herd stehend und kochend. Egal, wer an dem großen Tisch in der Wohnküche Platz nahm, es war immer was zu essen da.

    Zwei meiner Tanten wohnten ständig im Haus. Gegen Ende ihres Lebens haben sie sich ziemlich verkracht.

    An eine Episode erinnere ich mich noch. Wir, meine Eltern und ich, waren zu Besuch gewesen. Mit meinen Großeltern fuhren wir zum nahegelegenen Flughafen Frankfurt. Beim Anblick eines startenden Flugzeuges entfuhr meiner Großmutter folgender Spruch – in astreinem Hessisch: Ey guggemol do, wie der da nuffmäscht!

    Übersetzung: Schau mal, wie der da emporsteigt!

    Ich muss in früher Kindheit Hessisch gebabbelt haben, denn meine Mutter hat bis zu ihrem Tod Hessisch gesprochen. Ich habe aber dann trotzdem Hochdeutsch gelernt. Lange Zeit hatte ich aber Mühe ‚technisch‘ zu sagen – bei mir kam immer ‚teschnisch‘ heraus.

    Letzte Station meiner Reise in die Vergangenheit ist der Bieberer Berg, Heimat der Offenbacher Kickers. So lange ich zurückdenken kann habe ich mit dem OFC gefiebert, gelitten und manchmal gejubelt. Zwei verlorene Endspiele um die deutsche Meisterschaft 1952 und 1959 – beim zweiten Mal ausgerechnet gegen Eintracht Frankfurt!

    Aufstiege, Abstiege, der Betrug bei Gründung der Bundesliga 1963, als der OFC zwar sportlich qualifiziert war, aber vom DFB nicht aufgenommen wurde.

    1970 sensationeller DFB-Pokalsieger – wie habe ich gejubelt!

    Ich bin Mitglied des OFC und leide Woche für Woche mit meinen Kickers. Ich hoffe unermüdlich auf bessere Zeiten.

    Das älteste Bild von mir, vermutlich aufgenommen 1942/43 vor dem Haus Bernardstraße 37.

    Wer sieht auf dem Bild nicht ein süßes Mädchen mit leichtem Schmollmund?

    Rheinland

    Ich bin in Offenbach geboren, meine Mutter war Hessin. Mein Vater stammte aus dem Rheinland, geboren in Rheydt, heute ein Stadtteil von Mönchengladbach.

    Nein, mein Vater war kein Nordrhein-Westfale. Nie hätte er sich so genannt. Er kam nicht aus NRW. Meine Vorfahren väterlicherseits stammen aus dem Rheinland.  Einmal sagte mein Vater, in seinem Pass hätte ‚Preuße‘ gestanden. Vor 1945 gehörte Rheydt zu Preußen, zur Rheinprovinz.

    Die föderale Gliederung Deutschlands ist nicht durch den Willen der Bevölkerung entstanden, also nicht demokratisch. Willkürlich zogen die Siegermächte Grenzen und schufen ‚Bundesländer‘. Die Deutschen haben das übernommen -klaglos. Nur eine Ausnahme gab es – im Südwesten entstand Baden-Württemberg. Ansonsten blieb der Auftrag des Grundgesetzes, die Länder neu zu ordnen, unbeachtet. Es ist nicht zu erwarten, dass 16 Parlamente und 16 Regierungen etwas von ihrer Macht abgeben werden.

    Alle meine Vorfahren väterlicherseits stammen aus dem Rheinland. Sie hießen von Generation zu Generation immer Johann oder Josef. Lange Zeit musste ich als zweiten Vornamen ‚Josef‘ tragen. Ich habe ihn

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