Parker, Fußball und Ganoven: Butler Parker 237 – Kriminalroman
Von Günter Dönges
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Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht!
»Das war doch Absicht, Mister Parker«, empörte sich Lady Agatha, als die Lederkugel haarscharf an ihr vorbeizischte und irgendwo im leeren Zuschauerraum einschlug. Die ältere Dame und Josuah Parker standen am Spielfeldrand eines Fußballstadions, das dem FC Sporting London gehörte. Es war kurz vor Mittag, und die Profis des Vereins vergossen auf dem Rasen ihren Trainingsschweiß. Einer von ihnen, ein gewisser Tom Sullivan und seines Zeichens der Goalgetter des Clubs, war so leichtsinnig gewesen, einen Torschuß zu verziehen und ungewollt Agatha Simpson zu gefährden. Mylady nahm nur zu ungern diese »Herausforderung« an, sah sich kurz um und angelte einen in der Nähe liegenden Ersatzball. Sie legte ihn zurecht und holte weit aus. Da sie über eine beachtliche Schuhgröße verfügte, gelang es ihr auf Anhieb den Ball zu treffen und auf seine Flugbahn zu katapultieren. Die trainierenden Profis, die Lady Agathas Einsatz belustigt kommentierten, spritzten plötzlich auseinander oder ließen sich der Einfachheit halber zu Boden fallen. Der abgefeuerte Ball näherte sich nämlich in rasanter Fahrt und schien die Absicht zu haben, sie kollektiv niederzumähen. Torjäger Tom Sullivan reagierte einen Sekundenbruchteil zu spät, was sich als folgenschwer herausstellte. Die Lederkugel traf ihn am Kopf, zog den Scheitel kräftig nach und vermittelte dem Mann das Gefühl, von einem fliegenden Hammer erwischt worden zu sein. Sullivan beschloß daraufhin, in Ruhe darüber nachzudenken und legte sich zu diesem Zweck flach auf den Rasen, um sich einer kleinen Unpäßlichkeit hinzugeben. Lady Agatha zeigte sich äußerst angetan von ihrer Treffsicherheit. »Na, war das ein Schuß, Mister Parker? Ich hoffe, Sie haben gut aufgepaßt«, strahlte sie. »In der Tat, Mylady, eine bemerkenswerte sportliche Leistung. Allerdings dürfte sich der Spieler eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen haben, wenn meiner bescheidenen Wenigkeit dieser Hinweis gestattet ist.«
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Parker, Fußball und Ganoven - Günter Dönges
Butler Parker
– 237 –
Parker, Fußball und Ganoven
Günter Dönges
»Das war doch Absicht, Mister Parker«, empörte sich Lady Agatha, als die Lederkugel haarscharf an ihr vorbeizischte und irgendwo im leeren Zuschauerraum einschlug.
Die ältere Dame und Josuah Parker standen am Spielfeldrand eines Fußballstadions, das dem FC Sporting London gehörte. Es war kurz vor Mittag, und die Profis des Vereins vergossen auf dem Rasen ihren Trainingsschweiß. Einer von ihnen, ein gewisser Tom Sullivan und seines Zeichens der Goalgetter des Clubs, war so leichtsinnig gewesen, einen Torschuß zu verziehen und ungewollt Agatha Simpson zu gefährden.
Mylady nahm nur zu ungern diese »Herausforderung« an, sah sich kurz um und angelte einen in der Nähe liegenden Ersatzball. Sie legte ihn zurecht und holte weit aus. Da sie über eine beachtliche Schuhgröße verfügte, gelang es ihr auf Anhieb den Ball zu treffen und auf seine Flugbahn zu katapultieren. Die trainierenden Profis, die Lady Agathas Einsatz belustigt kommentierten, spritzten plötzlich auseinander oder ließen sich der Einfachheit halber zu Boden fallen.
Der abgefeuerte Ball näherte sich nämlich in rasanter Fahrt und schien die Absicht zu haben, sie kollektiv niederzumähen. Torjäger Tom Sullivan reagierte einen Sekundenbruchteil zu spät, was sich als folgenschwer herausstellte.
Die Lederkugel traf ihn am Kopf, zog den Scheitel kräftig nach und vermittelte dem Mann das Gefühl, von einem fliegenden Hammer erwischt worden zu sein. Sullivan beschloß daraufhin, in Ruhe darüber nachzudenken und legte sich zu diesem Zweck flach auf den Rasen, um sich einer kleinen Unpäßlichkeit hinzugeben.
Lady Agatha zeigte sich äußerst angetan von ihrer Treffsicherheit. »Na, war das ein Schuß, Mister Parker? Ich hoffe, Sie haben gut aufgepaßt«, strahlte sie.
»In der Tat, Mylady, eine bemerkenswerte sportliche Leistung. Allerdings dürfte sich der Spieler eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen haben, wenn meiner bescheidenen Wenigkeit dieser Hinweis gestattet ist.«
Josuah Parker stand seitlich hinter seiner Herrin und war das Urbild des hochherrschaftlichen englischen Butlers. Zu einem schwarzen Zweireiher trug er ein blütenweißes Hemd mit Eckkragen und schwarzem Binder, darüber einen ebenfalls schwarzen Covercoat und auf dem Kopf die Melone gleicher Farbe.
Am linken Unterarm baumelte ein korrekt gerollter Schirm, der jedoch mehr war als nur gewöhnlicher Regenschutz. Parker hatte ihn zu einer Waffe umfunktioniert, die einige Überraschungen barg.
Mancher Gangster hatte dies in der Vergangenheit schon festgestellt.
Parker hielt sich meist steif und aufrecht, als habe er einen Ladestock verschluckt. Sein glattes, unbewegtes Gesicht zeigte keinerlei Regung, während er mit Lady Agatha sprach.
»Also wirklich, so was nennt sich nun Profisportler«, beschwerte sich die passionierte Detektivin und schaute mißbilligend auf den Stürmer, um den sich inzwischen einige Betreuer bemühten. »Es ist wirklich nicht zu glauben, wie verweichlicht unsere Jugend ist, Mister Parker.«
»Eine gewisse Wehleidigkeit müßte möglicherweise eingeräumt werden, Mylady«, bestätigte Parker und beobachtete, wie der Stürmerstar auf eine Trage gelegt und weggebracht wurde.
»War das nötig, Mylady?« erkundigte sich ein etwa sechzigjähriger, korpulenter Mann und musterte sie aus zusammengekniffenen Augen vorwurfsvoll. »Tom Sullivan ist ein ungemein wichtiger Spieler für uns, ich hoffe, er fällt uns nicht für die nächste Begegnung aus.«
Bei dem Sprecher handelte es sich um Lord Arthur Finton, Präsident und Mäzen des FC Sporting London, der Mylady hergebeten hatte, weil er sich Problemen gegenüber sah, mit denen er nicht fertig wurde.
»Ihr Stürmer scheint mir etwas schwächlich zu sein, mein lieber Arthur«, gab die Lady kopfschüttelnd zurück. »So ein harmloser Schuß kann doch keine solche Wirkung haben.«
»Sprechen wir nicht mehr darüber, war schließlich nur ein Versehen«, winkte Finton ab. »Ich habe andere Sorgen, deshalb habe ich Sie nämlich eingeladen.«
»Das war kein Versehen, sondern ganz einfach ein Meisterschuß«, belehrte ihn Agatha Simpson und hieb ihm herzhaft auf den Rücken. Der Lord zuckte zusammen und starrte sie indigniert an.
»Nun aber zu Ihrem kleinen Problem, wenn ich bitten darf«, fuhr Mylady mit grollender Stimme fort. »Ich will nicht hoffen, daß Sie mich wegen einer Lappalie hergebeten haben, Arthur. Ich bin eine vielbeschäftigte Frau und befasse mich nur mit außergewöhnlichen Fällen. Mister Parker wird Ihnen das bestätigen.«
»Mylady hat sich in dieser Hinsicht einen unübertrefflichen Ruf erworben«, gab Josuah Parker gemessen zu.
»Gehen wir doch in mein Büro, da kann ich Ihnen auch einen anständigen Drink anbieten«, schlug Arthur Finton vor und deutete in Richtung Clubhaus.
»Eine ausgezeichnete Idee«, fand die Detektivin und setzte sich in Bewegung. Eine Einladung schlug sie nie aus, gleich von wem.
*
Der Raum strahlte gediegene Eleganz und Wohlhabenheit aus. Es gab massive Mahagonimöbel, dazu passende rotbraune Ledersessel und einen farblich darauf abgestimmten, dicken Perserteppich, in dem die Füße versanken. Lord Finton geleitete Lady Agatha zur Sitzgruppe in der Ecke und wandte sich dann der Bar zu, die neben seinem Schreibtisch in der Wand eingebaut war. Inzwischen musterte die ältere Dame interessiert die vielen, in einer Vitrine ausgestellten Pokale, die vom Erfolg des Vereins zeugten.
»Haben Sie eine Ahnung vom Fußball, Mylady?« begann Finton, während er ihr ein Glas reichte.
Lady Agatha musterte wohlwollend ihren Gastgeber.
»Grundsätzlich habe ich von allem eine Ahnung, mein lieber Arthur«, verkündete sie, »vom Fußball jedoch ganz besonders. Mein verblichener Gatte pflegte mich zu wichtigen Spielen mitzunehmen. Sie sehen also, Ihre Sorgen sind bereits so gut wie behoben.«
Sie nahm einen tiefen Zug aus ihrem Glas und nickte dem Lord zufrieden zu. Sie glaubte genau das, was sie sagte. Für sie gab es kein Problem, das eine Lady Simpson nicht im Handumdrehen löste.
Finton atmete sichtlich auf und straffte sich. »Das freut mich zu hören, Mylady. Dann können Sie sicher auch etwas mit dem Begriff ›Ablösesumme‹ anfangen?«
»Aber natürlich, Arthur! Was soll die Frage?« gab Lady Agatha prompt zurück und runzelte mißbilligend die Stirn. »Mister Parker, sagen Sie dem Lord, was mir zu diesem Begriff einfällt«, wandte sie sich an ihren Butler und sah in gespannt an.
»Mylady wissen natürlich, daß damit jener Betrag gemeint ist, der beim Vereinswechsel eines Spielers an den bisherigen Club zu zahlen ist«, reagierte Parker prompt. »Dabei kann es sich um ansehnliche Summen handeln, die der neue Verein an den alten zu entrichten hat.«
»Ach, tatsächlich?« staunte Agatha Simpson, die das natürlich nicht gewußt hatte. »Ist das nicht eigentlich eine Art Menschenhandel?«
»Manche sehen es in der Tat so, Mylady«, gab ihr Parker recht.
»Aber auf gar keinen Fall, meine liebe Agatha«, ereiferte sich daraufhin der Lord. »Das ist eine uralte und in den Statuten ausdrücklich festgeschriebene Praxis. Ohne Ablösegelder, die die Vereine für den Wechsel ihrer Spieler zu einem anderen Club erhalten, gäbe es schon längst keinen Profifußball mehr, weil die Clubs ohne solche Einnahmen gar nicht existieren könnten.«
»Trotzdem ist es Menschenhandel«, blieb Lady Agatha hartnäckig. »Die Vereine müssen eben besser wirtschaften, um nicht finanziell ins Schleudern zu geraten. Habe ich nicht recht, Mister Parker?«
»In der Tat, Mylady. Zumal die Vereine die vereinnahmten Ablösegelder dazu verwenden, um wieder selbst neue Spieler zu verpflichten – wiederum gegen hohe Ablösesummen. Ein System, das man sehr treffend als Teufelskreis bezeichnen darf«, gab Parker würdevoll zurück.
»Da hören Sie’s, Arthur, Mister Parker hat genau das ausgedrückt, was ich über die Sache denke«, freute sich die ältere Dame und nickte gedankenverloren, während sie ihr Glas leerte.
»Nun ja, wir wollen nicht darüber streiten, Mylady.« Arthur Finton räusperte sich und ging zur Bar, um Myladys Glas zu füllen. Dann nahm er gegenüber in einem schweren Sessel Platz und sah sie verzweifelt an. »Ich hoffe, Sie können mir und meinen Kollegen helfen, Mylady, sonst wissen wir nicht mehr weiter. Man erpreßt uns«, gestand er und wischte sich mit einem Tuch über die nasse Stirn.
»Sehr schön«, freute sich Agatha Simpson, »das hört man gern.«
»Wie bitte?« Der Lord verstand nicht ganz und sah sie konsterniert an.
»Mylady meinen, daß sich Mylady gerne dieses Falles annimmt und ihn kurzfristig zu lösen gedenkt«, übersetzte Parker die Äußerung seiner Herrin, ohne eine Miene zu verziehen.
Erst jetzt schien der Lord den Butler richtig wahrzunehmen. Er räusperte sich und sah mißbilligend in Parkers Richtung, dann wieder auf Lady Agatha.
»Eigentlich hätte ich Sie lieber unter vier Augen gesprochen, Agatha«, bemerkte er und blickte erneut und unmißverständlich auf Parker.
»Falls Sie Mister Parker meinen, Arthur, der bleibt selbstverständlich hier. Er genießt mein vollstes Vertrauen und geht mir bei der Lösung meiner Fälle zur Hand. Er wird Ihnen jetzt in meinem Auftrag einige Fragen stellen, und ich erwarte, daß Sie ihm deutlich und wahrheitsgemäß antworten. Wagen Sie nicht, ihn zu belügen, ich würde es sofort merken«, gab Lady Agatha genüßlich zurück. Sie liebte es, Angehörige des Adels vor den Kopf zu stoßen und deren Standesdünkel gehörig zuzusetzen.
Arthur
