Seewölfe - Piraten der Weltmeere 735: In den Händen der Spanier
Von Fred McMason
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Rezensionen für Seewölfe - Piraten der Weltmeere 735
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Buchvorschau
Seewölfe - Piraten der Weltmeere 735 - Fred McMason
1.
Don Juan und Blacky, die sich als „Schiffbrüchige" an Bord der Manila-Galeone gemogelt hatten, standen dicht beieinander auf dem oberen Deck. Ihre Unterhaltung war nur ein leises Flüstern, denn sie wußten nicht, ob ein unerwünschter Lauscher vielleicht ganz in der Nähe stand.
„Den Nebel haben wir nicht einkalkuliert, raunte Don Juan. „Jetzt können wir nur hoffen, daß diese Riesenschnecke auf dem Kurs bleibt und ihn nicht irgendwann ändert. Sollte das der Fall sein, sehe ich für unsere Zukunft ziemlich schwarz.
Blacky schaute sich nach allen Seiten um, ob wirklich niemand in der Nähe stand. Er hätte ihn in der dicken Suppe sowieso nicht gesehen. Es geschah mehr gewohnheitsmäßig.
„Auf jeden Fall können wir hier dann ewig an. Bord bleiben, wenn die anderen uns aus den Augen verloren haben. Zu dumm, daß dieser Kahn keine einzige Laterne führt, weder bei Tag noch bei Nacht."
„Nichts soll seine Anwesenheit auf dieser ungewöhnlichen Route verraten", murmelte der Spanier.
„Glaubst du an eine Kursänderung?" fragte Blacky.
„Eigentlich nicht. Der Kurs ist festgelegt, lange geplant und wird normalerweise auch stur eingehalten. Aber vergiß nicht, daß wir auf einem ganz besonderen Schiff sind, und da ist alles möglich."
Sie waren wirklich auf einem ganz besonderen Schiff, nämlich auf der berühmten Manila-Galeone, die jährlich nur eine einzige Reise unternahm.
Dieses Schiff wurde auch Nao de China genannt und hatte zwar wenig Gold, dafür aber eine recht exotische Fracht an Bord. In dem riesigen Bauch des Schiffes befanden sich kostbare Kunstwerke, ebenso kostbare Juwelen, vielfältige asiatische Waren, darunter auch Porzellan und Silberbarren. Hinzu kamen die Gewürze aus Ingwer, Nelken, Muskat, Kardamom, schwarzem und weißem Pfeffer und Zimt.
Die Nao fuhr einmal im Jahr nach Manila, wo sie die kostbare Ladung übernahm, die chinesische Dschunken nach den Philippinen gebracht hatten. Von Manila aus führte sie ihr geheimer Kurs nach Acapulco in Mexiko zurück. Nahm sie dabei den Kurs südlich von Hawaii, dann brauchte sie für die Strecke über den Pazifik normalerweise zehn Wochen, ehe sie in Acapulco einlief, von wo aus die Fracht auf Maultiere verladen und auf dem Landweg weiter nach Vera Cruz in Neuspanien gebracht wurde.
Diesmal aber lief die große Galeone einen völlig anderen Kurs, der von den Beamten der Casa de Contratación, der Kontrollbehörde der spanischen Handelsmarine, sorgfältig ausgearbeitet worden war.
Dieser Kurs war zugleich ein riesiger Umweg, doch auf diese Weise, so nahmen die Beamten an, würde man den englischen Korsaren oder anderen Piraten entgehen, die weit vom Schuß irgendwo auf der Lauer liegen mochten, um sich die reiche Beute unter den Nagel zu reißen.
Schon einmal war eine Manila-Galeone von dem Freibeuter Philip Hasard Killigrew, den sie auch den Seewolf nannten, gekapert worden.
Seine Allerkatholischste Majestät, Philipp II. von Spanien, hatte damals fast der Schlag getroffen.
Mit der damaligen Kaperung war ein unermeßliches Vermögen für die spanische Krone verloren gegangen.
Damit sich derartige Vorfälle nicht wiederholten, nahm man jetzt einen ungewöhnlichen Umweg in Kauf, der von Manila an den Molukken vorbei in die Arafurasee und von dort in den Pazifischen Ozean führte.
Die große Galeone erwartete auch noch zwei Begleitschiffe zu ihrem Schutz, doch die waren zum Ärger aller nicht aufgetaucht.
Dafür hatten sie zwei „spanische Schiffbrüchige an Bord genommen, nämlich Don Juan de Alcazar und Blacky, zwei Wölfe im Schafspelz, die sich jetzt Juan de Almiente, ehemaliger Erster Offizier der Handelsgaleone „Golondrina
, und Hermano Custara, Navigator, nannten.
Eine Weile standen sie schweigend nebeneinander und dachten an die Kameraden auf der Schebecke, die sich vermutlich ebenfalls irgendwo im Nebel weit achteraus befanden.
Niemand hielt sie zur Arbeit an. Etliche andere nutzten ebenfalls den dichten Nebel, um sich von der Arbeit zu drücken.
Don Juan kehrte mit seinen Gedanken wieder in die Wirklichkeit zurück. Immerhin hatten sie hier eine Aufgabe zu erfüllen, die man schlicht und einfach als Spionage bezeichnen konnte, vielleicht auch Sabotage.
Sie wollten soviel wie nur möglich über die Manila-Galeone herausfinden, ehe sie sich heimlich wieder absetzen würden.
Anhand dieser gesammelten Informationen und Fakten mußte es möglich sein, diese harte Nuß zu knacken.
Juan beugte sich so dicht zu Blacky hinüber, daß beide sich berührten.
„Wir sollten uns mal um die geheimnisvollen Geschütze kümmern, Blacky, die wir flüchtig gesehen haben. Jetzt ist die Gelegenheit günstig, wenn einer den anderen nicht bemerkt. Später werden die Kerle vielleicht mißtrauisch, wenn wir uns die Dinger anschauen."
Diese Geschütze bereiteten ihnen seit einigen Stunden Kopfzerbrechen, denn sie hatten acht Rohre entdeckt, die mindestens doppelt so lang waren wie die Siebzehn-Pfünder-Culverinen. Nach menschlichem Ermessen mußten die Dons damit mindestens doppelt so weit feuern können.
Das bedeutete für die Schebecke aber den sicheren Untergang, denn sie mußte außer Reichweite ihrer eigenen Stücke bleiben, was das ganze Unternehmen in Frage stellte und sinnlos werden ließ.
„Ja, die Dinger gehen mir nicht mehr aus dem Kopf, sagte Blacky zustimmend. „Ich habe so eine gewaltige Artillerie noch nie in meinem Leben gesehen. Es muß eine ganz neue Erfindung unserer verehrten Freunde sein. Sehen werden wir wohl kaum etwas, aber Abtasten gibt auch schon einiges her.
„Kann sein, daß wir später noch einmal Gelegenheit haben, die Dinger bei Tageslicht zu betrachten."
Lautlos stahlen sie sich fort. Einmal prallten sie in dem dichten Nebel mit einer anderen Gestalt zusammen, die mit ausgestreckten Armen über das Deck ging. Nach einem gemurmelten Fluch trennten sie sich wieder.
Sich auf diesem Schiff mit seinen drei Decks und den zahllosen Kammern zurechtzufinden, war schon bei Tage für einen Fremden ein ausgesprochenes Kunststück.
Sie sahen absolut nichts und mußten sich blind von einer Ecke zur anderen tasten und einen Niedergang abentern.
Es dauerte eine Ewigkeit, bis sie das Deck erreichten, wo die furchteinflößenden Geschütze standen, die Don Juan und Blacky für ein absolutes Novum hielten.
Ein dicker Tampen, quer über Deck gespannt, verwehrte den Weitergang.
„Ist da jemand? fragte eine dumpfe Stimme aus dem Nebel. „Señor Arvilos, sind Sie das?
Arvilos war der Profos und Zuchtmeister, das hatten sie schon herausgefunden. Der Kerl war grobschlächtig, hatte eine gebogene Nase, ölige Haare und einen verkniffenen Mund mit ein paar Warzen im Gesicht. Früher sollte er mal Sträfling auf einer Galeere gewesen sein.
Don Juan hielt die Luft an und bewegte sich nicht mehr. Auch Blacky erstarrte auf der Stelle.
„Gottverdammter Nebel! fluchte der Unbekannte, wobei er mit sich selbst sprach. „Jedes Geräusch hört sich anders an. Zum Verrücktwerden, diese dreimal verdammte Milchsuppe!
Schlurfende Schritte einer unsichtbaren Gestalt waren schwach zu vernehmen. Wenn Don Juan nicht alles täuschte, entfernten sich die Schritte, aber in dem zähen Brodem konnte man sich schnell verschätzen.
Als sie nur noch das leise und weit entfernt klingende Rauschen am Rumpf der Galeone hörten, tasteten sie sich weiter vorwärts.
Don Juan vergewisserte sich, ob keine Zuhörer in der Nähe waren.
„Hallo, jemand da?" fragte er.
Keine Antwort. Alles blieb gespenstisch still. Auch auf seine zweite Frage erhielt er keine Antwort. Der Unsichtbare schien also doch weitergegangen zu sein.
Kurze Zeit später hatten sie die Rohre der Kanonen ertastet.
Don Juan schluckte, als er vorsichtig die Arme darum legte. Sie fühlten sich kühl und glatt an und hatten ein Kaliber, das ihn zutiefst erschreckte.
Selbst wenn sie aus diesen gewaltigen Rohren nur Siebzehnpfünder verfeuerten, lag die Schußweite in einem Traumbereich, der einfach unvorstellbar war.
Blacky war nach kurzer Abtasterei ebenfalls zu diesem Schluß gelangt.
„Junge, Junge", sagte er heiser. „Die Rohrlänge beträgt fast sechs Yards,
