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Was nicht ist, kann noch werden: Kinderärztin Dr. Martens 74 – Arztroman
Was nicht ist, kann noch werden: Kinderärztin Dr. Martens 74 – Arztroman
Was nicht ist, kann noch werden: Kinderärztin Dr. Martens 74 – Arztroman
eBook131 Seiten1 StundeKinderärztin Dr. Martens

Was nicht ist, kann noch werden: Kinderärztin Dr. Martens 74 – Arztroman

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Über dieses E-Book

Sie ist eine bemerkenswerte, eine wirklich erstaunliche Frau, und sie steht mit beiden Beinen mitten im Leben. Die Kinderärztin Dr. Martens ist eine großartige Ärztin aus Berufung, sie hat ein Herz für ihre kleinen Patienten, und mit ihrem besonderen psychologischen Feingefühl geht sie auf deren Sorgen und Wünsche ein. Alle Kinder, die sie kennen, lieben sie und vertrauen ihr. Denn Dr. Hanna Martens ist die beste Freundin ihrer kleinen Patienten. Der Kinderklinik, die sie leitet, hat sie zu einem ausgezeichneten Ansehen verholfen. Es gibt immer eine Menge Arbeit für sie, denn die lieben Kleinen mit ihrem oft großen Kummer wollen versorgt und umsorgt sein. Für diese Aufgabe gibt es keine bessere Ärztin als Dr. Hanna Martens!

Kinderärztin Dr. Martens ist eine weibliche Identifikationsfigur von Format. Sie ist ein einzigartiger, ein unbestechlicher Charakter – und sie verfügt über einen extrem liebenswerten Charme. Alle Leserinnen von Arztromanen und Familienromanen sind begeistert!

Andreas Becker sah die junge Frau in den knappsitzenden weißen Shorts wohlgefällig an. Ihre Beine waren braungebrannt, ihr Haar dunkel, ihre Augen hellgrau und lebhaft, ihr Mund herzförmig, und ihre Figur war einfach hinreißend. Man sah, daß sie noch ungeübt war, als sie die große Heckenschere ansetzte und versuchte, die Hecke zu stutzen. Er ging auf sie zu und sprach sie über die Hecke hinweg an. »Lassen Sie das lieber. Halten wir es doch wie bisher, wenn Sie mögen, ja? Ich schneide Ihre Hälfte mit, damit alles gleichmäßig ist.« »Oh, wirklich? Das wäre wunderbar. Ehrlich gesagt – ich hatte auch ein bißchen Angst davor. Ich habe nämlich so etwas noch nie gemacht, und ich bin sicher, daß Sie mit meinem Werk nicht zufrieden gewesen wären. Bestimmt hätten Sie sich geärgert, und dann wäre der Nachbarschaftsstreit schon so gut wie vorprogrammiert gewesen, oder?« »Ach nein, das glaube ich nicht. Ich bin nämlich ein an sich sehr gemütlicher Mensch, müssen Sie wissen. Ich heiße Andreas Becker. Und Sie sind unsere neue Nachbarin, Frau Alten, nicht wahr?« Susanne sah diesen Mann, der so fabelhaft aussah, ausgesprochen zurückhaltend an. »Hier spricht sich wohl alles sehr schnell herum, wie?« fragte sie entschieden ein wenig ungeduldig. Andreas warf ihr einen verblüfften und dann amüsierten Blick zu.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum21. Juli 2020
ISBN9783740968816
Was nicht ist, kann noch werden: Kinderärztin Dr. Martens 74 – Arztroman

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    Buchvorschau

    Was nicht ist, kann noch werden - Britta Frey

    Kinderärztin Dr. Martens

    – 74 –

    Was nicht ist, kann noch werden

    Die beiden sollten heiraten und unsere Eltern sein

    Britta Frey

    Andreas Becker sah die junge Frau in den knappsitzenden weißen Shorts wohlgefällig an. Ihre Beine waren braungebrannt, ihr Haar dunkel, ihre Augen hellgrau und lebhaft, ihr Mund herzförmig, und ihre Figur war einfach hinreißend.

    Man sah, daß sie noch ungeübt war, als sie die große Heckenschere ansetzte und versuchte, die Hecke zu stutzen.

    Er ging auf sie zu und sprach sie über die Hecke hinweg an.

    »Lassen Sie das lieber. Halten wir es doch wie bisher, wenn Sie mögen, ja? Ich schneide Ihre Hälfte mit, damit alles gleichmäßig ist.«

    »Oh, wirklich? Das wäre wunderbar. Ehrlich gesagt – ich hatte auch ein bißchen Angst davor. Ich habe nämlich so etwas noch nie gemacht, und ich bin sicher, daß Sie mit meinem Werk nicht zufrieden gewesen wären. Bestimmt hätten Sie sich geärgert, und dann wäre der Nachbarschaftsstreit schon so gut wie vorprogrammiert gewesen, oder?«

    »Ach nein, das glaube ich nicht. Ich bin nämlich ein an sich sehr gemütlicher Mensch, müssen Sie wissen. Ich heiße Andreas Becker. Und Sie sind unsere neue Nachbarin, Frau Alten, nicht wahr?«

    Susanne sah diesen Mann, der so fabelhaft aussah, ausgesprochen zurückhaltend an.

    »Hier spricht sich wohl alles sehr schnell herum, wie?« fragte sie entschieden ein wenig ungeduldig. Andreas warf ihr einen verblüfften und dann amüsierten Blick zu. Dann lachte er.

    »Wundert Sie das? Hier passiert so wenig, daß jeder Mensch, der hier ein Haus erwirbt und dann einzieht, genau unter die Lupe genommen wird. Von jedem. Damit muß man sich abfinden. Als ich vor drei Jahren dieses Haus kaufte und wenig später einzog, ging es mir ebenso. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, als wenn die Menschen hier mehr von mir wüßten als ich selbst. Ich fand das einfach gräßlich.«

    »Das kann ich Ihnen sehr gut nachfühlen, denn ich mag es auch nicht, wenn so viel geklatscht wird.«

    Susanne Alten war eigentlich sicher, daß sie diesen Nachbarn damit endgültig in die Flucht geschlagen hatte. Einerseits machte sie das zufrieden, andererseits jedoch bedauerte sie das auch, denn im Grunde genommen war er doch eigentlich sehr nett ihr gegenüber gewesen, oder? Diese dicke Hecke, von der ihr die eine Hälfte gehörte, zu schneiden, war kein Kinderspiel. Und wenn er ihr schon anbot, ihre Hälfte mitzuschneiden, dann war das mehr als nur ein Nachbarschaftsdienst.

    »Entschuldigen Sie«, bat sie mit zerknirschter Miene. »Ich vergesse oft, daß ich nicht mehr in Hamburg wohne. In einer Großstadt lebt man sozusagen anonym. Ich muß mich erst daran gewöhnen, daß es Menschen gibt, die sich für mein Leben und mich interessieren.«

    »Ja, das kenne ich. Ich bin vor drei Jahren auch aus Hamburg gekommen. In der ersten Zeit war ich verunsichert. Ja, es hat mich regelrecht gestört, daß alle über mich Bescheid zu wissen schienen. Aber heute betrachte ich das alles als reine Auszeichnung. Wenn die Mitmenschen einen nämlich ganz einfach links liegenlassen, dann fühlt man sich auch nicht gerade sehr wohl, das kann ich Ihnen versichern.«

    »Das glaube ich Ihnen. Übrigens kommt mir Ihre Stimme recht bekannt vor. Irgendwo muß ich sie schon einmal gehört haben.«

    Da lachte Andreas Becker leise und amüsiert auf. Seine Wangen zeigten dabei kleine Grübchen, und in seinem Kinn war eine tiefe Kerbe zu sehen. Seine blauen Augen ruhten immer noch mit bewunderndem Ausdruck auf ihr, was sie einigermaßen verlegen machen wollte, obwohl sie doch wirklich an bewundernde Männerblicke gewöhnt war.

    »Wahrscheinlich haben Sie meine Stimme im Radio gehört, Frau Alten. Ich bin nämlich Rundfunksprecher und Moderator.«

    »O ja, richtig! Jetzt weiß ich, wo ich Ihre Stimme einordnen kann.« Susanne lachte ebenfalls. Es war, als hätte sich ein Sonnenstrahl auf ihr Gesicht verirrt. Andreas schien sie mit Blicken streicheln zu wollen, als er sie fragend ansah und erklärte: »Aber Sie kann ich leider nicht einordnen. Helfen Sie mir dabei?«

    »Oh, über mich gibt es eigentlich nicht viel zu erklären und zu berichten. Ich bin vor einigen Wochen mit meiner kleinen Tochter Silke hier eingezogen. Bald wird jedermann wissen, daß Silke ein uneheliches Kind ist. Ihr Vater starb drei Tage vor der Hochzeit.«

    »Es ist schlimm, einen geliebten Menschen zu verlieren. Meine Frau starb bei der Geburt unseres Sohnes. Sören ist jetzt sechs, kommt nach den Ferien zur Schule und ist sehr stolz deswegen.«

    Susanne sah ihn ernst an. Da fuhr er fort: »Zuerst, als ich mit dem Baby dastand und nicht wußte, wie es weitergehen sollte, fühlte ich nur Vereinsamung und Verbitterung. Aber Mathilde, die mir den Haushalt führt, hat mir klargemacht, welche Verpflichtung ich meinem Sohn gegenüber habe. Als mir vor drei Jahren dieses Haus hier angeboten wurde, habe ich sofort zugegriffen, denn ich möchte, daß Sören in einer noch halbwegs intakten Welt aufwächst. Die Nackenschläge bekommt er später von allein.«

    »Genauso oder doch zumindest sehr ähnlich dachte ich auch, als man mir dieses Haus anbot. Ich hatte eine sehr hübsche Wohnung in Harvestehude, aber ich wünschte mir immer ein eigenes Haus im Grünen. Und da ich nicht besonders ortsgebunden bin – ich bin Modedesignerin für ein großes Hamburger Modehaus – wollte ich ganz viel Landschaft und Natur um mich herum haben.«

    »Nun, über zu wenig Natur und Landschaft kann man sich hier nicht beklagen.« Andreas lachte leise. Susanne lauschte diesem Lachen nach. Es war gut und warm und ansteckend.

    »Stört es Sie sehr, daß Sie einigemal in der Woche nach Hamburg müssen?« wollte Susanne wissen. Plötzlich wollte sie die Unterhaltung nicht abbrechen. Sie hätte sich selbst nicht erklären können, weshalb. Dieser Mann hatte etwas an sich, das sie fesselte, das in ihr den Wunsch erweckte, sich noch länger mit ihm zu unterhalten.

    »Nein, eigentlich nicht. Ich fahre sehr gern Auto, vielleicht stört es mich deshalb nicht. Es kommt auch schon mal vor, daß ich dort übernachte. Auch das macht mir nichts aus, denn ich habe sehr viele Freunde in Hamburg, die mich sehr gern bei sich aufnehmen. Außerdem gibt es ein kleines Hotel, in dem ich auch oft übernachte, wenn es sein muß. Aber richtig wohl fühle ich mich hier in diesem alten, wunderschönen Haus.«

    »Es wirkt sehr groß«, sagte Susanne und sah an der Fassade des gelbgetönten Hauses empor.

    »Auf den ersten Blick erschien es mir auch viel zu groß. Aber ich habe mich auch auf Anhieb in dieses Haus verliebt. Und nun, da wir darin wohnen, finde ich es gar nicht mehr zu groß. Es ist schön, wenn man sich daheim ausbreiten kann. Und noch schöner ist es, wenn man sich zurückziehen kann, wenn man es möchte.«

    »Ja, das weiß ich sehr gut.« Susanne nickte lebhaft. »Manchmal besonders, wenn ich angespannt arbeite, möchte ich niemanden sehen, mit niemandem sprechen müssen, mit niemandem diskutieren. Dann will ich einfach nur mit mir selbst allein sein und arbeiten, arbeiten. Das ist dann wie ein Zwang für mich.«

    »So ähnlich ergeht es mir auch, wenn vielleicht auch nicht so häufig wie Ihnen. Ich mache viel selbst, denke mir Gags aus, mache Tonbandaufnahmen und schneide auch sehr oft selbst, wenn ich meine, daß dieses oder jenes besser war, als ich es je noch einmal einbringen könnte. Das muß ich dann zeitlich in mein Programm einbauen, und das braucht nun eben seine Zeit. Aber Sören, mein Sohn, nimmt natürlich den ersten Platz in meinem Herzen ein. Für ihn würde ich auf vieles verzichten.«

    »Das verstehe ich sehr gut, denn mit meiner Silke ergeht es mir ebenso. Wenn ich meine Wilhelmine nicht hätte, die uns versorgt, könnte ich mir manche Zeit gar nicht nehmen.«

    »Nun, die Zeit zum Heckenschneiden haben Sie immerhin schon mal gespart. Es macht mir nichts aus, Ihre Hälfte auch mitzuschneiden, denn ich mache das mit der elektrischen Heckenschere, das geht ganz fix.«

    »Vielen Dank«, erwiderte Susanne artig und nickte ihm zu. »Ich werde mich auf die eine oder andere Weise revanchieren.«

    »Machen Sie sich deswegen keine Sorgen, Frau Alten, das geht schon in Ordnung.«

    Ehe Susanne zum Haus zurückkehrte, um sich zu waschen und ins Atelier zu gehen, hörte sie noch sein warmes Lachen, das sie so für ihn einnahm. Es verfolgte sie geradezu, und sie hatte keine Möglichkeit, es in ihren Gedanken abzustellen.

    *

    Wilhelmine Becker, bei allen nur als Minchen bekannt, trat zu Susanne, die am Zeichentisch saß und eifrig strichelte. Eine Weile schaute sie interessiert auf den Zeichenblock, der vor Susanne auf dem Schreibtisch lag. Dann sagte sie vorsichtig: »Ich würde es durchaus begrüßen, wenn Sie mal was für füllige Frauen entwerfen würden, Frau Alten.«

    Susanne schaute sie zuerst verblüfft an. Dann lachte sie und nahm Minchens Hand, streichelte sie und erklärte ernsthaft: »Das ist eine gute Idee, Minchen. Sie haben

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