Ein gelebtes Jahrhundert
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Über dieses E-Book
Sybille Schumann-Effenberger
Geboren 1926 in Breslau Schlesien. Lebte später mit den Eltern in Berlin. Ihr Vater war ein bekannter schlesischer Architekt. Studium: Musik, Germanistik, Philosophie und Geographie. War lange im gymnasialen Schuldienst in Berlin, Baden-Württemberg und NRW tätig. Sie ist Autorin mehrerer Bücher, die teilweisen Bezüge zum letzten Weltkrieg haben. Sie erlebte den Krieg in Berlin mit und ist heute eine der wenigen Augenzeugen der damaligen Ereignisse. Ihre Bücher zeichnen sich durch eine spannende Erzählweise aus und weisen auf eine Transzendenz von den letzten Dingen des Daseins: Die Macht der Musik, die Versöhnlichkeit unter den Menschen, die Hilfe füreinander, das sind ihre Themen. Sibylle Schumann-Effenberger arbeitete 30 Jahre als Dozentin an der Volkshochschule und als Journalistin. Zusammen mit ihrem Mann leitete sie einen Besuchskreis für Opernfreunde. Sie ist Mutter von drei Kindern und Großmutter von sechs Enkeln. Sie ist Mitglied der Christiane-Koch-Gesellschaft und bei der Spiegelrunde engagiert. (www.spiegelrunde.de)
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Buchvorschau
Ein gelebtes Jahrhundert - Sybille Schumann-Effenberger
Inhaltsverzeichnis nach Jahren
Mein Leben
Jahr 1926
Jahr 1927
Jahre 1932/33
Jahre 1935/36
Jahr 1939
Jahr 1943
Jahr 1944
Jahr 1945
Jahr 1946
Jahre 1945 - 50
Jahr 1940
Jahr 1948
Jahr 1949
Jahr 1950
Jahr 1951
Jahr 1952
Jahr 1954
Jahr 1955
Jahr 1965
Jahr 1960
Jahre 1961 - 62
Jahr 1967
Jahr 1976
Jahr 1976
Jahr 1990
Jahre 1999/2004
Jahr 2012
Ich hatte eine glückliche Kindheit.
Mein lieber Vater Theo, das Oberhaupt der Familie, der
liebste Mensch in meinem Leben
Mein Vater war ein Architekt in Breslau, ein bekannter Architekt in Schlesien, der bereits viele öffentliche und private Bauten, sowie viele Siedlungen gebaut hatte und überall bekannt war. Er liebte die Frauen und war immer von einem Schwarm von schönen Frauen umgeben. Auch ein großer Freund von Kindern war er, aber seine erste Ehe blieb kinderlos.
Meiner Mutter begegnete er bei einer seiner Freundinnen, der Hede Vocke und er war gleich beeindruckt von ihrem kühlen und verträumten Wesen. Meine Mutter stammte aus einer bürgerlichen Familie. Ihr Vater war Postschaffner, die Mutter Tochter eines Kräutergärtners in Breslau.
Meine Großeltern.
Sie hatte noch vier jüngere Schwestern. Mutter war die älteste und fiel zugleich, mit ihrer Schwester Lotte, völlig aus dem geistigen und sozialen Rahmen dieser Postbeamtenfamilie heraus. Sie interessierte sich für Literatur, las schon früh die Bücher der großen Dichter und liebte auch die Kunst, die Musik, das Theater und die Oper. Gerne wäre sie noch weiter zur Schule gegangen und hätte gern studiert, aber als sie mit vierzehn Jahren die Schule verlassen musste, sagte ihr der Vater: „Mädel, wenn du ein Junge wärst, würde ich es mir vom Munde absparen und dich studieren lassen, aber du bist ja leider ein Mädchen und wirst sicher heiraten." So war meine Mutter gezwungen, als Lehrmädchen ins Büro zu gehen. Aber sie bildete sich ständig weiter, las viel und besuchte später, als sie sechszehn war, die Volkshochschule. (Früher hatte diese noch einen anderen Namen.) Sie schloss sich anderen Kreisen an, die sich wie sie, für alles Höhere interessierten.
Meine liebe Mutti Käthe-Gertrud, eine mutige und fleißige
Frau, den Geisteswissenschaften zugetan. (1949)
Vater, der mit vielen damals in Breslau bekannten Persönlichkeiten und Künstlern in Verbindung stand, traf sich mit diesen, in dem von ihm selbst gestalteten „Café Vogel". Er galt als der Hausarchitekt der Breslauer Siedlungsgesellschaft und hatte sehr viel zu tun.
Die Begegnung meiner Eltern fand, wie schon gesagt bei einer seiner Freundinnen statt und Vater war von Mutter sehr beeindruckt. Er lud sie zum Essen ein, manchmal auch in ein Konzert und zog sie in seine Kreise. Aber in seinem Leben fehlte ihm etwas … und das waren Kinder.
Und so fragte er eines Tages meine Mutter, ob sie ihm ein Kind schenken wolle. Meine Mutter, bereits gewöhnt an die lockeren Töne in seinen Kreisen, war nicht schockiert, sondern bereit mit meinem Vater zu verreisen. Seine große Gutmütigkeit, sein künstlerischer Elan, kurz seine ganze liebevolle Männlichkeit hatte ihr gezeigt, dass sie es mit einem sehr wertvollen Menschen
