Zwischen Herd und Schreibmaschine: Tages- und andere Notizen
Von Christel Bethke
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Über dieses E-Book
All das schreibt mit großer Lebenszugewandheit eine über 90-jährige Frau, die sich ihren wachen und vorurteilsfreien Blick auf die Welt rundum bewahrt hat.
Christel Bethke
Christel Bethke, geboren 1930 in Gerdauen in Ostpreußen, kam 1945 mit einem Flüchtlingstreck nach Oldenburg, wo sie noch heute lebt. Ihr schriftstellerisches Debüt gab sie 1981 mit dem Gedichtband Das Netz. 1998 erschien Mein langer Weg zu mir. Tagebuch eines Frauenlebens, von dem 2020 unter dem Titel ... und trotzdem ein Sonntagskind eine erweiterte Neuausgabe herauskam. Danach gab es Bücher mit »alten und neuen Erinnerungen« an Ostpreußen, das sie nach der Wende mehrfach besuchte, mit Gedichten, mit Geschichten aus dem Alltag sowie mit Kochrezepten. Immer noch spielt sich ihr Leben »zwischen Herd und Schreibmaschine« ab, sodass wir auf ihr nächstes Buch gespannt sein dürfen.
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Buchvorschau
Zwischen Herd und Schreibmaschine - Christel Bethke
Inhalt
Vorwort
Telefon
Himmelfahrt
Samstag nach Himmelfahrt 2021
Möhrenkuchen
17. August 2021
Um Himmelswillen
Mein kleines Messer
Wie es zu unserer Bekanntschaft mit H. kam
Vom Essen und Trinken und so
Ein-Mensch-Leben
Das blaue Haus
8. Juli 2021
August 2022
Gold aus Stroh
Neue Freundin
Heute am Elternhaus vorbei
16. November 2021
Der erste Gang mit H. Unvergesslich
Für Christine
Die Künstlerin
Für Nicolai
Mein Dänemark ist H.
Sie hat es geschafft
Das letzte Treffen mit H.
30. März 2022
Ein letzter Besuch auf der Baustelle
Denken an H.
Gebäude
Warum man nicht schlafen kann
Wir hatten nichts
14. August 2021
Was war das denn?!
Für mein bestes Stück
10. Juni 2022
11. Mai, Sonntag
Heimsuchung
Sonntag, 6. Juli 2021, 9.35 Uhr.
3. Juni 2021
29. Juni 2022
Mann und Frau
Archiv
Wieder mal
Donnerstag, 8. Juli 2021
18. September 2021
Corona
Traumtag, welch ein Glanz liegt über ihm
Mein Garten Eden
10. September 2021
18. August 2021
Es läutet an meiner Tür
Sonntag, 26. Juli 2021
27. Juli 2021, kurz vor eins
Todeskandidaten
Das Hochzeitsbild
Es klopft an meiner Tür
Der Geburtstag der „Queen" rückt näher
27., Sonntag
1. März 2022
Der Herbst war immer meine Zeit
3. Ostertag 2022
Nach Ostern
8. April 2021
4. April 2022
Gab es das mal?
11. Januar 2022
Unser Waterloo
Was heißt hier Schäfer
April 2022
Der Ring schließt sich
Zwetschgendatschi
Er bläst, er bläst
Ein neuer Typ wird verlangt
22. März 2022
15. April 2021
Das Leben
Damals
Zwischenruf
19. November 2021
War ich fähig
31. Dezember 2021
Suchanzeige
13. Dezember 2021
Vorwort
Vielleicht sollte das letzte Buch mit Gedankensplittern einen Titel haben, der beides unter einen Hut bringt: Küche und Schreiben, Herd und Schreibmaschine. Beide sind kaum drei Schritte voneinander entfernt, und ich pendle – wenn’s läuft – zwischen beiden hin und her.
Ich koche jetzt anders, sorgfältiger, bewusster. Alles mehr genießend mit den Augen. Die Nase riecht schon manchmal wieder, und still muss es sein, ohne Radio und so.
Ich finde, die Zeit ist im Umbruch und wir haben es irgendwann verschlafen. Es müssen auch neue Bücher geschrieben werden.
Christel Bethke
Telefon
Nein, nicht der Sohn
Auch ist es nicht die Tochter,
Auch der Enkel nicht,
Der zu mir spricht:
„Mein Mann sitzt und genießt ihren Kuchen,
Meint, es scheint ihr besser zu gehen,
Sie bäckt wieder."
Jawohl, sie bäckt wieder, Aprikosenkuchen.
Den Ganzen umverteilt.
Das ist das Schöne an einem großen Haus.
Man kann verteilen.
5. September 2021
Himmelfahrt
Heute zum See, früh. Es sind fast nur Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern unterwegs und Läufer. In der Ferne taucht eine mir bekannte Silhouette auf. Aber Hand in Hand heute! Das gibt’s doch nicht! Haben sie wirklich etwas in Deutschland gelernt?
Sonst ging es so vor sich: Er, ein paar Schritte vor ihr, Türkenturban auf, Mantel leger, aber über die Schultern gehängt, in der einen Hand den Rosenkranz perlenweise durch die Finger ziehend. Sie, im Abstand hinterher. Im Sommer, wenn Betrieb am See abends ist, sucht sie im Graben nach leeren Flaschen und Dosen. Er steht wachsam am Grabenrand und wartet. Und heute nichts davon, sie halten sich an der Hand. Zu schön, denke ich, wenn sich alte Leute an der Hand halten.
Als wir auf gleicher Höhe sind, zugenickt haben wir uns schon immer, heute bleibt sie stehen und zwingt ihn durch das Handhalten ebenfalls dazu. Was ich mit den Brennnesseln mache, die sie in meinem Korb entdeckt hat. Suppe. Suppe? Was da reinkommt, will sie wissen. Tomate, Knoblauch, rote Linsen, und da passt alles rein, sage ich. Er aber ist unserem Gespräch nicht wohlgesonnen und zieht sie weg. Aber im Umdrehen sehe ich, wie sie sich über die Hände streicht und mir klar machen wollte, man kann sie auch äußerlich anwenden. Glaube ich sofort und freue mich, als ich im Weitergehen zu dem Schluss komme, wie einfach doch Völkerverständigung sein kann, wenn man die Frauen nur ließe, nicht wahr?
Ob dies mein letzter Sommer ist? So viele hinter mir! Immer wieder neu und immer wieder schön und immer wieder will das Jahr „seine Kirschen machen".
Steck deine Nase in die Schlehenblüten, hol den Flieder über den Zaun zu dir heran und versuche, ob du nicht schon wieder riechen kannst!
Schau in den Himmel, über den die Wolken ziehen, pflücke mehr von den Brennnesseln und gib Michelle davon welche in dem schönen blauen Porzellansieb als Geschenk.
Lass das Suchen nach einer Lösung für ein Problem, das vielleicht nicht zu lösen ist.
Versuche das umzusetzen, was heute mit Lebensqualität gemeint ist.
Sei aufmerksam, freundlich gegen jedermann.
Wie eh und je stehen die Bäume voller Laub
Schützen dich vor heißer Sonne
Und halten dich trocken bei Regen
Die Welt ist so jung und schön und frisch in ihren Frühlingsfarben, und ich noch immer da! Wunderbar, ist das nicht ein Wunder?
Samstag nach Himmelfahrt 2021
Unter den Blinden ist der Einäugige König, sagt ein Sprichwort, das nicht passender für mich sein könnte. Ich, der König, Pflegestufe 2, geht für Pflegestufe 3 und 5
