Gangster und Kanonen: Der exzellente Butler Parker 81 – Kriminalroman
Von Günter Dönges
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Der exzellente Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht!
Butler Parker hielt den recht eigenartigen Humor dieser vier Männer für völlig unangebracht. Schließlich war es Mittag, und um diese Zeit trug man nach Parkers Ansicht keine falschen Bärte und rote Pappnasen. Die so kostümierten und verunstalteten Männer kamen sehr schnell aus dem Portal der Bankfiliale und trugen nicht nur vollgefüllte, große Taschen aus Segeltuch, sondern auch Maschinenpistolen. Sie liefen auf einen parkenden Wagen zu und genierten sich nicht, nach allen Seiten zu schießen. Parker, der seine Bankauszüge kontrollieren wollte, kannte das augenblickliche Datum sehr genau. Da der Thanksgiving-Day erst in einigen Monaten zu erwarten war, mußte es sich, so schloß er messerscharf, um einen Bankraub handeln. Er stand den vier Männern im Weg, doch er wollte nicht weiter stören. Im Bestreben, das Feld zu räumen, lief Parker den vier kostümierten Gangstern direkt in die Arme. Er wußte sich im Moment nicht anders zu helfen, als höflich seine schwarze Melone zu lüften und zu grüßen. Er glich einem alten, leicht verwirrten Mann, der die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt hat. Vielleicht rettete Parker damit sein Leben. Die vier Gangster stießen ihn zwar zur Seite, doch sie schossen nicht auf ihn. Es war aber auch ein zu komisches Bild: Butler Parker übersah die drohend auf ihn gerichteten Maschinenpistolen und deutete nun sogar eine Verbeugung an. Dennoch konnte er es nicht verhindern, mit einem der vier Gangster zu kollidieren. Ein heftiger Stoß schleuderte ihn zur Seite. Parker verlor das Gleichgewicht, fiel zu Boden und rettete damit zum zweiten Mal sein Leben. Denn kaum lag er flach auf dem Pflaster, da peitschten die ersten Schüsse los. Zwei Angestellte der Bank standen im Portal neben den imitierten griechischen Säulen. Sie schossen aus allen Rohren, und zwar sehr schlecht. Die Gangster hüpften ungeniert in den bereits anfahrenden Ford und hielten es nicht mehr für nötig, die Schüsse zu beantworten.
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Gangster und Kanonen
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Vielleicht rettete Parker damit sein Leben. Die vier Gangster stießen ihn zwar zur Seite, doch sie schossen nicht auf ihn. Es war aber auch ein zu komisches Bild: Butler Parker übersah die drohend auf ihn gerichteten Maschinenpistolen und deutete nun sogar eine Verbeugung an.
Dennoch konnte er es nicht verhindern, mit einem der vier Gangster zu kollidieren. Ein heftiger Stoß schleuderte ihn zur Seite. Parker verlor das Gleichgewicht, fiel zu Boden und rettete damit zum zweiten Mal sein Leben. Denn kaum lag er flach auf dem Pflaster, da peitschten die ersten Schüsse los. Zwei Angestellte der Bank standen im Portal neben den imitierten griechischen Säulen. Sie schossen aus allen Rohren, und zwar sehr schlecht.
Die Gangster hüpften ungeniert in den bereits anfahrenden Ford und hielten es nicht mehr für nötig, die Schüsse zu beantworten. Der ganze Spuk dauerte nur wenige Sekunden, so schnell arbeiteten die Gangster. Als Parker sich vom Pflaster erhob, mißbilligend den Kopf schüttelte, da war der Stationswagen bereits hinter der nächsten Straßenbiegung verschwunden.
Einige weibliche Passanten fielen erst jetzt in Ohnmacht, oder stießen grelle, spitze Schreie aus. Die beiden Bankangestellten ließen sich als Helden feiern. Männliche Besucher der Bank fanden es an der Zeit, ihr Leben für die Allgemeinheit zu opfern. Aus Mangel an Gelegenheit verzichteten sie dann allerdings darauf. Die Polizei, schnell und bestens informiert wie immer, schickte bereits einige jaulende Streifenwagen auf die Reise. Dieser ganze Überfall erinnerte lebhaft an einen Operettenulk, wenn die beiden erschossenen Bankangestellten im Schalterraum nicht gewesen wären. Sie nämlich erinnerten an die harte, grausame Wirklichkeit. Die »Rotnasen« hatten wieder einmal zugeschlagen wie so oft in den vergangenen Wochen. Jene vier Gangster also, die stets mit falschen Rauschebärten und roten Pappnasen auftauchten und ihren Spitznamen von der Presse erhalten hatten. Doch das hatte sich inzwischen längst herausgestellt, die »Rotnasen« waren hartgesottene Gangster, die keine Rücksicht kannten und gnadenlos schossen, wenn ihnen Widerstand geleistet wurde …
*
»Mich wundert es nicht, daß Sie mal wieder Augenzeuge eines Verbrechens wurden«, sagte Strafverteidiger Mike Rander, der junge Herr Josuah Parkers. Er hatte sich den Bericht seines Butlers gerade angehört und schüttelte in komischer Verzweiflung den Kopf. Sie befanden sich in dem großen Arbeitszimmer des Penthouse, hoch über den Dächern von Chikago. Von dem riesigen, breiten Fenster aus ging der Blick über den Michigan-See.
»Nach meinen Informationen erbeuteten die vier Gangster insgesamt 86000 Dollar, Sir, wenn ich mir diesen Hinweis gestatten darf.«
»Das ist bereits der dritte Raub in diesem Monat«, meinte Rander, ein sympathisch aussehender Mann von etwa 38 Jahren. Den erfolgreichen Anwalt sah man ihm nicht an, er glich mehr einem durchtrainierten Sportsmann, was seine Figur betraf. Vom Gesicht mit den braunen Augen und der hohen Stirn war durchaus zu vermuten, daß er Lehrer an einer Hochschule war.
»Nach meiner privaten Statistik, Sir, raubten die ›Rotnasen‹ bisher insgesamt 281000 Dollar. Und zwar in einem Zeitraum von genau sieben Wochen. Bis auf eine Ausnahme bevorzugten sie bei ihren Besuchen Bankfilialen in den Außenbezirken der Stadt.«
»Ihr Interesse kommt mir verdammt verdächtig vor, Parker«, wehrte Mike Rander ab. Er kannte schließlich die Leidenschaft seines Butlers, Verbrechen aufzuklären und Gangster zu jagen.
»Die Behörden waren bisher leider nicht in der Lage, die ›Rotnasen‹ in ihrer Arbeit zu hemmen, Sir. Ich gebe zu bedenken, daß bisher vier Personen erschossen und zwei Personen lebensgefährlich verletzt wurden. Von den Leichtverwundeten ganz zu schweigen. Das dürfte für die Brutalität und Rücksichtslosigkeit dieser vier Gangster sprechen.«
»Parker, geben Sie sich keine Mühe, ich werde nicht anbeißen«, knurrte Mike Rander, der sich jedoch bereits in die Verteidigung gedrängt fühlte.
»Ich versage es mir, Sir, von der ausgesetzten Belohnung zu sprechen«, haspelte Josuah Parker seinen Fäden hartnäckig weiter herunter. »Die einzelnen Belohnungen der geschädigten Banken, sowie der Staatsbehörde betragen insgesamt 10 000 Dollar.«
»Parker, wir sollten zur Tagesordnung übergehen«, schlug Mike Rander vor. »Ich möchte meinen Kaffee haben. Heute abend bekomme ich Besuch. Zwei meiner Klienten wollen Verträge mit mir durchsprechen.«
»Sir, Sie können sich auf mich verlassen«, antwortete Josuah Parker würdevoll. »Wenn Sie gestatten, komme ich noch einmal auf die ›Rotnasen‹ zurück.«
»Ich gestatte es nicht, Parker! Das ist mein letztes Wort. Persönlich sind wir überhaupt nicht angesprochen, wir werden uns diesmal heraushalten.«
»Sir, ich widerspreche nur sehr ungern«, entgegnete Josuah Parker, »Tatsache ist jedoch, daß ich mir bereits die Freiheit nahm, mich persönlich sehr stark zu engagieren.«
»Was soll denn das schon wieder heißen?«
»Als ich mit einer der Rotnasen zusammenstieß, Sir, hatte ich das Unglück, beim schnellen Losreißen eine Anstecknadel des betreffenden Gangsters …«
»… mitzunehmen, vornehm ausgedrückt«, unterbrach Mike Rander seinen Butler. »Sie brauchen sich gar nicht so gewunden auszudrücken. Ich kenne doch Ihre Geschicklichkeit. Wenn es sein muß, beschämen Sie einen ausgelernten Taschendieb.«
»Sir, Sie schmeicheln meinen bescheidenen Fähigkeiten«, antwortete Parker leicht verschämt. »Wenn ich Ihnen diese Anstecknadel vielleicht einmal zeigen darf?«
»Ausgeschlossen, versuchen Sie es erst gar nicht, Parker.« Mike Rander war fest entschlossen, nicht anzubeißen. »Ich will mit dieser Geschichte nichts zu tun haben. Ich werde Ihnen aber einen guten Rat geben. Werfen Sie diese Anstecknadel schleunigst in den Müllschlucker, sonst werden Sie eines Tages noch sehr viel Ärger haben. Oder noch besser, senden Sie sie anonym an die Polizei. Sie wird dafür bezahlt, die ›Rotnasen‹ zu erwischen.«
»Ich bedanke mich in aller Form für diesen Hinweis«, sagte Josuah Parker. »Allein der Name dieser Anstecknadel wird bei der Polizei eine Sensation hervorrufen.«
»Wie bitte?« erkundigte Mike Rander sich gegen seinen Willen, doch sofort danach merkte er bereits, daß er sich schon viel zu sehr interessierte. Unwillkürlich lachte er leise auf. Er war wieder einmal auf einen echten Parker-Trick hereingefallen.
»Ich sprach in aller Zurückhaltung und Bescheidenheit von der bewußten Anstecknadel, Sir.«
»Dann sagen Sie schon endlich, was auf ihr steht.«
»Wenn Sie sich vielleicht selbst vergewissern wollen, Sir?« Josuah Parker griff hinter sich und zog ein kleines silbernes Tablett von einem Anrichtetisch. Darauf lag die Nadel, ein Zeichen, daß Parker sicher gewesen war, sie seinem jungen Herrn zeigen zu können.
Mike Rander verlor seine Abwehrbereitschaft. Er hob die kleine, ovale Nadel hoch und hielt sie gegen das Licht. Die Nadel bestand aus Silber, der ovale Kopf aus Goldblech mit einem kobaltblauen Emailüberzug. Das geschwungene dunkelrote Schriftband darauf lautete: St. John’s Junior Club.
»Donnerwetter«, bemerkte der Anwalt und pfiff leise. »St. John’s Junior Club, das klingt sehr exclusiv, ist es ja schließlich auch.«
»Wenn Sie es wünschen, Sir, kann ich Ihnen mit wenigen Worten einige Tatsachen über diesen Club berichten.«
»Schön, ich kenne ihn zwar, bin aber gespannt, was Sie dazu zu sagen haben.« Rander lächelte verschmitzt.
»Dieser sogenannte ›St. John’s Club‹, Sir, ist in der Wahl seiner Mitglieder sehr vorsichtig. Nur die sogenannten Spitzen der Gesellschaft werden nach längerer Wartezeit und nach
