Hamburger Killergang: Zwei Fälle für Kommissar Jörgensen 20
Von Alfred Bekker
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Über dieses E-Book
Dieser Band enthält folgende Krimis um Kommissar Uwe Jörgensen von der Kripo Hamburg:
Kommissar Jörgensen und die Mutprobe
Die Mutprobe einer Jugendgang endet in einem Blutbad. Die Gang-Mitglieder geraten an einen Gangster-Boss, der sich sein Portemonnaie partout nicht abnehmen lassen will. Doch das ist nur der Auftakt für eine Serie von blutigen Ereignissen, die Hamburg erschüttern. Ein brutaler Kampf mächtiger Syndikate entbrennt - und die Ermittler folgen der Spur des Todes.
Kommissar Jörgensen und der gerechte Zorn
Eine Reihe von Anschlägen auf Kliniken stellt die Ermittler vor ein Rätsel. Stecken radikale Aktivisten dahinter? Als dann das Morden beginnt, müssen die Fahnder umdenken...
Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Fantasy-Romanen, Krimis und Jugendbüchern. Neben seinen großen Bucherfolgen schrieb er zahlreiche Romane für Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton Reloaded, Kommissar X, John Sinclair und Jessica Bannister. Er veröffentlichte auch unter den Namen Neal Chadwick, Henry Rohmer, Conny Walden und Janet Farell.
Alfred Bekker
Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Krimis, Fantasy-Romanen und Jugendbüchern. Seine Romane erreichten eine Gesamtauflage von über 3 Millionen Exemplaren und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Väterlicherseits stammt seine Familie aus Ostfriesland. Sein Großvater war jahrzehntelang Bürgermeister von Twixlum, die dortige Thedastraße ist nach seiner Großmutter benannt. Er selbst lernte als Zehnjähriger auf dem Großen Meer das Segeln und kehrte auch später mit der eigenen Familie immer wieder im Urlaub dorthin zurück. So lag es für ihn nahe, diese Gegend wie auch die Insel Norderney zum Schauplatz seiner Ostfrieslandkrimis zu machen.
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Buchvorschau
Hamburger Killergang - Alfred Bekker
Kommissar Jörgensen und die Mutprobe
von Alfred Bekker
1
17.00 Uhr. Rush Hour in Hamburg Der Verkehr stand mal wieder auf der Elbbrücke. Die Instandsetzungsarbeiten, die zurzeit an der Brückenkonstruktion durchgeführt wurden, sorgten immer wieder für Staus. Spezialfahrzeuge hielten am Fahrbahnrand. Engpässe waren bei hohem Verkehrsaufkommen vorprogrammiert. Luigi Scarlatti klopfte nervös auf dem Lenkrad seines Cabriolets herum. Das dunkelhaarige Girl auf dem Beifahrersitz verdrehte genervt die Augen.
»Du hättest auf mich hören und durch den Elbtunnel fahren sollen«, maulte sie. »Ich hab dir doch ...« Sie sprach nicht weiter, riss verwundert die Augen auf. Scarlatti war genauso verwirrt. Sieben junge Männer schnellten auf Roller-Skates durch die engen Gassen zwischen den stehenden Fahrzeugen. Ihr Tempo war halsbrecherisch. Sie trugen lange Western-Mäntel, Helme und Sonnenbrillen mit Spiegelgläsern, die einen Großteil des Gesichts verbargen. Der erste von ihnen stoppte, riss eine Automatik hervor und feuerte wild um sich.
2
Auch die anderen holten ihre Waffen hervor. Automatische Pistolen und eine abgesägte Shotgun. Einer der Roller-Skates-Fahrer schwenkte eine Handgranate in der Linken.
»Macht die Fenster auf - oder es gibt einen großen Knall!«, rief er.
Ein Kerl, auf dessen Helm »Wild Eagle» stand, feuerte mit seiner Automatik durch die Seitenscheibe eines BMW. Zwei Löcher waren im Glas. Die Kugeln steckten irgendwo in den Polstern. Der Fahrer saß schreckensbleich zusammengekauert hinter dem Steuer.
Der Kerl glitt auf seinen Roller-Skates heran und verpasste der durchschossenen Scheibe einen Ellbogencheck. Sie brach auseinander. Mit dem Waffenarm langte er ins Innere, hielt dem BMW-Fahrer die Mündung entgegen.
»Die Brieftasche, du Fettarsch!«
Der BMW-Fahrer griff in die Innentasche seines Tausend-Euro-Maßanzugs und reichte die Brieftasche hinüber.
Luigi Scarlatti beobachtete die Szene mit zusammengekniffenen Augen.
»Verdammte Schweinehunde!«, zischte er zwischen den Zähnen hindurch.
Das Girl auf dem Beifahrersitz seines offenen Porsche begann zu wimmern.
»Luigi! Unternimm doch was!«
»Halt die Klappe, Eva!«
Einer der Gangster schnellte mit der Waffe in der Hand auf den Sportwagen zu.
Scarlatti griff unter sein Jackett, riss eine Automatik hervor. Er feuerte sofort. Der Roller-Skates-Fahrer bekam einen Kopftreffer, taumelte zurück und schlug gegen das Heck eines Vans.
Eva riss Augen und Mund weit auf.
Das dunkelhaarige Girl schrie hysterisch.
Der Kerl mit der Handgranate zog mit den Zähnen den Auslöser ab. Scarlattis Gesicht verzog sich zur grimmigen Maske. Er schwenkte die Waffe herum und feuerte erneut. Sein Schuss erwischte den Kerl mit der Handgranate in der Brust. Sekundenbruchteile bevor der Roller-Skates-Fahrer die Handgranate in Scarlattis Richtung schleudern konnte, ließ ihn die Wucht des Geschosses zurücktaumeln. Er landete auf dem Kotflügel eines Coupés, rutschte blutüberströmt zu Boden.
Einer seiner Komplizen feuerte fast im selben Moment auf Scarlatti. Ein Ruck ging durch den Körper des Deutsch-Italieners. Die Kugel erwischte ihn in der Brust, knapp oberhalb des Herzens.
Die junge Frau auf dem Beifahrersitz schrie.
Im nächsten Moment detonierte die Handgranate.
Scheiben barsten.
Das Coupé wurde buchstäblich auseinander gerissen. Metallteile flogen durch Luft. Der Tank explodierte. Einer der Mantel-Gangster, der zu nahe am Explosionsherd gestanden hatte, wurde von den Flammen erfasst. Die Druckwelle schleuderte ihn wie eine brennende Puppe durch die Luft. Der Körper prallte gegen die Seitenfront eines Container-Trucks. Sein Schrei verstummte.
Der Roller-Skates-Fahrer mit der Shotgun stoppte den Lauf seiner Rollen, wirbelte herum. Für seinen Komplizen konnte er nichts mehr tun. Er starrte auf die lodernden Flammen, dann wandte er sich dem vollkommen unter Schock stehenden Girl auf dem Porsche-Beifahrersitz zu.
Eva saß zitternd da. Neben ihr die blutüberströmte Leiche von Luigi Scarlatti.
Der Maskierte hob die Shotgun in Höhe ihres Kopfes.
»Gib mir die Brieftasche von deinem Typ!«
Die junge Frau saß vollkommen konsterniert da. Sie starrte auf einen bestimmten Punkt in Höhe der Schulter, der ihren Blick gefangen nahm. Dort befand sich ein Aufnäher auf dem groben Stoff des Westernmantels.
»Fuck U!!« stand darauf.
Eva schluckte.
»Los, verschwinden wir!«, rief einer der anderen Maskierten.
Aber der Kerl mit der Shotgun ließ sich davon nicht beeinflussen. Er drückte die Waffe ab, riss sie im letzten Moment in die Luft, so dass das die Schrotladung ins Nichts ging. Die Blondine zuckte zusammen.
»Wird's bald?«
Zitternd griff die junge Frau dem toten Scarlatti in die Jackettinnentasche und holte die Brieftasche hervor. Der Shotgun-Schütze riss es ihr aus der Hand. Dann setzte er sich in Bewegung, glitt auf seinen Rollen zwischen den Wagen her.
Ein paar Leute, die aus ihren Wagen gestiegen waren, sprangen ihm in letzter Sekunde aus der Bahn.
3
Kriminaldirektor Bock machte ein ernstes Gesicht. Roy und ich saßen zusammen mit einer Reihe weiterer Kollegen der ‘Kriminalpolizeilichen Ermittlungsgruppe des Bundes’ im Besprechungszimmer unseres Chefs im Polizeihauptpräsidium in Hamburg. Neben mir saß der Kollege Roy Müller. Mein Name ist Kriminalhauptkommissar Uwe Jörgensen.
»Wenn wir Pech haben, dann ist der Tod von Luigi Scarlatti nur der Auftakt eines ausgewachsenen Bandenkrieges«, erklärte Herr Bock.
Scarlatti und seine Bande versuchten zurzeit mit allen Mitteln, die Vorherrschaft der Russen und Ukrainer aus Hamburg im Bereich der illegalen Müllentsorgung zu brechen. Die Gewinnspannen in diesem Zweig des organisierten Verbrechens überschritten seit Jahren schon die des Drogenhandels bei weitem. Ein unerwünschter Nebeneffekt immer höherer Umweltstandards und knapper werdender Lagerkapazitäten auf den legalen Sondermülldeponien.
Herr Bock wandte sich an Kommissar Max Warter aus dem Innendienst.
»Ich hatte Sie gebeten, für die anwesenden Kollegen ein Dossier über Herrn Scarlattis bisherigen Werdegang zusammenzustellen, Max.«
»Habe ich auch gemacht. Es wird gerade noch ausgedruckt. Im Wesentlichen lassen sich unsere bisherigen Erkenntnisse folgendermaßen zusammenfassen: Luigi Scarlatti übernahm vor drei Jahren die Geschäfte seines Vaters Tony, der außer Landes ging, bevor die Justiz gegen ihn vorgehen konnte. Jetzt sitzt Tony Scarlatti in Marokko und kann davon ausgehen, dass wahrscheinlich auch in den nächsten zwanzig Jahren nicht ausgeliefert wird.«
»Und selbst wenn«, ergänzte Herr Bock. »Scarlatti senior hat frühzeitig dafür gesorgt, die Gewinne aus seinen illegalen Geschäften ins Ausland zu transferieren. Er wäre reich genug, um in Marokko die Justiz in seinem Sinn zu bestechen.«
»Aus diesem sicheren Hafen wird ihn wohl so schnell auch niemand hervorlocken können«, war ich überzeugt.
Herr Bock hob die Augenbrauen.
»Wer weiß? Sein Sohn Luigi Scarlatti wurde jedenfalls gestern am frühen Abend auf der Elbbrücke unter sehr eigenartigen Umständen erschossen, was auch für das alte Familienoberhaupt die Lage ändern könnte. Jeder von Ihnen, der die Lokalnachrichten oder das Frühstücksfernsehen eingeschaltet hatte, wird die Bilder von der Rauchwolke gesehen haben, die Richtung Altona zog.«
Max Warter projizierte ein Bild an die Wand, das den Tatort nur wenige Minuten nach dem Anschlag zeigte. Ein Hubschrauber der Polizei hatte das Foto gemacht. Die Rauchfahne war deutlich zu sehen.
»Die Kollegen der Polizei und der Autobahnpolizei haben gestern Abend noch Dutzende von Zeugen befragt. Einige unserer Kommissare waren auch dabei. Danach ergibt sich folgendes Bild: Eine Gruppe von sieben bewaffneten Roller-Skates-Fahrern schnellte zwischen den im Stau stehenden Fahrzeugen her und begann damit, die wehrlosen Insassen auszurauben. Einer von ihnen drohte mit einer Handgranate für ein Inferno zu sorgen ...«
»Was ihm ja wohl auch gelungen ist«, sagte Stefan Czerwinski. Der Stellvertreter von Kriminaldirektor Bock nippte an seinem Kaffeebecher.
Max Warter kratzte sich am Kinn.
»Den Zeugenaussagen nach lief das Ganze nicht so, wie diese Roller-Skates-Gang es wohl geplant hatte. Ein Porschefahrer zog eine Waffe und wehrte sich. Das war Luigi Scarlatti. Er lieferte sich mit den Angreifern ein Feuergefecht. Insgesamt drei von ihnen kamen ums Leben. Dabei wurde die Handgranate ausgelöst. Die sterblichen Überreste der drei Roller-Skates-Fahrer sind beim Gerichtsmediziner und ich hoffe, dass wir möglichst bald wissen, um wen es sich handelt. Durch die Explosion sowie durch die Luft geschleuderte Metallteile kamen außerdem die nach unseren bisherigen Erkenntnissen völlig unbeteiligten Insassen eines Sportcoupés ums Leben. Einige Dutzend Personen erlitten Verletzungen.«
»Hatten die Täter es denn wirklich auf Herrn Scarlatti abgesehen oder handelte es sich vielleicht doch um einen Raubüberfall?«, hakte mein Freund und Kollege Roy Müller nach.
Max Warter zuckte die Achseln.
»Wir wissen es nicht. Nur eins steht fest: Es gibt einige Leute bei der Müllmafia in Hamburg, denen Scarlattis Tod gut in den Kram passt. Und der alte Herr Scarlatti wird jetzt Blutrache schwören.«
»Also können wir uns so oder so in nächster Zeit auf einiges gefasst machen«, schloss Herr Bock. »Luigi Scarlattis zweiter Mann hier in Hamburg ist ein gewisser Rocco Neverio. Ein ‘Ndrangheta-Gangster. Gehört zur Familie, ein Großcousin glaube ich. Wir gehen davon aus, dass er die Geschäfte weiterführt.«
»Wenn die Hypothese stimmt, dass die dahinterstecken, die wir vermuten, dann wird Neverio mit Sicherheit die Nummer Zwei auf der Todesliste sein«, stellte Stefan Czerwinski fest.
Herr Bock nickte.
»Oder die Scarlatti-Familie schlägt zurück und es erwischt einen dieser Bosse. Aber wir werden nicht zulassen, dass das passiert. Unter keinen Umständen.«
»Für mich sieht das Ganze eher aus wie eine dieser Mutproben, wie man sie von den Gangs aus St. Pauli oder Harburg kennt«, meinte ich.
Bei derartigen Mutproben mussten neu aufgenommene Mitglieder Straftaten begehen, die sie an die Gang banden. Es kam auf die Coolness des Auftritts an. Die Neuen mussten sich Respekt innerhalb der Gruppe verschaffen und zeigen, was für tolle Typen sie waren. Die Effektivität stand nicht an erster Stelle. Ihr Geld machten diese Gangs normalerweise im Drogenhandel oder anderen Zweigen des organisierten Verbrechens. Auf jeden Fall gab es einträglichere Möglichkeiten für sie, Geld einzunehmen, als das Car-Mugging im Stau der Elbbrücke.
Herr Bock nickte.
»Normalerweise würde Ihnen jeder hier im Raum sofort zustimmen, Uwe, aber in diesem Fall heißt das Opfer Luigi Scarlatti. Und an so eine Nummer würden sich die üblichen Gangs nicht im Traum herantrauen.«
»Sie meinen, dieses Theater mit den Roller-Skates, den langen Mänteln und dem Brieftaschenraub war nur vorgetäuscht?«, hakte ich nach.
»Diese Möglichkeit sollten wir nicht ausschließen«, fand Herr Bock.
»Immerhin sind Roller-Skates doch auch total out«, mischte sich Ollie ein. »Heute fährt doch jeder Inliner.«
»Die haben allerdings eine viel geringere Stabilität und lassen sich nicht so sicher stoppen«, erläuterte Max Warter. »Bei Roller-Skates sind die Rollen jeweils paarweise unter dem Schuh angebracht, bei Inlinern dagegen in einer Reihe.«
Stefan Czerwinski meldete sich zu Wort.
»Wie sind die Kerle eigentlich geflohen?«, hakte er nach. »Ich meine, vorausgesetzt, unter diesen Mänteln haben sich keine Mädels versteckt!«
Max Warter zoomte die Elbbrücke etwas näher heran. Dann markierte er mit seinem Laserpointer eine ganz bestimmte Stelle.
»Sehen Sie hier! Genau dort wartete nach Angaben mehrerer Zeugen ein Mercedes-Transporter in entgegengesetzter Fahrtrichtung. Da herrschte nämlich kein Stau! Die Roller-Skates-Gangster kletterten über die Leitplanken und verschwand im Transporter. Glücklicherweise hat sich ein Zeuge bei der Polizei gemeldet, der sich die Nummer aufgeschrieben hatte.«
»Wenigstens gibt es ab und zu noch so etwas wie Zivilcourage«, raunte Roy mir zu.
Manche Leute glauben, Zivilcourage müsse immer bedeuten, dass man den Helden spielt. Oft genug besteht sie aber zum Beispiel nur darin, dass man sich eine Nummer aufschreibt oder sich als Zeuge meldet, anstatt so zu tun, als würde einen das alles nichts angehen.
»Der Transporter wurde einen Tag zuvor genau um 12.38 Uhr als gestohlen gemeldet«, fuhr Max Warter fort. »Halter ist ein gewisser Harry Martens. Ihm gehört ein Geschäft auf St. Pauli.« Warter zeigte ein Bild von Martens, das offensichtlich aus den über das Datenverbundsystem SIS stammenden Fahndungsdateien stammte. »Martens ist wegen Versicherungsbetrugs vorbestraft, deswegen haben wir ihn in den Archiven.«
Der Kollege Oliver 'Ollie' Medina meldete sich zu Wort.
»Was hat er genau gemacht, Max?«
»Es ging um fingierte Unfälle. Das hat mit der Sache von gestern Abend nichts zu tun.«
»Aber wir wissen, dass Martens sich schon auf krumme Touren eingelassen hat«, ergänzte ich.
Max nickte.
»Diesmal ist auch etwas faul. Er wurde wegen überhöhter Geschwindigkeit auf der 75 geblitzt - eine halbe Stunde nachdem angeblich sein Wagen gestohlen worden war! Das Foto, das dabei entstand, zeigt eindeutig Martens, daran gibt es nicht den geringsten Zweifel.«
Herr Bock wandte sich an Roy und mich. »Ich möchte, dass Sie sich diesen Martens mal vornehmen. Möglicherweise hat er was mit der Sache zu tun oder kann uns zumindest wertvolle Hinweise geben.«
»In Ordnung, Herr Bock«, sagte ich.
Unser Chef wandte sich an Stefan Czerwinski.
»Nehmen Sie alle unter die Lupe, die irgendwie mit den Scarlattis zusammenhängen, Stefan. Aktivieren Sie jeden Informanten, der etwas dazu zu sagen hat!«
»Ich schätze, das Scarlatti-Syndikat gleicht im Moment einem aufgescheuchten Hühnerhaufen«, meinte der stellvertretende Chef.
Herr Bock hob die Augenbrauen.
»Aber dieser Zustand wird nicht lange anhalten, fürchte ich.«
Eines der Telefone auf dem Schreibtisch unseres Chefs klingelte. Herr Bock ging an den Apparat, nahm den Hörer ans Ohr. Eine tiefe Furche zeigte sich auf seinem Gesicht. Kurze Zeit später legte er wieder auf.
»In Hamburg-Harburg hat es eine Explosion gegeben. Die Villa von Alex Shkoliov steht in Flammen!«
Shkoliov - der Name war uns allen bekannt. Er galt als starker Mann bei den Ukrainern. Das alte grausame Mafia-Spiel ging also wieder los: Ihr tötet einen von uns, dann töten wir einen von euch ...
4
Roy und ich saßen in einem unscheinbaren silbergrauen Ford aus dem Fuhrpark der Fahrbereitschaft. Den Sportwagen, den uns das Polizeipräsidium Hamburg sonst zur Verfügung stellte, war für den Job, der vor uns lag, einfach zu auffällig.
Während unsere Kollegen mit großem Aufgebot zur Villa von Alexej Shkoliov nach Harburg fuhren, waren Roy und ich in die entgegensetzte Richtung unterwegs. Unser Ziel war ein Haus in der Wesselstraße.
Wir wollten zur Adresse von Harry Martens, dem Besitzer des Van, mit dem die Roller-Skates-Gang geflüchtet war. Auf der 433 fuhren wir nach Südwesten ein Stück an der Alster entlang. Linksseitig gab es einige Gebiete, die von Gangs und Crackdealern beherrscht wurden. Dort verfielen zumeist ganze Straßenzüge langsam. Die Polizei traute sich in diese Gegenden nur in Stärke einer 10er-Einsatzmannschaft und mit kugelsicherer Weste. Weiter nördlich hingegen hatte dieser Stadtteil ein eher bürgerliches Gesicht. Schmucke Alleen mit Einfamilienhäusern prägten das Viertel. Auch die Labore des zentralen Erkennungsdienst aller Hamburger Polizeieinheiten befanden sich in dem Stadtteil - ein Stadtteil mit zwei Gesichtern, einem schönen und einem sehr hässlichen.
Wie ein gerader, aber unsichtbarer Strich durchzog dieser die Stadt und trennte unter anderem auch Einflussgebiete verschiedener Drogengangs voneinander.
»Weißt du, was ich glaube, Roy?«, fragte ich, als wir gerade auf die B5 abbiegen mussten. »Mir ging das die ganze Zeit über nicht aus dem Kopf, als wir in Herr Bocks Büro saßen ...«
»Wovon sprichst du, Uwe?«
»Davon, dass das meiner Ansicht nach auf keinen Fall ein geplantes Attentat auf Luigi Scarlatti war.«
»Wie willst du das so sicher ausschließen?«
»Diese Roller-Skates-Gang hat angefangen, den Leuten die Brieftaschen wegzunehmen. Wahrscheinlich sind sie aus purem Zufall auf Scarlatti getroffen.«
»Und der hat geglaubt, ein Killerkommando hätte es auf ihn abgesehen. Scarlatti griff zur Waffe und das Drama nahm seinen Lauf.«
»Genau. Wenn diese Gangster geahnt hätten, dass ihnen zufällig ein Scarlatti gegenübersitzt, hätten sie um dessen Porsche einen weiten Bogen gemacht, Roy.«
»Zufällig?«, echote Roy. »Wenn das Opfer Luigi Scarlatti heißt, denkt man an alles Mögliche. Nur nicht an Zufall. Dir brauche ich ja nicht zu sagen, wie viele Feinde Scarlatti hatte. Wie Herr Bock schon sagte: Das Ausrauben der Leute kann durchaus Tarnung gewesen sein.«
»Aber dann beantworte mir mal eine Frage, Roy: Wie sollen die Mörder gewusst haben, dass Scarlatti junior sich mit seinem Porsche an einer ganz bestimmten Stelle auf der Elbbrücke befand?«
»Keine Ahnung!«
»Siehst du! Wenn es ein Attentat war, dann müssen diese Roller-Skates-Killer das aber gewusst haben.«
Roy kratzte sich nachdenklich am Kinn.
»Jemand hat einen Peilsender an Scarlattis Porsche angebracht«, fiel ihm eine Lösung ein, an die ich auch schon gedacht hatte.
»Die Kollegen des Erkennungsdienstes haben nichts dergleichen gefunden. Ich habe mir Max' Dossier daraufhin noch einmal durchgelesen.«
»Wir haben den abschließenden Untersuchungsbericht des Erkennungsdienstes noch nicht«, gab Roy zu bedenken.
Ich grinste. »Eins zu null für dich!«
»Was - so schnell gibst du dich geschlagen?«
»Nein, ich habe mich in dieser Frage nur noch nicht endgültig festgelegt, Roy.«
Ich bog von der B5 ab. Wir fuhren durch trostlose Straßenzüge. Ganze Blocks waren unbewohnt. Nur hin und wieder fanden sich Geschäfte. Immer wieder konnte man vernagelte Fenster sehen. Harry Martens Geschäft befand sich im Erdgeschoss eines dreistöckigen Hauses. Ich stellte den Ford am Straßenrand ab. Wir stiegen aus, blickten uns um. Auf der anderen Straßenseite standen ein paar junge Männer in übergroßen Cargo-Hosen und dunklen Wollmützen. Ein Ghetto-Blaster sorgte dafür, dass die Gegend mit Rap-Musik beschallt wurde. Die Kerle blickten misstrauisch zu uns herüber. Wir betraten den Laden. Harry Martens stand hinter dem Tresen und nippte an einer übergroßen Kaffeetasse mit der Aufschrift »I love You«. Ich erkannte ihn sofort von den Fotos, die wir von ihm hatten. Er war Mitte dreißig, hatte dunkel gelocktes Haar und blaue Augen.
Martens blickte auf. Ich hielt ihm meinen Ausweis entgegen.
»Ich bin Uwe Jörgensen von der Kriminalpolizei Hamburg und dies ist mein Kollege Roy Müller. Wir möchten Ihnen ein paar Fragen stellen!«
»Fragen?« Ein Muskel zuckte unruhig unterhalb seines linken Auges. »Was für Fragen?«
»Es geht um Ihren Wagen.«
»Den Van?«
»Ja«, nickte ich.
»Ich wusste gar nicht, dass sich neuerdings Kommissare um gestohlene Autos kümmern!«
»Wenn dieser Wagen wenig später bei der Ermordung einer Mafia-Größe als Fluchtfahrzeug der Täter dient - dann ja!«
Martens verschränkte die Arme vor der Brust.
»Keine Ahnung, wovon Sie reden!«
»Luigi Scarlatti - der Name sagt Ihnen gar nichts? In den Lokalnachrichten gab es kaum ein anderes Thema.«
»Mein Fernseher ist defekt!«
Roy holte eine Kopie jenes Fotos aus seiner Innentasche, das bei Martens‘ Geschwindigkeitsübertretung geschossen worden war. »Dieses Bild wurde zu einem Zeitpunkt geknipst, als Sie Ihren Wagen schon als gestohlen gemeldet hatten.«
