Erwachsen werden nach Missbrauch: Missbrauch überlebt - Borderline bleibt!
Von Katja Schwarz
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Über dieses E-Book
Katja Schwarz
Ich bin als zweite Tochter, einer ganz normalen Familie, im Ruhrgebiet, geboren. Seit meinem 17. Lebensjahr, schreibe ich Gedichte, Biografien und Bücher über Persönlichkeitsentwicklung. Mein Leben veränderte sich vor vielen Jahren zum positiven, als ich anfing, mein eigenes Leben nicht nur in Frage zu stellen, sondern auch zu ändern. Mit meinem Buch, möchte ich allen Menschen da draußen die Augen öffnen und einen Weg beschreiben, das Leben entspannter zu sehen und zu gestalten.
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Buchvorschau
Erwachsen werden nach Missbrauch - Katja Schwarz
Erwachsen werden nach Missbrauch
(Missbrauch überlebt – Borderline bleibt)
Von Katja Schwarz
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Ich war doch noch ein Kind!
Leben oder Tod?
Lass mich trotzdem leben
Gespenster der Zeit
Seht nicht das Opfer, sondern die Überlebende in mir!
Die Liebe zu meinem Sohn hat viel überstanden!
Chaos im Kopf
Ein Mann als Ersatz
Panikattacken, Alpträume
Diagnosen
Ich will nicht sterben
Der Mißbrauch
Kontrolle und Druck
Meine Kinder
Job oder Berufung?
The next one
DER EX
Beziehung ja oder nein?
ADS nun auch bei meinem großen Sohn
Einleitung
Ich war doch noch ein Kind!
Du hattest nicht das Recht, mich im Alter von 3 Jahren, so zu berühren. Wer gab dir dieses Recht, meine Schienen für das ganze Leben zu legen?
Ich war ein Kind und du warst schon ein Mann. Habt ihr gedacht, dass es besser wird, wenn gleich eine ganze Gruppe von Männern dieses kleine Mädchen missbraucht?
Mit den Jahrzehnten wurde ich ein Verdrängungskünstler und doch hat es mein Leben stets gelenkt.
Heute bin ich frei, von dem Opfer dieser Gewalt. Doch die Wut und auch die Angst, sie kommen oft in der Nacht und bleiben bis zum Tag.
Alpträume und die Gewalt rauben oft die Kraft, für den nächsten Tag. Zwei Seelen und zwei Herzen schlagen in meiner Brust. Da lebt klein Vivien und da lebt die Frau. Klein Vivien sie wurde nie erwachsen!
Ist sie das kleine Mädchen, welche ich nie haben durfte? Das Sternenkind, das im Himmel wohnt?
Als missbrauchte Frau, wird man so schwer erwachsen, die Seele bleibt ein Kind. Ein Leben lang, wusste ich nicht wo ist mein Platz.
Du bist die Wut, die ich erst seit kurzem spüren kann. Du bist die Angst, dass es mich gar nicht gibt. Das mich keiner sieht. So wie damals keiner sah, was alles geschah, in so vielen Nächten.
Die Angst vorm Sterben, die Angst vorm schlafen gehen. Immer in der Nacht, du in meinem Bett. Bis ich floh zu meiner Schwester, in ihr Bett, das meistens ein Schutz sein konnte. Nicht die Mutter war der Schutz, es war ein Menschenkind, kaum älter als ich selbst.
Ich wollte immer fliehen, vor all dem Schmerz, geflohen bin ich nur vor mir. Geflohen, vor all den Menschen, die mir nahe waren und es doch nie konnten. Weil Vertrauen, ein so schweres Gut, wenn man als Kind schon verlor das Vertrauen in die ganze Welt.
In all den Jahren, in denen ich lebte, mit der Tatsache, als Kind mehrfach missbraucht zu werden, dachte ich immer, es wird besser mit den Jahren. Dass die Gewalt und auch die Taten, verstummen, in dem Echo der Zeit. Doch nun sind meine Kinder groß und ich habe das Gefühl, dass ich jetzt erst richtig verstehe, was mein Leben so anders macht, als das Leben, der meisten Menschen um mich herum.
Nun bin ich Mitte 40, habe zwei Kinder alleine großgezogen und meinen beruflichen Platz gefunden. Was ich nicht gefunden habe, dass bist du! Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals einem Mann gegen über, wieder voll Vertrauen kann. Warum nur, geraten Menschen wie ich, immer wieder an solche Männer, die das Verhalten der Täter aus der Kindheit wiederholen? Wenn ein Mann sich die Zeit nimmt und sich die Mühe gibt, in zwei Jahren mein Vertrauen Stück für Stück aufzubauen, warum zerstört er dieses Vertrauen dann in nur einer Nacht?
Nach außen, bin ich die normale Frau, ich falle nicht auf, weil ich vielleicht Tränenränder unter meinen Augen habe, nein im Gegenteil, ich bin die, die immer lacht!
Seit einigen Jahren, gehe ich mit positiven Gedanken, durch diese Welt. Mir ist bewusst, dass ich die Macherin meiner eigenen Welt bin und das mein Leben, dass widerspiegelt, was meine Seele fühlt. Ich bin zerbrechlich, wie ein kleines Kind und trotzdem stark wie ein hundert Jahre alter Baum. Für euch ein Widerspruch? Dass kann ich verstehen, deshalb hierzu der Hintergrund. Wenn du mir zu nahekommt, zum Zeitpunkt von Flashbacks, dann werde ich innerlich zerbrechen und starr vor Angst keinen Schritt mehr gehen. Doch wenn es um Ungerechtigkeit, Lügen und betrügen geht, dann stehe ich wie ein Baum und werde für dich und all die anderen Menschen kämpfen, bis zu meinem letzten Atemzug. Ambivalent, zwischen Leben und Tod, so sind viele Tage in meinem Leben, doch sehen werdet ihr das nicht. Ihr seht, die starke Frau, die ihren Weg stets geht und niemals wankt und zweifelt. Meine Zweifel, meine Ängste und meine Unsicherheit, die wohnen tief in mir und bestimmen mein Leben still und heimlich. Die Gewissheit, dass ich mich von diesen Gewalten trennen muss, ist gefallen, doch wie legt man einen Schmerz ab, der nun schon über 40 Jahre lebt?
Leben oder Tod?
Seitdem ich denken konnte, wollte ich vor diesem Leben fliehen. Ich wollte weg, von diesem Schmerz, von der Traurigkeit, von der Hoffnungslosigkeit, woanders hin, wo Vertrauen noch möglich ist. Doch es gab keinen Ort, es gab keinen Ort, der Sicherheit mir brachte, der Vertrauen schaffte, länger als eine Nacht.
Als ich sechs Jahre alt war, erlitt ich einen Nervenzusammenbruch und sprach für zwei Jahre kaum ein Wort. Doch keinem war das Hinweis und Hilfeschrei genug, alles ging weiter, wie gehabt, Gewalt in der Nacht und Schreie am Tag.
Mit Sicherheit wollte ich sterben und dieser Realität entfliehen, auf der Suche, nach Sicherheit. Es gab zahlreiche Selbstmordversuche, Gott sei Dank und das sage ich heute, ist mir keiner gelungen. Denn nie war mein Mut stark genug, auch den letzten Schritt zu gehen. Ich zögerte und zögerte, bis ich eines Tages verstand. Ich will doch leben, ich will doch verstehen und ich will nicht aufgeben. Ich will nicht scheitern, an Dingen, die andere Menschen getan haben. Trotz all dieser Taten, will ich leben und mein Leben genießen. Auch ich habe nur dieses eine Leben und ich werde es nicht wegwerfen, für Täter, die niemals gefasst werden.
Dass ich heute noch hier sitze, das ist der starke Baum in mir, der niemals stirbt, der mir die Hoffnung und den Glauben schenkt, dass alles einen tieferen Sinn ergibt. Die Selbstmordgedanken und Versuche haben sich mit Panikattacken abgewechselt. An manchen Tagen reicht das Wort Tod oder von einer schlimmen Krankheit zu hören, dass ich voller Angst bin und ich nicht weiß, wie mir geschieht. Dann bin ich Spielball eines Films mit dem Gefühl, gleich schaltet irgendjemand diesen Film aus und mein Leben ist vorbei.
Das ist eine Angststörung, die ich lange, trotz Therapie, nicht verstanden habe. Das Gefühl nicht gesehen zu werden, so wie es in meiner Kindheit der Fall war, dieses Gefühl, hat diese Wunde in
