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Unterwegs auf der linken Straßenseite: Meine Reisen in Großbritannien und Irland
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Unterwegs auf der linken Straßenseite: Meine Reisen in Großbritannien und Irland
eBook129 Seiten53 Minuten

Unterwegs auf der linken Straßenseite: Meine Reisen in Großbritannien und Irland

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Über dieses E-Book

Auf meinen vielen Reisen hat es mich natürlich auch auf die britischen Inseln verschlagen. Dabei habe ich zwar Irland und Schottland gründlicher bereist, jedoch abgesehen von mehreren Besuchen in London von England nur wenig gesehen, bevor Corona und der BREXIT zuschlugen. Hier gibt es also noch reichlich Nachholbedarf…
SpracheDeutsch
Herausgeberneobooks
Erscheinungsdatum12. Okt. 2021
ISBN9783754172377
Unterwegs auf der linken Straßenseite: Meine Reisen in Großbritannien und Irland

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    Buchvorschau

    Unterwegs auf der linken Straßenseite - Torsten Stau

    Kurztrip nach London, 7.-9. November 2008

    Auf meinen vielen Reisen hat es mich natürlich auch auf die britischen Inseln verschlagen. Dabei habe ich zwar Irland und Schottland gründlicher bereist, jedoch abgesehen von mehreren Besuchen in London von England nur wenig gesehen, bevor Corona und der BREXIT zuschlugen. Hier gibt es also noch reichlich Nachholbedarf…

    Trotz der Erfahrungen mit Nachtfahrten zum Hafengeburtstag in Hamburg, zum Oktoberfest in München und zu diversen Fußballspielen habe ich noch einen draufgesetzt und mir tatsächlich eine Städtetour nach London ohne Flug und ohne Übernachtung gegönnt! Es wurde also über Nacht hin und zurückgefahren, was aber mit zwei Fährüberfahrten und einer Stadtrundfahrt nur schlappe 59 Euro kostete. Ursprünglich wollte ich das Ganze noch toppen, indem ich vorher zum Auswärtsspiel der TuS Koblenz bei Alemannia Aachen mitfahre, aber zur Zeit bringen TuS-Auswärtsspiele niemandem so recht Freude außer den Gegnern...

    So habe ich mich denn am Freitag um 23:15 Uhr vor der Sparda-Bank am Hauptbahnhof eingefunden und bekam einen Fensterplatz in der Nähe der Seitentür. Da es in Richtung Norden ging, war Koblenz die erste Station, und es wurden in der nächsten Stunde in allen möglichen Nachbarorten die übrigen Fahrgäste eingesammelt, bis schließlich alle 52 Plätze belegt waren. In Mülheim-Kärlich stieg eine Gruppe von 19 Leuten zu, bei denen es sich überwiegend um Polen handelte, die zu Verwandtenbesuchen unterwegs waren und entsprechend viel Gepäck dabeihatten.

    Obwohl ich wie üblich im Bus nicht wirklich schlafen konnte und die Polen noch bis gegen 2 Uhr recht aktiv waren, habe ich von der weiteren Fahrt durch Belgien und Frankreich sowie der Pause hinter Brüssel nicht allzu viel mitbekommen. Die Abfahrt der Fähre in Calais war für 7 Uhr angesetzt, doch mussten wir wegen der Einreiseformalitäten rechtzeitig dort sein. Die Briten sind zwar nicht ganz so paranoid wie die Amerikaner, aber alles, was vom Kontinent auf die Insel herüberkommen will, ist natürlich erst einmal suspekt. Für mich ist es übrigens das erste Mal, dass ich Kontinentaleuropa verlasse.

    Der Fährhafen in Calais wirkte umso beeindruckender, weil er um diese Zeit am Samstag recht leer war. Die Fährschiffe sind ebenfalls von eindrucksvoller Größe, aber das kenne ich ja schon von meiner Skandinavienreise. Zwar werden die Häfen auch von P&O und der Norfolkline bedient, doch waren wir mit Seafrance unterwegs. Es ist doch immer wieder lustig, wenn Franzosen Englisch sprechen! Deshalb habe ich sowohl an Bord als auch neulich in Paris sogar dann kein französisches Wort außer „merçi" gebraucht, wenn meine geringen Kenntnisse ausgereicht hatten und/oder die anderen auch Deutsch verstanden. Als Deutscher mit Franzosen Englisch zu sprechen, ist quasi eine doppelte Rache. Wie dem auch sei, die Überfahrt war ruhig, und die Dämmerung kam so rechtzeitig, dass wir die berühmten Kreidefelsen (White Cliffs) von Dover schon bei Tageslicht sehen und fotografieren konnten. Der Fährhafen von Dover ist noch größer und beeindruckender als sein französisches Gegenüber. Die Überfahrten dauern eigentlich etwa 75 Minuten, doch wird seit einiger Zeit wegen der hohen Treibstoffpreise langsamer gefahren, so dass derzeit etwa 90 Minuten benötigt werden.

    Da Großbritannien uns eine Stunde hinterherhinkt (damit habe ich nach Finnland mit osteuropäischer Zeit zum zweiten Mal die mitteleuropäische Zeitzone verlassen), betrat ich gegen 7:30 Ortszeit erstmals die seltsame Inselwelt. Der größte Kulturschock bestand erwartungsgemäß darin, dass die Leute dort tatsächlich auf der linken Straßenseite fahren und verkehrstechnisch alles spiegelverkehrt ist! Das ist ähnlich wie bei der im Jahr zuvor erlebten Mitternachtssonne: jeder weiß davon, man hat auch schon Fotos gesehen, aber so richtig glaubt man es erst, wenn man es mit eigenen Augen sieht. Dadurch befinden sich unsere Bustüren natürlich nun auf der falschen Seite und man muss mehr oder weniger in den Straßenverkehr hinein aussteigen, was noch dadurch erschwert wird, dass London eine sehr busfeindliche Stadt ist und man außer an der St. Paul’s Cathedral nirgendwo richtig zu Fotostopps anhalten kann.

    Nach London sind wir über Canterbury und Greenwich hineingefahren, wobei wir auch das berühmte Observatorium mit dem dort festgelegten Null-Meridian gesehen haben. In der Stadt sind wir bei leider überwiegend schlechtem Wetter fast drei Stunden lang herumgefahren und bekamen so ziemlich alles gezeigt, was man von London so kennt, wobei ich mir den Tower allerdings größer vorgestellt hatte. Leider ließ sich wegen des Wetters und des Blickwinkels nicht alles gut fotografieren, aber das wird sich bei weiteren, eventuell auch längeren Besuchen nachholen lassen. Unterwegs stiegen an verschiedenen Stellen einzelne Mitreisende aus, als Treffpunkt für die Rückfahrt wurde der Obelisk Cleopatra’s Needle am Embankment etwa gegenüber vom Riesenrad London Eye vereinbart.

    Bedingt durch die verschobenen Abfahrtzeiten der Fähren hatten wir anschließend noch etwa acht Stunden Aufenthalt, in denen wir uns selbst beschäftigen durften bzw. mussten. Das war ziemlich lange, vor allem in Anbetracht des Wetters und der schon früh einsetzenden Dunkelheit. Immerhin fand an diesem Samstag die Lord Mayor Parade statt, und abends gab es mehrere Feuerwerke anlässlich des Guy Fawkes Days, der eigentlich bereits am 5. November gewesen war. In der Innenstadt konnte man an verschiedenen Stellen die Vorbereitungen für die am Sonntag

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