Ein Traum wird wahr: Frau Dr. Marie Cornelius 1 – Familienroman
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Mit ihrem Mann Bastian, einem hochqualifizierten Lehrer, führt Marie eine harmonische Ehe, die ihr den nötigen Rückhalt für den beruflichen Alltag gibt.
Frau Dr. Marie Cornelius ist eine spannende, brillant geschilderte Arztromanserie, die in dieser Art ihresgleichen sucht.
Dr. Marie Cornelius eilte in das behaglich eingerichtete Esszimmer. Bastian, ihr Mann, sah von seiner Zeitungslektüre auf. »Da bist du ja endlich. Ich bin mit meinem Frühstück schon fast fertig.« Marie sah ihn mit einem entschuldigenden Lächeln an, seufzte tief und meinte: »Ich weiß auch nicht. Ich glaub`, ich war zu tief in Gedanken.« »Warum wundert mich das nicht? Natürlich wieder deine Patienten«, stöhnte Bastian auf. »Du bist immer früh genug. Komm, nimm dir die Zeit und frühstücke noch mit mir.« Marie beugte sich zu ihm hinunter, küsste seinen Kopf, wuschelte durch sein Haar und meinte kleinlaut: »Sieh mal, heute kommen einige Untersuchungsergebnisse, die ich mir ansehen möchte, bevor die Patienten da sind. Du weißt ja, wie ich bin. Wenn die Patienten vor mir sitzen, möchte ich ganz für sie da sein.« Dann schnappte sie sich seine Semmel, biss herzhaft hinein und meinte mit einem strahlenden Lächeln: »Außerdem schmecken mir deine geschmierten Semmeln so viel besser als meine.« Und schon war sie weg. Bastian rief ihr kopfschüttelnd hinterher: »Wenn ich dich nicht so lieben würde, würde ich mich heute noch von dir scheiden lassen.« Ihre Antwort darauf war ein herzhaftes Lachen. »Ich lieb dich auch, mein Schatz«
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Buchvorschau
Ein Traum wird wahr - Isabell von Berden
Frau Dr. Marie Cornelius
– 1 –
Ein Traum wird wahr
Marie, du bist wundervoll!
Isabell von Berden
Dr. Marie Cornelius eilte in das behaglich eingerichtete Esszimmer. Bastian, ihr Mann, sah von seiner Zeitungslektüre auf. »Da bist du ja endlich. Ich bin mit meinem Frühstück schon fast fertig.«
Marie sah ihn mit einem entschuldigenden Lächeln an, seufzte tief und meinte: »Ich weiß auch nicht. Ich glaub`, ich war zu tief in Gedanken.«
»Warum wundert mich das nicht? Natürlich wieder deine Patienten«, stöhnte Bastian auf. »Du bist immer früh genug. Komm, nimm dir die Zeit und frühstücke noch mit mir.«
Marie beugte sich zu ihm hinunter, küsste seinen Kopf, wuschelte durch sein Haar und meinte kleinlaut: »Sieh mal, heute kommen einige Untersuchungsergebnisse, die ich mir ansehen möchte, bevor die Patienten da sind. Du weißt ja, wie ich bin. Wenn die Patienten vor mir sitzen, möchte ich ganz für sie da sein.« Dann schnappte sie sich seine Semmel, biss herzhaft hinein und meinte mit einem strahlenden Lächeln: »Außerdem schmecken mir deine geschmierten Semmeln so viel besser als meine.« Und schon war sie weg.
Bastian rief ihr kopfschüttelnd hinterher: »Wenn ich dich nicht so lieben würde, würde ich mich heute noch von dir scheiden lassen.«
Ihre Antwort darauf war ein herzhaftes Lachen. »Ich lieb dich auch, mein Schatz«, rief sie, und schon fiel die Eingangstür hinter ihr zu.
Gitti, ihre Sprechstundenhilfe, war natürlich noch früher in der Praxis als Marie selbst.
»Guten Morgen, Frau Doktor. Zuerst die schlechte Nachricht. Frau Dr. Feldin wird sich heute etwas verspäten. Sie bittet darum, dass Sie die ersten Patienten von ihr mitbetreuen.« Als sie das erschrockene Gesicht der jungen Ärztin sah, erklärte sie: »Keine Sorge, in ca. zwei Stunden ist sie wieder da. Sie musste mit dem Auto zur Werkstatt, ein Reifen muss wohl gewechselt werden. Die gute Nachricht: Alle Untersuchungsergebnisse liegen schon auf Ihrem Schreibtisch«, meinte die Arzthelferin. »Ich weiß ja, wie wichtig das Ihnen ist, Frau Doktor.«
»Ach Gitti, Sie sind einfach ein Schatz. Ich wüsste gar nicht, wie ich das alles ohne Sie bewerkstelligen würde. Aber ich habe auch eine gute Nachricht für Sie. Sabine Klare, unsere gute Seele und meine treue Freundin, hat mir gestern angeboten, Ihnen heute unter die Arme zu greifen. Sie weiß ja genau, wie viel Arbeit hier immer anfällt. Sie kommt gleich in die Praxis, um Sie etwas zu unterstützen.« Sabine Klare war Krankenschwester mit Leib und Seele gewesen. Die beiden Frauen hatten sich während ihrer gemeinsamen Zeit im Krankenhaus kennengelernt und waren gute Freundinnen geworden. Dann hatte Sabine ihren Hans geheiratet und als er schwer erkrankte, den Beruf aufgegeben, um sich liebevoll um ihn zu kümmern. Für Marie war es eine Selbstverständlichkeit, ihre Freundin in dieser schweren Zeit nicht alleine zu lassen und so stand sie Sabine unterstützend und tröstend zur Seite. Als Hans starb, fühlte Sabine sich unausgelastet. Finanziell war sie durch ihren verstorbenen Mann gut abgesichert und in ihren alten Beruf wollte sie nicht mehr einsteigen. Deshalb bot Sabine Klare der engagierten Ärztin an, sie zu unterstützen. »Anne, du weißt doch, wie wichtig mir der Kontakt mit anderen Menschen ist. Und dann merke ich ja, wie eingespannt du beruflich bist. In den letzten Wochen hast du nicht einmal Zeit gehabt, einen Kaffee mit mir zusammen zu trinken.« Die Freundin lachte Marie an. »Um dich zu sehen, muss ich entweder bei euch zu Hause aushelfen oder hier in der Praxis.« Marie war ihrer Freundin sehr dankbar für dieses Angebot und nahm es gern an.
Gittis Gesicht hellte sich auf. »Das sind gute Nachrichten. Frau Klare ist zwar keine ausgebildete Sprechstundenhilfe, aber wenn sie hier ist, nimmt sie mir ganz viele Dinge ab.«
Marie nickte zustimmend. »Ich bin auch sehr froh und dankbar, dass Sabine für uns so eine großartige Unterstützung und treue Freundin ist. Gestern Abend, als Bastian und ich nach Hause kamen, stand ein köstlich duftender Auflauf im Backofen. Den hatte sie kurzerhand für uns vorbereitet. Selbst der Tisch war schon gedeckt.« Sie nahm die Patientenakten. »Ach, da fällt mir ein, Sabine bringt unseren Hund Burschi mit. Ich war heute Morgen zu sehr in Eile.« Die junge Frau lachte. »Sie hätten seinen empörten Blick sehen sollen, als ich das Haus ohne ihn verließ.«
Gitti stimmte in das Lachen ein. »Oh, diesen strafenden, empörten Blick kenne ich nur zu gut. Letztens habe ich mich doch tatsächlich erdreistet, ihm ein Stückchen trockenes Brot anzubieten. Er ist wirklich der süßeste Hund, den man sich vorstellen kann.«
Marie nickte. »Stimmt, Gitti, er ist wirklich ein kleiner Schatz, und Bastian und ich verwöhnen ihn wohl auch ziemlich. Aber wenn er uns so ansieht mit seinen kleinen dunklen Knopfaugen …«
Dann nahm sie an ihrem Schreibtisch Platz. Da waren sie, die Ergebnisse für David Jakobs. Seinetwegen hatte sie sich große Sorgen gemacht, denn es stand eine schlimme Diagnose im Raum. Dabei war der junge Mann erst vor kurzem Vater geworden.
Besorgt nahm sie den Umschlag, fuhr mit der Hand durch ihr dunkles Haar, atmete noch einmal tief durch und öffnete ihn entschlossen. Zu oft schon hatte sie schlechte Ergebnisse in der Hand gehalten. Aber das hier sah wirklich hervorragend aus. Im Blut von ihrem Patienten waren keine Tumormarker festgestellt worden. Alles sah wirklich gut aus. Die junge Ärztin merkte, wie eine schwere Last von ihren Schultern fiel. Sie lächelte. Und auch die Ergebnisse der kleinen Lena waren gut. Sie schien wieder gesund zu werden.
Frau Dr. Cornelius drückte auf den Knopf der Gegensprechanlage und rief: »Gitti, wir haben Grund zum Feiern. Das möchte ich gerne mit einem guten schwarzen Kaffee machen«.
»Gerne, Chefin, wird sofort erledigt. Übrigens ist Frau Klare mit Burschi auch schon eingetroffen. Außerdem ist Herr Jakobs schon da. Soll ich ihn schon zu Ihnen schicken?«
»Oh ja, bitten Sie ihn zu mir«, erwiderte Marie vergnügt. Der Vormittag verging wie im Flug. Wie immer war das Wartezimmer der Arztpraxis gut gefüllt. Die Leute im Ort kannten und schätzten ihre Frau Doktor sehr. Wussten sie doch genau, dass sie für jeden, für alle kleinen und großen Sorgen, immer ein offenes Ohr hatte. Gott sei Dank trudelte dann wenig später auch noch ihre Kollegin, Frau Dr. Feldin, ein. Dr. Cornelius hatte sich ihre Kollegin mit viel Bedacht ausgesucht, denn nicht jeder Kollege konnte sich so empathisch und liebevoll um kranke Menschen kümmern, wie sie das erwartete. Aber die Zusammenarbeit mit ihrer Kollegin klappte wirklich hervorragend, und inzwischen war Dr. Marie Cornelius klar, dass sie sich blind auf Frau Dr. Feldin verlassen konnte.
Um 12.30 Uhr war auch dem letzten Patienten im Wartezimmer geholfen worden. Frau Dr. Cornelius stand auf und streckte sich. Sie eilte zur Rezeption und begrüßte Sabine und natürlich Burschi, denn dazu war sie in all dem Trubel nicht gekommen. »Was hältst du davon, wenn wir einen leckeren Salat bei Giovanni essen?«, lächelte sie Sabine an. »Wir könnten zu Fuß gehen. Und Burschi würde sich sicherlich auch über den
