Gaby und Rosi I
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Buchvorschau
Gaby und Rosi I - Wolfgang Bertrand
Wolfgang Bertrand
Gaby und Rosi I
Saga
Gaby und Rosi I
Copyright © 1995, 2019 Wolfgang Bertrand
All rights reserved
ISBN: 9788711717110
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach
Absprache mit dem Verlag gestattet.
Ich hab’ schon immer zum Film wollen. Ich stell’ mir das großartig vor: die vielen Männer, die sich um einen kümmern, und alle Tage ist man woanders eingeladen. Man wird fotografiert und am nächsten Morgen sieht man dann sein Bild in der Zeitung und alle Leute schauen sich um, wenn sie einen auf der Straße sehen. Man ist berühmt und hat viel Geld und viele Verehrer.
Es ist jedenfalls alles anders als sonst. Ich komme nämlich aus einer kleinen Stadt in Niederbayern – wie die Stadt heißt, sag’ ich nicht, sonst erfahren womöglich meine Eltern und mein Meister, was ich so alles in München erlebt und getrieben habe, und das wäre nicht gerade das Beste.
Mein Meister ist der Herr Josef Dollinger – Frisiersalon für Damen und Herren, Montags geschlossen – und es geht mir dort eigentlich sehr gut. Die Männer sind nett zu mir. Früher habe ich, wenn ein Mann zum Haarschneiden gekommen ist, ihm nur das Frisiertuch umbinden und ihm hinterher die Haare vom Rock bürsten dürfen und hab’ dafür auch immer mein Zehnerl gekriegt. Aber nun darf ich schon selber Haare schneiden, und da steh’ ich dann immer ganz nah bei meinem Kunden und spür’ gleich, wenn sich was rührt bei ihm. Und je mehr sich rührt, um so größer ist dann auch das Trinkgeld, das ich bekomm’.
Ich erinner’ mich noch genau, wie es begonnen hat. Da war der dicke Huber Franz, der Gehilfe vom Fleischermeister Kriegel, und es war grad am zweiten Tag meiner selbständigen Tätigkeit, als er hereinkommt und sich die Haare schneiden lassen will. Sommer war’s und ziemlich heiß, und so wollt’ der Huber Franz sich eben eine Glatze schneiden lassen.
,Bei einer Glatze kann nicht viel passieren’, hat sich der Meister wahrscheinlich gedacht. Denn kaum hab’ ich die Schermaschine in die Hand genommen und angesetzt, sagt er zu mir: „Gaby, ich muß jetzt aufs Landratsamt gehen. Ich bin in einer halben Stund’ zurück. Schneidest dem Herrn Huber schön die Haare, aber paß auf, daß d’ ihm nicht weh tust!" Nun, ich hab’ wirklich sehr aufgepaßt, daß ich ihm nicht weh tue, und bin ganz sanft mit meiner Maschine über seinen Kopf gefahren, grad so, als würd’ ich eine Katze streicheln. Das hat den Huber Franz scheint’s ganz verrückt gemacht, denn auf einmal hör’ ich, wie er zu keuchen anfängt und seh’ im Spiegel, daß er die Augen verdreht.
„Ist Ihnen was, Herr Huber?" frag’ ich ihn ängstlich, weil ich mir denk‘, daß ihm schlecht ist – mein Gott, damals war ich ja auch erst sechzehn und hab’ von solchen Dingen überhaupt keine Ahnung gehabt.
„Ich glaub’, das ist die Hitz’!" sagt der Huber Franz und hebt das Frisiertuch, um sich damit ein wenig Luft zuzufächeln.
Rein zufällig schau’ ich auf seine Hose und seh’, wie sich dort etwas regt und aufbäumt.
„Mein Gott, rufʼ ich und werf erschrocken die Schermaschine auf den Tisch. „Sie haben ja eine Maus in der Hosentasche!
– So blöd war ich damals noch!
Der Huber Franz schaut hinunter und ruft: „Ja, wirklich! Du, Gaby, die müss’ ma unbedingt fangen! Wenn du sie erwischst, kriegst eine Mark!"
Na, das hab’ ich mir nicht zweimal sagen lassen. Mit beiden Händen hab’ ich zugelangt. Und wie ich das Ding da unten packe, geht auf einmal das Hosentürl auf und heraus springt ein Prügel, wie ich bis heute noch keinen gesehen habe: dick und groß wie ein Kinderarm und oben drauf ein dunkelroter Kopf wie ein reifer Sommerapfel. Mir ist beinahe schwarz geworden vor den Augen.
„Ja, Gaby, hat der Franz gekeucht. „Lang nur zu, damit sie dir net wieder auskommt, die Maus! Die Mark ist dir sicher!
Und so hab’ ich eben zugepackt und das Ding ganz fest gehalten, währen der Franz auf seinem Stuhl hin und hergerutscht ist.
„Ahh ..., hat er gestöhnt, „bist ein braves Mädel, Gaby, ahh – komm näher zu mir ... ohh ... so is’ gut ... pack nur zu! Fester ... ja so ...
Der Kopf auf dem Prügel war schon ganz blau.
Auf einmal spür’ ich, wie er mir mit seiner Hand zwischen die Beine fährt. Ich wollte schon einen Schritt zurücktreten, aber dann hab’ ich gemerkt, daß ich dabei seine Maus hätte loslassen müssen, und so bin ich eben stehengeblieben.
Der Huber Franz ist immer höher mit seiner Hand gefahren, bis ich gespürt hab’, wie er den Rand von meinem Höschen hebt und mit den Fingern dahinter verschwindet. Ich war ganz starr vor Schreck. Bis zu diesem Moment hat nämlich noch nie jemand seine Hand dort gehabt, denn erstens ist so etwas eine Sünde und zweitens gehört es sich nicht. „Das dürfen Sie nicht tun, Herr Huber!" hab’ ich gesagt. Aber dann auf einmal hat es mich wie ein Blitz durchzuckt – die Finger vom Franz waren nämlich plötzlich auf jener Stelle gelandet, wo es mich in der letzten Zeit so oft gejuckt hat, und er fing an, daran herumzukratzen und zu massieren, daß mir ein Schauer nach dem anderen den Rücken heruntergelaufen ist.
Ich hab’ seinen Prügel gepackt und ihn wie eine Wahnsinnige mit beiden Händen zu bearbeiten begonnen.
„Herrgott, hat er gestöhnt, „tut das gut ...! Wichs nur weiter ... ja, so ... mein Schwanz ist schon ganz steif ... ein paar Mal noch und ich muß spritzen ... ahh ... ohhh!
Daß ich da gar keine Maus in der Hand hielt, hatte ich inzwischen wohl begriffen. Aber nach einem Schwanz sah mir das Ding auch nicht gerade aus – ein Schwanz ist doch das, was eine Kuh hat oder ein Hund. Aber der Huber Franz hatte da was ganz anderes zwischen den Beinen, einen Riesenknüppel mit einem roten Kopf darauf, und der zuckte und ruckte noch dazu ...
Viel Zeit hatte ich in jenem Augenblick allerdings nicht, weiter darüber nachzudenken, denn auf einmal spürte ich, wie mir immer heißer und heißer wurde, und ich hatte auf einmal einen Genuß, geradeso wie beim Schokoladeessen, aber noch viel, viel stärker.
„Franz, Franz! schrie ich und hielt mich am Waschbecken fest. „Mir ist auf einmal so heiß!
„Nicht auslassen ... um Himmels willen nur jetzt nicht auslassen!" brüllte er und rutschte in seinem Stuhl ganz nach vorn, so daß sein Prügel gegen meine Finger stieß.
Ich erfaßte das heiße Ding und massierte es brav weiter, wie mir der Franz geheißen hatte. Dabei spürte ich, wie mir eine Flüssigkeit zwischen meinen Schenkeln herunterrann. „Ach, Herr Franz, ich glaub’, ich hab’ mich angemacht, wimmerte ich. „Nicht böse sein, aber ich hab’ mich halt nicht mehr zurückhalten können!
„Ich ... bin dir ... bin dir ja gar nicht bös ..., keuchte er, „wenn du mir ... mir weiter so brav ... die Stange wichst, bin ich dir nicht bös ...
Und auf einmal packte er mich am Arm und zog mich zu sich herunter.
„Mach’n Mund auf!" schrie er plötzlich.
Ich gehorchte, weil ich ein schlechtes Gewissen hatte, nachdem mir das passiert war. Ich reiße also den Mund auf, und da nimmt der Franz meinen Kopf und stößt mir seinen dicken roten Prügel in den Rachen, daß ich glaube, jetzt muß ich ersticken.
Wie ein Wilder fährt er dabei hin und her und schreit und stöhnt und röchelt dazu: „Ahh ... tut das gut ... halt nur still, verstehst ... ganz still ... denn ... jetzt ... kooommt’s!!"
Und mir fährt plötzlich ein dicker Strahl von einem cremigen Zeug in den Schlund und dann gleich drauf eine zweite und eine dritte Ladung, und zwar so tief, daß ich es gar nicht ausspucken kann, es fährt mir in den Rachen und gleich drauf weiter in den Magen.
Der Huber Franz liegt ganz matt in seinem Frisierstuhl und röchelt müde: „Schön war’s, Gabylein, brav hast es g’macht – wart, ich geb’ dir gleich die Mark, damit’s der Meister net sieht, wenn er früher zurückkommt!"
Und er fährt in seine Hosentasche und dabei rutscht sein Prügel, der auf einmal wieder ganz klein ist, zurück in die Hose, und es ist alles so wie vorher.
Ich bedanke mich artig für die Mark, nehme die Schermaschine und fahr’ fort, dem Huber Franz eine Glatze zu schneiden ...
Am Abend bin ich dann mit der Rosy vom Schokoladengeschäft ins Kino gegangen. Die Rosy ist ein feiner Kerl, zwei Jahre älter als ich, und wenn wir uns treffen, bringt sie mir immer ein Stück Schokolade mit, weil sie weiß, wie gerne ich die esse.
Ich erinnere mich noch sehr gut an den Film, den ich an diesem Abend mit ihr zusammen gesehen habe. Es war ein Liebesfilm, und jedesmal, wenn sich zwei auf der Leinwand geküßt haben, ist mir ein Schauer über den Rücken gelaufen.
