Seewölfe - Piraten der Weltmeere 575: Die Schiffe-Versenker
Von Burt Frederick
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Seewölfe - Piraten der Weltmeere 575 - Burt Frederick
1.
„Wie wäre es denn, sagte Casalungo schließlich, und er sprach jedes Wort gedehnt aus, „wenn wir Rocca überhaupt nichts von der Schebecke sagen?
Casalungo war ein drahtiger, mittelgroßer Mann mit einem dünnen Oberlippenbart und glattem schwarzem Haar, das wie Siegellack auf seinem Kopf klebte.
Mauro wandte sich nun doch zur Seite und starrte ihn an. „Du meinst, ihm nichts zu melden?"
„Mhm." Casalungo brummte es und nickte dazu.
„Du bist verrückt! entfuhr es Mauro. „Er knüpft uns am nächsten Baum auf, wenn er es herauskriegt. Und er kriegt es heraus, darauf kannst du Gift nehmen.
„Unsinn. Das müßte schon ein Zufall sein. Da draußen sind genug andere Schiffe unterwegs. Casalungo deutete mit einer Kopfbewegung auf die neblig-graue Weite des Golfes von Venetien hinaus. „Eins mehr oder weniger fällt doch überhaupt nicht auf. Rocca steht nicht Tag und Nacht an der Küste, und Beobachter sind auch nicht ständig im Einsatz.
„Sag mal, Michele Mauro schüttelte unwillig den Kopf und blinzelte dazu, „ist dir eigentlich klar, was wir hier reden? Totalen Quatsch!
„Wieso?" Sein Kumpan sah ihn mit offenem Mund an.
„Mann, weil es uns überhaupt nichts nutzt, wenn wir den Dreimaster nicht melden!"
„Aber es ist doch so ein schönes Schiff. Das hast du selbst gesagt."
„Richtig. Stimmt. Es wäre eine Schande, es zu versenken. Das habe ich gesagt. Aber glaubst du etwa, daß wir es uns zu zweit unter den Nagel reißen können?"
Giovanni Casalungo zog die Schultern hoch. „Ich denke auch die ganze Zeit darüber nach. Himmel, wäre das ein Glück, endlich mal wieder Planken unter den Füßen zu haben! Und dann als Freibeuter gegen fette spanische Handelsgaleonen segeln! Das wäre das richtige, sage ich dir! Mit so einem Schiff!" Er wies abermals auf die Bucht hinaus.
„Klingt phantastisch, das gebe ich zu. Mauro nickte. „Dauernd bloß an Land herumzuhängen, kann einem auf den Nerv gehen. Wir kriegen ja nichts anderes mehr zu sehen als dieses miese Po-Delta und das verdammte Fahrwasser da draußen. Stimmt, das ist auf die Dauer kein Leben für einen echten Seefahrer.
„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!" Casalungo sah auf einmal begeistert aus. Seine Augen leuchteten.
Mauro legte die Stirn in Falten und zog die Brauen zusammen. „Nein, nein, das wäre zu schön, um wahr zu sein. Und es wäre eine Nummer zu groß für uns, Giovanni. Erstens: Wo sollen wir auf die Schnelle die Leute herkriegen, um den flotten Eimer zu entern und zu übernehmen? Zweitens: Glaubst du, daß Rocca uns in Frieden ziehen lassen würde? Der würde sämtliche adriatischen Küstenpiraten auf uns hetzen und ihnen eine hohe Belohnung versprechen, damit sie ihm unsere Köpfe bringen. Drittens: Sieh dir die Burschen auf der Schebecke an. Mit denen werden wir nicht so leicht fertig."
„Du hast damit angefangen, maulte Casalungo. „Erst machst du einem den Mund wäßrig, und dann ziehst du dich in dein Schneckenhaus zurück. Was für eine lausige Art ist das? Hast du wegen Rocca die Hosen voll? Oder mehr wegen der Crew auf dem Dreimaster?
„Ich hab’ nicht die Hosen voll, knurrte Mauro. „Ich fange bloß an, die Dinge nüchtern zu sehen. Manchmal ist es ja ganz schön, herumzuspinnen. Aber es nutzt nichts. Wir können nicht aus unserer Haut heraus.
„Und du hast doch die Hosen voll", sagte Casalungo beharrlich.
Diesmal antwortete sein Kumpan nicht, und erneut verfielen beide Männer in Schweigen. Sie beobachteten die Schebecke und ihre Besatzung weiter, und ihre Gefühle wechselten dabei von geistigen Höhenflügen bis hin zum Neid auf jene Burschen in der Bucht, die mit der größten Selbstverständlichkeit über ein solches Schiff verfügten.
Überhaupt wirkten sie anders als die Crews, die man üblicherweise auf Seglern im Adriatischen Meer sah. Das waren keine vollgefressenen spanischen Pfeffersäcke, keine griechischen Hängebäuche und keine türkischen Krummbeine. Venezianische Gecken, die sich für die bestaussehenden Mannsbilder der Welt hielten, schon gar nicht.
Manche der Kerle an Bord der Schebecke sahen aus wie Mensch gewordene Kleiderschränke. Genaugenommen sahen die meisten so aus. Mittel- und Kleinwüchsige waren da nur verschwindend wenige. Dann diesen riesenhaften Schwarzen und den einen, der aussah wie ein Spanier.
Seit sie vor einer halben Stunde ihren Beobachtungspunkt am Rand der Bucht erreicht hatten, rätselten Mauro und Casalungo herum, aus welchem Land diese Schiffsbesatzung stammen mochte.
Aus dem Norden, so viel stand fest.
Was gab es da?
Deutsche? Die befuhren nicht die Weltmeere, soweit man wußte.
Holländer? Schon eher möglich.
Engländer? Auch möglich, aber schwer vorstellbar. Wie sollten sie sich an Gibraltar vorbeimogeln, wo die Spanier alles zu den Fischen schickten, was ihnen irgendwie nicht geheuer erschien?
Dänen, Schweden, Norweger? Polen, Russen oder Finnen? Ebenfalls nicht völlig von der Hand zu weisen.
In allen Fällen wären solche Leute aber wohl mit einem Schiff aufgekreuzt, das ihrer Herkunft entsprach. Während ihrer Zeit als Seeleute und später als Marinaros bei der venezianischen Kriegsflotte – bis zur unehrenhaften Entlassung – hatten Mauro und Casalungo einiges an Erfahrungen über fremdländische Seefahrer und ihre Schiffe gesammelt.
Es war ganz und gar unbegreiflich, warum diese Nordmänner auf einem Mittelmeerschiff fuhren.
Irgend etwas stimmte mit ihnen nicht, davon waren die beiden Kumpane schon nach dieser ersten halben Stunde des Beobachtens überzeugt.
Die Schebecke hatte bereits in der kleinen Bucht südlich von Chióggia geankert, als Mauro und Casalungo dort eingetroffen waren. Normalerweise war es ihre Aufgabe, von hier aus den Schiffsverkehr auf der nahen Wasserstraße zu beobachten, sich gegebenenfalls aufs Pferd zu schwingen und ihrem Anführer, Franco Rocca, geeignete Objekte zu melden.
An diesem Morgen war nichts los dort draußen, im küstennahen Fahrwasser. Am vergangenen Abend und in der Nacht hatte es einen Sturm gegeben, und die Frachtsegler hatten in Häfen und Buchten Zuflucht gesucht. Im Fall der Schebecke schien es sich geringfügig anders verhalten zu haben.
Wie Mauro und Casalungo beobachteten, waren die Crewmitglieder damit beschäftigt, in den Unterdecksräumen für Ordnung zu sorgen. Man konnte also annehmen, daß sie den Sturm abgeritten hatten.
Und dann waren sie doch gezwungen gewesen, eine Bucht anzulaufen, denn Ladung und Ausrüstung waren verrutscht. Zur Frischwasser- und Vorratsbeschaffung würden sie eine einsam gelegene Bucht wie diese, zwischen den Mündungen des Adige und des Po, nicht ausgesucht haben.
Die Schebecke war ein schlankes Schiff mit Lateinsegeln an drei Pfahlmasten. Typische Merkmale waren der weit vorragende Vorsteven-Vorbau, der stark vorgeneigte vordere Mast und die erhöhte, weit ausladende Heckgalerie für den kleineren achteren Mast.
Die Länge des Dreimasters schätzten Mauro und Casalungo auf mehr als dreißig Yards. Und die Armierung konnte sich sehen lassen. Vorn und achtern je zwei Drehbassen, an Backbord und an Steuerbord jeweils sechs Kanonen, nämlich Culverinen mit einem Geschoßgewicht von mindestens siebzehn Pfund.
Das besondere an der Schebecke war, daß es sich um ein noch ruderbares Segelschiff handelte, mit Riemenpforten zwischen den Geschützen am Schanzkleid. Merkmale der Galeere waren nicht zu übersehen, doch war die Schebecke wesentlich länger und stärker gebaut und vor allem deutlich seetüchtiger.
„Sinnlos", sagte Michele Mauro nach diesen langen Minuten des Schweigens, und Giovanni Casalungo hatte die gleichen Gedanken.
Und wenn die Schebecke noch so hervorragend war, man würde
