Seewölfe - Piraten der Weltmeere 435: Die Galeone der Komödianten
Von Burt Frederick
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Seewölfe - Piraten der Weltmeere 435 - Burt Frederick
1.
Im Bauch des Schiffes war es ruhig, so ruhig, daß jeder normale spanische Seemann vor Langeweile fast krank geworden wäre. Auf jedem Handels- oder Kriegsschiff wäre das so gewesen. Auf der „Torbellino" war das jedoch anders.
O nein, dachte Roviro Lloberas, das glaubt einem später wieder kein Mensch, was auf diesem Eimer alles passiert ist. Er kicherte leise in seinen sorgfältig gestutzten Vollbart. Aber die gekünstelte Heiterkeit vermochte seine Anspannung nicht zu dämpfen. Roviro zitterte innerlich, und er hatte die böse Ahnung, jeden Moment vor Aufregung zu platzen.
Langeweile? Himmel, die hatte es auf der „Torbellino" nun schon seit einem Jahr nicht mehr gegeben. Jeden Tag passierte etwas Neues, Unerwartetes. Und diesen 13. November 1594 würde Roviro Lloberas in seinem geheimen kleinen Tagebuch mit einem dicken Doppelstrich versehen.
Daß er überhaupt schreiben und lesen konnte, hatte er seinen Eltern zu verdanken, die ihn damals in Cadiz bei einem gestrengen Kaufherrn in die Lehre gesteckt hatten. Es war wie in einem Gefängnis gewesen, und Roviro hatte die einzige Fluchtmöglichkeit genutzt, indem er sich in die Mannschaftsliste eines Handelsfahrers eingeschrieben hatte.
Seitdem hatte er die halbe Welt gesehen und jede Menge Abenteuer erlebt. Doch die Krönung von allem würde er heute erleben, an diesem 13. November, vor der peruanischen Küste – jetzt, in wenigen Minuten.
Doch wie, um Himmels willen, sollte er diese verdammte Nervosität bekämpfen? Er schalt sich einen Narren, daß er bibberte wie ein Kind vor der Bescherung. Immerhin hatte er seine ersten Erlebnisse mit Frauen schon hinter sich. Ganz schöne Erfahrungen hatte er gesammelt, wenn auch nur in den Hurenhäusern der Hafenstädte.
Irgendwie hatten die käuflichen Damen ihn, den jungen Burschen, besonders gern gemocht. Ob es an seiner Jugend gelegen hatte, an seiner Schüchternheit oder an beidem – er hatte es bis heute nicht ergründet.
Ungeduldig trat er von einem Bein auf das andere, biß sich auf die Unterlippe und plagte sich zum wiederholten Male mit der Befürchtung, einer von den anderen Kerlen aus der Mannschaft könnte plötzlich auftauchen. Oder Señorita Juana würde ihn vielleicht nicht finden, hier, am vereinbarten Treffpunkt vor der Segellast.
Allein der Gedanke an ihren Namen brachte ihn in Verzückung.
Juana!
Die Silben waren wie Musik, wie eine zauberhafte Tonfolge, die sich dem Rhythmus ihrer graziösen Bewegungen anpaßte. Juana – das war ein sanftes Gleiten, geschmeidig und von fast katzenhafter Spannkraft. Natürlich, dieses „katzenhaft" bezog sich nur auf ihr Äußeres. In ihrem Charakter war Señorita Juana sanftmütig wie ein Reh.
Roviro hatte sie vom ersten Moment an bewundert. Ein Jahr hatte vergehen müssen, bis er endlich ihre Aufmerksamkeit auf sich lenken konnte. Aber sicherlich hatte es daran gelegen, daß er als jüngster Decksmann der „Torbellino" meist in den entlegensten Winkeln des Schiffes seinen Dienst verrichtete.
Nun aber hatte sich die glutäugige Juana mit ihm verabredet.
Mit neuem Entzücken dachte Roviro Lloberas darüber nach, was es wohl sein mochte, das ihr an ihm gefiel. Denn gefallen mußte er ihr schon, sonst wäre sie wohl kaum bereit gewesen, sich mit ihm an diesem geheimen Ort zu treffen. Bei dem augenblicklichen prächtigen Wetter war es höchst unwahrscheinlich, daß sich jemand aus nicht dienstlichem Anlaß in die Unterdecksräume verirrte.
Ohnehin war es auf der Kuhl und auf der Back viel abwechslungsreicher. Das wiederum hing mit der außergewöhnlichen „Fracht der Dreimastgaleone „Torbellino
zusammen. Don Gonzale Jimenez de Tarragona und seine Komödiantentruppe waren für ständig neue Überraschungen gut.
Capitán Gaspar Morales hatte seine liebe Last mit dem munteren Völkchen, das sich beim besten Willen nicht in den Rahmen einer strengen Bordroutine pressen ließ. Unter Schauspielern ging es eben locker zu, das wußte man aus dem alten Europa. Warum sollte es also in der Neuen Welt anders sein?
Unvermittelt hörte Roviro Lloberas das Tapsen von nackten Fußsohlen. Er erstarrte zur Reglosigkeit. Sein Herz hämmerte bis zum Hals. Die Schritte näherten sich dem Niedergang zur Segellast und durchquerten den Stauraum, der mit Requisiten der Theatergruppe angefüllt war. Auch die übrigen Stauräume waren vollgestopft mit dem verrücktesten Zeug, von großen Ölbildern, die als Kulisse dienten, bis zur nachgeschneiderten Königsrobe, vom furchterregenden Drachenkopf bis zu Engelsflügeln, die man sich auf den Rücken schnallen und damit richtige Flatterbewegungen vollführen konnte.
„Hallo, mein Herzblatt!" rief eine halblaute Stimme.
Roviros Herz tat einen jähen Hüpfer und schlug dann so heftig, daß er das Gefühl hatte, sein Brustkasten würde gesprengt. Oh, diese Stimme! Ihr Klang war für ihn wie Engelsgesang. Und mit „mein Herzblatt" konnte nur er gemeint sein. Juana hatte also derart zärtliche Empfindungen für ihn, daß sie schon ein Kosewort für ihn ersonnen hatte.
Er mußte mehrmals krampfhaft schlucken, bis er überhaupt eine Antwort hervorbringen konnte.
„Hier, sagte er leise, und es hörte sich an wie ein Krächzen. „Hier bin ich. Vor dem Niedergang. Juana, bist du es?
„Wer denn sonst? Sie kicherte. Mit raschelnden Röcken schob sie sich näher heran. „Hast du gedacht, ich schicke dir eine Stellvertreterin? Etwa Doña Mariana, den alten Drachen? Oder Micaela mit ihrem dicken Bauch?
Juana brach in Gelächter aus, als sie rücklings den Niedergang hinunterstieg.
„Nicht so laut! rief Roviro mit erstickter Stimme. „Um Himmels willen, wenn uns einer …
Er konnte nicht weitersprechen. Juanas Unterröcke wippten beim Hinuntersteigen auf und ab. Ob er wollte oder nicht, er mußte ihre Beine ansehen – schlank, straff und nahezu unverhüllt.
Dann, als sie neben ihm stand und den Leinenrock glattstrich, konnte er wieder einigermaßen frei atmen. Ihre dunklen Augen blitzten amüsiert. Ihr schwarzes Haar war ein wenig zerzaust. Der Südwestwind mußte darin gespielt haben. Roviro zuckte zusammen, als sie mit Daumen und Zeigefinger nach seinem Bart griff, kicherte und daran zupfte.
„Du kleiner Heimlichtuer, du! Hier an Bord weiß doch sowieso jeder Bescheid."
„Über uns?" entgegnete er erschrocken.
Sie tätschelte ihm die Wange, und ihre Miene wirkte einen Moment fast mitleidig.
„Aber mein Herzblatt! Was soll denn mit uns sein? Jeder weiß, wer es mit wem treibt, das ist alles. Nur Doña Mariana, die Arme, ist sich nie ganz sicher, mit wem es Don Gonzale nicht treibt." Abermals begann Juana lauthals zu lachen.
Roviro spürte, wie ihm die Röte ins Gesicht stieg.
„Du meinst, flüsterte er, „die ganze Mannschaft weiß, daß wir beide uns hier unten treffen?
„Unsinn, entgegnete sie kopfschüttelnd. „Die meisten interessiert so etwas gar nicht. Und wenn es wirklich einer weiß – na und? Dafür kriegst du das nächste Mal mit, wenn dein Kumpel José mit Carmencita in die Koje kriecht. Beinahe auf den Tag genau ein Jahr ist jetzt vergangen, seit Don Gonzale die ‚Torbellino‘ in Panama gechartert hat. Wir haben die gesamte Westküste des Kontinents abgeklappert, bis hinunter nach Val… Val… – wie heißt das doch gleich?
„Valparaiso", sagte Roviro heiser.
„Richtig. Valparaiso. Und jetzt sind wir schon wieder auf der Rückreise. Willst du allen Ernstes behaupten, du hättest in der ganzen Zeit kein einziges Mal …"
„Kein einziges Mal was?" Er starrte sie mit großen Augen an und spürte einen Hauch von Enttäuschung in sich aufsteigen. Es mußte an Juanas Redeweise liegen, die so wenig von einem sanften Reh hatte. Aber vielleicht bildete er sich das auch nur ein. Sicher war
