Seine Wekt brach zusammen: Der neue Landdoktor 59 – Arztroman
Von Tessa Hofreiter
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Über dieses E-Book
Die Serie zeichnet sich gegenüber dem Vorgänger durch ein völlig neues Konzept aus. Es wird noch größerer Wert auf Romantik, Spannung und sich weiterdichtende, zum Leben erwachende Romanfiguren, Charaktere und Typen gelegt.
Eines darf verraten werden: Betörend schöne Frauen machen dem attraktiven Landdoktor schon bald den Hof. Und eine wirkliche Romanze beginnt...
Die Sonne stand schon tief im Westen, als Hanna in Bergmoosbach aus dem Zug stieg. Bis zu dem Ferienhaus, das die Gemeinde ihr für ihren Aufenthalt zur Verfügung stellte, würde sie eine halbe Stunde zu Fuß unterwegs sein. Wenn sie noch vor Einbruch der Dunkelheit dort ankommen wollte, musste sie zügig gehen.
Ein bisschen unwirklich, beinahe wie in einem Spielzeugland, dachte sie, als sie ganz allein über den Bahnsteig lief, weil außer ihr niemand aus dem Zug gestiegen war. Der Bahnhof mit dem weißen Empfangsgebäude, dessen rote Ziegel in der Abendsonne glänzten, war auf einer Anhöhe erbaut. Sie blieb einen Moment stehen und schaute auf das Dorf hinunter, in dem sie die nächsten Tage verbringen würde. Das Tal mit seinen hügligen Wiesen lag am Fuße der Allgäuer Alpen. Ein Bach brauste aus den Bergen herunter, rauschte in seinem geschwungenen Bett durch das Dorf, vorbei an dem imposanten Rathaus mit seinem hochaufragenden Turm, auf dem ein vergoldeter Wetterhahn thronte.
Welch ein Idyll, dachte Hanna und betrachtete den See mit seinem türkisfarbenen Wasser, auf dem noch einige Ruderboote unterwegs waren. Sie beglückwünschte sich noch einmal dazu, dass sie sich gleich um diesen Auftrag bemüht hatte, den die Gemeinde Bergmoosbach ihrem Büro vor Kurzem erteilt hatte. Ein ruhiges abgeschiedenes Dorf in den Bergen war genau der Ort, an dem sie jetzt sein wollte. Hier würde es ihr hoffentlich gelingen, wieder zu sich selbst zu finden. Sie wollte die letzten beiden Monate einfach nur noch vergessen.
Niedliches Auto, dachte sie, als ein pinkfarbener Kleinwagen die Straße heraufkam
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Rezensionen für Seine Wekt brach zusammen
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Buchvorschau
Seine Wekt brach zusammen - Tessa Hofreiter
Der neue Landdoktor
– 59 –
Seine Wekt brach zusammen
Er fühlte sich von Hanna böse hintergangen
Tessa Hofreiter
Die Sonne stand schon tief im Westen, als Hanna in Bergmoosbach aus dem Zug stieg. Bis zu dem Ferienhaus, das die Gemeinde ihr für ihren Aufenthalt zur Verfügung stellte, würde sie eine halbe Stunde zu Fuß unterwegs sein. Wenn sie noch vor Einbruch der Dunkelheit dort ankommen wollte, musste sie zügig gehen.
Ein bisschen unwirklich, beinahe wie in einem Spielzeugland, dachte sie, als sie ganz allein über den Bahnsteig lief, weil außer ihr niemand aus dem Zug gestiegen war. Der Bahnhof mit dem weißen Empfangsgebäude, dessen rote Ziegel in der Abendsonne glänzten, war auf einer Anhöhe erbaut. Sie blieb einen Moment stehen und schaute auf das Dorf hinunter, in dem sie die nächsten Tage verbringen würde. Das Tal mit seinen hügligen Wiesen lag am Fuße der Allgäuer Alpen. Ein Bach brauste aus den Bergen herunter, rauschte in seinem geschwungenen Bett durch das Dorf, vorbei an dem imposanten Rathaus mit seinem hochaufragenden Turm, auf dem ein vergoldeter Wetterhahn thronte.
Welch ein Idyll, dachte Hanna und betrachtete den See mit seinem türkisfarbenen Wasser, auf dem noch einige Ruderboote unterwegs waren. Sie beglückwünschte sich noch einmal dazu, dass sie sich gleich um diesen Auftrag bemüht hatte, den die Gemeinde Bergmoosbach ihrem Büro vor Kurzem erteilt hatte. Ein ruhiges abgeschiedenes Dorf in den Bergen war genau der Ort, an dem sie jetzt sein wollte. Hier würde es ihr hoffentlich gelingen, wieder zu sich selbst zu finden. Sie wollte die letzten beiden Monate einfach nur noch vergessen.
Niedliches Auto, dachte sie, als ein pinkfarbener Kleinwagen die Straße heraufkam und auf dem Haltestreifen vor dem Bahnhof anhielt. Die junge Frau, die aus dem Auto stieg, trug ein himbeerfarbenes Leinenkleid und weiße Segeltuchschuhe. Ihr dunkles Haar reichte ihr beinahe bis zur Taille, und sie hatte wunderschöne grüne Augen, wie Hanna sehen konnte, als die Frau sie direkt anschaute und lächelte.
»Werden Sie abgeholt?«, fragte sie, während sie eine Karte in den Briefkasten vor dem Bahnhof einwarf.
»Nein, ich habe mich auf einen Fußweg eingerichtet«, antwortete Hanna.
»Wohin müssen Sie denn?«
»Zur Ferienhaussiedlung.«
»Das ist ein ordentlicher Fußmarsch, und in einer Viertelstunde wird es dunkel. Wie kommen Sie denn an den Schlüssel? Das Tourismusbüro hat um diese Zeit bereits geschlossen.«
»Herr Talhuber hat mir einen Schlüssel geschickt.«
»Sind Sie die Kartographin aus München, die von der Gemeinde beauftragt wurde, den Grenzverlauf zwischen Bergmoosbach und Mainingberg neu zu vermessen?«
»Offensichtlich ist Bergmoosbach auf meine Ankunft vorbereitet«, entgegnete Hanna überrascht.
»O ja, das sind wir. Schließlich geht es um eine äußerst wichtige Angelegenheit. Ich fahre jetzt wieder ins Dorf, wenn Sie möchten, nehme ich Sie mit.«
»Vielen Dank, das nehme ich gern an, zumal ich mich hier noch nicht auskenne.«
»Also dann, kommen Sie. Anna Bergmann«, stellte sich die freundliche junge Frau vor.
»Hanna Wieland«, antwortete Hanna und reichte Anna die Hand. »Bürgermeister Talhuber hat mir erzählt, dass der Grenzverlauf eigentlich nur wegen eines Hügels neu bestimmt werden soll«, sagte sie, als Anna ihr die Beifahrertür ihres Autos aufhielt.
»Dieser Hügel ist der höchste im Tal, und bislang hegte auch niemand Zweifel daran, dass er zu Bergmoosbach gehört. Nach dem Artikel allerdings, den das Bergmoosbacher Tagblatt vor einigen Monaten veröffentlichte und in dem es hieß, dass Napoleon einmal auf diesem Hügel gestanden haben soll, wurde der Hügel binnen kürzester Zeit zu einem touristischen Höhepunkt.«
»Den die Nachbargemeinde Mainingberg nun auch gern für sich beanspruchen möchte, verstehe.«
»Als Mainingberger ist das durchaus nachvollziehbar. Sie haben in dieser Hinsicht nicht viel zu bieten. Die Burgruine, der See, der Wasserfall, eine interessante Höhle, alles liegt auf Bergmoosbacher Gebiet.«
»Hoffentlich verärgere ich die Bergmoosbacher nicht mit dem Ergebnis meiner Vermessung.«
»Sie wollen diese Messung, dann werden sie sich wohl mit dem Ergebnis abfinden müssen.«
»Herr Talhuber hat mir erzählt, dass Mainingberg ein eigenes Vermessungsbüro beauftragt hat.«
»Der junge Mann, der diese Aufgabe übernommen hat, ist wohl bereits gestern eingetroffen.«
»Wen auch immer sie beauftragt haben, er muss sich an denselben Vorgaben orientieren wie ich. Das heißt, wir müssten beide zum selben Ergebnis kommen.«
»Wenn es so ausgeht, dann ist der Fall endgültig geklärt, und der Verdacht, eine der beiden Gemeinden könnte das Ergebnis zu ihren Gunsten geschönt haben, steht erst gar nicht im Raum.«
»Klarheit in einen strittigen Fall zu bringen, ist immer das Beste«, sagte Hanna und schaute aus dem Fenster, um sich mit der Gegend vertraut zu machen.
Nachdem sie den von Akazien gesäumten Weg hinuntergefahren waren, bog Anna auf die Hauptstraße des Dorfes ein. Helle Fassaden, gepflegte Eingänge und bunt bepflanzte Blumenkästen vor den Fenstern. Bergmoosbach war auch aus der Nähe betrachtet ein beschauliches Idyll. Sie waren gerade auf der Höhe des Marktplatzes mit seinem historischen Kopfsteinpflaster und den mit Lüftlmalereien geschmückten Häusern, als Annas Telefon läutete, das in der Halterung am Armaturenbrett steckte.
Nach einem kurzen Blick auf das Display hielt sie am Straßenrand an und nahm das Telefon aus der Halterung. »Hallo, Frau Schmidt, was kann ich für Sie tun?«, meldete sie sich. »Nein, darüber müssen Sie sich keine Sorgen machen. Im Gegenteil, das sind die ersten Bewegungen Ihres Kindes. Wir haben doch morgen ohnehin einen Ultraschalltermin angesetzt, dann sehen wir uns das Kleine genau an. Aber ja, wenn etwas ist, können Sie jederzeit anrufen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend«, beendete sie das Gespräch und steckte das Telefon in die Halterung zurück.
»Sie gehören zu den tapferen Ärztinnen, die sich für ein Leben auf dem Land entschieden haben? Ich meine, kaum Freizeit und weite Wege.«
»Ich gehöre zu den tapferen Hebammen«, entgegnete Anna lächelnd. »Aber ehrlich gesagt, war meine Entscheidung, aus der Stadt hierher aufs Land zu ziehen, eine der besten, die ich je getroffen habe. Auch wenn man hier mehr gefordert ist, ist das Leben trotzdem entspannter.«
»Sie sprachen eben von einer Ultraschalluntersuchung. Dürfen Hebammen auf dem Land diese Untersuchungen allein durchführen? Ich meine, auch wenn ich davon überzeugt bin, dass sie durchaus in der Lage dazu sind, aber ich dachte bisher, dass ein Arzt dabei sein muss.«
»Das Ultraschallgerät steht auch nicht in meiner Praxis, sondern in der Bergmoosbacher Landarztpraxis. Doktor Seefeld und ich führen die Untersuchungen gemeinsam durch. Das hat den Vorteil, dass wir mögliche Unklarheiten gleich diskutieren können.«
»Das klingt nach einer vorteilhaften Verbindung.«
»Richtig, sie ist für alle Beteiligten von Vorteil«, stimmte Anna ihr zu. »Wir sind da«, sagte sie, als sie in die Straße einbog, die durch die Ferienhaussiedlung führte.
Die neu erbauten Bungalows lagen am Rande eines Birkenhains, der zum Bergmoosbacher Forst mit seinen gepflegten Wanderwegen gehörte. Die Sonne stand schon tief am Horizont, als Anna vor dem Bungalow mit der Nr. 7 anhielt, den die Gemeinde für Hanna reserviert hatte.
Während sich der Himmel noch in schillernden rotvioletten Farben zeigte, schalteten sich die Straßenlaternen ein, die mit ihrem orangefarbenen Licht auch die Hauseingänge der Bungalows beleuchteten.
»Falls Sie unser Freizeitangebot interessiert«, sagte Anna und drückte Hanna einen der neuen Flyer des Tourismusbüros in die Hand, der in der Ablage in der Fahrertür steckte.
»Danke, ich werde ihn mir gern ansehen. Vielen Dank auch fürs Herbringen. Darf ich Sie noch auf einen Tee einladen?«, fragte Hanna. »Ich würde mich wirklich freuen«, fügte sie hinzu, als Anna zögerte.
»Eine halbe Stunde hätte ich noch Zeit«, entgegnete Anna, nachdem sie auf die Uhr geschaut hatte.
»Das klingt gut.« Hanna war die junge Hebamme vom ersten Moment an sympathisch, und sie freute sich darauf, noch ein bisschen länger mit ihr plaudern zu können.
