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Im Zeichen des Lotus: 11 - Familienbande
Im Zeichen des Lotus: 11 - Familienbande
Im Zeichen des Lotus: 11 - Familienbande
eBook111 Seiten1 StundeIm Zeichen des Lotus

Im Zeichen des Lotus: 11 - Familienbande

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Über dieses E-Book

Season 2 Episode 5
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Drei Jahrhunderte lang wünschte sich Titus seine Schwester an seine Seite, doch als er sie wieder sieht, ist er am Ende seiner Kräfte und scheint den Verstand zu verlieren, denn sie ist tot.
Dennoch, er muss nach vorne gehen und gleichzeitig in die Vergangenheit blicken.
Welchen Plan verfolgt Cort, als er Penelope in Nizza alleine lässt? Was wird sie tun, nach Tagen mit dem Nim zusammen, wird sie fliehen oder dem Drang nachgeben, der sie seit Rom fest im Griff hat?
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum18. Jan. 2018
ISBN9783744896092
Im Zeichen des Lotus: 11 - Familienbande
Autor

Valerie Loe

Seit ich als Kind das Schreiben und Lesen gelernt habe, faszinieren mich Geschichten aller Art. Ich wusste mit dem ersten Satz, den ich je selbst las, dass ich das auch wollte. Geschichten und Welten erfinden, Menschen dorthin zu entführen und sie für eine Weile aus der Realität zu locken, um mit meinen Figuren Abenteuer zu erleben. Im letzten Jahr wurden Kurzgeschichten von mir veröffentlicht und gaben mir die Chance, zu lernen und zu wachsen. Und nun bin ich glücklich und stolz, meine Urban-Fantasy-Serie in die Welt zu entlassen und bin gespannt, was die LeserInnen davon halten werden.

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    Buchvorschau

    Im Zeichen des Lotus - Valerie Loe

    Im Zeichen des Lotus

    Im Zeichen des Lotus

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    Impressum

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    Schnell, mit kräftigen Schwimmzügen glitt Penelope durch das Wasser. Sie tauchte unter und öffnete die Augen. Das Salz störte sie nicht, leicht verschwommen, doch deutlich genug, betrachtete sie einen Fisch, der gerade an ihr vorbei zischte. Seine Schuppen glitzerten silbrig im Schein der Sonne, deren Strahlen durch die Wasseroberfläche stießen und sich ihren Weg nach unten kämpften, nicht willens, diesen Ort der Dunkelheit zu überlassen. 

    Mit einem weiteren Schwimmzug stieß Nell nach oben. Die Oberfläche wölbte sich über ihrem Kopf, drückte sie nach unten, wollte sie nicht frei geben, bis sie schließlich brach. Nach Luft schnappend legte die junge Frau den Kopf nach hinten in den Nacken, bis das Wasser erneut ihre Ohren füllte. Alle Geräusche drangen nur gedämpft zu ihr, rauschend, ein wenig wie ein Echo. Sie spannte die Muskeln an, bis sie wie ein Brett im Meer lag. Die Arme rechts und links von ihr im Wasser schwebend, ihr Haar eine nasse Wolke um ihr Gesicht. Ihr Körper wippte mit den Wellen, doch ging nicht unter. Mit einem müden Lächeln blickte Penelope hinauf in den Himmel. Sie starrte in die Sonne, bis ihre Augen brannten und selbst als sie diese endlich schloss, glühte das orange Licht weiter auf ihren Lidern. 

    Es war ein schöner Tag. Perfekt eigentlich. Ein leichter Wind flüsterte über das Meer und trug den salzigen Geruch in die Stadt. Wölkchen in strahlendem Weiß zogen vereinzelt durch das Blau, wirkten wie aus einem Kinderbuch heraus geschnitten. Penelope sah einen Hasen und einen Drachen, dazu ein Auto und einen Vogel in den Wolken. Am liebsten hätte sie eine Hand ausgestreckt und in den Himmel gegriffen, denn sie mussten weich sein, wie Marshmallows. Schon seit Stunden summte sie ein Lied, der Name fiel ihr nicht ein, doch sie kannte es gut. In ihren Ohren hörte sie ein Klavier, das diese Melodie spielte, immer wieder und ganz sanft. Die dunklen Töne vibrierten in ihrem Magen, während die hohen in ihrer Nase kitzelten. Dazu kam dieses leise Lächeln, das nicht weg gehen wollte. Manchmal, wenn Nell versuchte, ihre Situation zu überdenken, da wackelte es und wurde schief, wurde zu einer Grimasse, bevor es doch ihre Lippen erneut eroberte. Was sollte sie noch nachdenken, sagte eine Stimme in ihr. Warum sich sorgen und quälen? Was geschah, war Vergangenheit und nicht mehr zu ändern. Vorbei. Abgehakt. Was jetzt passierte, musste sie annehmen und das Beste daraus machen. Das wollte sie versuchen, seit Cort ihr die Frage gestellt hatte, was sie nun über die Nim dachte. Penelope wusste einige Dinge nach wie vor nicht, doch ihre Erinnerungen konnte sie nicht mehr leugnen. Da gab es noch den Hall der anderen Seite, der falschen Erinnerungen, wie sie diese mittlerweile nannte, die ihr sagten, dass sie auf keinen Fall zu den Nim gehörte, dass sie nur litt und keine Freude empfand - nie. Aber die anderen - die richtigen Erinnerungen - sprachen lauter und überzeugender. Ihr Begleiter hatte eine Vermutung geäußert, nämlich dass sie einen Schock erlitt, als sie von Zuhause davon lief und darum verdrehte Erinnerungen besäße, vielleicht war es aber auch ein gemeines Spiel von den Solani - dem Feind. Es klang logisch, immerhin hatten sie Nell gejagt und weh getan. 

    Und Oz? Ein Trick, das sagte Cort, das sagte auch die knisternde Stimme, die Stimme von Beryll - ihres Vaters. Daher lächelte Penelope, weil das Leben langsam klarer wurde und die falschen Erinnerungen verblassten. Sie spürte Beryll stärker in ihrem Geist, er gab ihr Kraft und führte sie, wenn sie zögerte. So wie seine Macht sie beschützte, wann immer sie kämpfen musste. Das Feuer gehörte ihm und das Feuer schützte sie. Das Männchen mit den Karteikarten schwieg, er hatte sich nicht mehr zu Wort gemeldet, vielleicht war er auch verbrannt, wie viele andere Dinge in ihr wohl auch. Die innere, nörgelnde Stimme schwieg ebenfalls. Sie hatte sie sowieso stets falsch geleitet, sagte Cort, sagte ihr Vater - also fand Nell das nun auch. Es passierte einfach. Sie hatte sich sehr lange gegen sie gewehrt und nicht zugehört, doch je mehr sie den Erzählungen ihres Begleiters lauschte, desto besser konnte sie sich erinnern. So konnte sie auch ihre Taten akzeptieren. Dass sie die Silver ausgelöscht hatte, war nun nicht mehr so schlimm. Sie hatte es tun müssen, Titus hätte ihr weh getan und sie getötet! Der Tod der Mischwesen hätte vermieden werden können, doch ihr Vater hatte nicht mehr gewusst, wie er sie erreichen sollte. Er hatte sie zwingen müssen, hatte ihr weh tun müssen, denn sie hätte nicht gehört, sie war zu weit entfernt - nicht mehr, nie wieder! Ethan war ein Verlust, den sie hinzunehmen hatte. Doch am Ende war es besser so, denn ein einfacher Mensch durfte ein Wesen, wie sie eines war, nicht binden. Immerhin pulsierte in ihr Macht. Immerhin war sie die Tochter eines Gottes. 

    Als Nell die Augen schloss, sah sie den mittlerweile vertrauten, roten Punkt. Cort lag zuvor am Strand, doch jetzt musste er stehen, denn der Punkt bewegte sich. Und dahinter, wie ein Leuchten am Horizont, der dunkelrote Schein, von dem Penelope ausging, dass es sich um Beryll handelte. 

    Langsam, mit kräftigen Schwimmzügen, näherte sie sich dem Strand. Wenn Cort von seiner Liege aufgestanden war, musste er ihr etwas mitzuteilen haben. Der Tag war noch jung, dennoch tummelten sich schon einige Menschen in der Stadt, aber niemand ging ins Wasser. Es war viel zu kalt, zumindest für Menschen, aber nicht für Penelope. So konnte sie den Strand und das Wasser für sich alleine haben. Niemand stand in ihrem Weg, niemand störte ihre Ruhe und keiner trübte ihre Laune. Sie näherte sich dem Strand und sah schon, wie manche Menschen von der Balustrade aus zu ihr hinunter blickten, scheinbar geschockt, dass im Winter jemand schwimmen ging - obwohl der Winter bald an ihnen vorüber ziehen würde, an manchen Tagen glaubte Nell bereits, den Frühling riechen zu können. Es wäre passend, denn Frühling bedeutete einen Neuanfang und sie konnte ebenfalls einen solchen gut gebrauchen. 

    Sie stellte sich auf ihre Beine, kaum war sie nah genug am Ufer. Der nasse, weiche Sand wurde von den Wellen bewegt, er grub sich zwischen ihre Zehen. Die kleinen Körner waren trotzdem weich und seidig, sogen ihre Füße aber tiefer in den Sand, wollten Penelope festhalten, aber sie ließ sich nicht mehr festhalten. Ohne zu zögern schritt sie voran. Das Haar klebte ihr im Gesicht, mit beiden Händen schob sie es nach hinten, nasse, schwere Strähnen, die ihre Schultern rahmten. Feine Perlen aus salzigem Wasser glänzten auf ihrer nackten Haut und setzten dann, bei der ersten Bewegung, ihren Weg nach unten fort, feuchte Spuren ziehend. Ihre kornblumenblauen Augen wirkten dunkler als üblich, obwohl sich auch in ihnen die Sonne wiederfand, nur konnte sie hier nicht in die Tiefe dringen und die Dunkelheit vertreiben. 

    „Der Badeanzug steht dir gut, lobte ihr Begleiter, kaum trat sie aus dem Wasser. Er zwinkerte ihr zu. „Und du siehst aus, als hätten wir tiefsten Winter, antwortete Penelope mit einer Grimasse. Tatsächlich trug der Nim lange Hosen, einen Pullover und darüber sogar noch einen Mantel, dazu einen Schal und Handschuhe aus feinem Leder. Was das Kälteempfinden anging, unterschieden sich die zwei

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