FILM-KONZEPTE
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Über diese Serie
Titel in dieser Serie (8)
- FILM-KONZEPTE 38 - Dominik Graf
38
Das umfangreiche Werk des Rekord-Grimme-Preisträgers Dominik Graf ist so vielseitig wie kein anderes eines deutschen Filmemachers. Für Graf scheint es, was Sujet, Gattung oder Genre anbelangt, Kompetenzgrenzen schlicht nicht zu geben. Einerlei ob als Regisseur von Essayfilmen ("Das Wispern im Berg der Dinge"), Stadtporträts ("München - Geheimnisse einer Stadt") oder Melodramen ("Kalter Frühling"), von Kostümfilmen ("Die geliebten Schwestern") oder Polizeithrillern ("Im Angesicht des Verbrechens") - stets weiß der zumal fürs Fernsehen tätige Graf zu überzeugen. Und doch offenbart sich seine Könner- und Meisterschaft als "auteur" vor allem dann, wenn er sich der von ihm selbst ausdrücklich als "heilsam" bezeichneten Wirkung des Genrefilms und seiner Gesetze aussetzt, wenn er also die durch die Arbeit mit der existierenden Form entstehende Reibung nutzt, um aus und in dem schon unzählige Male Gesehenen das noch nicht Gesehene hervortreten zu lassen.
- FILM-KONZEPTE 39 - Satyajit Ray
39
Auf Augenhöhe mit den großen Filmemachern des 20. Jahrhunderts gehört der bengalische Regisseur, Erzähler, Illustrator, Musiker und Filmkomponist Satyajit Ray zu den Ausnahmeerscheinungen des internationalen Kinos. Inspiriert durch den europäischen Autorenfilm, vor allem den italienischen Neorealismus, schrieben Rays Meisterwerke Filmgeschichte und erhielten zahllose Auszeichnungen auf der ganzen Welt. Dabei blieb der weltreisende Regisseur zeitlebens in Indien verwurzelt - sein filmisches Oeuvre bewegt sich zwischen den Extremen der anonymen Großstadt und den idyllischen, aber auch prekären Lebensverhältnissen in den Dörfern des Subkontinents. Komplexe Künstlerexistenzen interessierten ihn ebenso wie die ärmsten Menschen in ihrem Kampf ums Überleben. Der vorliegende Band greift aus dem umfangreichen Werk des Autorenfilmers exemplarische Themen und Werke heraus, in denen Satyajit Rays hohe Kunst des gesellschaftskritischen Kinos zur Geltung kommt.
- FILM-KONZEPTE 40 - Milena Canonero
40
Die Entwürfe der Kostümbildnerin und vierfachen Oscar-Preisträgerin Milena Canonero verbinden historische Recherche und freie Imagination, subtile Figurenzeichnung und schrille Exzentrik. Der Band versammelt Beiträge zu Milena Canoneros Entwürfen für Stanley Kubrick ("A clockwork Orange", "Barry Lyndon", "The shining"), Wes Anderson ("The life aquatic with Steve Zissou, The darjeeling limited", "The Grand Budapest Hotel") und Sofia Coppola ("Marie Antoinette"), deren modegeschichtliche und kunsthistorische Inspirationsquellen aufgezeigt werden. Er betrachtet den Einfluss ihrer Filmkostüme auf die Moden des Safari-Looks ("Out of Africa") und der Gothic-Kultur ("The hunger") und wirft Seitenblicke auf ihre Arbeiten für die Opernbühne ("Die Fledermaus", "Arabella", "Tosca"). In Verbindung mit zahlreichen Bildern und Dokumenten werden so die Kostüme von Milena Canonero erstmals in einer umfassenden Darstellung gewürdigt.
- Film-Konzepte 41: Pedro Costa
41
Eine Frau am Morgen und am Abend, wie sie Drogen nimmt und von Hustenanfällen geschüttelt wird. Junge Männer, wie sie in einem Abrisshaus ihr Zusammenleben improvisieren. Ein älterer kapverdischer Einwanderer, dessen Hände vor Krankheit zittern und der sich im Kampf mit seinen Erinnerungen befindet. Für die Arbeiten Pedro Costas hat es Jacques Rancière einmal so auf den Punkt gebracht: Jeder Film baue eine Spannung auf "zwischen der Kulisse eines miserablen Lebens" und "den in ihr verborgenen ästhetischen Möglichkeiten". Dabei gehört Pedro Costa inzwischen zu den wichtigsten Regisseuren der Gegenwart - und das nicht nur in Portugal. Das Heft spürt seinem außergewöhnlichen audiovisuellen Schaffen nach und wirft Schlaglichter auf einzelne Filme sowie das Gesamtwerk Costas bis heute. Um seine einzigartigen Methoden des Filme machens noch zugänglicher zu machen, wurde ein Text Pedro Costas erstmals in das Deutsche übersetzt und rundet so das Heft ab.
- Film-Konzepte 44: Leni Riefenstahl
44
Um Leni Riefenstahls filmisches und fotografisches Werk ranken sich bis heute zahlreiche Auseinandersetzungen, die von klaren Antinomien gekennzeichnet sind. So werden einerseits die ästhetische Formgebung und die wegweisende Bildgestaltung gepriesen, andererseits die romantische Verkitschung der Spielfilme und vor allem die ideologische Tendenz ihrer Dokumentarfilme kritisiert. Der Band nähert sich innerhalb dieses Spannungsfelds zwischen Form und Inhalt dem Schaffen Riefenstahls aus verschiedenen Perspektiven, inklusive der Frage nach seinen Auswirkungen auf die aktuelle Populärkultur. Hinzu kommen Aspekte, die bislang unterbelichtet geblieben sind, etwa im Hinblick auf die musikalische Untermalung der Filme, auf die tänzerische und erotische Ausstrahlung der Schauspielerin Riefenstahl, auf die unfreiwillige Komik der Dokumentarfilme oder auch auf die Ästhetik ihrer Unterwasserfotografie aus dem Blickwinkel des Tauchers.
- Film-Konzepte 42: Caroline Link
42
Das vorliegende Heft widmet sich mit der Oscar-Preisträgerin Caroline Link einer Regisseurin, deren in quantitativer Hinsicht nach wie vor vergleichsweise überschaubares Werk als einer der wichtigsten Beiträge des deutschsprachigen Gegenwartskinos wird gelten können. Durchweg weist es Link als eine ausgesprochen souverän in der Tradition des classical cinema operierende Filmschaffende aus, die Filme realisiert, welche mit ihrer für die Regisseurin typischen behutsamen Zugänglichkeit den Präferenzen eines größeren Publikums, zugleich aber auch jenen Anforderungen entsprechen, die an ein künstlerisch ambitioniertes Autorenkino, ein Kino mit wiedererkennbarer Handschrift, gestellt werden.
- FILM-KONZEPTE 43 - Francois Ozon
43
In einer großen Tradition französischer Autorenfilmer steht François Ozon heute als einer der wenigen, deren Namen auch einem größeren Kinopublikum hierzulande noch bekannt ist. Dies ist vor allem deshalb erstaunlich, weil Ozon in den letzten 20 Jahren sehr unterschiedliche Filme gemacht hat, sein Name also kaum zur "Marke" taugt, die einem Publikum im Voraus verspricht, was zu erwarten ist. "Ein Film von François Ozon", das bezeichnet ein Frühwerk von aufsehenerregenden Kurzfilmen, von bunten Publikumserfolgen wie "8 Frauen" oder "Swimming Pool", aber auch psychologischen Dramen wie "Unter dem Sand" oder "Jung und Schön". Dieser noch junge und sehr produktive Autor verweist dabei immer wieder auf die große Filmgeschichte seines Landes, ohne dass seine Filme je eine Ehrfurcht vor ihr zu lähmen scheint.
- Film-Konzepte 45: Stanley Kwan
45
Stanley Kwan gehört mit Wong Kar-Wai zu den wichtigsten Vertretern der sogenannten Second Wave im Hongkong-Kino, einer Strömung, die sich im Zuge der Übergabe der Kronkolonie an die Volksrepublik China filmisch mit dem Übergang beschäftigte. Die prekären Verhältnisse in den 1990er Jahren verarbeitet Kwan sowohl in historischen Filmen als auch in bewegenden Melodramen. Da Kwans Eltern nach Hongkong emigriert waren, spielen Exil und Heimat in seinen Filmen eine große Rolle. Kwans Debütfilm NU REN XIN (WOMEN, 1985) machte ihn in Hongkong berühmt, mit YANZHI KOU (ROUGE, 1988) gelang ihm drei Jahre später der internationale Durchbruch. Kwan bekannte sich in seinem Dokumentarfilm über die chinesische Filmgeschichte zu seiner Homosexualität und gewann mit YUE KUAI LE, YUE DUO LUO (HOLD YOU TIGHT, 1998) den Teddy-Award auf der Berlinale.
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