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Ein Puma zu Besuch: Die neue Praxis Dr. Norden 62 – Arztserie
Ein Puma zu Besuch: Die neue Praxis Dr. Norden 62 – Arztserie
Ein Puma zu Besuch: Die neue Praxis Dr. Norden 62 – Arztserie
eBook111 Seiten1 StundeDie neue Praxis Dr. Norden

Ein Puma zu Besuch: Die neue Praxis Dr. Norden 62 – Arztserie

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Über dieses E-Book

Die neue Praxis Dr. Norden - So war es nicht geplant, doch Dr. Danny Norden betrachtet es als Chance. Äußere Umstände zwingen ihn zu einem Neustart. Und diesen nimmt Danny tatkräftig in Angriff, auch, wenn er mit Abschied, Trennung, Wehmut verbunden ist. Dr. Danny Norden praktiziert jetzt in seiner neuen, modernen, bestens ausgestatteten Praxis. Mit Kompetenz, Feingefühl und Empathie geht er auf seine Patienten zu und schafft ein Klima, das die Genesung fördert: eben Dr. Danny Norden, wie er leibt und lebt, und er wird immer besser!

»Was ist denn da los?«, fragte Lydia irritiert. »Was meinst du?«, wollte Sophia wissen, die neben ihr hinter dem Tresen in der Empfangsdiele der Praxis Norden stand. »Ich meine, warum laufen sie alle zum Fenster?«, sagte Lydia, die in das Wartezimmer mit den gelben Sesseln und den dekorativen Grünpflanzen schaute, das nur durch eine Glasscheibe von der Diele getrennt war. »Keine Ahnung, ich kann ja mal nachfragen«, schlug Sophia vor. Die Nachmittagssprechstunde in der Praxis hatte gerade erst begonnen. Bisher waren nur fünf Patienten im Wartezimmer. Ein blonder junger Mann um die zwanzig, in dunkler Stoffhose und hellem Pullover, und drei ältere Frauen, zwei Mittfünfzigerin, beide ein wenig füllig, die eine in einem rosa Hosenanzug, die andere in einem hellblauen Kleid mit Sonnenblumenmuster, und eine Frau von 70 Jahren im grünen Dirndl. »Was gibt es da draußen zu sehen?«, fragte Sophia, als sie die Glastür zum Wartezimmer aufzog. »Der Oskar hat gerade im Internet gelesen, dass es einen Ausbruch gab«, erklärte ihr Gusti Meier, die Frau im grünen Dirndl, und deutete auf den jungen Mann, der sein Telefon in der Hand hielt. »Wer ist denn ausgebrochen?«, fragte Sophia. »Ein Puma ist aus einem Zirkus entkommen«, erklärte ihr Marlene Ludgenbauer, die Frau im rosa Hosenanzug, die die Stoffabteilung im Kaufhaus in der Fußgängerzone leitete. »Aus welchem Zirkus?«
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum21. Jan. 2025
ISBN9783690490528
Ein Puma zu Besuch: Die neue Praxis Dr. Norden 62 – Arztserie

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    Buchvorschau

    Ein Puma zu Besuch - Carmen von Lindenau

    Die neue Praxis Dr. Norden

    – 62 –

    Ein Puma zu Besuch

    Im Garten der Familie Norden herrscht helle Aufregung

    Carmen von Lindenau

    »Was ist denn da los?«, fragte Lydia irritiert.

    »Was meinst du?«, wollte Sophia wissen, die neben ihr hinter dem Tresen in der Empfangsdiele der Praxis Norden stand.

    »Ich meine, warum laufen sie alle zum Fenster?«, sagte Lydia, die in das Wartezimmer mit den gelben Sesseln und den dekorativen Grünpflanzen schaute, das nur durch eine Glasscheibe von der Diele getrennt war.

    »Keine Ahnung, ich kann ja mal nachfragen«, schlug Sophia vor.

    Die Nachmittagssprechstunde in der Praxis hatte gerade erst begonnen. Bisher waren nur fünf Patienten im Wartezimmer. Ein blonder junger Mann um die zwanzig, in dunkler Stoffhose und hellem Pullover, und drei ältere Frauen, zwei Mittfünfzigerin, beide ein wenig füllig, die eine in einem rosa Hosenanzug, die andere in einem hellblauen Kleid mit Sonnenblumenmuster, und eine Frau von 70 Jahren im grünen Dirndl.

    »Was gibt es da draußen zu sehen?«, fragte Sophia, als sie die Glastür zum Wartezimmer aufzog.

    »Der Oskar hat gerade im Internet gelesen, dass es einen Ausbruch gab«, erklärte ihr Gusti Meier, die Frau im grünen Dirndl, und deutete auf den jungen Mann, der sein Telefon in der Hand hielt.

    »Wer ist denn ausgebrochen?«, fragte Sophia.

    »Ein Puma ist aus einem Zirkus entkommen«, erklärte ihr Marlene Ludgenbauer, die Frau im rosa Hosenanzug, die die Stoffabteilung im Kaufhaus in der Fußgängerzone leitete.

    »Aus welchem Zirkus?«, wollte Sophia wissen.

    »Aus einem dieser kleinen umherziehenden. Der, um den es geht, gastiert zurzeit in Unterföhring.«

    »Das sind etwa 20 km von uns. Denken Sie, das Tier marschiert durch die ganze Stadt, um dann hier bei uns aufzutauchen?«, wunderte sich Sophia.

    »Der Puma ist vermutlich mit dieser Art von Freiheit überfordert und dementsprechend verängstigt. Er hat keine Ahnung, wo er ist und wo er hin soll. Letztendlich kann er überall auftauchen. Ein Puma kann bis zu 70 km in der Stunde laufen, zwar nicht für lange Zeit, aber falls er auf seinem Weg durch die Stadt ein oder zwei Zwischenspurts einlegt, könnte er durchaus auch hier bei uns auftauchen«, klärte Lydia, die zum Wartezimmer gekommen war, die anderen auf. »So etwas lernen wir bei der Feuerwehr, für alle Fälle, falls es Raubtieralarm in der Stadt gibt«, sagte sie, als die anderen sie überrascht anschauten.

    »Das heißt, das Raubtier kann jederzeit irgendwo in der Stadt auftauchen und Menschen anfallen«, stellte die Frau im grünen Dirndl fest.

    »Pumas meiden den Kontakt mit Menschen, Frau Meier, zumindest in freier Wildbahn. Dieser Puma ist Menschen gewohnt, da könnte er sich allerdings anders verhalten.«

    »Er könnte also doch plötzlich vor uns stehen«, entgegnete Gusti Meier.

    »Ja, wäre schon möglich«, stimmte Lydia ihr zu. »Weiß jemand, seit wann das Tier unterwegs ist?«, wollte sie wissen.

    »Seit etwa zwei Stunden«, sagte Oskar, der sich, genau wie die drei Frauen, wieder auf einen der Sessel setzte.

    »Ich werde mich erkundigen, ob er inzwischen wieder eingefangen wurde.«

    »Ja, mach das«, pflichtete Sophia Lydia bei. »Ich werde Daniel über diesen Ausbruch informieren. Falls seine Familie noch nichts davon gehört hat, kann er sie vor der möglichen Gefahr warnen«, sagte sie und lief zum Sprechzimmer, während Lydia zurück zum Empfangstresen ging. Sie wartete, bis Daniel die junge Frau, die wegen einer Erkältung gerade bei ihm war, verabschiedet hatte, und betrat erst danach den hellen Raum mit den modernen weißen Möbeln und der schönen alten Standuhr in ihrem roten Ahornholzgehäuse.

    »Was ist los, du siehst besorgt aus?«, stellte Daniel fest, als er sich wieder hinter seinen Schreibtisch setzte und Sophia vor ihm stehen blieb.

    »Hast du schon von dem entlaufenen Puma gehört?«, fragte sie ihn.

    »Nein, bisher noch nicht. Wo ist das passiert?«

    »Hier bei uns in der Stadt«, sagte Sophia und erzählte Daniel, was sie gerade erfahren hatte.

    »Danke, für den Hinweis. Ich sage Ophelia Bescheid, dass sie erst einmal im Haus bleiben. Sie kümmert sich heute um die Zwillinge.«

    »Richtig, Olivia ist ja heute bei ihren Patienten im Seniorenheim. Soll ich sie anrufen und ihr von dem Puma erzählen? Auch wenn es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass er ausgerechnet bei uns auftaucht, schadet es ja nichts, sich ein wenig umzusehen, wenn man nach draußen geht.«

    »Ja, bitte, mach das.«

    »Gut, dann informierst du Ophelia und ich Olivia«, sagte Sophia und verließ das Sprechzimmer.

    *

    Für Ophelia waren diese Nachmittage mit ihren Geschwistern keine Verpflichtung, sie war gern mit den beiden zusammen und ließ sich von ihnen in ihre eigene Kindheit zurückversetzen. Wie immer bei schönem Wetter waren sie in den Garten gegangen. Alle drei saßen im Sandkasten und bauten eine Sandburg. Ophelia hatte einen der bunten Eimerchen der Zwillinge mit Wasser gefüllt, damit sie den Sand ein wenig befeuchten konnten. Ortrud, die rot getigerte Katze, lag auf einem Ast der Rotbuche, deren belaubte Äste den Sandkasten beschatteten.

    »Gosse Bug baue«, sagte Vincent, als Ophelia einen der bunten Eimer, die im Sandkasten standen, mit Sand füllte, den Sand fest zusammendrückte und den Eimer dann, wie schon einige Male zuvor, umstülpte. So war inzwischen eine doppelstöckige Rundburg entstanden.

    »Ja, große Bug baue, Ophelia«, bat Oda.

    »In Ordnung, Leute, dann helft mir ein bisschen«, sagte Ophelia.

    »Eimer fülle?«, fragte Oda und sah Ophelia mit ihren hellen blauen Augen an.

    »Richtig, Süße, ihr könnt ein paar Eimer mit Sand füllen«, entgegnete Ophelia lächelnd und betrachtete das kleine Mädchen mit den roten Löckchen mit einem liebevollen Blick.

    »Ophelia, hier, ganz volle Eimer«, erklärte Vincent, der wie seine Schwester eine rote Latzhose und einen grünen Pullover trug.

    »Super gemacht, den können wir gleich verbauen. Wartet kurz«, sagte sie, als in diesem Moment ihr Telefon läutete, das auf der Holzbank lag, die vor dem Blumenbeet neben dem Sandkasten stand. Sie wollte gerade aufstehen, als sie ein merkwürdiges Knurren hörte. Erschrocken drehte sie sich um.

    Nein, bitte nicht, dachte sie und hielt in der Bewegung inne. Einen Moment lang wagte sie nicht einmal mehr zu atmen. »Was willst du denn hier?«, flüsterte sie und starrte auf die Raubkatze mit dem hellen Fell, die unter der Rotbuche stand und sie mit ihren gelbgrünen Augen ansah.

    Ihr war sofort klar, dass das Tier ein Puma war, der sich in ihren Garten verirrt hatte. Erst vor Kurzem hatten sie im Biologieunterricht über den Florida-Puma gesprochen, der zu den gefährdeten Tierarten gehörte. Sie hatte gelernt, dass Pumas eher scheue Tiere waren, die näher mit einer Hauskatze verwandt waren als mit einem Löwen. So wie das Tier gerade vor ihnen stand, war es aber schon allein durch die Größe eher ein Löwe als eine Hauskatze. Die Zwillinge, die inzwischen aufgestanden waren und sich dem Puma zugewandt hatten, ahnten nicht, in welcher Gefahr sie sich befanden.

    »Gosse Katze, streicheln«, sagte Oda und wollte an Ophelia vorbeilaufen, die noch immer im Sandkasten saß, weil

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