Über dieses E-Book
Und dann wird Charles Vance immer mehr in die Alptraumwelt hineingezogen. Realität und Illusion sind nicht mehr zu unterscheiden. Und wenn er das Mädchen dort retten will, muss er zum Kämpfer für das Gute werden und Zaator, den bösen Dämon der Unterwelt bezwingen. Doch sein Gegner scheint unüberwindbar . . .
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Rezensionen für Die Hexe aus dem Moor
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Buchvorschau
Die Hexe aus dem Moor - Terence Brown
Titel/Impressum
Die Hexe aus dem Moor
Terence Brown
Impressum
Copyright: Novo-Books im vss-verlag
Jahr: 2024
Lektorat/ Korrektorat: Franz Groß
Covergestaltung: Hermann Schladt
Verlagsportal: www.novobooks.de
Gedruckt in Deutschland
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
Das Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig
Prolog
Raunen und Wispern erfüllten die rauchgeschwängerte Luft. In der großen Höhle flackerten über zwei Dutzend Fackeln, die bizarre Schatten zauberten.
Atonale Musik schien direkt aus den rauen Felswänden zu kommen. Die schrillen Töne steigerten sich immer mehr, schwangen sich zu schwindelnden Höhen empor, wo sie sich bald verloren.
Zwölf Männer, alle in schwarzen, bis auf den staubigen Boden reichenden Umhängen, standen im Halbkreis um einen massiven Altar, von dem ein geheimnisvolles Leuchten auszugehen schien.
Sie hatten sich an den Händen gefasst. Aus den weit geöffneten Mündern klang ein monotoner Gesang.
Die Männer mussten uralt sein. Ihre Gesichter wirkten wie eingetrocknet. Gelbliche Pergamenthaut spannte sich über die vorstehenden Wangenknochen. Kaum einer hatte noch Zähne im Mund.
Nur in den Augen der Vermummten glosten tanzende Lichter. Der monotone Gesang steigerte sich. Die blutbefleckte Altarplatte schien noch mehr zu glühen.
Rauchschwaden krochen wie Leichentücher aus den Wänden der Höhle, fächerten sich und trieben zu den zwölf Greisen hinüber, begannen diese zu umhüllen.
Plötzlich roch es nach Moder und Verderbnis.
Schwere Schritte klangen auf. Aus einer dunklen Ecke des Raumes löste sich eine große Gestalt. Sie war in einen purpurroten Mantel gekleidet, der ebenfalls bis auf den Boden reichte.
Eine schwarze Kapuze bedeckte den Kopf. Aus den Schlitzen funkelten glühende Augen hervor.
Der Rotgekleidete trat dicht an den Altar. Gebieterisch hob er beide Arme, streckte die Hände vor.
Der monotone Gesang der zwölf alten Männer verstummte schlagartig. Eine fast unnatürliche Stille trat ein.
Der Neuankömmling blickte sich im Kreise um. Dann nickte er zufrieden.
Der Mann im purpurroten Mantel wandte sich nun dem Altar zu, verneigte sich beinahe bis zum Boden und blieb einige Sekunden in dieser Stellung.
Das Wispern und Raunen verstärkte sich. Erneut wallten weiße Nebelschleier aus den Wänden, die sich jedoch nach wenigen Metern blutrot färbten.
Im Hintergrund der Höhle öffnete sich quietschend und rasselnd eine Tür. Es hörte sich an, als wäre sie seit vielen Hunderten von Jahren nicht mehr geöffnet worden.
Zwei ebenfalls vermummte Gestalten traten ein. Zwischen sich führten sie eine widerstrebende junge Frau. Die zuckenden Flammen der Fackel huschten über den nackten Körper, der sich wie unter Krämpfen wand. In den Augen des jungen Mädchens funkelte das Grauen. Ihr Mund war weit aufgerissen - wie zu einem unhörbaren Schrei.
Die beiden Schergen schleppten sie zum Altar, banden sie auf dem Opfertisch fest. Dann traten sie zurück und verneigten sich vor dem Mann in Purpur, der grüßend beide Hände hob.
Jetzt trat er dicht vor das Mädchen, dessen bebender Körper von Stahlfesseln auf dem Altar festgehalten wurde. Die zwölf anderen Männer traten näher, bildeten einen Halbkreis um die Opferstätte.
Wieder roch es nach Moder und Schwefel.
Der monotone Gesang brandete erneut auf, wurde von den rauen Höhlenwänden dumpf zurückgeworfen. Die zwölf alten Männer fassten sich an den Händen.
Der Rotgekleidete mit der schwarzen Gesichtsmaske wandte sich seinen Gefährten des Grauens zu.
»Die Stunde des Triumphes ist gekommen«, klang es dumpf auf. »Wir sind am Ziel. Mit diesem Opfer wird unser Pakt mit dem Bösen besiegelt sein. Reichtum und Macht werden uns sicher sein.«
Die Vermummten nickten zustimmend. Erneut nahmen sie den schauerlichen Gesang wieder auf.
Die Fackeln flackerten stärker. Die Nebelschleier aus den Felswänden trieben träge durch den großen Höhlenraum. Der Gestank wurde zusehends penetranter.
Jetzt wogten die blutroten Schleier noch heftiger, wurden dann wie von einem Vakuum zu einem bestimmten Ort gerissen, wo sie sich komprimierten. Eine grässliche Gestalt mit einer Dämonenfratze schälte sich aus den Nebelschleiern hervor.
Langsam glitt sie auf den Altar zu, schwebte nun über dem hilflosen Opfer. Ehrfurchtsvoll verneigten sich die dreizehn Männer.
Eine Stimme gellte auf, die von dem unheimlichen Wesen kommen musste, das vor ihnen schwebte.
»Unser Pakt wird nun besiegelt. Er wird für alle Zeiten Gültigkeit haben und auch auf alle Nachkommen übergehen. Er wird erst ungültig werden, wenn ihr den Vertrag von mir zurückbekommen habt. Die Bedingungen sind euch bekannt.«
Die dreizehn Männer verneigten sich.
Das Unheil nahm seinen Lauf . . .
1
Charles Vance schreckte hoch. Gesicht und Körper waren schweißüberströmt. Mit zitternden Fingern tastete er zu der kleinen Lampe auf seinem Nachttisch.
Das sanfte Licht beruhigte seine aufgepeitschten Nerven. Er warf einen Blick auf die Armbanduhr.
»Vier Uhr«, murmelte er leise. »Immer zur selben Zeit habe ich diesen schrecklichen Alptraum. Und er dauert nun schon seit fünf Tagen an. Genau so lange, wie ich mich in diesem Hause aufhalte.«
Charles Vance fuhr sich über das männlich wirkende Kinn. Seine blauen Augen blickten noch leicht verstört. Mit mechanischer Geste schob er sich eine Strähne seines dunkelblonden Haares aus der Stirn.
Er nahm ein Glas Wasser von dem kleinen Tisch und trank hastig einige Schlucke. Der Schlafanzug klebte ihm am Körper, als er aus dem Bett sprang und mit nervösen Schritten zum Fenster lief.
Die bleiche Scheibe des Mondes stand am nächtlichen Himmel. Kalt und klar funkelten die Sterne. Der Wind bauschte die Gardinen auf, als Charles Vance das Fenster öffnete.
Von irgendwoher kam der klagende Ruf eines Käuzchens. Sturmwind rauschte in den Bäumen und Büschen, die das große Haus umgaben. Einige hundert Meter weiter begann schon die Moorlandschaft, die das einsame Haus umgab.
Vance schloss das Fenster, zog einen frischen Schlafanzug an und schenkte sich einen Whisky ein. Der hochprozentige Alkohol beruhigte etwas seine Nerven.
Der hagere Mann ließ sich auf die Bettkante nieder und stützte den Kopf in die Hände.
Seit fünf Tagen befand er sich in der schottischen Einöde, hatte gehofft, seinen Roman hier beenden zu können. Doch schon in der ersten Nacht hatte er diesen furchtbaren Alptraum erlebt, der sich nun ständig wiederholte.
Tabletten und Schlafmittel, sogar Alkohol, hatten nichts genützt. Immer wieder erlebte er das furchtbare Geschehen in der großen Höhle, sah die vermummten Gestalten und den zuckenden Körper des jungen Mädchens, das zum Altar geschleppt wurde.
Charles Vance erhob sich. Nervös lief er in dem geräumigen Schlafzimmer auf und ab.
»Vielleicht bin ich im Begriff, überzuschnappen«, murmelte er leise. »Das gibt es doch einfach nicht. Ich bin schließlich ein durch und durch nüchterner Mensch. Möchte nur wissen, was dieser gräuliche Spuk zu bedeuten hat?«
Der hagere Mann, der ungefähr fünfunddreißig Jahre alt war, schenkte sich nochmals einen Schluck des goldbraunen Whiskys ein. Dann stellte er das leere Glas zur Seite, löschte die Nachttischlampe und kroch wieder unter die Decke.
Charles hatte die Arme im Nacken verschränkt und starrte zur Zimmerdecke empor. Ein paar bleiche Strahlen des Mondlichts sickerten zum Fenster herein und zeichneten bizarre Figuren auf die Einrichtungsgegenstände.
Mit Schaudern dachte Vance daran, dass er das Haus für vier Wochen gemietet hatte. Und bis zur nächsten Ortschaft waren es ungefähr dreißig Meilen durch die unwegsame Moorlandschaft.
»Ich werde schon morgen eine Fliege machen«, sagte Charles Vance leise. »Keine zehn Pferde halten mich mehr. Hier scheint es zu spuken.«
Kalte Schauer liefen ihm über den Körper. Seine Haut prickelte, als würden tausende von Ameisen über seinen Körper laufen. Sein Herz schlug jäh schneller.
Charles Vance hatte das Gefühl, als versuchte eine eiskalte Hand, ihm das Herz aus der Brust zu reißen. Sein Atem ging keuchend. Eine dicke Ader pulsierte auf der Stirn. Die Augen traten ihm fast aus den Höhlen.
Sekunden vergingen, dann konnte Charles Vance wieder normal atmen. Er schloss die Augen, doch er erblickte nur sofort wieder die große Höhle mit den Vermummten vor sich. Er glaubte das vor Entsetzen verzogene Gesicht des jungen Mädchens greifbar nahe zu sehen.
Vances Oberkörper ruckte hoch.
Irgendwo im Haus knackte es. Draußen schrie erneut das Käuzchen.
Charles Vance zitterte am ganzen Körper. Seine Hand tastete zur Whiskyflasche, die er dann an die Lippen setzte, um einen großen Schluck zu nehmen.
Langsam wich das Grauen von ihm.
Morgen würde er das Haus verlassen. Sein Entschluss stand fest.
*
Die Sonne blinzelte durch die schnell jagenden Wolken, die am Morgen den Himmel bedeckten. Tautropfen blinkten wie Diamanten auf den Blättern der Bäume
