Über dieses E-Book
Hansons Frau Susan und der bekannte Psychiater Dr. Reginald Richmond versuchen, diese Geheimnisse zu ergründen, während Walter Hanson immer mehr in den Wahnsinn abdriftet.
Dann schlagen die unheimlichen Mächte, die hinter dem Geschehen stehen zu, und Walter Hanson wird in die dämonische Welt des Bildes gezogen. Kann er den dort entbrennenden Kampf mit den Dämonen bestehen?
Ein Mystery-Roman der Spitzenklasse.
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Rezensionen für Lockruf der Dämonen
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Buchvorschau
Lockruf der Dämonen - Terence Brown
Titel
Lockruf der Dämonen
Terence Brown
Impressum
Copyright: Novo-Books im vss-verlag
Jahr: 2023
Lektorat/ Korrektorat: Franz Groß
Covergestaltung: Hermann Schladt
Verlagsportal: ww.novobooks.de
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
Das Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verfassers unzulässig
1
Bleiches Mondlicht traf das kleine Haus auf der Bergkuppe. Einzelne Bäume und Büsche bogen sich unter dem Anprall des Windes, der eisig über das Land stürmte.
Aus dem Tal krochen wabernde Nebelmassen.
Wenn sie den Gipfel erreichten, packte sie der Wind, riss sie auseinander und verwehte sie spurlos.
Das Haus war verwahrlost. Schmutz und Unrat häuften sich an seinen Wänden. Einzelne Bretter hingen schief im Gebälk.
Hinter einem Fenster ohne Scheiben flackerte eine Kerze. Eine schattenhafte Gestalt schob sich davor. Sie trat an den Fensterrahmen heran.
Ein blasses Mädchengesicht wurde sichtbar. Über hervortretenden Backenknochen funkelten übergroße Augen. Langes rotes Haar fiel formlos auf schmale Schultern.
Das Mädchen trug ein weißes Kleid. Der hauchdünne Stoff ließ die betörenden Formen des Körpers erkennen.
Schwer atmend hoben sich volle Brüste. Das Gesicht blieb maskenhaft starr.
Das Mädchen presste seine Hände vors Gesicht. An den Gelenken blitzten goldene Handschellen.
Der Mund öffnete sich zu einem wilden Schrei. Er blieb unhörbar. Die aufgerissenen Augen richteten sich gen Himmel.
Vor der riesigen Mondscheibe war ein bizarrer schwarzer Schatten erschienen.
Die junge Frau mit den gefesselten Händen starrte ihn an.
Lautlos schwebte der Schatten heran...
*
Walter Hanson fuhr aus seinen Kissen hoch. Er war in Schweiß gebadet. Der Schlafanzug klebte an seinem Körper.
Er schluckte krampfhaft. Nur langsam kam er zu sich.
»Was ist los?« Seine Frau wälzte sich auf den Rücken und sah ihren Mann fragend an.
Walter Hanson lehnte sich zurück. Er sah auf seine zitternden Hände und fühlte ein dumpfes Pochen in der Brust.
Susan griff nach seiner Hand und schob sich näher.
»Schon wieder der Traum? Kann ich dir irgendwie helfen?«
Walter Hanson nickte verzweifelt.
»Wieder der schreckliche Traum ... seit vier Wochen jede Nacht.. . wieder und immer wieder. Ich werde verrückt, wenn es so weitergeht. Ich ... ich ... weiß mir nicht mehr zu helfen.«
Susans Händedruck wurde stärker.
»Du gehst morgen zum Arzt. Ich mache einen Termin mit Dr. Richmond
aus. So geht es nicht weiter. Du bist ein einziges Nervenbündel geworden, vernachlässigst deine Arbeit und deine Familie.«
Walter sah seine Frau mit großen Augen an.
»Der Druck in meinem Kopf wird immer stärker. Ich kann bald keinen klaren Gedanken mehr fassen. Irgend etwas geht mit mir vor. Ich ...«
Der hagere Mann fuhr sich durch seine dunkelblonden Haarsträhnen.
Er warf einen Blick auf den Radiowecker. 4.30 Uhr zeigten die Leuchtziffern an.
»Jede Nacht den gleichen Traum und immer zur selben Zeit. Das bedeutet doch etwas. Ich kann es nicht fassen.«
Walter Hansons Stimme klang verzweifelt. Er löste seine Hand aus der seiner Frau und stieg aus dem Bett. Im Bad wechselte er seinen Pyjama und trat dann in den großen Wohnraum, wo er sich an der Bar einen Whisky einschenkte.
Nervös lief er auf und ab.
Er dachte an das bleiche Mädchengesicht und an den riesigen Schatten, der lautlos heranschwebte.
»Doktor. Richmond«, murmelte Hanson. »Susan will mich zu ihm schicken. Hält sie mich schon für verrückt?«
Dr. Richmond war als Psychiater sehr angesehen.
Aber er befasste sich auch mit Okkultismus und Parapsychologie.
»Vielleicht ist Doktor Richmond wirklich der richtige Mann für mich«, sagte er vor sich hin.
»Ja«, sagte Susan. »Er wird dir sicher helfen können.«
Hanson fuhr zusammen. Seine Frau war, von ihm unbemerkt, eingetreten. Sie trug ein durchsichtiges Nachtgewand.
Ihr Mann betrachtete sie. Seit einem Jahr waren sie verheiratet. Hanson war immer noch verliebt. Ihr hinreißender Anblick verscheuchte das Traumbild. Er ging auf sie zu und streckte seine Arme aus. Aber da stockte er.
Susans Gesicht verschwamm, und Hanson sah die Riesenaugen des blassen Traummädchens vor sich.
Jahrelang hatte er diese Augen vergessen wollen. Es war ihm erst gelungen, als er Susan kennen gelemt hatte. Wollte der bleiche Traumschemen die lebendige Schönheit Susans wieder verdrängen?
»Ich möchte dir so gern helfen, Walter«, sagte Susan leise.
Damit war das Traumbild verschwunden. Hanson war wieder in der Wirklichkeit. Er ging lebhaft auf Susan zu und schloss sie in seine Arme. Die Wärme ihres Körpers beruhigte ihn vollends.
Gemeinsam gingen sie zurück ins Schlafzimmer.
Walter Hanson lag auf dem Rücken, den Blick starr zur Decke gerichtet.
Irgendwann schlief er ein.
*
Dr. Reginald Richmond erhob sich hinter seinem Schreibtisch und streckte Walter Hanson die Hand entgegen.
»Nehmen Sie Platz, Mister Hanson«, sagte er lächelnd und deutete auf einen freien Stuhl vor dem Schreibtisch. »Ihre Frau Gemahlin hat mir schon einige Andeutungen gemacht. Sie müssen mir aber alles ganz genau erzählen. Sie dürfen nichts verschweigen, nichts beschönigen und nichts übertreiben. Sind Sie dazu bereit?«
Walter Hanson war mit besten Absichten hergekommen. Jetzt zweifelte er plötzlich, ob er hier am richtigen Platz war. Durfte er überhaupt alles erzählen?
Der Arzt beobachtete ihn und erriet, was in ihm vorging.
»Sie haben eine schlechte Nacht gehabt«, versuchte er vorsichtig zu helfen. »Soll ich Ihnen zur Beruhigung eine .. .«
»Nein, nein«, fiel ihm Hanson hastig ins Wort.
»Kein Medikament bitte. Ich bin durchaus bereit.« Er sah sich suchend um. »Soll ich hier sitzen bleiben? Oder darf ich mich dort auf das Sofa legen?«
»Wie Sie wollen, Mister Hanson.« Der Arzt stand auf. »Sie sollen sich ganz frei, ungezwungen und vollkommen entspannt fühlen.«
Walter Hanson legte sich auf die Couch. Der Arzt ließ ihm Zeit.
Nach Minuten sagte er sanft: »Wenn Sie bereit sind, schließen Sie die Augen und berichten Sie. Ich bin ganz Ohr.«
Walter gab sich alle Mühe, sich zu entspannen. Aber der seelische Druck wollte nicht weichen. Im Gegenteil! Er versteifte sich zu einer tierischen Angst.
Seine Augenlider flatterten. Der Brustkorb hob und senkte sich.
»Ich bringe ... kein ... Wort... heraus«, stammelte er.
»Es ... ist so, als ... wolle mich .. . jemand . .. hindern, meine Geschichte... zu erzählen.«
Dr. Reginald Richmond hatte sich einen Stuhl herangezogen und saß dicht neben dem Sofa. Mit gerunzelter Stirn beobachtete er seinen Patienten.
»Ganz ruhig, Mister Hanson«, sprach er ihm suggestiv zu. »Entspannen Sie sich. Sie werden jetzt ganz ruhig. Soistes recht.«
Der Arzt strich Hanson behutsam über die bleiche Stirn, als wolle er ihm alle Furcht nehmen.
Der hagere Mann auf dem Sofa wurde ruhiger. Nur die Mundwinkel zuckten noch nervös.
»Nun erzählen Sie Ihre Geschichte. Berichten Sie alles, was Ihnen gerade einfällt.«
Walter Hansons Gesicht bekam leichte Farbe. Seine verkrampften Hände lösten sich.
»Seit vier Wochen habe ich jede Nacht denselben Traum«, begann er fließend. »Ich sehe vor mir einen dunklen Berg, auf dessen Kuppe ein kleines Haus steht. Es ist Nacht. Die Umgbung des Hauses macht einen unheimlichen Eindruck. In dem Haus brennt Licht.
Kerzenlicht. Ich erkenne die Umrisse eines Mädchens von vielleicht achtzehn oder neunzehn Jahren. Sie tritt ans Fenster und sieht hinaus. Sie scheint Angst zu haben. Ihre Hände sind mit goldenen Handschellen gefesselt.
Dann nähert sich ein großer schwarzer Schatten. Er deckt alles zu.«
Der Atem des hageren Mannes ging jetzt wieder schneller. Die Schilderung hatte ihn erregt.
Dr. Richmond betrachtete den Patienten nachdenklich.
Walter öffnete die Augen. Wieder lag ein ängstliches Flackern in seinem Blick.
»Es ist in jeder Nacht der gleiche Traum. Ich habe Angst, Doktor. Bin ich verrückt?«
Der Psychiater erhob sich.
Beruhigen Sie sich! Irgendwann müssen Sie mal einen Schock erlebt haben, der sich in Ihrem Unterbewusstsein verklemmt hat. Wir müssen ihn suchen und finden. Das wird keine leichte Aufgabe sein. Aber Sie können ganz zuversichtlich sein. Wir werden es schon schaffen.«
Walter Hanson atmete auf. Er lächelte sogar. Er nahm gegenüber Dr. Richmond Platz.
»Darf ich rauchen?« fragte er. Der Arzt nickte. »Ich
