Heirat wider Willen: Dr. Norden Bestseller 437 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration.
»Bring mir die Krone mit den Bändern, Susi!«, befahl Oswald Beermoser seiner Tochter. Und dann wandte er sich um und rief nach dem Knecht. »Rosco, Rosco, wo bist du? Komm her und halte ›Schimmi‹ fest, ich will sie schmücken.« Gemeint war die falbe Kuh, die heute beim Almauftrieb den langen Zug der dreißig Milchkühe anführen sollte, die der Bauer zu den Almwiesen am Blandenstein bringen wollte. Heute war ein Freitag, und man schrieb den 24. Mai. Die drei Eisheiligen und die Kalte Sophie waren vorbei. Man durfte damit rechnen, dass es von Tag zu Tag wärmer und sommerlicher werden würde. Wie immer waren die Bewohner des Beermoserhofes, der am Rand des Waldes gelegen war, früh aufgestanden, und um sechs Uhr hatten der junge Knecht, der aus Südtirol stammte und ein gutmütiger und immer freundlicher Bursche war, und der Sechsundzwanzigjährige Andreas, der Hoferbe, mit dem Melken des Milchviehs begonnen. Das ging natürlich elektrisch vor sich und war nicht anstrengend, aber es dauerte seine Zeit. Um sieben Uhr hatte es ein gutes Frühstück gegeben, das die kränkliche Bäuerin und ihre Tochter, die Susi, bereitet hatten. Danach hatten Andreas und Rosco die Kühe in den Hof getrieben und zu einem Zug geordnet. Die Bäuerin packte in der Küche eine Kiepe mit allerlei Lebensmitteln, die Susi für den Senn mitnehmen sollte. Die zweiundzwanzigjährige Hoftochter sollte den Zug begleiten. Der Senn hieß Rudolf Schernitz und war ein grauhaariger Mann in den fünfzigern, der schon seit vielen Jahren für den Besitzer vom Beermoserhof auf die Alm ging. Der Käse, den der Rudolf dort oben bereitete, war in der Umgebung berühmt. Susi brachte jetzt die aus Blumen geflochtene Krone, von der bunte Bänder aus Kreppapier herunterhingen. Der Bauer nahm sie aus ihrer Hand und setzte sie »Schimmi«
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Heirat wider Willen - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Bestseller
– 437 –
Heirat wider Willen
Sein Herz gehört einer anderen
Patricia Vandenberg
»Bring mir die Krone mit den Bändern, Susi!«, befahl Oswald Beermoser seiner Tochter. Und dann wandte er sich um und rief nach dem Knecht.
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Gemeint war die falbe Kuh, die heute beim Almauftrieb den langen Zug der dreißig Milchkühe anführen sollte, die der Bauer zu den Almwiesen am Blandenstein bringen wollte.
Heute war ein Freitag, und man schrieb den 24. Mai. Die drei Eisheiligen und die Kalte Sophie waren vorbei. Man durfte damit rechnen, dass es von Tag zu Tag wärmer und sommerlicher werden würde.
Wie immer waren die Bewohner des Beermoserhofes, der am Rand des Waldes gelegen war, früh aufgestanden, und um sechs Uhr hatten der junge Knecht, der aus Südtirol stammte und ein gutmütiger und immer freundlicher Bursche war, und der Sechsundzwanzigjährige Andreas, der Hoferbe, mit dem Melken des Milchviehs begonnen. Das ging natürlich elektrisch vor sich und war nicht anstrengend, aber es dauerte seine Zeit.
Um sieben Uhr hatte es ein gutes Frühstück gegeben, das die kränkliche Bäuerin und ihre Tochter, die Susi, bereitet hatten. Danach hatten Andreas und Rosco die Kühe in den Hof getrieben und zu einem Zug geordnet.
Die Bäuerin packte in der Küche eine Kiepe mit allerlei Lebensmitteln, die Susi für den Senn mitnehmen sollte. Die zweiundzwanzigjährige Hoftochter sollte den Zug begleiten.
Der Senn hieß Rudolf Schernitz und war ein grauhaariger Mann in den fünfzigern, der schon seit vielen Jahren für den Besitzer vom Beermoserhof auf die Alm ging. Der Käse, den der Rudolf dort oben bereitete, war in der Umgebung berühmt.
Susi brachte jetzt die aus Blumen geflochtene Krone, von der bunte Bänder aus Kreppapier herunterhingen.
Der Bauer nahm sie aus ihrer Hand und setzte sie »Schimmi« auf die Hörner. Die Papierstreifen legte er ihr auf den dicken Nacken, damit sie ihr nicht in die Augen fielen und sie nervös machten. Einen Blumenkranz um den Hals trug »Schimmi« bereits.
Jetzt war es an der Zeit, sich den Rucksack aufzuladen. Der Bauer ging in die Küche, wo der vollgepackte Rucksack auf einem Stuhl bereitstand. Er schob die Arme durch die ledernen Träger und schwang sich das unförmige Ding mit einem kräftigen Ruck auf den Buckel.
»Halt dich net so lange dort oben auf, Oswald«, sagte seine Frau mahnend, »damit ihr alle drei zum Abendessen wieder zurück seid!«
»Warum sollt ich oben bleiben?«, erwiderte er. »So interessant sind die Geschichten net, die der Rudi zu erzählen hat. Wir essen nur zu Mittag, dann kommen wir wieder herunter.«
Sie geleitete ihn zur Küchentür hinaus, die direkt in den Hof führte, blieb dort stehen und schaute prüfend hinauf zum Himmel.
»Das Wetter wird sich halten«, meinte sie. »Heut ist keine Wolke am Himmel zu sehen, nachdem es zwei Tage lang geregnet hat. Auch im Radio sagen sie, dass es schön bleiben wird.«
Rosco, der Südtiroler, hatte eine Mandoline mit. An einem bunten gewebten Band hatte er sich das kleine Instrument auf den Rücken gehängt. Mit lauten Rufen und Händeklatschen trieb er jetzt die Kühe an, die sich langsam und träge, geführt von der geschmückten »Schimmi« in Bewegung setzten.
Neben »Schimmi« schritt der Bauer und lenkte sie an einem dicken Strick. Er wandte sich am Hoftor noch einmal um und winkte seiner Frau und dem Sohn zu, die zurückblieben.
Langsam trotteten die schwerfälligen Tiere zum Hof hinaus und bogen den breiten Weg ein, der durch den Wald aufwärts zum Blandenstein führte. Die Susi machte, die Kiepe auf dem Rücken, den Schluss und trieb mit einer langen Gerte die letzten unter den Kühen, die immer stehen bleiben und würzige Kräutlein am Wege rupfen wollten, energisch an.
Ehe sie hinter der Wegbiegung verschwanden, nahm Rosco das Instrument vom Rücken und begann die Saiten zu zupfen. »Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus«, spielte er und sang dazu mit seiner angenehmen Stimme.
Acht Uhr war es jetzt. Vom Zwiebelturm der Dorfkirche hallten acht Schläge durch das Hochtal von St. Crispin im Berchtesgadener Land. Die gepflegten Bauernhäuser, die rosa und himmelblau, ockergelb und grün getüncht waren und sich um die weiße Dorfkirche in der Mitte scharten wie die Kücklein um die Glucke, boten ein schönes Bild. Wie riesige steinerne Wächter umringten die hohen Berge das Dorf, beschützten es vor allzu rauen Winden und hielten die hektische und lärmende Außenwelt fern.
Auf der Dorfstraße war es inzwischen lebendig geworden. Hier und dort rollte ein Traktor aus dem Hoftor und zog scheppernd und rasselnd eine Egge oder einen Leiterwagen hinter sich her. Kinder waren mit dem Ranzen auf dem Rücken lachend und rufend zur Dorfschule geströmt. Die Gemischtwarenhandlung von Jakob Rust, der einzige Laden in St. Crispin, war jetzt geöffnet, und Bäuerinnen und Mägde gingen einkaufen.
Andreas Beermoser, der Hofsohn, brachte die zwei Kühe, die zur Deckung des Milchbedarfs auf dem Hof zurückgeblieben waren, jetzt auf die Wiese neben dem Obstgarten. Da konnten sie grasen und reichlich satt werden. Die Gesellschaft der Herde würden sie wohl kaum vermissen.
Die Bäuerin, die jetzt im Hof die Hühner fütterte, schaute ihrem Sohn mit einem langen Blick nach. Sie war eine schmächtige Frau, blass und vorzeitig gealtert, da sie an einer chronischen Nierenbeckenentzündung litt und oft matt und hinfällig war.
Aber der Anderl war ein Bild von einem Mann, blond und blauäugig, eine Siegfried-Gestalt, breitschultrig, schmalhüftig und muskulös. Schon an seinem Gang erkannte man, dass er ein Jäger und Bergsteiger war, ausdauernd zu marschieren vermochte und sich oft auf schwierigem Gelände bewegte. Außerdem sah man seinem Gesicht an, dass er ein Mensch mit einem reinen Herzen und einem einwandfreien Charakter war. Im ganzen Dorf war er beliebt, und seinen Eltern hatte er bis zum heutigen Tag nur Freude gemacht.
Sehr stolz war die Bäuerin auf diesen Sohn, denn die Tatsache, dass sie einen solchen Hoferben und Nachfolger ihres Mannes zur Welt gebracht hatte, bildete den Ausgleich für ihre eigene Unzulänglichkeit.
Mit dem Füttern der Hühner war sie jetzt fertig und kehrte ins Haus zurück, wo das sechzehnjährige Küchenmadel Hanni den Abwasch des Frühstücksgeschirrs erledigte.
»Hast du in der Gästekammer droben das Bett frisch bezogen?«, wollte Alma Beermoser wissen. »Du weißt doch, wir bekommen heute Besuch.«
»Freilich, es ist alles bereit«, antwortete die Hanni und klirrte mehr als notwendig mit dem Geschirr, denn sie war noch ein bissel tollpatschig in ihren Bewegungen und hatte den Babyspeck noch nicht ganz verloren.
Der Besuch, der erwartet wurde, war das Patenkind der Bäuerin, eine Häuslertochter, die auf dem Hof aufgewachsen war. Ihr Vater hatte bei der Arbeit für den Bauern den Tod gefunden. Er kam auf dem Rückweg durch Steinschlag um, als er die Herde zur hinaufgebracht hatte.
Seine Frau arbeitete dann noch eine Zeit lang auf dem Hof als Haushaltshilfe und Putzfrau und starb früh an einer zu spät erkannten Unterleibserkrankung. So war es gekommen, dass die Bäuerin ihr Patenkind, die kleine Marei, in die Familie aufnahm, wo sie zusammen mit der nur um zwei Jahre älteren Hoftochter Susi aufwuchs.
Die beiden Madeln waren auch heute noch ein Herz und eine Seele, und Susi freute sich jedes Mal ungeheuer, wenn Marei zu Besuch kam.
Das war ziemlich häufig der Fall, denn Marei Gültinger war Schwesternschülerin im Kreiskrankenhaus von Bad Reichenhall. Dr. Sebastian Steiger, der Landarzt von St. Crispin, hatte ihr den Ausbildungsplatz im
