Grundeinkommen: Herdprämie oder Booster für Geschlechtergerechtigkeit?
Von Roswitha Minardi
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Über dieses E-Book
In einem der reichsten Länder der Welt ist Altersarmut von Frauen immer noch ein Thema, ebenso wie Kinderarmut. Wie wird das BGE hier wirksam werden? Werden beide Phänomene abgeschafft?
Diese und andere Themenbereiche weiblicher Lebensrealitiäten werden im Band 4 der Reihe "Überlegungen zum Grundeinkommen" behandelt und sollen zu weiterer Diskussion anregen.
Roswitha Minardi
Roswitha Minardi, MBA blickt auf eine Karriere im Management in internationalen Industriekonzernen zurück. 2011 hat sie ein nebenberufliches Masterstudium absolviert und bildete sich weiter zur systemischen Aufstellungsleiterin und Business Coach. Sie ist Mitglied des internationalen Frauennetzwerks für Führungskräfte, EWMD (European Women's Management Development), in dem sie auch diverse Funktionen bekleidete. Seit vielen Jahren setzt sie sich mit der faszinierenden Idee des bedingungslosen Grundeinkommens auseinander. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins zur Förderung der Grundeinkommensidee (www.das-grundeinkommen.org). Minardi ist Mutter einer Tochter und stolze Oma von zwei Enkeln. "Ein Leben mit BGE ist wie Radfahren mit Rückenwind" [R. Minardi]
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Buchvorschau
Grundeinkommen - Verein Das Grundeinkommen
Für Nadine, Romeo und Matteo
Inhalt
Vorwort
Einleitung
Grundeinkommen – Um was geht’s da genau?
Definition des bedingungslosen Grundeinkommens
Der Arbeitsbegriff
Frage 1 – Ist das BGE eine versteckte „Herdprämie"?
Feministische Kritik am BGE
Die Rolle der Care-Arbeit für die Ökonomie
Ein Rechenbeispiel
Herdprämie ja oder nein?
Ein alter Menschheitstraum
Frage 2 – Höhere Scheidungsrate durch BGE?
Frage 3 – Hat das BGE Einfluss auf den Gender-Pay-Gap?
Arbeit als sinnstiftende Tätigkeit
Frage 4 – Weibliche Altersarmut: abgeschafft durch BGE?
Frage 5 – Sollen sich Frauen für das BGE einsetzen?
Anhang
Literaturliste
Literaturhinweis
Vorwort
von Margit Appel
Wer macht denn noch die schlecht bezahlte Arbeit, wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) gibt? Ohne diese Frage kommt kaum eine Diskussion zum BGE aus. Über die Jahre meines Engagements für das Grundeinkommen ist mir immer stärker aufgefallen, dass eine andere Frage nie kommt: Wer macht dann noch die unbezahlte Arbeit rund ums Kinderhaben, Haushalt, Kranken- und Altenpflege – die sogenannte Sorge- oder Care-Arbeit? Menschen sorgen sich, dass Jobs in der Reinigung, im Handel, im Bereich der persönlichen Dienstleistungen, im Pflege- und Gesundheitswesen, in der Gastronomie aufgrund der schlechten Bilanz zwischen Einkommen und Arbeitsbedingungen nicht mehr nachgefragt werden, wenn es ein Grundeinkommen gibt. Sie haben aber keine Sorge, dass die unbezahlte Sorge-Arbeit nicht mehr gemacht wird, wenn es ein Grundeinkommen gibt!
Wir Durchschnitts- und Besserverdiener:innen sind ganz zufrieden damit, dass andere zu jeder Bedingung erwerbsarbeiten müssen und aus Angst vor Jobverlust und Arbeitslosigkeit nicht wählerisch sein dürfen. So müssen wir nicht auf individuelle Bequemlichkeiten verzichten, weil immer irgendwer den Essensboten-Job oder die Stelle als mobile Heimpflegerin dringend braucht. Politische Lösungen für den Bereich der Pflege etwa oder der Plattformarbeit können ohne große Konsequenzen für die politisch Verantwortlichen auf die lange Bank geschoben werden. Die Systemerhalter:innen, zu einem großen Teil Frauen und uns erst in der Corona-Pandemie so wirklich aufgefallen, halten unser Wirtschaftssystem ohnehin am Laufen. Man kann diese Zusammenhänge pragmatisch sehen, man kann aber auch sehr unzufrieden damit sein, dass wir vom Zwang zur Erwerbsarbeit so deutlich profitieren. Die Frage, wer wird noch die schlecht bezahlten Dinge machen, wenn es ein Grundeinkommen gibt, ist jedenfalls eine sehr verräterische Frage.
Dass nicht danach gefragt wird, wer die unbezahlte Arbeit macht, ist alarmierend. Alarmierend, weil davon ausgegangen wird, Frauen ändern auch mit einem BGE nichts an ihrer Hauptzuständigkeit für die unbezahlte und stets übersehene Sorge-Arbeit. Alarmierend für die Grundeinkommensdiskussion, weil damit deutlich wird, welche Bedeutung die Wirkung eines BGE für mehr Freiheit und mehr soziale Sicherheit von Frauen hat, und weil diese Bedeutung in der Grundeinkommens-Debatte selbst noch zu wenig angekommen ist.
Roswitha Minardi hat die Bedeutung erkannt, die es hat, in der Konzeption des BGE, in Finanzierungsfragen, in der theoretischen Fundierung, in der konstruktiven Verknüpfung mit bisherigen frauenpolitischen Positionen, wie sie schreibt „die Frauen-Brille aufzusetzen, die Brille der Geschlechtergerechtigkeit. Mit ihrem Buch „Bedingungsloses Grundeinkommen. Herdprämie oder Booster für Geschlechtergerechtigkeit?
stellt sie sich – das zu bearbeitende Spannungsfeld schon im Titel pointiert gefasst – der zu leistenden Aufgabe. Damit liegt ein Beitrag auf dem Tisch, der – klar für das Bedingungslose Grundeinkommen werbend – zentrale Aspekte der bisherigen frauenpolitischen Debatte um das BGE aufgreift, darüber hinausgeht und zur Auseinandersetzung mit den ausgeführten Argumenten und Sichtweisen einlädt.
Niemandem ist mit einer naiven Sicht auf das BGE geholfen, schon gar nicht Frauen. Wunder hinsichtlich Geschlechtergerechtigkeit sind keine zu erwarten. Aber Frauen und hoffentlich auch viele Männer haben die Lektion aus der bisherigen Geschichte der Frauenbewegungen und der Bemühungen um Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit gelernt: ohne Kampf und enormes Durchhaltevermögen bewegt sich nichts in Richtung einer „postpatriarchalen" Gesellschaft, wie
