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Rezensionen für Seewölfe - Piraten der Weltmeere 570
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Buchvorschau
Seewölfe - Piraten der Weltmeere 570 - Roy Palmer
1.
Balnave war am Tisch eingenickt. Er wachte auf und stellte fest, daß die schwarzhaarige Lady mit seinem Geld auf und davon war. Dann flog krachend die Tür auf und uniformierte Kerle polterten herein.
Die Garde!
Sie räumte auf und schleppte reihenweise die Betrunkenen weg. Auch der Engländer gehörte zu den Weinleichen. Ehe er die Flucht ergreifen konnte, hatten ihn die Gardisten gepackt und führten ihn ab.
Jim Balnave fluchte und wehrte sich. Da knallte ihm einer der Gardisten den Kolben seiner Muskete in den Nacken. Balnave sackte zusammen. Er hatte das Gefühl, in einem stockfinsteren Abgrund zu versinken.
Als der Engländer die Augen wieder aufschlug, registrierte er zweierlei. Sein Schädel schmerzte wie verrückt. Und es herrschte immer noch tintenschwarze Finsternis.
Was war los? Wo steckte er? Er stöhnte und schaute sich um. Allmählich stellten sich seine Augen auf die Dunkelheit ein.
Neben ihm regte sich etwas. Eine menschliche Gestalt.
„He, knurrte Balnave. Er erkannte seine eigene Stimme kaum wieder. „Wer bist du?
„Non capisco", brummelte der andere.
„Was sagst du?" Der Engländer versuchte, die Hand zu heben. Doch er bekam sie kaum hoch. Er war wie gelähmt. Blei schien in seinen Knochen zu stecken.
„Holla, sagte eine andere Stimme. „Der Englischmann ist wieder lebendig.
Der Mann bediente sich eines seltsamen Kauderwelsches. Balnave fiel ein, diese Art zu sprechen schon irgendwo gehört zu haben.
„Wer bist du? fragte Balnave. „Was ist hier los, verdammt noch mal!
„Ich bin der Mann aus Austria, erwiderte der andere, der ein bißchen Englisch konnte. „Erinnerst du dich nicht, Mann? Josef Untermayer. Der Österreicher.
„Wo haben wir uns schon mal … Au, zur Hölle!" sagte Balnave. Jemand schien einen glühenden Nagel in seinen Hinterkopf getrieben zu haben.
„Cosa dice? wollte der andere Mann wissen. „Was sagt er?
„Un momento, entgegnete der Österreicher. „Einen Augenblick. Hallo, Mister Englischmann, kannst du dich denn an gar nichts erinnern? Wir waren doch in der Spelunke zusammen.
„Wo? Irgendwo in Balnaves Geist flammte ein Fünkchen der Erkenntnis auf. „Ach ja. Wie hieß der Schuppen doch gleich? ‚Il Gabbiano‘.
„Il Gabbiano, al diavolo", fluchte der Italiener.
„Wer ist der Kerl hier?" erkundigte sich Balnave bei dem Österreicher.
„Er heißt Giorgio Almirante, erwiderte Untermayer. „Ein feiner Kerl. Er saß mit bei uns am Tisch.
„Stimmt, ja, murmelte der Engländer. „Aber da waren noch zwei andere.
„Beppe Grillo und Max Rinaldi", sagte Untermayer.
„Auch Italiener?"
„Grillo ist aus Genua, erklärte ihm der Österreicher. „Rinaldi stammt aus der Gegend von Nizza. Er behauptet, ein Franko-Italiener zu sein. Oder ein Italo-Franzose, haha!
„Mir ist nicht zum Lachen zumute, brummte der Engländer. „Wo stecken die beiden?
„In einer Nachbarzelle, sagte Untermayer. „Almirante und ich haben vorhin schon Verbindung mit ihnen aufgenommen.
„Wie denn?"
„Durch Klopfzeichen."
„Ach so. Balnave fühlte sich dumm und töricht. Was für ein verfluchter Narr bin ich doch gewesen, dachte er. Alles, was passiert war, fiel ihm jetzt wieder ein. „Die Hunde von der Garde haben uns abgeführt und eingesperrt?
fragte er.
„So ist es", bestätigte der Österreicher.
„Warum denn?"
„Angeblich haben wir randaliert, entgegnete Untermayer. „Aber das ist natürlich Unsinn. Hier in Venedig unternehmen sie öfter Razzien.
„Der Grund?"
„Sie brauchen Leute, antwortete der Österreicher. „Für ihre Galeassen und Galeeren. Sklaven.
Balnave spürte, wie es ihn eiskalt überlief. „Soll das vielleicht ein Witz sein?"
„Mir ist nicht sonderlich zum Scherzen zumute."
„Hölle und Teufel, sagte Jim Balnave. „Da sitzen wir ja schön in der Klemme. Wir haben nichts verbrochen und werden trotzdem zum Tode verurteilt.
„Tode? fragte der Italiener. „Che cos’è questo?
„La morte", übersetzte Untermayer.
„Niente morte! stieß Giorgio Almirante erregt hervor. „Io voglio vivere – ich will leben!
„Augenblick, sagte der Österreicher. „Wenn sie uns auf eine Galeasse verschleppen, heißt das noch lange nicht, daß wir krepieren.
„Fast, sagte Balnave resigniert. „Hast du noch nie davon gehört, wie Rudersklaven behandelt werden? Die werden nur mit Knüppeln und Peitschen traktiert, und zu fressen kriegen sie nichts als Dreck und Schlick.
„Du verwechselst da was, sagte Untermayer. „Die Venezianer sind anständig zu ihren Sklaven.
Der Engländer lachte höhnisch auf. „Du hast vielleicht Vorstellungen. Wie lange fährst du schon zu See?"
„Überhaupt nicht, erwiderte Untermayer. „Ich komme aus Salzburg und habe geschäftlich in Venedig zu tun.
„Ach du meine Güte, eine Landratte, sagte Balnave. „Das wird ja immer schöner. Aber du kennst dich aus, was? Warum hast du uns eigentlich nicht gewarnt, wegen der Garde, meine ich?
„Die Einzelheiten habe ich erst von Beppe Grillo erfahren, als sie uns abführten, erklärte Untermayer. „Ich habe keine Schuld an allem, glaube es mir. Grillo auch nicht. Der wollte mit uns weg, ehe es Mitternacht wurde. Aber er ist auch eingeschlafen.
„Verstehe, sagte Balnave. „In dem Wein war was drin. Ein Mittel. In Plymouth gibt es auch einen Hund von einem Wirt, der so was zusammenpanscht. Schon mal von Nathaniel Plymson gehört?
„Nein."
„Von der ‚Bloody Mary‘? Vom andalusischen Schlaftrunk?"
„Nein, nie", sagte der Österreicher.
„Auch egal, sagte Balnave. „Aber ich blicke jetzt durch, was hier gespielt wird.
Er senkte die Stimme. „Der Spelunkenwirt sorgt dafür, daß die Garde immer reichlich Leute abbergen kann. Dafür erhält er Prozente. Und die Gardisten kassieren ihr Geld von den Halunken, denen die Galeeren gehören."
„Von den Kaufleuten? Untermayer war empört. „Das sind ja feine Sitten!
„Und wir sind verraten und verkauft, im wahrsten Sinne des Wortes", sagte Balnave.
Giorgio Almirante zupfte den Engländer am Ärmel. „Wir müssen abhauen!" zischte er.
„Wie?" fragte der Engländer gedämpft.
„Wenn ich das wüßte", stöhnte der Österreicher.
„Kann man nicht einen der Posten überwältigen?" flüsterte Balnave.
Almirante schüttelte den Kopf. „Die sind auf der Hut. Die überlistest du nicht, Inglese."
„Dann müssen wir sie bestechen", sagte Balnave.
„Mit was denn? Untermayer schüttelte nur erbittert den Kopf. „Die Huren haben uns total ausgeplündert.
„Die haben auch ihre Prozente, sagte Jim Balnave grimmig. „Wißt ihr eigentlich, was für Blödmänner wir sind, daß wir denen auf den Leim gegangen sind?
„Ich weiß es, erwiderte der Österreicher. „Aber was nutzt es jetzt noch, sich etwas vorzuwerfen? Wir können doch nichts ändern.
„Das stimmt, murmelte Balnave. „Warten wir ab, was das Schicksal uns in den nächsten Stunden beschert.
Das Schicksal lautete, daß die Gefangenen an Bord einer dreimastigen Galeasse geschleppt und an den Ruderbänken festgekettet wurden. Wegen „Ruhestörung und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit in Venedig", waren sie jeder zu einem Jahr Sklavendienst verurteilt worden.
Eine Farce – ein absurdes und gemeines Spiel.
Sie konnten sich nicht zur Wehr setzen. Sie mußten sich der Peitsche des Zuchtmeisters beugen. So lief die Galeasse aus dem Hafen von Venedig aus, durchquerte die Lagune und glitt auf die See.
Doch nach einem Jahr war der Zwangsdienst nicht vorbei. Er sollte noch länger dauern – sehr viel länger.
Der Knall der Peitsche zerriß die Luft. Jim Balnave schrie auf. Der geflochtene Lederriemen klatschte auf seinen nackten Rücken. Der Engländer riß die Augen weit auf. Er sah das verzerrte Gesicht des Zuchtmeisters über sich. Der Bulle – so nannten die Sklaven der Galeasse den Kerl, und so sah er auch wirklich aus.
„Was ist, pennst du?" brüllte der Bulle. „Dich bringe ich auf Trab, du
