Über dieses E-Book
Walther Ziegler
Dr. Walther Ziegler ist promovierter Philosoph und Hochschuldozent. Als Auslandskorrespondent, Reporter und Nachrichtenchef des Fernsehsenders ProSieben produzierte er Filme auf allen Kontinenten. Seine Reportagen wurden mehrfach preisgekrönt. Von 2007 bis 2016 bildete er in München junge TV-Journalistinnen und Journalisten aus und leitete eine University of Applied Sciences für Film- und Fernsehstudiengänge. Er ist zugleich Autor zahlreicher philosophischer Bücher. Als langjährigem Journalisten und Wissenschaftler gelingt es ihm, den Zeitgeist ganzer Epochen spannend und anschaulich auf den Punkt zu bringen.
Ähnlich wie Rawls in 60 Minuten
Titel in dieser Serie (29)
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Rezensionen für Rawls in 60 Minuten
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Buchvorschau
Rawls in 60 Minuten - Walther Ziegler
Dank an Rudolf Aichner für seine unermüdliche und kritische Redigierung,
Silke Ruthenberg für die feine Grafik, Angela Schumitz, Lydia Pointvogl, Eva Amberger,
Christiane Hüttner, Dr. Martin Engler für das Lektorat
und Dank an Prof. Guntram Knapp, der mich für die Philosophie begeistert hat.
Inhalt
Rawls’ große Entdeckung
Rawls’ Kerngedanke
Warum wir die Frage nach Gerechtigkeit stellen: Die drei Grundtatsachen der Menschheit
Der Urzustand – die Stunde Null bei der Auswahl der idealen Gesellschaft
Der Schleier des Nichtwissens und die Maximin-Regel
Die zwei Gerechtigkeitsgrundsätze: Das Gleichheits- und das Unterschiedsprinzip
Robinson Crusoe, Freitag, Dagobert Duck und John Rawls stranden auf einer Insel
Was nutzt uns Rawls’ Entdeckung heute?
Die am wenigsten Begünstigten heranführen – Rawls’ Kritik am Kapitalismus
Die faire Güterverteilung: Praktisch umsetzbar oder reine Theorie?
Der Schleier des Nichtwissens – ein übertragbares Entscheidungsprinzip?
Rawls‘ Vermächtnis: Die unsterbliche Forderung nach Gerechtigkeit
Zitatverzeichnis
Rawls’ große Entdeckung
Der Harvard-Professor John Rawls (1921-2002) ist der wohl bedeutendste Denker Amerikas. Im Alter von fünfzig Jahren veröffentlicht er sein philosophisches Hauptwerk Eine Theorie der Gerechtigkeit. Bereits der Titel ist seit seinem Erscheinen im Jahre 1971 bis zum heutigen Tag eine Provokation. Denn eine solche Theorie, so die vorherrschende Meinung, könne es doch gar nicht geben, da Gerechtigkeit immer eine Frage des persönlichen Standpunktes sei. Jeder hält aus seiner Perspektive etwas ganz anderes für gerecht oder ungerecht. Und jetzt kommt ein amerikanischer Philosophie-Professor und behauptet, dass er eine zeitlose und für jedermann gültige Definition von Gerechtigkeit gefunden habe.
Tatsächlich erlebt das Buch einen kometenhaften Aufstieg und wird innerhalb von drei Jahrzehnten auf der ganzen Welt bekannt. Es gehört inzwischen zu den Klassikern der Philosophie und gilt als wichtigstes Werk der politischen Ethik. Kein Zweifel – Eine Theorie der Gerechtigkeit ist ein bahnbrechendes
Werk, das nicht nur Wissenschaftler und Politiker fasziniert, sondern zu Recht bereits vielerorts in den Schulunterricht einfließt.
Rawls stellt darin die große Frage nach der gerechten Gesellschaft: Nach welchen Prinzipien muss eine moderne Demokratie organisiert werden? Von der Antwort auf diese Frage hängt vieles ab – so auch die Beurteilung unserer gegenwärtigen Verhältnisse. Wir dürfen uns nämlich auf keinen Fall mit weniger zufrieden geben als mit der, so Rawls wörtlich, „vollkommen gerechten Gesellschaft":
Schon auf den ersten Seiten seines Hauptwerkes formuliert Rawls das ehrgeizige Ziel und die ungeheure Dimension seines Projektes:
Wie aber soll sie aussehen, die „vollkommen gerechte Gesellschaft"?
Die Frage nach der bestmöglichen Form des Zusammenlebens hat in der Philosophie eine lange Tradition. Bereits in der Antike entwirft Platon in seinem Buch Politeia einen Idealstaat, der von gut ausgebildeten Philosophen-Königen absolut gerecht regiert wird. In der Renaissance beschreibt uns Thomas Morus in seinem Roman Utopia eine vollkommen harmonische Gemeinschaft von Menschen, die eigentumslos und glücklich auf einer Insel leben. Seine phantasievolle Wortschöpfung Utopia, abgeleitet vom altgriechischen „ou topos, was so viel wie „Nicht-Ort
heißt, ist zur Beschreibung von Zukunftsvisionen inzwischen in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen. Am Vorabend der Französischen Revolution schließlich entwirft uns Rousseau in seinem Buch Der Gesellschaftsvertrag eine ideale Gemeinschaft von absolut freien Bürgern, die sich durch Volksversammlungen selbst regieren.
Rawls war also keineswegs der erste, der die Frage nach der idealen und gerechten Gesellschaft gestellt hat. Doch am Ende leistet er dann doch erheblich mehr als alle seine Vorgänger. In seiner Theorie der Gerechtigkeit entwirft er nicht nur eine Utopie, also eine Wunschvorstellung von der idealen Gesellschaft, sondern gibt uns darüber hinaus erstmals ein Verfahren an die Hand, mit dem jeder Mensch die gerechte Verteilung von Gütern
