Über dieses E-Book
Das Buch enthält annähernd hundert Zitate dieses charismatischen Philosophen der Antike. Es ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen, die inzwischen weltweit in sechs Sprachen übersetzt wird.
Walther Ziegler
Dr. Walther Ziegler ist promovierter Philosoph und Hochschuldozent. Als Auslandskorrespondent, Reporter und Nachrichtenchef des Fernsehsenders ProSieben produzierte er Filme auf allen Kontinenten. Seine Reportagen wurden mehrfach preisgekrönt. Von 2007 bis 2016 bildete er in München junge TV-Journalistinnen und Journalisten aus und leitete eine University of Applied Sciences für Film- und Fernsehstudiengänge. Er ist zugleich Autor zahlreicher philosophischer Bücher. Als langjährigem Journalisten und Wissenschaftler gelingt es ihm, den Zeitgeist ganzer Epochen spannend und anschaulich auf den Punkt zu bringen.
Ähnlich wie Epikur in 60 Minuten
Titel in dieser Serie (29)
Große Denker in 60 Minuten - Band 3: Konfuzius, Buddha, Epikur, Descartes, Hobbes Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGroße Denker in 60 Minuten - Band 2: Marx, Freud, Sartre, Camus, Heidegger Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGroße Denker in 60 Minuten - Band 5: Adorno, Habermas, Foucault, Rawls, Popper Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGroße Denker in 60 Minuten - Band 4: Schopenhauer, Nietzsche, Wittgenstein, Kafka, Arendt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeidegger in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGroße Denker in 60 Minuten - Band 1: Platon, Rousseau, Smith, Kant, Hegel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKant in 60 Minuten Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Freud in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHabermas in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMarx in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenCamus in 60 Minuten Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Platon in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSartre in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRawls in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRousseau in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNietzsche in 60 Minuten Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Smith in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAdorno in 60 Minuten Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Wittgenstein in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFoucault in 60 Minuten Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Hobbes in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKafka in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDescartes in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEpikur in 60 Minuten Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Konfuzius in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchopenhauer in 60 Minuten Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Popper in 60 Minuten Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Buddha in 60 Minuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHegel in 60 Minuten Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5
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Rezensionen für Epikur in 60 Minuten
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Buchvorschau
Epikur in 60 Minuten - Walther Ziegler
Dank an Rudolf Aichner für seine unermüdliche und kritische Redigierung,
Silke Ruthenberg für die feine Grafik, Angela Schumitz, Lydia Pointvogl, Eva Amberger,
Christiane Hüttner, Walburga Allgeier, Dr. Martin Engler für das Lektorat
und Dank an Prof. Guntram Knapp, der mich für die Philosophie begeistert hat.
Inhalt
Epikurs große Entdeckung
Epikurs Kerngedanke
Die fünf Quellen der Lust – Essen, Trinken, Sexualität, Freundschaft und Philosophie
Richtig genießen heißt klug genießen – der philosophische Umgang mit der Lust
Die Vermeidung von Unlust, Schmerz und Angst
Die Bedeutungslosigkeit der Götter für das Glück im Hier und Jetzt
Hedonismus als Lebenskunst – Genuss, Freundschaft und Ataraxie
Was nutzt uns Epikurs Entdeckung heute?
Lust aufs Leben! – Epikurs Plädoyer für die Sinnesfreude
Genuss statt Entsagung – Freiheit statt Schicksal! Epikur gegen die Stoiker
„Der Tod betrifft uns nicht" – den Fokus auf das Leben richten
Epikurs zeitlose Botschaft: Aus dem einen Leben das Beste machen!
Zitatverzeichnis
Epikurs große Entdeckung
Epikur (341-270 v.Chr.) ist neben Platon und Aristoteles einer der großen, charismatischen Philosophen der Antike. Er gehört zu jenen Denkern, deren Kerngedanke über Jahrtausende lebendig geblieben ist. Ähnlich wie das Wort „stoisch seit über zweitausend Jahren Menschen charakterisiert, die in bewegenden Momenten gleichmütig und gelassen bleiben, spricht man heute noch von „Epikureern
oder „Hedonisten, wenn sich jemand offen zu einem genussorientierten Lebensstil bekennt. Lust heißt auf Griechisch „Hedoné
. Und Epikur ist der Begründer des sogenannten Hedonismus. Nicht wenige Menschen bezeichnen sich heutzutage selbst als „Hedonisten".
Tatsächlich war Epikur der Vordenker des Lustprinzips. Es lautet schlicht und einfach: ‚Lustgewinn suchen – Unlust vermeiden!‘ Epikurs Kerngedanke ist zunächst von bestechender Klarheit. Die Natur selbst würde den Menschen bei ihrer Geburt einen inneren Kompass an die Hand geben, mit dem sie ein glückliches Leben führen könnten – eine Art intuitiven Wegweiser, der uns bei großen und kleinen Entscheidungen zur Seite steht. Um glücklich zu werden, so Epikur, müsse der Mensch einfach nur das tun, was ihm Lust und Freude bereitet und umgekehrt Unlust sowie Schmerz vermeiden:
Doch diese – auf den ersten Blick so selbstverständlich klingende – Entdeckung von Epikur wird bereits von seinen Zeitgenossen als ungeheure Provokation empfunden. Die Lusterfüllung als oberstes Ziel des Lebens steht nämlich in krassem Gegensatz zu den damals etablierten Lehren von Platon, Aristoteles und den Stoikern. Diese preisen nämlich seit jeher die Vernunft und das vernunftgemäße Leben als oberstes Ziel an. Jetzt kommt dieser Epikur und behauptet, das höchste Gut der Menschen sei gar nicht ihre Vernunft, sondern ihr Leib, ihre Sinnlichkeit und Lust. Nicht das moralisch hochstehende Denken, sondern umgekehrt niedrige Triebe und Bedürfnisse wie Essen, Trinken und Sexualität weisen uns im Leben den richtigen Weg. Glücklich, so Epikurs radikale These, werden die Menschen nur dann, wenn sie sich nicht länger als tugendhafte Geistwesen stilisieren, sondern sich ehrlich zu ihrer Lust und ihren Bedürfnissen bekennen. Die Lust, so Epikur, sei letztlich ein so hohes und unverzichtbares Gut, dass es sich ohne sie nicht zu leben lohne:
Im direkten Gegensatz zu Platon und den Stoikern stellt Epikur also an Stelle des Geistes den Leib in den Mittelpunkt seiner Philosophie. Ausgehend von den leiblichen Genüssen entwickelt er ein philosophisches Gesamtkonzept des ‚guten Lebens‘. Sogar die Moral und die Sittlichkeit ordnet er dem Lustprinzip unter. Platon, Aristoteles und die Stoiker seien verblendete ‚Vernunftanbeter‘. Sie würden das Ziel des Lebens völlig verkennen und sich nur noch der Bewunderung des sittlich Schönen hingeben. Das, so Epikur, sei völlig falsch:
