Über diese Serie
In seinen Erzählungen gibt er uns einen tiefen Einblick in die Abgründe und die Grundstruktur zwischenmenschlicher Beziehung, einen Einblick, dem sich niemand entziehen kann. Auch wenn wir uns im normalen Leben nicht einfach in einen Käfer verwandeln und von der eigenen Familie ausgeschlossen oder totgesagt werden, empfinden wir als Leser doch die ganze Wucht dieser Exkommunikation. Kafka war sich der kathartischen Wirkung seiner Bücher durchaus bewusst: "...ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns."
Kafkas philosophische Wahrheit wird anhand von fünf ausgewählten Novellen, Kurzgeschichten und Romanen aufgezeigt. Worin besteht das Schicksal seiner Protagonisten? Woran zerbrechen sie? Gibt es ein wiederkehrendes oder gar durchgängiges Motiv des Scheiterns? Warum kennen wir dieses nur allzu gut aus unseren eigenen Erfahrungen und Träumen? Gibt uns Kafka am Ende den Schlüssel zum Verständnis der fundamentalen Struktur zwischenmenschlicher Beziehung?
Das Buch enthält über hundert Zitate aus Kafkas berühmtesten Werken. Es ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen.
Titel in dieser Serie (29)
- Große Denker in 60 Minuten - Band 3: Konfuzius, Buddha, Epikur, Descartes, Hobbes
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"Große Denker in 60 Minuten - Band 3" ist der dritte Sammelband der beliebten gleichnamigen Buchreihe. Er umfasst die fünf Einzelpublikationen "Konfuzius in 60 Minuten", "Buddha in 60 Minuten", "Epikur in 60 Minuten", "Descartes in 60 Minuten" und "Hobbes in 60 Minuten". Dabei wird der Kerngedanke des jeweiligen Denkers auf den Punkt gebracht und die Frage gestellt: "Was nutzt uns dieser Gedanke heute?" Vor allem aber kommen die Philosophen selbst zu Wort. So werden ihre wichtigsten Aussagen als Zitate in Sprechblasen grafisch hervorgehoben und ihre Herkunft aus den jeweiligen Werken angezeigt. Jeder der fünf Philosophen ist mit bis zu 100 solcher Zitate vertreten. Die spielerische, gleichwohl wissenschaftlich exakte Wiedergabe der einzelnen Denker ermöglicht dem Leser den Einstieg in die großen Fragen unseres Lebens. Denn jeder Philosoph, der zu Weltruhm gelangt ist, hat die Sinnfrage gestellt: Was ist es, was die Welt im Innersten zusammenhält? Herausgekommen sind dabei sehr unterschiedliche Antworten. Bei Konfuzius ist es die Suche nach dem Dao, nach dem richtigen Weg, der uns Menschen zueinander führt. Bei Buddha ist es die radikale Befreiung von den Bedürfnissen und die meditative Annäherung an das Nirvana. Dagegen sieht Epikur den Sinn des Lebens gerade im Zulassen unserer Lust und der Eingebundenheit des Daseins in seine Körperlichkeit. Descartes wiederum hat das Denken als das entscheidende Wesensmerkmal des Menschen erkannt, die Welt zu erforschen und zu beherrschen. Hobbes schließlich sieht das zentrale Moment im friedlichen Zusammenleben der Menschen durch die Staatengründung, also einem politischen Akt. Die Frage nach dem Sinn der Welt und somit dem Sinn unseres Lebens wird von den Philosophen also durchaus unterschiedlich beantwortet, doch eines steht fest: Jeder der fünf Denker hat aus seiner Perspektive einen Funken aus dem Kristall der Wahrheit herausgeschlagen.
- Große Denker in 60 Minuten - Band 2: Marx, Freud, Sartre, Camus, Heidegger
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"Große Denker in 60 Minuten - Band 2" ist der zweite Sammelband zur beliebten gleichnamigen Buchreihe. Er umfasst die fünf Einzelpublikationen "Marx in 60 Minuten", "Freud in 60 Minuten","Sartre in 60 Minuten", "Camus in 60 Minuten" und "Heidegger in 60 Minuten". Dabei wird der Kerngedanke des jeweiligen Denkers auf den Punkt gebracht und die Frage gestellt: "Was nützt uns dieser Gedanke heute?" Vor allem aber kommen die Philosophen selbst zu Wort. So werden ihre wichtigsten Aussagen als Zitate in Sprechblasen grafisch hervorgehoben und ihre Herkunft aus den jeweiligen Werken angezeigt. Jeder der fünf Philosophen ist mit 40 bis 80 solcher Zitate vertreten. Die spielerische, gleichwohl wissenschaftlich exakte Wiedergabe der einzelnen Denker ermöglicht dem Leser den Einstieg in die großen Fragen unseres Lebens. Denn jeder Philosoph, der zu Weltruhm gelangt ist, hat die Sinnfrage gestellt: Was ist es, was die Welt im Innersten zusammenhält? Herausgekommen sind dabei sehr unterschiedliche Antworten. Bei Marx sind es die Produktionsverhältnisse, also die Umstände, wie wir arbeiten und unsere Güter herstellen, die am Ende unser Lebensgefühl, unseren Geist und unsere Kultur bestimmen. Bei Freud ist es die Libido und somit unsere Triebenergie, die wir entweder ausleben, verdrängen oder sublimieren können. Bei Sartre ist es der absolut freie Wille, der die Menschen zwingt, sich erst zu dem zu machen, was sie sind und sein wollen. Bei Heidegger sind es die Befreiung aus der Seinsvergessenheit und die Suche nach der Eigentlichkeit des Daseins, die unserem Leben Orientierung geben können. Camus ist der einzige Philosoph in dieser Reihe, der auf die Sinnfrage keine Antwort hat. Es gibt keinen, so Camus, das Leben ist absurd und abhängig von einer Aneinanderreihung von Zufällen. Die Frage nach dem Sinn der Welt und somit dem Sinn unseres Lebens wird von den Philosophen also durchaus unterschiedlich beantwortet, doch eines steht fest: Jeder der fünf Denker hat aus seiner Perspektive einen Funken aus dem Kristall der Wahrheit herausgeschlagen.
- Große Denker in 60 Minuten - Band 5: Adorno, Habermas, Foucault, Rawls, Popper
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Große Denker in 60 Minuten - Band 5 ist der fünfte Sammelband der beliebten gleichnamigen Buchreihe. Er umfasst die fünf Einzelpublikationen "Adorno in 60 Minuten", "Habermas in 60 Minuten", "Foucault in 60 Minuten", "Rawls in 60 Minuten" und "Popper in 60 Minuten". Dabei wird der Kerngedanke des jeweiligen Denkers auf den Punkt gebracht und die Frage gestellt: "Was nutzt uns dieser Gedanke heute?" Vor allem aber kommen die Philosophen selbst zu Wort. So werden ihre wichtigsten Aussagen als Zitate in Sprechblasen grafisch hervorgehoben und ihre Herkunft aus den jeweiligen Werken angezeigt. Jeder der fünf Philosophen ist mit bis zu 100 seiner bedeutendsten Zitate vertreten. Die spielerische, gleichwohl wissenschaftlich exakte Wiedergabe der einzelnen Denker ermöglicht dem Leser den Einstieg in die großen Fragen unseres Lebens. Denn jeder Philosoph, der zu Weltruhm gelangt ist, hat die Sinnfrage gestellt: Was ist es, was die Welt im Innersten zusammenhält? Herausgekommen sind dabei sehr unterschiedliche Antworten. Bei Adorno ist es die dialektische Entwicklung der Zivilisation von der Steinzeit bis zum Kapitalismus mit der einhergehenden Entfremdung der Menschen von der Natur. Habermas sieht dagegen in diesem historischen Entwicklungsprozess die Chance, die Gesellschaft durch die emanzipatorische Kraft der Sprache im kommunikativen Handeln schrittweise zu verbessern. Foucault hingegen bleibt skeptisch und zeigt uns die ehernen Strukturen auf, in denen wir als moderne Individuen gefangen sind. Rawls entwickelt ein schillerndes Verfahren zur Herstellung idealer und gerechter Verhältnisse. Popper schließlich stellt eine ganz neue Wissenschaftstheorie auf, wonach jede wissenschaftliche Wahrheit nur vorläufigen Charakter hat und durch bessere Wahrheiten abgelöst werden müsse. Die Frage nach dem Sinn der Welt und somit dem Sinn unseres Lebens wird von den Philosophen also durchaus unterschiedlich beantwortet, doch eines steht fest: Jeder der fünf Denker hat aus seiner Perspektive einen Funken aus dem Kristall der Wahrheit herausgeschlagen.
- Große Denker in 60 Minuten - Band 4: Schopenhauer, Nietzsche, Wittgenstein, Kafka, Arendt
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"Große Denker in 60 Minuten - Band 4" ist der vierte Sammelband der beliebten gleichnamigen Buchreihe. Er umfasst die fünf Einzelpublikationen "Schopenhauer in 60 Minuten", "Nietzsche in 60 Minuten", "Wittgenstein in 60 Minuten", "Kafka in 60 Minuten" und "Arendt in 60 Minuten". Dabei wird der Kerngedanke des jeweiligen Denkers auf den Punkt gebracht und die Frage gestellt: "Was nutzt uns dieser Gedanke heute?" Vor allem aber kommen die Philosophen selbst zu Wort. So werden ihre wichtigsten Aussagen als Zitate in Sprechblasen grafisch hervorgehoben und ihre Herkunft aus den jeweiligen Werken angezeigt. Jeder der fünf Philosophen ist mit bis zu 100 seiner bedeutendsten Zitate vertreten. Die spielerische, gleichwohl wissenschaftlich exakte Wiedergabe der einzelnen Denker ermöglicht dem Leser den Einstieg in die großen Fragen unseres Lebens. Denn jeder Philosoph, der zu Weltruhm gelangt ist, hat die Sinnfrage gestellt: Was ist es, was die Welt im Innersten zusammenhält? Herausgekommen sind dabei sehr unterschiedliche Antworten. Bei Schopenhauer ist es der "blinde Wille", der alle Wesen auf der Erde antreibt, bei Nietzsche der "Wille zur Macht", der den Menschen die radikale individuelle Selbstverwirklichung nahelegt. Wittgenstein wiederum sieht in der Sprache und den alltäglichen Sprachspielen das zentrale Moment, das unser Dasein und die gesamte Gesellschaft prägt. Kafka hingegen hat eine eher verborgene und sehr fragile Dimension unseres Lebens entdeckt, die Dimension der zwischenmenschlichen Beziehung und ihrer Schattenseiten. Arendt schließlich gibt uns mit der These von der "Banalität des Bösen" einen großartigen Einblick in die Moralität und Amoralität ganzer Gesellschaften. Die Frage nach dem Sinn der Welt und somit dem Sinn unseres Lebens wird von den Philosophen also durchaus unterschiedlich beantwortet, doch eines steht fest: Jeder der fünf Denker hat aus seiner Perspektive einen Funken aus dem Kristall der Wahrheit herausgeschlagen.
- Heidegger in 60 Minuten
Heidegger ist zweifellos einer der bedeutendsten Denker des Abendlandes. Er selbst bezeichnete seine Philosophie als „Fundamentalontologie“, da er die tiefsten Fundamente des menschlichen Weltverstehens aufzeigen wollte. Ihn interessiert über die Einzelwissenschaften hinausgehend der zu Grunde liegende Sinn des Lebens als Ganzes. Seine zentrale Frage lautet deshalb: „Was ist der Sinn von Sein?“ Wenn wir aber nach dem Sinn von Sein und damit dem Sinn des Lebens fragen, müssen wir, so Heidegger, zu allererst erforschen, wer derjenige ist, der diese Frage stellt. Der Fragesteller ist der Mensch selbst, der als einziges Lebewesen auf der Welt diese Frage stellen kann und stellen muss. Der Mensch sucht ständig nach Orientierung. Deshalb beschreibt Heidegger das Leben des Menschen auch als eine große Herausforderung. Es lebt sich nicht von selbst, sondern bedarf ständiger Entscheidungen. Dabei können wir den Sinn unseres Lebens auch total verfehlen. Heidegger stellt die provokative These auf, dass die meisten Menschen in einem „uneigentlichen Modus“ des Daseins leben. Er konfrontiert uns mit der Tatsache, dass wir in der Regel nur das tun, was ‚man’ eben so tut. ‚Man’ geht zur Schule, ‚man’ studiert, ‚man’ verdient möglichst viel Geld, ‚man’ macht Urlaub. Statt unser eigenes Leben zu verwirklichen, bewegen wir uns in den ausgetretenen Bahnen der anderen. Woher aber weiß ich, welches Leben mir entspricht? Wie finde ich meine Bestimmung? Das Buch „Heidegger in 60 Minuten“ erklärt anhand der wichtigsten Zitate dessen berühmte „Daseinsanalyse“ auf verständliche Weise. Es entführt den Leser auf eine abenteuerliche Reise zu den tiefsten Strukturen seiner Existenz. Es gibt wohl kaum jemanden, der bei der Lektüre der Kapitel über den „Sorgecharakter des Daseins“ und der „Angst vor dem Nichts“ nicht seine eigenen Lebenserfahrungen in die von Heidegger offen gelegten Strukturen hineinprojiziert und sich darin wiedererkennt. Im Kapitel „Was nutzt uns Heideggers Entdeckung heute?“ wird dann die weitreichende und aktuelle Bedeutung seiner Gedanken für unser persönliches Leben und unsere Gesellschaft aufgezeigt. Das Buch ist in der beliebten Reihe „Große Denker in 60 Minuten“ erschienen.
- Große Denker in 60 Minuten - Band 1: Platon, Rousseau, Smith, Kant, Hegel
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"Große Denker in 60 Minuten - Band 1 " ist der erste Sammelband der beliebten gleichnamigen Buchreihe. Er umfasst die fünf Einzelpublikationen "Platon in 60 Minuten", "Rousseau in 60 Minuten", "Smith in 60 Minuten", "Kant in 60 Minuten" und "Hegel in 60 Minuten". Dabei wird der Kerngedanke des jeweiligen Denkers auf den Punkt gebracht und die Frage gestellt: "Was nützt uns dieser Gedanke heute?" Vor allem aber kommen die Philosophen selbst zu Wort. So werden ihre wichtigsten Aussagen als Zitate in Sprechblasen grafisch hervorgehoben und ihre Herkunft aus den jeweiligen Werken angezeigt. Jeder der fünf Philosophen ist mit 40 bis 80 seiner besten Aussagen vertreten. Die spielerische, gleichwohl wissenschaftlich exakte Wiedergabe der einzelnen Denker ermöglicht dem Leser den Einstieg in die großen Fragen unseres Lebens. Denn jeder Philosoph, der zu Weltruhm gelangt ist, hat die Sinnfrage gestellt: Was ist es, was die Welt im Innersten zusammenhält? Herausgekommen sind dabei sehr unterschiedliche Antworten. Bei Platon ist es beispielsweise die Idee des Guten, der wir unsere Seele öffnen sollen, bei Rousseau unsere innere ursprüngliche Natur, der wir einzig und allein noch vertrauen können, bei Adam Smith das Eigeninteresse, das alle Individuen antreibt und sich am Ende durch eine unsichtbare Hand in Allgemeinwohl verwandelt. Bei Kant ist es die Anwendung des Verstandes, die uns befreit und zu außerordentlichen moralischen Leistungen befähigt. Bei Hegel schließlich wird alles durch die dialektische Entfaltung des Weltgeistes zusammengehalten, der sich durch die Taten der Individuen und Nationen von Epoche zu Epoche vorantreibt, bis er am Ende sein großes Ziel erreicht. Die Frage nach dem Sinn der Welt und somit dem Sinn unseres Lebens wird von den Philosophen also durchaus unterschiedlich beantwortet, doch eines steht fest: Jeder der fünf Denker hat aus seiner Perspektive einen Funken aus dem Kristall der Wahrheit herausgeschlagen.
- Kant in 60 Minuten
Immanuel Kant gilt als der bedeutendste Philosoph aller Zeiten. Tatsächlich machte er im 18. Jahrhundert zwei große Entdeckungen, die uns bis heute in Atem halten. Zum einem begründete er den weltweit gültigen ‚kategorischen Imperativ’, zum anderen gelang es ihm als erstem Philosophen überhaupt, die uralte Menschheitsfrage zu beantworten, wie in unserem Gehirn Erkenntnisse zu Stande kommen. In seinem Hauptwerk, der ‚Kritik der reinen Vernunft’, untersuchte er auf über tausend Seiten die Funktionsweise des menschlichen Denkapparates. Er stellte die kritische Frage: Was kann der Mensch überhaupt mit Sicherheit erkennen und was nicht? Daran arbeitete er wie ein Besessener. Nach 11 Jahren gab er der Menschheit seine Antwort und die hatte es in sich. Unsere Vernunft, so Kant, ist nur in der Lage, das mit Sicherheit zu erkennen, was wir zuvor auch mit unseren fünf Sinnen gesehen, gehört, gerochen, geschmeckt oder ertastet haben. Deshalb kann man beispielsweise Gott weder erkennen noch beweisen, da er keinen Körper und keine Anschauung hat. Kant gab damit den Forschern erstmals ein sensationell einfaches und perfektes logisches Instrumentarium an die Hand, das bis heute Gültigkeit hat und alle Ergebnisse weltweit vergleichbar macht. Jede Theorie, so gut sie auch sein mag, muss immer, so Kant, durch Anschauungen, also beispielsweise durch wiederholbare Experimente beweisbar sein. In seinem zweiten Hauptwerk der „Kritik der praktischen Vernunft“ machte er den ebenso unbescheidenen Versuch, ein für alle Mal die Frage zu beantworten, wie der Mensch am besten handeln soll. Gibt es einen Maßstab für ethisch korrektes Handeln? Auch hier kam er zu einer spektakulären Antwort, die bis heute auf der ganzen Welt Aufsehen erregt. Das Buch „Kant in 60 Minuten“ erklärt die beiden Hauptwerke Kants auf lebendige Weise anhand von über achtzig zentralen Zitaten und vielen Beispielen. Im Kapitel „Was nützt uns Kants Entdeckung heute?“ wird dann die enorme Bedeutung seiner Gedanken für unser persönliches Leben und unsere Gesellschaft aufgezeigt. Das Buch ist in der beliebten Reihe „Große Denker in 60 Minuten“ erschienen.
- Freud in 60 Minuten
Der Wiener Arzt und Psychoanalytiker Sigmund Freud hypnotisierte seine Patienten, deutete ihre Träume und entdeckte dabei die Dimension des Unbewussten. Jeder Mensch, so Freud, hat verborgene Wünsche, Sehnsüchte und Triebe, die ihn unterschwellig beeinflussen. Dabei spielen auch Lust und Sexualität von Kindheit an eine große Rolle. Der Säugling lebt noch ganz nach dem „Lustprinzip“, nimmt alles in den Mund, schreit wenn er etwas begehrt und lacht, wenn es ihm gut geht. Doch er muss bald lernen, dass er den Eltern, den Lehrern und der Gesellschaft mit ihren Regeln gehorchen muss. Das infantile „Lustprinzip“, so Freud, wird brutal vom „Realitätsprinzip“ abgelöst. Jeder Erdenbürger macht diese Erfahrung. Dabei – und bei der Entwicklung unserer Sexualität und unserer Beziehungen kommt es manchmal zu Kränkungen und Traumatisierungen. Freud war Arzt und praktizierte eine revolutionäre Behandlungsmethode, die Psychoanalyse. Er entdeckte als Erster, dass das Lebensgefühl der Menschen oft aus Erlebnissen herrührt, die man zwar nicht ändern aber emotional neu bewerten kann. Mehr noch: Freud erklärt uns eindrucksvoll, wie unser „psychischer Apparat“ Tag für Tag funktioniert und wir in jeder Sekunde blitzschnell unsere Triebe, Gedanken und Wahrnehmungen verarbeiten. Nicht ohne Grund wurde Freud von Lesern der New York Times zum bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts gewählt. In dem kleinen Buch „Freud in 60 Minuten“ wird dessen revolutionäre und neuartige Sicht auf den Menschen an vielen Beispielen und mit über vierzig Zitaten schrittweise erklärt. Denn alle wichtigen Bausteine seiner Theorie von der oralen Phase, dem Ödipuskomplex, dem Triebkonflikt, der Sublimierung, der Verdrängung, dem Widerstand, der Symptombildung, der Übertragung bis hin zur Therapie bauen aufeinander auf. Im zweiten Teil des Buches wird gefragt: „Was nützt uns Freuds Entdeckung heute?“ Es ist erstaunlich, wie wichtig und hilfreich seine Erkenntnisse für unsere ganz persönliche Lebensgestaltung sein können, wenn man sie richtig anwendet. Das Buch ist in der beliebten Reihe „Große Denker in 60 Minuten“ erschienen.
- Habermas in 60 Minuten
Die große philosophische Entdeckung von Habermas ist furios und bescheiden zugleich. Furios, weil Habermas fast zweihundert Jahre nach den großen Geschichtsphilosophen Hegel und Marx noch einmal versucht, den Sinn der gesamten Menschheitsgeschichte zu entschlüsseln und aufzeigt, dass es ein vernünftiges Entwicklungsziel gibt; bescheiden, weil er die Möglichkeit der Menschheit, die Zukunft vernünftig zu gestalten ohne jedes Pathos beschreibt und aus einem Alltagsphänomen herleitet: der Sprache. Nicht mehr der Weltgeist wie bei Hegel oder der Klassenkampf wie bei Marx, sondern die Sprache ist der eigentliche Motor der Entwicklung. Denn die sprachliche Verständigung, so Habermas, wird in ihrer Entfaltung die gesamte Menschheit miteinander verbinden. In der Struktur unserer Sprache ist nämlich bereits der Wunsch nach einem zwanglosen Austausch und einer immer weiter gehenden Verständigung angelegt. Denn sobald ein Mensch irgendwo auf der Welt mit einem anderen spricht, kann er nicht anders, als bewusst oder unbewusst vier universale Geltungsansprüche zu stellen und einzuhalten. Zum Beispiel will jeder, wenn er spricht, auch verstanden werden. Was so einfach beginnt, endet in einer umfassenden Entwicklungshypothese. Im kommunikativen Handeln und somit in der Sprache ist, so Habermas, ein hartnäckiger Vernunftanspruch angelegt, selbst wenn dieser immer wieder unterdrückt wird. Zwingt uns die Sprache tatsächlich zur Mündigkeit? Gibt es eine solche emanzipatorische Kraft oder ist die Sprache am Ende doch nur ein neutrales Werkzeug? Und wenn die Sprache tatsächlich die Menschheit zusammenwachsen lässt, warum gibt es dann noch Kriege? Habermas beantwortet all diese Fragen. Darüber hinaus empfiehlt er uns den herrschaftsfreien Diskurs. Die Sprache enthält zwar den Keim und das Ziel der weltweiten Verständigung, aber dieser Prozess ist kein Selbstläufer. Wir können, so Habermas, die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich die kommunikative Rationalität stärker entfalten kann. Mit seiner berühmten Diskursethik gibt er uns ein schillerndes Werkzeug an die Hand. Das Buch "Habermas in 60 Minuten" erklärt den Kern seiner Philosophie anhand von über 60 zentralen Zitaten und vielen Beispielen. Im Kapitel "Was nützt uns die Entdeckung von Habermas heute?" wird dann die aktuelle Bedeutung seiner kritischen Theorie für unser persönliches Leben und unsere Gesellschaft aufgezeigt. Das Buch ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen.
- Marx in 60 Minuten
Nie zuvor und nie mehr danach hatte ein einzelner Philosoph eine solch ungeheure Wirkung wie Karl Marx. Seine große Vision der eigentumslosen Gesellschaft fand weltweit Gehör und hatte historische Auswirkungen. Revolutionäre, Parteien, Regierungen und ganze Staaten beriefen sich auf ihn und seine Philosophie. Der Marxismus verbreitete sich rund um den Globus. In so unterschiedlichen Ländern wie Russland, China, Vietnam, Kuba, Nicaragua und Mosambik, aber auch in vielen weiteren Staaten kam es zu Revolutionen, bis fast ein Drittel der gesamten Menschheit im Kommunismus lebte. Etwa hundert Jahre nach dem Tod von Marx ging die von ihm ins Leben gerufene kommunistische Welt wieder unter. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs meinten viele, Marx habe sich geirrt und der Kapitalismus sei letztlich doch das einzig erfolgversprechende Wirtschaftssystem. Man hoffte, Demokratie, Marktwirtschaft und die gerechte Verteilung des Wohlstandes unter einen Hut zu bringen. Doch dieser Optimismus währte nicht lange. Die globalen Wirtschafts- und Finanzkrisen der letzten Jahrzehnte haben den Glauben an die Selbstregulierung der Marktwirtschaft tief erschüttert. Es zeigt sich immer deutlicher, dass der Kapitalismus tatsächlich die strukturellen Schwächen aufweist, die Marx in seinem Hauptwerk, „das Kapital“ beschrieben hat. Einige Prognosen von Marx, wie die zunehmende Monopolisierung und die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich, sind bereits eingetroffen. Weitere zeichnen sich am Horizont der gesellschaftlichen Entwicklung ab. Seine scharfsinnige Kritik am Kapitalismus ist daher aktueller denn je. Keine Frage – Marx hat uns immer noch viel zu sagen. Das Buch „Marx in 60 Minuten“ erklärt anhand von siebzig zentralen Zitaten anschaulich und mit großer Klarheit die materialistische Geschichtsphilosophie, die Basis-Überbau-Theorie, die Religionskritik und die brandaktuellen Analysen zu Mehrwert, Akkumulation und Verelendung aus dem „Kapital“. Im zweiten Teil des Buches mit der Überschrift „Was nützt uns die Entdeckung von Marx heute?“ werden seine Erkenntnisse auf die gegenwärtige Situation angewendet. Das Buch ist in der beliebten Reihe „Große Denker in 60 Minuten“ erschienen.
- Camus in 60 Minuten
Albert Camus war schon zu Lebzeiten als erfolgreicher Schriftsteller, Philosoph und Frauenheld eine Legende. Seine philosophische Entdeckung ist bis heute eine Provokation. Denn wie alle großen Philosophen stellte Camus die Frage nach dem Sinn des Lebens. Doch seine Antwort fällt völlig aus dem Rahmen. Natürlich wird die Sinnfrage seit jeher unterschiedlich beantwortet. Für Platon ist es das Gute, das die Welt im Innersten zusammenhält; für Hegel der Weltgeist, für Marx die Produktionsverhältnisse, für Sartre die Freiheit, für Nietzsche der Wille zur Macht und für Habermas die Entfaltung der kommunikativen Vernunft. Im Grunde gibt jeder Philosoph eine eigene Antwort auf die Sinnfrage. Nicht so Camus. Er hat keine. Schlimmer noch, er gibt eine Antwort, aber diese ist äußerst ernüchternd. Auf die Frage „Was ist der Sinn des Lebens?“ entgegnet er schlicht und einfach: Es gibt keinen. Das Leben ist absurd. Wir planen zwar immer voraus und treffen Entscheidungen, letztlich aber hängt unser ganzes Leben dann doch von einer Reihe von Zufällen ab, die wir nicht beeinflussen können. Auch gibt es kein wirkliches Ziel. Unsere Aufgabe ist es aber, stolz und unverzagt weiterzuleben. Camus vergleicht das Leben des Menschen mit dem Mythos von Sisyphos. Dieser versucht unermüdlich, eine Kugel den Berg hinaufzuschieben, obwohl sie ihm immer wieder herunterrollt. Doch gerade in diesem scheinbar sinnlosen und absurden Tun liegt die Chance auf ein erfülltes Leben. Camus verrät uns, wie wir mit der Absurdität leben können. Wir müssen uns, so Camus, Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen. Das Buch „Camus in 60 Minuten“ erklärt anhand ausgewählter Zitate und Beispiele die Theorie des Absurden, wie sie uns Camus selbst in seinen philosophischen Hauptwerken „Der Mythos des Sisyphos“ und „Der Mensch in der Revolte“ präsentiert. In dem Kapitel „Was nützt uns Camus‘ Entdeckung heute?“ wird der von ihm empfohlene „absurde Lebensstil“ beschrieben. Camus schillernde Beispiele von absurden Lebensentwürfen und seine Vorschläge, wie man dem Absurden am besten begegnet und ein Leben ohne Gott und ideologische Orientierung führt, sind gerade in modernen Gesellschaften von kraftvoller Aktualität. Das Buch ist in der beliebten Reihe „Große Denker in 60 Minuten“ erschienen.
- Platon in 60 Minuten
Platons große Entdeckung war ebenso bahnbrechend wie folgenreich. Mit seiner "Ideenlehre" prägte er die gesamte abendländische Kultur. Sein Name ist auf der ganzen Welt bekannt. Vor über 2000 Jahren hat Platon in seinem Höhlengleichnis einen ungeheuren Verdacht geäußert: Die Menschen sehen viele Schatten an einer Höhlenwand und halten diese Schatten für echte Gestalten. Mit dem Gleichnis wollte Platon seine Zeitgenossen wachrütteln, nicht länger in einer manipulierten Scheinwelt zu leben, ohne die wahre Welt zu erkennen. Die Athener würden sich von materiellen Genüssen, Reichtum und demagogischen Politikern blenden lassen. Sein Verdacht ist gerade heute im digitalen Zeitalter erstaunlich aktuell. Laufen wir nicht auch Gefahr, uns durch Internet, Handy und TV-Konsum in medialen Schattierungen und Projektionen zu verlieren? Um die Wahrheit zu erkennen, so Platon, muss der Mensch wieder lernen mit dem inneren Auge zu sehen. Wir sind in der Lage die Wahrheit zu spüren, wenn es uns gelingt, hinter die bloßen Erscheinungen zu blicken. Denn es gibt hinter den uns umgebenden Alltagsgegenständen und der sichtbaren Welt eine zweite unsichtbare Wirklichkeit, eine Art höhere Seinsebene, die uns die wahre Welt enthüllen kann. Diese zweite Wirklichkeit ist das Reich der Ideen, insbesondere der Ideen des Guten, Wahren und Schönen, an denen wir uns orientieren sollten. Aber was genau sind nun diese Ideen? Woher kommen sie? Was meint Platon, wenn er vom Guten spricht? Und vor allem, wie können wir es erkennen und ein entsprechendes Leben führen? Das Buch "Platon in 60 Minuten" erklärt insbesondere am Wagengleichnis, am Sonnengleichnis und am Höhlengleichnis Platons faszinierende Welt der Ideen. Aber auch seine große politische Vision vom idealen Staat mit Philosophen-Königen an der Spitze wird anhand der wichtigsten Zitate dargestellt. Im Kapitel "Was nützt uns Platon heute noch?" zeigt sich die erstaunliche Aktualität und Brisanz seiner Philosophie. Das Buch ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen.
- Sartre in 60 Minuten
Sartre ist zweifellos einer der bedeutendsten Philosophen des zwanzigsten Jahrhunderts. Seine Existenzphilosophie beeinflusste nicht nur die akademische Diskussion, sondern die gesamte westliche Zivilisation, insbesondere die europäische Jugend. In Frankreich gab es nach dem zweiten Weltkrieg bis in die 60er Jahre hinein eine eigene Jugendkultur. Schüler, Studenten, Künstler und Intellektuelle trugen als Zeichen ihrer existenzialistischen Einstellung schwarze Kleidung und Hornbrillen, wie sie Sartre selbst zu tragen pflegte. Das Motto der Existenzialisten lautete: Lass dir von niemandem sagen, wie du zu leben hast. Lebe aufrichtig und intensiv, sowohl hinsichtlich deiner Liebesbeziehungen und Freundschaften, als auch deines politischen Engagements. Sartre war der große Philosoph der Freiheit. Kein anderer Philosoph hat so sehr die menschliche Willensfreiheit betont. Und weil der Mensch frei ist, muss er aus seinem Leben etwas machen und so leben, wie er es selbst für richtig hält, notfalls auch gegen gesellschaftliche Regeln und Traditionen. Sartre beispielsweise war engagierter Kriegsgegner, kämpfte für eine gerechtere Gesellschaft, schrieb zahlreiche Petitionen und führte mit seiner Lebensgefährtin Simone de Beauvoir eine sogenannte „offene Beziehung“. In seinem Hauptwerk „Das Sein und das Nichts“ ergründete Sartre zudem als einer der ersten Philosophen das Wesen der „Liebe“. Wie funktioniert die Liebe wirklich? Was bedeutet es, ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen? Wie frei sind wir? Das Buch „Sartre in 60 Minuten“ erklärt die wichtigsten Thesen Sartres textnah und verständlich anhand von über fünfzig ausgewählten Zitaten. Im Zentrum stehen dabei seine Gedanken zur Freiheit und zur Struktur der zwischenmenschlichen Beziehung. Im Kapitel „Was nutzt uns Sartres Entdeckung heute?“ wird dann die Bedeutung seiner Gedanken für unser persönliches Leben und unsere Gesellschaft aufgezeigt. Das Buch ist in der beliebten Reihe „Große Denker in 60 Minuten“ erschienen.
- Rawls in 60 Minuten
John Rawls ist der wohl bedeutendste philosophische Denker Amerikas. Sein Hauptwerk 'Eine Theorie der Gerechtigkeit' erfuhr kurz nach seinem Erscheinen im Jahr 1971 einen kometenhaften Aufstieg und wurde bereits zu seinen Lebzeiten weltweit diskutiert. Schon der Titel ist provokativ. Denn eine allgemeinverbindliche 'Theorie der Gerechtigkeit', so die vorherrschende Meinung, kann es doch eigentlich gar nicht geben, da diese immer eine Frage des Standpunktes ist. Was dem einen gerecht erscheint, hält ein anderer für ungerecht. Doch Rawls hat es tatsächlich geschafft, eine perfekt begründete und allgemeingültige Definition von Gerechtigkeit zu geben, genauer gesagt davon, was eine absolut gerechte Gesellschaft ausmacht. Um diese zeitlose und allgemeinverbindliche Definition zu finden, entwickelte er sein berühmt gewordenes und brillantes Verfahren - die Abstimmung unter dem 'Schleier des Nichtwissens'. Wenn wir Menschen nämlich absolut fair und objektiv über die gerechte Verteilung von Besitz, Einkommen, Bildung und unsere anderen Lebenschancen abstimmen sollen, dann darf niemand im Vorfeld der Abstimmung wissen, ob er z.B. in der künftigen Gesellschaft arm oder reich, Mann oder Frau, Arbeiter oder Unternehmer, gebildet oder ungebildet, begabt oder weniger talentiert ist. Ansonsten würde beispielsweise ein Reicher große Einkommensunterschiede gerecht, ein Armer ungerecht finden. Erst der 'Schleier des Nichtwissens', so Rawls wörtlich, 'zwingt jeden, das Wohl der anderen in Betracht zu ziehen'. Denn jeder muss mit allem rechnen. Eine solche verschleierte Abstimmung wird es zwar in der Realität nicht geben, aber, so argumentiert Rawls, wenn es sie gäbe und man sie zu Ende denken würde, dann käme man durch sie zu den einzigen beiden absolut gerechten Prinzipien der Gesellschaft: dem Gleichheits- und dem Unterschiedsprinzip. An ihnen muss man die Qualität jeder modernen Gesellschaft messen. Was bedeuten sie im Einzelnen? Warum ist unsere derzeitige Gesellschaft nach Rawls in vielerlei Weise ungerecht? Und - funktioniert das Gedankenexperiment von Rawls auch in anderen Bereichen? Wenn wir beispielsweise nicht wüssten, ob wir in einer künftigen Gesellschaft Menschen oder Tiere sind, würden wir uns dann womöglich für eine vegetarische Gesellschaft entscheiden? Ohne Zweifel entzündet Rawls mit seiner 'Theorie der Gerechtigkeit' ein ganzes Feuerwerk von bahnbrechenden Gedanken. Das Buch ist in der beliebten Reihe 'Große Denker in 60 Minuten' erschienen.
- Rousseau in 60 Minuten
Rousseau war zweifellos ein genialer Geist, der alle tradierten Werte in Frage stellte. Sein ganzes Leben lang war er vor allem eines: Dagegen! So war er gegen die Monarchie, gegen die Kirche, gegen den bestehenden Staat, gegen die Ungleichheit, gegen die traditionelle Kindererziehung, gegen die Ehe und natürlich gegen den technischen Fortschritt und die Zerstörung der Natur. Modern formuliert könnte man sagen, er war ein professioneller Aufwiegler. Sein Markenzeichen war sein Widerspruchsgeist. Die meiste Zeit seines Lebens befand sich Rousseau auf Wanderschaft oder auf der Flucht. Mal wurde er von der Kirche, mal von Regierungen verschiedener Nationen gejagt. Doch alle Haftbefehle gegen ihn nutzten nichts. Rousseau schrieb das Buch der „Staatsvertrag“, bereitete mit seiner radikalen Forderung nach Demokratie die Französische Revolution vor und wurde durch seine berühmten Diskurse zur Umweltzerstörung und Entfremdung von der Natur zum Pionier des ökologischen Denkens. Und nicht genug damit: Am Ende begründete er auch noch eine neue revolutionäre Pädagogik, die wir heute als „antiautoritäre Erziehung“ kennen. Das Buch „Rousseau in 60 Minuten“ erklärt anhand von über siebzig Zitaten die Kerngedanken seines Werkes. Den entscheidenden Impuls bekam er auf dem Weg zu seinem Freund Diderot, der gerade im Gefängnis einsaß. Im Gehen las Rousseau die Zeitung „Mercure de France“. Die Leser wurden aufgefordert, die Preisfrage zu beantworten, ob die Menschen mit zunehmendem Fortschritt auch moralisch besser würden? Alle antworteten mit „Ja“. Außer Rousseau. Der Mensch, so schrieb er, sei von Natur aus gut; böse würde er erst durch die Gesellschaft und die Zivilisation. Mit dieser provokativen These gewann er und wurde in ganz Europa berühmt. Denn er hatte als erster Philosoph das Problem der gesamten modernen Welt erkannt. Der edle Wilde, streift noch frei durch die Wälder. Wir verbringen unser Leben in viereckigen Büros und verlieren mehr und mehr unsere Instinkte und unsere Freiheit. Vor allem aber, so kritisierte Rousseau, lebt der moderne Mensch nur noch „in den Augen anderer“, das heißt wir gehen zunehmend im Mainstream auf. Hat Rousseau Recht? Sind wir zu angepasst? Haben wir unsere Instinkte verloren? Und vor allem: Was können wir tun? Das Buch ist in der beliebten Reihe „Große Denker in 60 Minuten“ erschienen.
- Nietzsche in 60 Minuten
Friedrich Nietzsche gilt unter allen Philosophen als der Provokativste und Umstrittenste. Denn er hat eine ungeheure Forderung aufgestellt. Wir modernen Menschen müssen uns weiterentwickeln und zu "Übermenschen" werden. Das bedeutet vor allem, die Frage nach dem Sinn des Lebens völlig neu zu beantworten. In früheren Zeiten konnten wir unsere Identität und unseren Lebenssinn noch aus der Religion gewinnen. Das geht heute nicht mehr, denn so Nietzsche: "Gott ist tot!". Dieser kleine Satz ging um die ganze Welt. Der Mensch, so Nietzsche, hat sich nach vielen Jahrhunderten vom Jenseitsglauben befreit und kann nun sein Leben selbst in die Hand nehmen. Doch die meisten Menschen schaffen es nicht, die Leere zu ertragen, die der Tod Gottes hinterlassen hat. Sie suchen ihr Seelenheil in diesseitigen Heilsversprechen wie dem Nationalismus, dem Sozialismus, dem Antisemitismus oder dem Kapitalismus. Statt neuen Götzen, so Nietzsche, sollten wir endlich uns selbst vertrauen, unsere Freiheit nützen und unseren "Willen zur Macht" entfalten. Der "Wille zur Macht" ist als Potential und Triebkraft in allen Pflanzen, Tieren und Menschen gleichermaßen angelegt. So wie die Blumen sich nach der Sonne strecken und die Tiere nach Nahrung suchen, müssen auch wir Menschen unser Leben jeden Tag sichern und steigern. Im Alltag kommt man nicht umhin, dies auch auf Kosten anderer zu tun. Wer sich beispielsweise auf einen Abteilungsleiterjob bewirbt und diesen bekommt, verursacht zwangsläufig Enttäuschung bei den abgelehnten Mitbewerbern. "Man fördert sein Ich stets auf Kosten des Andern", so Nietzsche. Und dennoch äußert sich der "Wille zur Macht" sehr unterschiedlich. Der Künstler, der Familienvater, der Politiker, der Unternehmer, der Angestellte und überhaupt jeder Mensch muss seinen ganz eigenen Weg zur Selbstentfaltung finden. "Werde, der du bist!" und "Sei dein eigener Gesetzgeber!", empfiehlt uns Nietzsche. Was aber bedeutet das konkret? Kann ich tatsächlich mein eigener Gesetzgeber werden? Muss ich mich dann an keine Moral mehr halten? Und vor allem - wie können wir konkret zum "Übermenschen" werden? Nietzsche gibt brandaktuelle und spannende Antworten. Das Buch "Nietzsche in 60 Minuten" erklärt seine furiose Philosophie Schritt für Schritt anhand von 160 seiner bedeutendsten Zitate. Im Kapitel "Was nützt uns Nietzsches Entdeckung heute?" wird seine zeitlos gültige Botschaft präzisiert. Das Buch ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen.
- Smith in 60 Minuten
Ausgerechnet ein schottischer Moralphilosoph ist der geistige Urvater des Kapitalismus. Adam Smith hat 1776 als Erster das Grundprinzip der Marktwirtschaft erkannt und beschrieben. Sein Hauptwerk „Der Wohlstand der Nationen“ gilt noch heute als die Bibel des Kapitalismus. Und tatsächlich war es nach der Heiligen Schrift zehn Jahre lang das meistübersetzte Buch der Erde. Die Theorie der „Unsichtbaren Hand“ von Smith ging wie ein Lauffeuer um die ganze Welt und ist bis heute das Herzstück des kapitalistischen Marktmodells. Smith generierte die Zauberformel vom freien Spiel von Angebot und Nachfrage. Mehr noch – er lieferte auch die philosophisch anthropologische Rechtfertigung für die kapitalistische Produktionsweise. Der Mensch, so Smith, ist von Natur aus egoistisch und auf sein Eigeninteresse bedacht. Und genau dieser Naturanlage kommt die Marktwirtschaft entgegen, indem sie jedem die Chance gibt, seinen Wohlstand zu vermehren. Am Ende nützt dies allen. Indem nämlich jeder daran arbeitet, seine eigene Lebensqualität zu steigern, fördert er wie durch eine unsichtbare Hand geführt – ohne es zu wollen – auch das Wohl der Allgemeinheit. Gibt es tatsächlich eine solche Verwandlung egoistischer Energie in gesellschaftlichen Wohlstand? Wie funktioniert das Marktmodell? Kann man wirklich der Wirtschaft freien Lauf lassen? Ist der Kapitalismus naturgemäß? Das Buch „Smith in 60 Minuten“ erklärt die scharfsinnige Theorie des Philosophen und Ökonomen Adam Smith anhand von über fünfzig zentralen Zitaten auf verständliche Weise. Im Kapitel „Was nützt uns die Entdeckung von Smith?“ werden abschließend der Siegeszug seines Marktmodells, aber auch die katastrophalen Krisen und Folgen des Kapitalismus diskutiert. Spitzenpolitiker, Banker und wirtschaftspolitische Eliten kennen Adam Smith in- und auswendig. Im Grunde aber sollte jeder Mensch, der in der Marktwirtschaft lebt – und das tun wir heute fast alle – mit dem Kerngedanken von Smith vertraut sein. Der Mechanismus der „Unsichtbaren Hand“ und das „freie Spiel von Angebot und Nachfrage“ sind nämlich mehr als bloße Theorie. Sie sind die Herzkammer der kapitalistischen Welt. Es ist unumgänglich, die wirtschaftliche und philosophische Grundlage der Gesellschaftsordnung zu kennen, in der wir leben. Das Buch ist in der beliebten Reihe „Große Geister in 60 Minuten“ erschienen.
- Adorno in 60 Minuten
Adorno ist einer der intellektuellsten und charismatischsten Denker der Philosophiegeschichte. Der kahlköpfige Professor mit der Hornbrille stellte unserer modernen Zivilisation eine fatale Diagnose aus - vielleicht die fatalste Diagnose, die überhaupt möglich ist: Wir haben uns zwar durch die Wissenschaft, den Kapitalismus und die staatliche Verwaltung zu Herren über die Natur aufgeschwungen und diese komplett unter Kontrolle gebracht, uns damit aber gleichzeitig selbst versklavt. Wir sind am Ende manipulierte Opfer der von uns geschaffenen Massen- und Konsumgesellschaft. Unser ganzes Leben vollzieht sich nur noch in Trugbildern, ohne dass wir deren Hülle durchstoßen können. "Es gibt kein richtiges Leben im falschen." Dieser berühmt gewordene und viel zitierte Satz von Adorno steht bis heute für die Verunsicherung und Widersprüchlichkeit des modernen Menschen. Einerseits genießen wir in der westlichen Zivilisation wie nie zuvor die medizinischen und technischen Segnungen des Kapitalismus, andererseits spüren wir, dass wir uns verlieren und zu Knechten werden. Viele Menschen verkaufen tagsüber ihre Arbeitskraft als Ware und verbringen den Abend vor dem Fernsehapparat, der ihnen eine konfektioniert fröhliche und abenteuerliche Welt suggeriert, die sie längst verloren haben. Selbst seine Kritiker gestehen Adorno zu, dass er mit seiner Fundamentalkritik am modernen Kapitalismus etwas erkannt hat, das bis heute nur wenig von seiner Schärfe verloren hat. Führen wir tatsächlich ein falsches Leben? Sind wir alle komplett manipuliert? Und wenn ja - woher weiß Adorno selbst, dass es so ist? Ist das Projekt der Aufklärung, die Menschheit durch Vernunft und Wissenschaft vom Aberglauben zu befreien, tatsächlich in sein Gegenteil umgeschlagen, wie Adorno behauptet? Hat er Recht - und am Ende führt gerade die heute so gefeierte Wissenschaft in die Gefahr einer neuen Barbarei? Adorno gibt höchst spannende und eigenwillige Antworten. Das Buch "Adorno in 60 Minuten" erklärt seine Hauptwerke, die "Dialektik der Aufklärung", die "Minima Moralia" und die "Negative Dialektik" Schritt für Schritt anhand von über 50 zentralen Zitaten und vielen griffigen Beispielen. Im Kapitel "Was nutzt uns die Entdeckung von Adorno heute?" wird dann die brandaktuelle Bedeutung seiner kritischen Theorie für unser persönliches Leben und unsere Gesellschaft aufgezeigt. Das Buch ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen.
- Wittgenstein in 60 Minuten
Ludwig Wittgenstein ist der ganz große Philosoph der Sprache. Mit seinem weltberühmten "Tractatus logico-philosophicus" leitet er einen epochalen Wandel ein, den sogenannten "Linguistic Turn" weg von der klassischen Philosophie hin zur Sprachphilosophie. Denn allein die Sprache, so sein Kerngedanke, bestimmt die Art und Weise, wie wir die ganze Welt und uns selbst wahrnehmen. Weder ein Philosoph, noch irgendein anderer Mensch ist in der Lage, jenseits von Wörtern und Sätzen auch nur einen einzigen Gedanken zu fassen. Wir erlernen die Sprache schon in frühester Kindheit und ab diesem Zeitpunkt bestimmt sie unsere gesamte Weltsicht. Deshalb, so Wittgenstein, besteht die erste und wichtigste Aufgabe der Philosophie darin, endlich die Sprache selbst als ihr grundlegendes Erkenntniswerkzeug zu verstehen. Im "Tractatus" analysiert er präzise, was wir mit Hilfe von Wörtern und Sätzen über die Welt aussagen können - und was nicht. Sein Ergebnis ist radikal. Nur solche Aussagen sind zulässig, die man logisch exakt aussprechen und experimentell nachprüfen kann. Und: "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." Doch Wittgenstein macht noch eine zweite folgenschwere Entdeckung. In seinem Spätwerk zeigt er, dass erst die konkreten "Sprachspiele", also die vielen alltäglichen Gespräche zwischen Kindern, Bauarbeitern, Theologen, Wissenschaftlern oder Fußballspielern den Wörtern einen Sinn geben und unsere gesamte Weltwahrnehmung beeinflussen. Er entwickelt seine berühmte Theorie der "Sprachspiele". Bestimmen Sprachspiele tatsächlich unseren Alltag und unsere gesamte Lebenswirklichkeit? Und wenn ja - was nutzt uns Wittgensteins Entdeckung heute? Das Buch "Wittgenstein in 60 Minuten" erklärt sowohl den "Tractatus" als auch die faszinierende "Theorie der Sprachspiele" anhand der 100 besten Originalzitate. Es ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen.
- Foucault in 60 Minuten
Foucault gilt als einer der ganz großen Poststrukturalisten, lehnte selbst aber jede Zuordnung seines Denkens ab. Tatsächlich künden schon seine spektakulären Buchtitel von einer radikal neuen Sicht auf die Dinge, so etwa: "Wahnsinn und Gesellschaft", "Überwachen und Strafen", "Der Gebrauch der Lüste", "Die Ordnung der Dinge". Foucault gehört zu jenen Philosophen, deren Bedeutung nach ihrem Tod nicht nachlässt, sondern beständig zunimmt. Dieser Umstand ist erfreulich und bedenklich zugleich. Erfreulich, weil Foucaults zentraler Gedanke lebendig geblieben ist und immer relevanter wird, bedenklich, weil eben dieser Kerngedanke etwas Beunruhigendes hat: "der Mensch verschwindet, wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand." Foucault meint mit seiner These vom "Tod des Menschen" nicht, dass wir als Gattung aussterben, etwa durch die Klimaerwärmung. Er will uns zu verstehen geben, dass der Mensch, so wie wir ihn kennen, nämlich als freies, selbstbestimmtes und spontan lustvolles Wesen allmählich verschwindet. Er löst sich in den Diskursen und Strukturen unserer Zwangsgesellschaft auf - und zwar auf dieselbe lautlose Art, wie ein in den Sand gezeichnetes Gesicht von den Wellen verwischt wird. Im 18. Jahrhundert wurde ein neuartiges rundes Gefängnis entwickelt, das dem Wächter vom Mittelpunkt aus, die Beobachtung aller Gefangenen erlaubt. Dieses Gefühl, jederzeit beobachtet zu sein, ist, so Foucault, zum Modell für unsere gesamte Gesellschaft geworden. Letztlich entwickelt er seinen Kerngedanken in 3 Schritten: Als erstes gräbt und forscht er wie ein Archäologe nach alten Überzeugungen, die unsere heutigen Einstellungen hervorgebracht und geprägt haben. In einem zweiten Schritt kritisiert er diese Geisteshaltung, da sie viele Menschen ausgrenzt, und uns alle von unseren Bedürfnissen abschneidet. In einem dritten und letzten Schritt versucht er trotz des Ausgeliefertseins an die Zwangsgesellschaft, ein Konzept für eine moderne Lebenskunst zu entwerfen. Wie sieht diese Lebenskunst aus? Ist es überhaupt noch möglich, als einzelnes Subjekt aus der Zwangsgesellschaft auszubrechen? Hat Foucault mit seinem berühmten Gefängnis-Paradigma recht und wir alle fühlen uns beobachtet? Gipfelt womöglich unser digitales Zeitalter in totaler Selbstdisziplinierung? Kein Zweifel - Foucaults Gedanken sind von beunruhigender Aktualität. Sein Kerngedanke wird anhand von über hundert seiner besten Zitate dargestellt. Das Buch ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen.
- Hobbes in 60 Minuten
Thomas Hobbes (1588-1679) ist der Begründer der modernen Staatstheorie. Weltberühmt wurde er mit seiner These, dass der Mensch von Natur aus kein friedliches oder soziales Wesen ist, sondern primär egoistisch sein eigenes Wohlergehen verfolgt. Gäbe es keinen Staat mit Gesetzen, Richtern und Polizei, käme es sogar zu einem "Krieg aller gegen alle". Nicht weil die Menschen böse sind, sondern weil ihre Raubtiernatur es so vorgibt: "Der Mensch ist ein Wolf für den Menschen". Mit diesem vielzitierten Satz hat Hobbes die erste moderne Legitimation für den Staat geliefert. Dieser ist notwendig und im Interesse aller, um die Menschen untereinander vor Betrug, Diebstahl und Mord zu schützen und ein friedliches Zusammenleben zu gewährleisten. Erst der Staat schafft Rechtssicherheit für alle. Auch warnt uns Hobbes, den staatlichen Zustand leichtfertig zu verlassen oder durch Bürgerkrieg zu gefährden: "Darauf zeige ich nun, dass der Zustand der Menschen außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft (...) nur ein Krieg aller gegen alle ist (...)." Sein Kerngedanke ist revolutionär und provokativ zugleich: Nicht unsere natürlichen Triebe und Instinkte sichern das Zusammenleben, sondern deren Unterdrückung und Hemmung durch den Staat. Hat er recht? Sind wir anthropologisch gesehen tatsächlich keine liebesbedürftigen, sozialen oder altruistischen Wesen, sondern eher machthungrige Überlebenskünstler und Egoisten? Schützt uns tatsächlich nur die Zivilisation vor unserer Wolfsnatur und einem Krieg aller gegen alle? Und wenn ja, was nutzt uns ein solcher Gedanke? Kein Zweifel - Hobbes provoziert bis heute. Das Buch "Hobbes in 60 Minuten" erklärt anhand der 70 wichtigsten Zitate aus seinen Hauptwerken "Leviathan" und "De Cive" den Naturzustand und seine berühmte Staatstheorie. Das Buch ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen.
- Kafka in 60 Minuten
Kafka ist weltweit der am meisten gelesene Schriftsteller deutscher Sprache. Ihm verdanken wir nicht nur ein herausragendes Stück Weltliteratur, sondern auch eine fundamentale philosophische Entdeckung. Wie keinem anderen gelingt es ihm, die existenzielle Angewiesenheit der Menschen auf andere Menschen zu erfassen: "Untereinander", so Kafka, "sind sie durch Seile verbunden, und bös ist es schon, wenn sich um einen die Seile lockern, und er ein Stück tiefer sinkt als die andern in den leeren Raum, und gräßlich ist es, wenn die Seile um einen reißen und er jetzt fällt." In seinen Erzählungen gibt er uns einen tiefen Einblick in die Abgründe und die Grundstruktur zwischenmenschlicher Beziehung, einen Einblick, dem sich niemand entziehen kann. Auch wenn wir uns im normalen Leben nicht einfach in einen Käfer verwandeln und von der eigenen Familie ausgeschlossen oder totgesagt werden, empfinden wir als Leser doch die ganze Wucht dieser Exkommunikation. Kafka war sich der kathartischen Wirkung seiner Bücher durchaus bewusst: "...ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns." Kafkas philosophische Wahrheit wird anhand von fünf ausgewählten Novellen, Kurzgeschichten und Romanen aufgezeigt. Worin besteht das Schicksal seiner Protagonisten? Woran zerbrechen sie? Gibt es ein wiederkehrendes oder gar durchgängiges Motiv des Scheiterns? Warum kennen wir dieses nur allzu gut aus unseren eigenen Erfahrungen und Träumen? Gibt uns Kafka am Ende den Schlüssel zum Verständnis der fundamentalen Struktur zwischenmenschlicher Beziehung? Das Buch enthält über hundert Zitate aus Kafkas berühmtesten Werken. Es ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen.
- Descartes in 60 Minuten
Der französische Denker René Descartes ist einer der bekanntesten Philosophen der Welt. Sein kleiner Satz 'Ich denke, also bin ich' ist zum Kulturgut der gesamten Menschheit geworden. Descartes gilt als Begründer des Rationalismus und als 'Vater der modernen Philosophie'. Dieser Ehrentitel ist durchaus angemessen, denn zu seiner Zeit wagt er etwas Bahnbrechendes. Ähnlich wie Kolumbus einen bis dahin unbekannten Kontinent, die sogenannte 'Neue Welt' entdeckt, gelingt es Descartes, eine neue Dimension des Wissens zu erschließen und unseren Blick auf die Welt zu verändern. Vor Descartes glauben die Menschen im christlichen Abendland weit über tausend Jahre lang an die Worte der Propheten, insbesondere an Jesus Christus und die Bibel als Zeugnis göttlicher Offenbarung. Dann kommt Descartes mit einer radikalen Forderung. Das Wissen dürfe nicht länger Offenbarungswissen von Propheten und Heiligen sein, sondern müsse auf einer sicheren Erkenntnis beruhen: "Ich hatte von jeher das eifrige Verlangen, den Unterschied des Wahren und Falschen zu erkennen." Er stellt die fundamentale Frage: Wie kommt man zu sicherer Erkenntnis? Auf was kann ich mich wirklich verlassen? Auf das, was ich sehe und höre? Auf mein Denken und die Logik? Oder vielleicht auf das, was ich von Kindesbeinen an gelernt habe? Seine radikale Antwort lautet: Auf gar nichts! "Ich habe bemerkt (...)", so Descartes, "daß ich (...) alles von Grund aus umstoßen (...) müsse, wenn ich jemals für etwas Unerschütterliches (...) in den Wissenschaften festen Halt schaffen wollte." In seiner berühmten Schrift 'Meditationen über die erste Philosophie' beschreibt er seine abenteuerliche Suche nach absolut sicherem Wissen. Sein Ergebnis: Ich kann an allem zweifeln, aber in dem Moment, in dem ich zweifle, muss es mich als zweifelndes und denkendes Wesen geben: "Ich denke also bin ich". Ist das Denken wirklich unser alles entscheidendes Wesensmerkmal? Gibt es auf der Welt tatsächlich nur das Denken in uns und die seelenlosen Körper außerhalb von uns? Ist es Aufgabe der Wissenschaft, Materie, Pflanzen und Tiere sowie den menschlichen Körper zu unterwerfen? Descartes ist mehr als nur ein Wegbereiter der modernen Wissenschaft, in gewisser Hinsicht wird sein Denken zu unserem Schicksal, im Positiven wie Negativen. Das Buch ist in der beliebten Reihe 'Große Denker in 60 Minuten' erschienen, die inzwischen weltweit in sechs Sprachen übersetzt wird.
- Epikur in 60 Minuten
Der Philosoph Epikur (341-270 v.Chr.) ist seit der Antike umstritten. Sein provokativer Kerngedanke hat eine bestechende Klarheit. Jeder Mensch verfügt von Natur aus über eine Art inneren Wegweiser. Um glücklich zu werden, muss er das tun, was ihm Lust und Freude bereitet und umgekehrt alles vermeiden, was ihm Unlust oder Schaden zufügt. So sagt Epikur wörtlich: "Die Lust ist (...) Ursprung und Ziel des glückseligen Lebens. Denn sie haben wir als erstes und angeborenes Gut erkannt, und von ihr aus beginnen wir mit jedem Wählen und Meiden." Bereits Neugeborene folgen dem Lustprinzip. Doch diese - auf den ersten Blick so selbstverständlich klingende - Entdeckung wird von Epikurs Zeitgenossen als ungeheure Provokation empfunden. Die Lusterfüllung als oberstes Ziel des Lebens steht nämlich in krassem Gegensatz zu den damals etablierten Lehren von Platon, Aristoteles und den Stoikern. Diese sehen die Vernunft und das vernunftgemäße Leben als oberstes Ziel des Menschen an. Weil Epikur zudem auch Frauen in seine Schule aufnimmt und mit einer von ihnen, der gebildeten Hetäre Leontion, genannt das 'Löwchen', ein Liebesverhältnis hat, wird er von seinen Zeitgenossen als 'Vielfraß' und 'Sittenstrolch' verleumdet. Der griechische Dichter Timon charakterisiert ihn als 'hündisch und säuisch', der Stoiker Epiktet als 'Wüstling'. Im Christentum wird er sogar zum 'Antichristen' erhoben. Doch diese Kritik ist im Kern falsch, denn jenseits eines nur oberflächlichen Genussstrebens geht es Epikur um die lebenslange und sorgsame Pflege des Selbst. Vor gut 2300 Jahren entwickelte er ein erstes ganzheitliches Konzept für eine gesunde Lebensführung. Seine Fragestellungen sind brandaktuell. Welches sind die fundamentalen Bedürfnisse, deren Erfüllung zu einem glücklichen Leben führen? Welche Bedürfnisse sind lebensnotwendig und welche nicht? Wie sollen wir mit ihnen konkret umgehen, etwa mit Essen, Trinken, Sexualität und Freundschaft? Und - warum sind für Epikur von den fünf fundamentalen Bedürfnissen, die er hervorhebt, nicht Essen, Trinken oder Sexualität am wichtigsten, sondern ausgerechnet Freundschaft und Philosophie? Epikurs Antworten münden in einer praktischen und überaus konkreten Orientierungshilfe, einer Art "Lebenskunst". Das Buch enthält annähernd hundert Zitate dieses charismatischen Philosophen der Antike. Es ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen, die inzwischen weltweit in sechs Sprachen übersetzt wird.
- Konfuzius in 60 Minuten
Konfuzius (551 - 479 v. Chr.) ist nicht nur der einflussreichste Philosoph Ostasiens. Sein Name und viele seiner Gedanken sind auf der ganzen Welt bekannt. Schon vor 2500 Jahren stellte er die entscheidende Frage, die uns bis heute beschäftigt: Wie finde ich mein "Dao", den rechten Weg im Leben? Wo auch immer jemand einen Satz mit den Worten beginnt "Konfuzius sagt", hören die Menschen aufmerksam zu, in Erwartung einer zeitlos gültigen Lebensweisheit, an der sie sich orientieren können. Tatsächlich ist sein Kerngedanke bis heute von erstaunlicher Aktualität. Die Menschen, so Konfuzius, sind von Natur aus alle gleich. Jeder, ob reich oder arm, sollte daher freien Zugang zu Bildung haben und die Chance, sein "Dao" zu finden. Wie aber finde ich meinen Weg? Die Antwort von Konfuzius klingt zunächst einfach. Wir müssen unseren Charakter schulen, unsere besten Eigenschaften entfalten, dabei aber unbedingt auch die Entfaltungsmöglichkeiten unserer Mitmenschen im Auge behalten. "Was du selbst nicht wünscht, das tue auch anderen nicht an", so Konfuzius. Die Mitmenschlichkeit zu leben, das sogenannte "ren" ist für ihn das höchste Gut, das wir anstreben sollen. Allerdings weiß er, dass wir alle keine Heiligen sind. So bemerkt er selbstkritisch: "Gewissenhaft (...) sein und alle Pflichten (...) erfüllen! Sich nicht vom Wein überwältigen lassen! Was davon gelingt mir schon?" Auf der Suche nach dem Dao, dem rechten Weg, so Konfuzius, macht jeder von uns Fehler. Wir verletzen andere, sagen nicht immer die Wahrheit oder treffen falsche Entscheidungen. Das alles kommt vor. Wichtig ist es aber, daraus zu lernen: "Einen Fehler machen und nicht korrigieren - das erst heißt wirklich einen Fehler machen." Konfuzius war ein aufrechter und unbestechlicher Denker, verfügte aber auch über viel Witz und Ironie. Vielleicht haben sogar letztere Eigenschaften mit dazu beigetragen, dass er unsterblich wurde. Im Buch "Konfuzius in 60 Minuten" wird anhand von über 100 der besten Zitate sein Kerngedanke und die faszinierende Leichtigkeit seiner Person dargestellt. Das Buch erscheint weltweit in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten", die inzwischen in 6 Sprachen übersetzt wird.
- Schopenhauer in 60 Minuten
Schopenhauer gilt als der mit Abstand größte und brillanteste Pessimist unter den Philosophen. Er entdeckte als erster, dass unser individuelles Leben und der Lauf der Weltgeschichte nicht von Vernunft, Intellekt und sinnvoller Planung bestimmt sind, sondern von einem blinden und hungrigen Willen, der auch die Pflanzen und Tiere antreibt. Anstelle der Vernunft regiert, so Schopenhauer, als metaphysisches Grundprinzip einzig und allein der "blinde Wille, auftretend als Lebenstrieb, Lebenslust, Lebensmuth: es ist das Selbe, was die Pflanze wachsen macht." Denn jedes Wesen auf der Erde ist von diesem Lebenswillen erfüllt und muss sich, um zu leben, nach der Sonne strecken, andere Wesen abschatten, verdrängen, vertreiben, jagen, fressen und fürchten, selbst gefressen zu werden. Sogar der majestätisch wirkende Löwe steht auf einem Berg von Leichen, denen er sein Leben verdankt. Am schlimmsten aber sind laut Schopenhauer die Menschen, die sich untereinander sowie den Tieren und der ganzen Natur das größte Leid zufügen. Sie setzten ihr Bewusstsein für Täuschung und planvolle Ausbeutung ein, bauen Fabriken, sperren Tiere in Käfige und Ställe und führen Kriege um Länder und Rohstoffe. Ähnlich wie die Buddhisten kommt Schopenhauer daher zu dem Ergebnis, dass Leben automatisch Leiden bedeutet. Wörtlich sagt er: "so ist jede Lebensgeschichte eine Leidensgeschichte." Und ganz ähnlich wie die Buddhisten zieht er daraus eine radikale Konsequenz. Wir müssen "Nein" sagen zum Leben und uns durch Kunst, Askese und Meditation der Ruhelosigkeit und Getriebenheit verweigern. Was heißt das aber konkret? Wie kann ich zum Leben "Nein" sagen? Wenn unser Leben nichts anderes ist als die Verwirklichung des blinden Willens, ein einziges Fressen und Gefressen werden, wie kann ich mich diesem dann noch entziehen? Und: Was nutzt uns Schopenhauers Pessimismus heute? Wird uns nicht gerade umgekehrt Optimismus und positives Denken empfohlen? Schopenhauer gibt uns auch heute noch faszinierende und kompromisslose Antworten. Sein Kerngedanke wird anhand von über hundert seiner besten Zitate dargestellt. Das Buch ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen.
- Popper in 60 Minuten
Karl Popper (1902-1994) ist unbestritten einer der ganz großen Denker der Moderne. Seinen Kerngedanken der "offenen Gesellschaft", der ihn später weltberühmt machen sollte, entwickelt er bereits mit 17 Jahren. Popper ist zu dieser Zeit glühender Anhänger von Newtons Gravitationstheorie, mit deren Hilfe die Wissenschaft alle Bewegungen von Körpern auf der Erde und im Weltall erklärt. Doch bei der großen Sonnenfinsternis von 1919 macht die Menschheit erstmals Beobachtungen, die Einsteins Relativitätstheorie bestätigten. Die Londoner Times schreibt: "Wissenschaftliche Revolution. Neue Theorie des Universums. Newtons Vorstellung gestürzt." Wenn dies so ist, wenn sich also ein Genie wie Newton geirrt hat und sein Wissen nach gut zweihundert Jahren durch ein noch besseres Wissen ersetzt werden muss, dann, so schlussfolgert Popper, gibt es vielleicht generell keine endgültigen Wahrheiten. Genau an diesem Punkt entwickelt er seinen brillanten Kerngedanken: "Das wissenschaftliche Wissen ist kein Wissen: Es ist nur Vermutungswissen". Jede naturwissenschaftliche Theorie gilt nur so lange als wahr, bis sie durch ein Gegenbeispiel widerlegt oder durch eine bessere Theorie ersetzt werden kann. Genau deshalb muss auch jede moderne Gesellschaft für Kritik und neue Theorien offen sein. Das gilt auch und gerade für die Politik. Statt wie Platon einen Idealstaat zu fordern, oder wie Marx und Hegel "totalitäre", geschichtsphilosophische Ziele anzustreben, fordert Popper eine Politik der kleinen Schritte, eine "soziale Stückwerktechnologie". Die naturwissenschaftliche Methode von Versuch und Irrtum, von Hypothese und Falsifikation müsse endlich auch auf die Politik übertragen werden. Das Buch "Popper in 60 Minuten" gibt Antworten auf die entscheidenden Fragen: Hat Popper recht? Ist all unser Wissen nur Vermutungswissen, beruhend auf Versuch und Irrtum? Und haben Platon, Hegel und Marx tatsächlich den Totalitarismus vorbereitet? Muss für die Verbesserung der Gesellschaft anstelle visionärer Konzepte künftig die naturwissenschaftliche Methode von Versuch und Irrtum gelten? Können wir mit Hilfe der "sozialen Stückwerktechnologie" unsere Probleme lösen? Popper gibt klare und unmissverständliche Antworten. Das Buch ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen.
- Buddha in 60 Minuten
Buddha gilt als Stifter einer der fünf Weltreligionen. Das ist umso erstaunlicher, als er niemals von sich behauptet hat, ein Prophet zu sein. Im Unterschied zu Mohammed, Moses oder Jesus verspricht er den Menschen kein Weiterleben im Paradies. Auch erzählt er nicht von Gott oder göttlicher Gnade. Stattdessen zeigt uns Buddha, wie wir uns aus eigener Kraft von Ängsten befreien und zur Erfahrung des 'Nirvanas' gelangen können. Ihm geht es um die Selbsterlösung des Menschen. Seinen Kerngedanken formuliert Buddha in der "Lehre von den vier edlen Wahrheiten". Leben bedeutet immer auch Leiden, lautet die erste edle Wahrheit, denn, so Buddha: "Alter ist leidvoll, Krankheit ist leidvoll, der Tod ist leidvoll, von Lieben getrennt sein, ist leidvoll." Die zweite Wahrheit erklärt dann die Ursachen dieses Leidens. Das sind vor allem unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse nach Lust, Jugend, Attraktivität, Gesundheit, ewigem Leben und Glück. Deren Erfüllung oder Nicht-Erfüllung nehmen wir mit unseren Sinnen wahr und beziehen sie dann auf unser Ego und unser Ich-Bewusstsein. Wenn es uns gelingen würde, dies nicht mehr zu tun, dann, so Buddhas dritte Wahrheit, hätte auch das Leiden ein Ende. Die vierte Wahrheit beschreibt schließlich den konkreten Weg, den berühmten "achtfachen Pfad", den wir beschreiten müssen, um zur "Befreiung", zum "Erwachen" und zur "Gelassenheit" gegenüber unseren Bedürfnissen zu kommen. Das Buch "Buddha in 60 Minuten" erklärt die faszinierende Lehre in nachvollziehbarer Weise, insbesondere den Schlüsselbegriff des "Nirvanas". Buddha ist zwar erst in der Meditation zu seinem Kerngedanken von den vier edlen Wahrheiten und zur Nirvana-Erfahrung gekommen. So gesehen können vielleicht nur diejenigen seine Lehre wirklich verstehen, die diese Erfahrung selbst gemacht haben. Aber auch für alle anderen lohnt es sich, den Buddhas Weg ein Stück weit mitzugehen. Der Kerngedanke Buddhas ist nämlich sehr wohl rational nachvollziehbar und kann auf seinen Nutzen hin befragt werden. Sind seine vier Wahrheiten richtig? Ist der achtfache Pfad für uns gangbar? Kann uns die Nirvana-Erfahrung tatsächlich zu einer erlösenden Gelassenheit verhelfen? Buddhas Kerngedanke wird anhand über hundert seiner wichtigsten Zitate dargestellt. Das Buch ist in der beliebten Reihe "Große Denker in 60 Minuten" erschienen, die inzwischen weltweit in sechs Sprachen übersetzt wird.
- Hegel in 60 Minuten
Bereits während seiner Studienzeit wurde Hegel mehrfach wegen zu exzessivem Kartenspiel und übermäßigem Rotweingenuss ermahnt. Er ist zweifellos einer der unkonventionellsten, heute würde man sagen, coolsten Denker überhaupt. Es wird gespottet, er hätte im Suff den „Weltgeist“ entdeckt. Tatsächlich aber ist seine Welterklärung bis heute faszinierend und topaktuell. Hegel hat als erster Philosoph die Dimension des „Werdens“ in seiner ganzen Tragweite erkannt. Man kann ihn mit Recht als den Charles Darwin der Philosophie bezeichnen. Denn alles, wirklich alles, so Hegel, ist in ständiger Bewegung. Das menschliche Leben hat ebenso Prozesscharakter wie die Natur und die Geschichte. Ein Mensch kommt als Säugling zur Welt, wird zum Kind, zum Jugendlichen und schließlich zum Erwachsenen. Auch die Geschichte der Menschheit schreitet von einfachsten Anfängen immer weiter voran. Eine Epoche folgt der anderen. Wenn wir heute salopp vom sogenannten „Zeitgeist“ sprechen, geht dies auf Hegels große Entdeckung zurück, dass jede Zeit einen ganz bestimmten, alles durchdringenden Geist besitzt. Dieser Zeitgeist oder wie Hegel auch sagen würde, der Weltgeist, zeigt sich dann in den jeweiligen Überzeugungen der Menschen, der Moral, der Gerechtigkeit, der Kunst, Musik und Architektur. Doch damit begnügt sich Hegel nicht. Er macht noch eine zweite folgenschwere Entdeckung. Die verschiedenen Geistgestalten und Epochen, so behauptet er, sind nicht willkürlich oder zufällig aneinander gereiht, sondern folgen einem logischen Bewegungsprinzip, der sogenannten Dialektik. Das Pendel der Geschichte schlägt dialektisch mal in diese, mal in die andere Richtung aus. Aber dennoch steuert die Menschheitsgeschichte langsam und unaufhaltsam auf ein großes Ziel zu. Das Buch „Hegel in 60 Minuten“ erklärt anhand der besten Zitate und vieler Beispiele, wie die Dialektik und damit der Motor der Menschheitsgeschichte funktionieren. Viele Bücher behaupten von sich, den schwierigen Philosophen Hegel gut erklären zu können. Dieses leistet es wirklich. Die spannenden Fragen, die aus der faszinierenden Philosophie Hegels hervorgehen, werden alle beantwortet. Wo endet die Geschichte? Sind wir nur Zuschauer oder Mitspieler? Wer oder was ist der Weltgeist? Was ist der Sinn des Lebens? Was nützt uns Hegels Entdeckung heute? Das Buch ist in der beliebten Reihe „Große Denker in 60 Minuten“ erschienen.
Walther Ziegler
Dr. Walther Ziegler ist promovierter Philosoph und Hochschuldozent. Als Auslandskorrespondent, Reporter und Nachrichtenchef des Fernsehsenders ProSieben produzierte er Filme auf allen Kontinenten. Seine Reportagen wurden mehrfach preisgekrönt. Von 2007 bis 2016 bildete er in München junge TV-Journalistinnen und Journalisten aus und leitete eine University of Applied Sciences für Film- und Fernsehstudiengänge. Er ist zugleich Autor zahlreicher philosophischer Bücher. Als langjährigem Journalisten und Wissenschaftler gelingt es ihm, den Zeitgeist ganzer Epochen spannend und anschaulich auf den Punkt zu bringen.
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