Ihr Name ist Katrin: Dr. Norden Bestseller 76 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration.
»Notruf, Herr Doktor«, sagte Loni, Dr. Nordens Praxishelferin, aufgeregt. »Die Wagen sind im Einsatz.« »Wo?«, fragte er. »Bei der Unterführung.« »Entschuldigung, Herr Mayer, bitte, haben Sie Verständnis«, sagte Dr. Norden zu seinem Patienten. Der alte Herr nickte nur, und Dr. Norden war schon an der Tür. Bis zur Unterführung war es nicht weit, schon sechs Minuten später war er da. Mühsam musste er sich einen Weg durch die Neugierigen bahnen, die sich um die Unfallstelle scharten, und wieder einmal packte ihn der Zorn. »Ich bin Arzt«, sagte er so barsch, wie es kein Patient von ihm gewohnt war. »Haben Sie nichts anderes zu tun, als hier herumzustehen?« Man machte ihm Platz. Einige Passanten erkannten ihn und verzogen sich schnell. Auf der Straße lag ein Mädchen, neben ihr ein Fahrrad.
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Rezensionen für Ihr Name ist Katrin
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Buchvorschau
Ihr Name ist Katrin - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Bestseller
– 76 –
Ihr Name ist Katrin
Patricia Vandenberg
»Notruf, Herr Doktor«, sagte Loni, Dr. Nordens Praxishelferin, aufgeregt. »Die Wagen sind im Einsatz.«
»Wo?«, fragte er.
»Bei der Unterführung.«
»Entschuldigung, Herr Mayer, bitte, haben Sie Verständnis«, sagte Dr. Norden zu seinem Patienten.
Der alte Herr nickte nur, und Dr. Norden war schon an der Tür. Bis zur Unterführung war es nicht weit, schon sechs Minuten später war er da.
Mühsam musste er sich einen Weg durch die Neugierigen bahnen, die sich um die Unfallstelle scharten, und wieder einmal packte ihn der Zorn.
»Ich bin Arzt«, sagte er so barsch, wie es kein Patient von ihm gewohnt war. »Haben Sie nichts anderes zu tun, als hier herumzustehen?«
Man machte ihm Platz. Einige Passanten erkannten ihn und verzogen sich schnell.
Auf der Straße lag ein Mädchen, neben ihr ein Fahrrad. Ein paar Schritte entfernt standen ein Auto und ein Funkstreifenwagen. Ein junges Paar kniete bei der Verletzten, die bewusstlos war.
»Ich war es nicht«, sagte der junge Mann gerade, als Dr. Norden näher trat. »Der Kerl ist einfach weitergefahren.«
Dr. Norden hörte es, aber er kümmerte sich nicht weiter darum. Er beugte sich zu dem Mädchen hinab.
»Katrin«, sagte er bestürzt.
»Sie kennen die Verletzte?«, fragte der Polizist.
»Ja«, erwiderte er kurz. Er fühlte den Puls, zog leicht die Augenlider empor, und da hob schon ein tiefer Atemzug ihre Brust. Benommen sahen die graublauen Augen ihn an.
»Dr. Norden«, flüsterte Katrin Pflüger.
»Wird alles wieder gut, Katrin«, sagte er beruhigend. Dann sah er den Polizisten an.
»Ich bringe sie in die Klinik. Sie ist nicht schwer verletzt. Ihr Name ist Katrin Pflüger. Ich bin Dr. Norden. Sorgen Sie bitte dafür, dass ich mit der Verletzten wenigstens ungehindert zum Wagen komme.«
Er hob die leichte Gestalt auf. Die Passanten verzogen sich. Es ist doch unglaublich, dachte Dr. Norden, immer haben sie es eilig, aber zum Gaffen haben sie Zeit. Tröstlich war es nur, dass die kleine Katrin nicht schwer verletzt war.
Er kannte ihre Eltern, nette, einfache Leute, die immer besorgt um das Mädchen waren. Er kannte auch Katrin, die er mehrmals behandelt hatte.
Behutsam bettete er sie auf den Rücksitz. »Ganz ruhig sein, Katrin«, sagte er. »Ich bringe dich nur vorsichtshalber in die Klinik.«
»Ich muss ins Geschäft«, murmelte sie. »Der Direktor ist so streng.«
»Machen Sie sich darum keine Sorgen«, erwiderte er. »Sie bekommen ja ein Attest.«
Dr. Daniel Norden wusste, wie gewissenhaft Katrin war und wie bedacht auf ihr Fortkommen, froh, ihre Eltern endlich entlasten zu können.
Hermann Pflüger war vor zwei Jahren durch einen Betriebsunfall Halbinvalide geworden und konnte seither nur durch Gelegenheitsarbeiten etwas zu seiner nicht gerade üppigen Rente hinzuverdienen. Lotte Pflüger hatte eine Halbtagsstellung in einem Lebensmittelgeschäft angenommen. Katrin hatte ihre Lehre als Verkäuferin gerade beendet und wurde nun besser bezahlt. Dr. Norden hatte immer bedauert, dass diesem intelligenten Mädchen keine anderen Startchancen geboten werden konnten, aber wenigstens waren die Familienverhältnisse sonst intakt. Die Pflügers hingen mit abgöttischer Liebe an ihrer Tochter, und Katrin erwiderte diese Liebe gleichermaßen.
Daniel Norden brachte Katrin zur Behnisch-Klinik. Auf seinen Freund Dieter Behnisch konnte er sich verlassen. Er würde sich sofort der Verletzten annehmen.
Dr. Dieter Behnisch kannte Katrin ebenfalls. In seiner Klinik hatte Hermann Pflüger drei Monate zugebracht, bis er wieder halbwegs genesen war.
Katrin rollten nun doch Tränen über die Wangen. Sie hatte Schmerzen.
»Es wird gleich besser, Kleine«, sagte Dr. Behnisch. Er gab ihr eine Injektion, dann sah er Dr. Norden an.
»Ich untersuche sie und erstatte dir Bericht, Daniel. Wie ist es denn passiert?«
»Sie ist angefahren worden. Genaues weiß ich noch nicht. Anscheinend hat der Schuldige Fahrerflucht begangen.«
»Diese Lumpen«, knurrte Dr. Behnisch.
*
An der Unfallstelle waren die Personalien der Zeugen aufgenommen worden. Zuverlässig war nur das junge Ehepaar, das hinter dem Wagen gefahren war, der Katrin gestreift und dann auch noch geschnitten hatte. Sie hatten glücklicherweise noch bremsen können, da sie schon gesehen hatten, dass die Ampel auf Gelb gewesen war.
Sie hießen Gerd und Renate Büchner. Der Schreck saß ihnen noch gewaltig in den Gliedern.
Es sei ein grauer Mercedes gewesen, erklärten sie. Die Nummer hätten sie sich leider nicht merken können. Sie hatten ja auch nicht geahnt, dass so etwas passieren würde.
Im Wagen hätte nur ein Mann gesessen, erklärte Renate Büchner. Zuerst hätten sie sich geärgert, dass er gar so langsam fuhr, aber dann hätte er plötzlich Gas gegeben, als das Mädchen auf die Kreuzung zufuhr.
Sie wollten sich gern als Zeugen zur Verfügung stellen, wenn der Schuldige gefunden würde, wollten dann aber gern schnell fort. Sie betrieben eine Lottoannahmestelle mit Tabakwaren und Zeitschriftenhandel, und am Freitag war da immer besonders viel zu tun.
Die Personalien waren aufgenommen, sie konnten weiterfahren. Nun hatten sie sich halbwegs beruhigt.
Im Kaufhaus Heller wurde Katrin vermisst. Zuerst von dem jungen Abteilungsleiter Robert Brehm, der Katrin nicht nur als Angestellte betrachtete, wenngleich er dies niemandem zeigte, auch ihr nicht. Er blickte immer wieder auf die Uhr. Katrin war sonst überpünktlich.
Der Geschäftsführer Rainer John kam daher. »Frau Pflüger immer noch nicht da?«, fragte er in seiner herablassenden Art.
»Nein«, erwiderte Robert.
»Und keine Entschuldigung?«, fragte der andere.
Robert schüttelte besorgt den Kopf. »Sie ist sonst sehr zuverlässig«, erklärte er, bemüht, Katrin zu verteidigen.
»Bummelei lassen wir gar nicht erst einreißen«, sagte der Geschäftsführer. »Sie soll sich bei mir melden, wenn sie kommt.«
Robert sandte ihm einen zornigen Blick nach. Er mochte diesen Mann nicht. Er war ihm von Anfang an unsympathisch gewesen. Niemand mochte ihn so recht, aber schließlich war er der Neffe des verstorbenen Inhabers.
Das Kaufhaus Heller war kein Konzern. Es war ein Familienunternehmen seit achtzig Jahren. Aber weit von der City entfernt, in der sich die Kaufhäuser aneinanderreihten, hatte er sich sehr gut behaupten können. Es florierte und besaß eine gesunde finanzielle Basis. Sebastian Heller war nie ein Risiko eingegangen.
Früh verwitwet nach einer kinderlosen Ehe, hatte er nicht wieder geheiratet. Er hatte wohl schon gespürt, dass eine unheilbare Krankheit ihn aufzehrte. Vor einem Jahr war er gestorben, aber wer nun eigentlich sein Erbe war, wusste niemand.
Sein Freund Konrad Dippmann war als Direktor und Treuhänder eingesetzt worden. Er war genauso ein Eigenbrötler wie Sebastian Heller einer gewesen war. Er führte die Geschäfte auch genauso weiter, auf solider Basis und ohne Expansionsgelüste. Er hatte strenge Prinzipien, nach denen man sich richtete, denn die Bezahlung war gut.
Auch Rainer John wurde nicht bevorzugt behandelt. Robert wusste, dass er sein Gehalt bekam wie jeder andere und keinerlei Privilegien genoss. Er spielte sich nur gern auf, wenn der Chef nicht in der Nähe war.
Es verging noch eine Stunde, bis die Nachricht durchgegeben wurde, dass Katrin einen Unfall gehabt hatte. Mit zitternder Stimme hatte es Frau Pflüger telefonisch mitgeteilt.
Robert Brehm war kreidebleich geworden. Er konnte sich nicht konzentrieren. Doch heißer Zorn stieg in ihm empor, als Rainer John sagte: »Warum muss sie denn auch mit dem Rad fahren? Es gibt ja genügend öffentliche Verkehrsmittel.«
*
Dr. Norden hatte die Unglücksbotschaft den Pflügers persönlich und schonend mitgeteilt. Obgleich er erklärte, dass Katrin nur leicht verletzt sei, war die Sorge groß. Das Ehepaar hatte sich gleich auf den Weg zur Behnisch-Klinik gemacht, und erst dort war es Frau Pflüger eingefallen, dass sie Katrins Chef benachrichtigen musste.
Frau Pflüger arbeitete nachmittags. Auf ihren Verdienst konnte sie nicht verzichten. Viel blieb ihnen ohnehin nicht übrig für Sonderausgaben, denn die Miete war erhöht worden, und alle anderen Kosten waren auch gestiegen. In vier Wochen feierte Katrin ihren achtzehnten Geburtstag, und da hatten sie ihr etwas Hübsches schenken wollen. Jetzt hatten sie nur Angst um die geliebte Tochter.
Katrin war bei Bewusstsein, als die Eltern kamen, zwar immer noch benommen, aber schon bestens versorgt.
»Ist ja nicht so schlimm, Mutti«, sagte sie tröstend. »Morgen kann ich schon nach Hause. Es sind nur Prellungen und ein paar Platzwunden.«
Die Pflügers waren stille Menschen. Sie jammerten nicht. Sie dachten nur, dass es böse hätte ausgehen können. Nun waren sie dankbar, dass sie mit Katrin sprechen konnten.
»Der gute Dr. Norden war gleich da und hat mich in die Klinik gebracht«, sagte Katrin. »Sie haben mich geröntgt und nichts weiter feststellen können.«
»Auf Dr. Behnisch ist auch Verlass«, sagte Hermann Pflüger. Er vergaß nicht, was er diesem fürsorglichen Arzt zu verdanken hatte. Er war als Lagerist in einem Großunternehmen beschäftigt gewesen und wäre fast von einem Gabelstapler erdrückt worden, der falsch bedient worden war. Mit lebensgefährlichen inneren Verletzungen war er in die Behnisch-Klinik eingeliefert worden, aber Dr. Behnisch hatte das Wunder vollbracht und sein Leben gerettet.
Katrin streichelte seine Hand. »Du hast viel mehr durchmachen müssen, Vati«, sagte sie zärtlich. »Macht euch jetzt nur keine Sorgen um mich.«
Sie war ein tapferes Mädchen, und ein bildhübsches dazu. Sicher war auch
