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Rezensionen für Seewölfe - Piraten der Weltmeere 132
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Buchvorschau
Seewölfe - Piraten der Weltmeere 132 - Roy Palmer
1.
Die Frau mit dem schulterlangen, dunkelbraunen Haar stand auf einem kleinen Balkon des Hauptgebäudes im Kastell, als das Schiff mit den vier Masten unter Vollzeug vor dem Westwind an der Hafenfeste vorbeisegelte.
Die Nacht hing schwer wie düsteres Blei über der Siedlung, die denselben Namen wie die Insel trug, auf der sie gegründet worden war: Sao Tomé. Aber das Licht des blassen Mondes reichte aus, um die Frau von ihrem erhöhten Standort aus erkennen zu lassen, wie die Galeone nun den Kurs änderte und in den Wind drehte. Ja, es war sogar zu sehen, wie die Segelfläche schrumpfte, wie die Besatzung Zeug wegnahm und schließlich das Schiff auf der Reede verharrte.
Es lag jetzt nicht mehr sehr weit von den Hafenanlagen entfernt. Die Segel hingen im Gei, und die Frau auf dem Balkon glaubte das Ausrauschen der Anker zu vernehmen. Die Anwesenheit der anderen Segelschiffe an den Piers und auf der Reede verblaßte neben der Erscheinung dieses imposanten Viermasters. Es mutete wie ein Wunder an, daß dieses Schiff den Weg hierher, in die parasitenverseuchte Hölle der Äquatorinsel, gefunden hatte.
„Endlich, murmelte die Frau. „Endlich sind sie da. Allmächtiger Gott im Himmel, wie lange haben wir auf euch gewartet, Männer aus Cadiz …
Lichtsignale wurden jetzt von Bord der Viermast-Galeone aus gegeben. Sie galten den Männern, die vor den Häusern an der Kaimauer zusammengelaufen waren, und sollten die Obrigkeit von Sao Tomé jeglichen Zweifels über den Namen, die Herkunft und die Bestimmung des großen Seglers entheben. Aber auch die Frau wußte die Zeichen zu deuten.
Sie atmete auf. „Wirklich, es ist die ‚Santa Catalina‘, sagte sie erleichtert. „Capitán Algaba, du bist unser Retter in der Not, aber du weißt ja nicht, was wir in den letzten Wochen durchgestanden haben. Ihre Züge verhärteten sich ein wenig. „Nun, das ist letztlich auch gut so. Vielleicht hättest du Sao Tomé unter irgendeinem Vorwand nicht angesteuert, wenn du auch nur geahnt hättest, was hier vorgefallen ist.
Sie wandte sich um und trat durch die halboffene Tür in den dahinterliegenden Raum. Hier war die Luft noch einen Deut stickiger als im Freien, hier gab es nichts, was die drückende Schwüle aufrühren konnte. Selbst das Atmen fiel schwer. Der Mensch schien diesem grausamen Klima nicht gewachsen zu sein, und doch, er trotzte ihm auf unerklärliche Weise.
Aber dafür muß er Opfer bringen, dachte die Frau bitter, große Opfer. Afrika fordert seinen Tribut, und die Insel ist ein Gefängnis inmitten der Hölle.
Träge waren ihre Bewegungen. Die Hitze, die auch in der Nacht nie wich, ließ keine schnellen, entschlossenen Regungen zu. Die Frau trug nur ein leichtes, bodenlanges Hausgewand aus blaßroter Seide, das einzige, das sie in den letzten furchtbaren Tagen erduldete. Durch das Gewand konnte man gut ihre ausgeprägten Formen erkennen, es stellte mehr zur Schau, als es verbarg.
Und doch, dieser Fetzen Stoff schien an ihren Schultern zu zerren. Sie verspürte plötzlich einen unbändigen Drang, das Gewand abzustreifen, das Kastell zu verlassen und nackt durch die Gassen der Stadt zu laufen – zum Schiff, nur fort von hier, zum Schiff, schwimmend durch das halbwegs kühle Wasser zur „Santa Catalina" und dann auf und davon durch die Nacht, menschenwürdigeren Gefilden entgegen.
Sie blieb stehen und dachte: Beherrsche dich. Du bist doch kein billiges Flittchen, kein Luder aus der Hafenkaschemme, das schreien und gestikulieren und sich Luft verschaffen darf, wo und wann es will. Oder willst du das wirklich?
Nein – ihr Stolz und ihre Erziehung verboten es ihr. Sie hielt ihren Kopf aufrecht und blickte durch das Dunkel des großen Zimmers zu den Bleiglasfenstern – matten hohen Rechtecken, die in die Schwärze der Nacht gestochen waren. Warum jetzt in Panik verfallen, dachte sie, jetzt, da doch alles vorbei zu sein scheint?
Sie rang sich ein Lächeln ab. Ja – trotz allem Erlebten waren ihr Lebenswille und ihr Mut ungebrochen. Sie war jung und hatte noch Forderungen an das Dasein, Erwartungen, die durch die bittersten Erkenntnisse und die größten Entbehrungen nicht zerstört werden konnten.
Sechsundzwanzig Jahre alt war sie, eine Frau in den blühendsten Jahren, wie man in Spanien sagte. Und die Natur hatte sie alles andere als benachteiligt, als es um die Verteilung der Schönheit und der ausgewogenen Proportionen gegangen war.
Ihre Haare flossen an den Schläfen und Wangen ihres schlanken Gesichtsovals vorbei und lagen weich auf ihren Schultern. Dunkle Augen blickten wach unter einer glatten Stirn und exakt gezeichneten Brauen hervor. Ihr Mund war von sinnlichem, beinahe zu empfindsamem Schwung, und hohe Jochbeine verliehen ihrer Physiognomie den Hauch des Exotischen.
Sie hob ihre Hände bis zur Taille und ließ sie langsam wieder über die Hüften abwärts gleiten. Ihr Körper – das Begehren der gesamten Hafengarnison war auf diese vollendeten Formen ausgerichtet. Traum und Wirklichkeit war sie für die Männer dort unten in der Stadt. Als Frau des Kommandanten von Sao Tomé war sie für das gemeine Fußvolk etwas Unerreichbares, und doch hatten sie sie ständig vor Augen, sahen sie hinter den Zinnen der Festung stehen und im Pferdewagen durch die Straßen fahren.
Jemand klopfte behutsam an die Tür des Zimmers.
„Bist du es, Sandra?" fragte die Frau.
„Ja, ertönte es vom Flur. „Schlafen Sie denn nicht, Dona Adriana?
„Nein, erwiderte Adriana Valiente etwas ungehalten. „Wie hätte ich dir sonst wohl antworten können? Nun komm schon herein und sag mir, was du auf dem Herzen hast.
Sandra, die Zofe, öffnete die Tür und schlüpfte in den Raum. Sie hatte Mühe, ihre Aufregung zu verbergen. Sie war ein ausgesprochen schlankes, ja, fast hageres Wesen, von Natur aus ein bißchen schlaksig, gelegentlich sogar tolpatschig. Leicht verlegen blieb sie vor Adriana Valiente stehen, faltete umständlich die Hände und verdrehte sie.
„Senora – haben Sie das Schiff auch gesehen?"
„Natürlich habe ich es gesehen. Und ich kann dich jeden Zweifels entheben. Es ist die ‚Santa Catalina‘. Ich habe die Signale gelesen, die die Besatzung zum Hafen hin gegeben hat."
„O Himmel, das ist also die Rettung, ehe wir alle zum Sterben verdammt werden …"
„Falls das Schiff die nötigen Arzneien und auch einen Mann an Bord hat, der unsere Kranken behandeln kann, ja."
Sandra befeuchtete die Lippen mit der Zungenspitze und legte den Kopf ein wenig schief. „Falls? Aber Dona Adriana, Ihr Gatte und der Hafenkapitän Alvaro Broviras – der Herr sei seiner armen Seele gnädig – haben doch vor zwei Monaten einem portugiesischen Handelssegler, der hier Station einlegte, die geheime Nachricht an Cadiz mit auf den Weg gegeben, daß …"
„… daß auf Sao Tomé dringend Hilfe benötigt wird, vervollständigte Adriana den gehaspelten Satz ihrer Zofe. „Daß nur Cadiz uns mit Heilmitteln, mit einem kundigen Arzt, mit unverseuchtem Trinkwasser versorgen kann. Und daß Alvaro Broviras und Joaquin Barba Valiente vorschlügen, die ‚Santa Catalina‘ solchermaßen auszurüsten, von der wir wußten, daß sie seinerzeit zum Auslaufen bereit im Hafen von Cadiz lag. Der Kapitän des Schiffes, Enrique José Algaba, ist ein Freund von Broviras gewesen, und gerade dieser Umstand verpflichtet ihn letztlich auch moralisch, etwas für uns zu tun. Nun, der portugiesische Handelssegler, dessen Kurs weiter nach Irland führte, scheint Cadiz tatsächlich erreicht und sein Kapitän die streng vertrauliche Botschaft an die Autoritäten überbracht zu haben. Doch wer garantiert uns, daß Algaba auch wirklich alles Erforderliche hat mitnehmen können?
„Aber Senora", hauchte Sandra entsetzt.
Adriana Valiente lächelte. „Schon gut, schon gut, laß dich von meiner Skepsis nur nicht anstecken. Hast du auch nach Don Joaquin gesehen?"
„Selbstverständlich."
„Wie geht es ihm?"
„Er schläft nach wie vor."
„Ohne Unterbrechung?"
„Ohne auch nur einmal aufzuwachen …"
„Und das Fieber dauert an, sagte Adriana. „Der Schlaf trägt nicht zu seiner Genesung bei – im Gegenteil. Was ist das für eine tückische Krankheit, Sandra, die meinen Mann in einen so tiefen, ohnmachtsähnlichen Schlaf geworfen hat, aus dem er seit Wochen nicht mehr aufwacht?
„Ich weiß es nicht."
„Er schläft und zuckt manchmal wie unter Peitschenhieben, ohne jedoch die Augen aufzuschlagen. Das Fieber treibt ihm den Schweiß aus den Poren, läßt ihn zittern,
