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Girls, Girls, Girls: Der exzellente Butler Parker 125 – Kriminalroman
Girls, Girls, Girls: Der exzellente Butler Parker 125 – Kriminalroman
Girls, Girls, Girls: Der exzellente Butler Parker 125 – Kriminalroman
eBook131 Seiten1 StundeDer exzellente Butler Parker

Girls, Girls, Girls: Der exzellente Butler Parker 125 – Kriminalroman

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Über dieses E-Book

Exzellent – das ist er im wahrsten Sinne des Wortes: einzigartig, schlagfertig und natürlich auch unangenehm schlagfähig. Wer ihn unterschätzt, hat schon verloren. Sein Regenschirm ist nicht nur sein Markenzeichen, sondern auch die beste Waffe der Welt. Seinem Charisma, Witz und Charme kann keiner widerstehen.
Der exzellente Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht!

»Darf ich mir erlauben, Ihnen meine wahrscheinlich bescheidene Hilfe anzubieten?« Josuah Parker hatte sein hochbeiniges Monstrum verlassen und stand jetzt neben den beiden Wagen, die sich ineinander verkeilt hatten. Der Fahrer des chromverzierten Buick war außer sich und augenscheinlich nicht in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen. Er war etwa 50 Jahre alt, mittelgroß und Besitzer eines bereits deutlich ausgeprägten Bauches. Er starrte auf die junge Frau, die auf dem Beifahrersitz des offenen Sportwagens saß und nach Luft schnappte. Die zweite junge Frau, auch etwa 20–22 Jahre alt, die Fahrerin des Sportwagens, humpelte um den Zweisitzer herum und kümmerte sich um die Begleiterin. Sie sah etwas überrascht hoch, als sie Parkers Angebot hörte. Der Butler stellte selbstverständlich keine weiteren Fragen. Hier galt es erst mal zu helfen. Er hielt seinen wageneigenen Verbandkasten in der Hand und wollte sich mit der nach Luft schnappenden jungen Dame beschäftigen, die offensichtlich eine kleine Rißwunde rechts der Nasenwurzel davongetragen hatte. Seine selbstlose Hilfe schien allerdings nicht mehr willkommen zu sein. »Lassen Sie!« fauchte ihn die Fahrerin des Sportwagens an, als Parker sich die Wunde näher ansehen wollte, »lassen Sie! Ich mache das schon.« Sie hielt tatsächlich bereits ein Heftpflaster in der Hand, drückte es auf die Rißwunde der aufstöhnenden Beifahrerin und strich ihr dann beruhigend über das Haar. Danach richtete sie sich auf und wandte sich Parker zu, der still zugesehen hatte. »Entschuldigen Sie, wenn ich Sie angefahren habe«, meinte sie, »aber das sind wohl die Nerven …« »In der Tat«, erwiderte Parker höflich, »darf ich fragen, ob Sie sich eine Verletzung zugezogen haben?«
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum15. Apr. 2025
ISBN9783690492522
Girls, Girls, Girls: Der exzellente Butler Parker 125 – Kriminalroman

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    Buchvorschau

    Girls, Girls, Girls - Günter Dönges

    Der exzellente Butler Parker

    – 125 –

    Girls, Girls, Girls

    Günter Dönges

    »Darf ich mir erlauben, Ihnen meine wahrscheinlich bescheidene Hilfe anzubieten?«

    Josuah Parker hatte sein hochbeiniges Monstrum verlassen und stand jetzt neben den beiden Wagen, die sich ineinander verkeilt hatten.

    Der Fahrer des chromverzierten Buick war außer sich und augenscheinlich nicht in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen. Er war etwa 50 Jahre alt, mittelgroß und Besitzer eines bereits deutlich ausgeprägten Bauches.

    Er starrte auf die junge Frau, die auf dem Beifahrersitz des offenen Sportwagens saß und nach Luft schnappte. Die zweite junge Frau, auch etwa 20–22 Jahre alt, die Fahrerin des Sportwagens, humpelte um den Zweisitzer herum und kümmerte sich um die Begleiterin. Sie sah etwas überrascht hoch, als sie Parkers Angebot hörte.

    Der Butler stellte selbstverständlich keine weiteren Fragen. Hier galt es erst mal zu helfen. Er hielt seinen wageneigenen Verbandkasten in der Hand und wollte sich mit der nach Luft schnappenden jungen Dame beschäftigen, die offensichtlich eine kleine Rißwunde rechts der Nasenwurzel davongetragen hatte.

    Seine selbstlose Hilfe schien allerdings nicht mehr willkommen zu sein.

    »Lassen Sie!« fauchte ihn die Fahrerin des Sportwagens an, als Parker sich die Wunde näher ansehen wollte, »lassen Sie! Ich mache das schon.«

    Sie hielt tatsächlich bereits ein Heftpflaster in der Hand, drückte es auf die Rißwunde der aufstöhnenden Beifahrerin und strich ihr dann beruhigend über das Haar. Danach richtete sie sich auf und wandte sich Parker zu, der still zugesehen hatte.

    »Entschuldigen Sie, wenn ich Sie angefahren habe«, meinte sie, »aber das sind wohl die Nerven …«

    »In der Tat«, erwiderte Parker höflich, »darf ich fragen, ob Sie sich eine Verletzung zugezogen haben?«

    »Bei mir ist alles in Ordnung. Vielleicht nur eine kleine Prellung am Oberschenkel. Aber das ist nicht so wichtig.«

    »Dennoch sollten Sie und Ihre Begleiterin so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen, wenn ich mir diesen Rat erlauben darf.«

    »Kümmern wir uns lieber um den Mann dort drüben.«

    Die Fahrerin des Sportwagens deutete auf den Buick, neben dem der bauchbehaftete Fahrer stand. Er schien gerade einen mittelschweren Schwächeanfall überstanden zu haben und fuhr sich mit der Hand durchs Gesicht. Er atmete schnell und flach und schien Angst zu haben, hinüber zum Sportwagen zu sehen.

    »Ich begreife das nicht. Ich begreife das einfach nicht«, murmelte er fassungslos, als Parker neben ihm stand. »Ich hatte doch genau aufgepaßt. Und plötzlich war der Sportwagen vor mir. Wie durch Zauberei. Ich begreife das einfach nicht.«

    »Haben Sie sich verletzt?« erkundigte Parker sich erst mal.

    Der Mann schüttelte den Kopf.

    »Nichts. Nichts!« sagte er dann, »alles in Ordnung. Ich begreife das nur nicht. Ich fahre doch schon seit Jahren. Und so etwas ist mir noch nie passiert!«

    »Die zuständige Polizei wird diesen Vorfall klären«, antwortete Parker beruhigend. »Wann, wenn ich fragen darf, ereignete sich dieser peinliche Zusammenstoß?«

    »Vor ein paar Minuten«, sagte die Fahrerin des Sportwagens. Sie hatte sich inzwischen eine Zigarette angezündet und sah sich den zertrümmerten Wagen an, den sie eben noch gefahren hatte. »Wir kamen dort aus der Straße. Und ich glaube, wir hatten sogar Vorfahrt.«

    Sie beurteilte die Rechtslage nicht unrichtig.

    Sie war mit ihrem Sportwagen aus einer von rechts kommenden, wenn auch mit Gesträuch bewachsenen Seitenstraße gekommen und war von dem Buick auf die Hörner genommen worden.

    »Ich – ich habe das wirklich nicht gewollt«, entschuldigte sich der Fahrer des Buick. Er schien sich inzwischen etwas beruhigt zu haben, »aber hatten Sie wirklich Vorfahrt?«

    »Eindeutig«, mischte sich die Beifahrerin in die Unterhaltung. Sie fingerte nach dem breiten Pflaster rechts von der Nasenwurzel, »aber ich kann verstehen, daß Sie nicht aufgepaßt haben. Wer würde hier auch schon mit einem zweiten Wagen rechnen?«

    Parker mußte ihr recht geben.

    Sie befanden sich weit außerhalb der Stadt, bereits auf dem flachen Land. Im Hintergrund waren die letzten Reihenhäuser einer Bungalow-Siedlung zu erkennen. Links von der Unfallstelle erhob sich leichtes Hügelland, das dann hinunter zum Strand führte. Man sah dort die Dächer einiger Ferien- und Bootshäuser.

    »Falls Übereinstimmung zwischen den Parteien besteht, sollte man jetzt die Polizei verständigen«, schlug Parker vor.

    »Polizei?« Der Buick-Mann sah den Butler einigermaßen entsetzt an.

    »Es wird wegen der Schuldfrage sein«, erwiderte Parker höflich.

    »Das – das nehme ich auf mich«, reagierte der Buickfahrer und reichte der Fahrerin des Sportwagens seine Visitenkarte, »ich werde für alle entstandenen Schäden aufkommen, meine Damen.«

    Die beiden jungen Autofahrerinnen sahen sich unentschlossen an. Mit dieser Entwicklung hatten sie offensichtlich nicht gerechnet.

    »Der Wagen war so gut wie neu«, sagte dann die Frau, die gesteuert hatte.

    »Sie werden sich nicht zu beklagen haben«, gab der Buickfahrer schnell und eindringlich zurück.

    »Ich weiß nicht recht.« Die Fahrerin des Sportwagens überlegte.

    »Und was ist, wenn ich nicht arbeiten kann?« fragte die Beifahrerin unsicher, »ich meine da den Verdienstausfall, Krankenkosten. Ich kenne mich nicht genau aus.«

    »Ich werde sämtliche Kosten übernehmen«, erklärte der Buickfahrer noch einmal. Er wandte sich an Parker, »Sie werden das bezeugen können, falls man mir nicht glaubt!«

    »Die Damen hätten es vielleicht lieber schriftlich«, schlug der Butler vor.

    *

    »Bekamen Sie es schriftlich?« fragte Anwalt Mike Rander eine gute Stunde später, nachdem Parker den Vorfall geschildert hatte. Rander, seine Sekretärin Sue Weston und Parker befanden sich in einem Bootshaus am Ufer des Michigansees. Parker war gekommen, um seinen jungen Herrn zurück in die Stadt zu holen.

    »Der betreffende Herr formulierte die Dinge mit wenigen Worten auf einem Stenoblock, den die Beifahrerin mit sich führte.«

    »Schön«, sagte Rander, »der Mann schien sich schuldig zu fühlen, wie?«

    »In der Tat, Sir. Ich darf in diesem Zusammenhang feststellen, daß ihm die Regulierung des Schadens nicht sonderlich schwerfallen wird. Meiner bescheidenen Ansicht nach dürfte Mister Blanton über das verfügen, was man gemeinhin Geldmittel nennt.«

    »Blanton? Walt Blanton!?« Rander sah seinen Butler etwas überrascht an.

    »In der Tat, Sir, Mister Walt Blanton.«

    »Muß man diesen Namen kennen?« wollte Sue Weston wissen. Mike Randers Sekretärin, langbeinig, aschblond, schlank wie eine Gerte und von reizvoller Schönheit, wie Parker es ausgedrückt hätte, sah ihren Chef neugierig an.

    »Walt Blanton ist der Inhaber einer respektablen Gebäudereinigungsfirma«, erläuterte Josuah Parker sofort wie aus dem Handgelenk. Er wußte selbstverständlich wieder mal Bescheid. »Mister Blanton besitzt darüber hinaus einige Großküchen und Lokale in der Stadt. Er ist durchaus das, was man als reich bezeichnen würde.«

    »Wohnt er hier draußen?« fragte Sue interessiert weiter.

    »Das ist es ja eben«, meinte Rander lächelnd, »darum wundere ich mich ja. Hier draußen habe ich ihn noch nie gesehen. Aber vielleicht hat er sich inzwischen auch einen kleinen Ferienbungalow angeschafft.«

    »Mister Blanton scheint es nur um eine Übernachtung zu gehen«, schaltete Josuah Parker sich ein, »ich bemerkte auf dem Rücksitz seines Buicks einen kleinen Koffer, der nur die notwendigsten Nachtutensilien enthalten konnte.«

    »Nicht unser Bier!« Für Rander war der Fall erledigt. »Wir fahren in einer Stunde zurück in die Stadt, Parker.«

    »Sehr wohl, Sir!«

    »Sonst noch etwas?« Rander war nicht entgangen, daß sein würdevoller Butler noch etwas auf dem Herzen hatte.

    »In der Tat, Sir … Ich möchte mir erlauben, an Sie eine Frage zu richten, die in das Gebiet der Gerichtsmedizin fällt.«

    »Gerichtsmedizin?«

    »Ein Fachgebiet, Sir, mit dem Sie als Strafverteidiger immer wieder konfrontiert werden.«

    »Und wie lautet Ihre Frage?« Rander wurde etwas mißtrauisch. Die Hartnäckigkeit seines Butlers mußte gewisse Gründe haben. Und wenn Parker diese Hartnäckigkeit an den Tag legte, dann war meist damit zu rechnen, daß sich wieder mal ein Kriminalfall ankündigte.

    Sue Weston hingegen wurde keineswegs mißtrauisch. Sie witterte freudig einen neuen Fall. Sie

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