Über dieses E-Book
Auch wird das Thema der Tablettenreduktion behandelt (u.a. in einer Art Tagebuchform & einer abschließenden Einschätzung). Desweiteren beleuchtet die Autorin verschiedene Behandlungsformen.
Ähnlich wie #(selbst)STIGMA
Titel in dieser Serie (2)
#(selbst)STIGMA: Erfahrung mit "psychotischen Krisen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen#(selbst)Isolation: Sozialangst überwinden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
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Rezensionen für #(selbst)STIGMA
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Buchvorschau
#(selbst)STIGMA - Daniela Kolk
Einleitung
Dies ist ein Mutmachbuch für Betroffene, Angehörige, Freunde, Kollegen, Nachbarn und alle Leute, die sich für das Spektrum der Erlebnisse innerhalb und außerhalb vom Psychotischen interessieren. Es ist eine Art Biographie über mein Leben mit psychotischen Phasen oder der Diagnose „paranoide Psychose".
Warum dieses Buch? Was will ich als Autorin mit diesem Buch erreichen? Als Erstes möchte ich gerne helfen. Hilfe für Betroffene und nicht-Betroffene anbieten. Ich möchte Trost spenden, dass man sehen kann, „anderen kann es auch so ergehen und man ist mit seinem Erleben nicht allein. Weiter geht es mir darum Verständnis zu erzeugen und zu bieten, dass Situationen erklärbar gemacht werden mit meinen Zeilen und meinen eigenen Erlebnissen während und rund um die Diagnose der „psychotischen Episoden
. Zugleich geht es mir dabei auch um Respekt und Achtung, was durch diese Zeilen den Menschen entgegengebracht werden kann, mit solch einer Diagnose aus der Klassifikation nach ICD-10. Ich möchte dabei gerne aufklären und erklären. Ich zeige mit den Zeilen in diesem Buch meinen Weg auf mit der Diagnose umzugehen und zu leben. Es ist eine Möglichkeit von vielen, durch die es mir gelungen ist ein „normales Leben mit all seinen Anforderungen zu leben. Dabei werde ich u.a. Begriffe, wie beispielsweise „normal
beleuchten und näher darauf eingehen. Ich werde meine Erfahrungen und meine Erlebnisse rund um die Akutphase und in den überwiegend „normalen" ohne Diagnose gefüllten Jahre aufzeigen und beschreiben. Auch möchte ich meine Meinung, meine Einschätzung und meine Prognose im Hinblick eines psychotischen Zustands notieren und gerne mit Ihnen, liebe Leser, teilen. Dabei wende ich mein Wissen an, dass ich mir in den letzten beiden Jahrzehnten angelesen und erworben habe an.
Ich möchte mit meinem Buch eine Unterstützung anbieten, indem ich meine Geschichte mit Betroffenen und nicht-Betroffenen teile. Dazu bedarf es Offenheit und zugleich Mut, das ist gewiss, da es hier doch um einen sehr sensiblen und intimen Bereich der eigenen Psyche geht. Ich habe es mir nicht einfach gemacht und es bedurfte einige innere und ehrliche Arbeit, dass ich nun diesen Schritt der Veröffentlichung der Zeilen zustimme.
Eine wichtige und zentrale Frage, die ich mir dabei stelle, ist „veröffentliche ich dieses Buch mit einem Pseudonym oder mit meinem richtigen Namen?". Nach einigen Überlegungen habe ich mich für eine Veröffentlichung in meinem Namen entschieden. Auch wenn ich bereits mitbekommen habe, wie es anderen Autoren bzgl. Veröffentlichung eines Buch mit dieser Thematik ging: nämlich dass ihnen gekündigt wurde und ihnen Steine in den (beruflichen) Weg gelegt wurde. Dabei ist mir durchaus bewusst, dass diese Entscheidung zu solchen Schritten nur von Leuten getroffen werden, die sich selbst nicht kennen und Angst haben vor ihren eigenen blinden Flecken. Diesen Leuten sind sich ihrer eigenen Schwächen gar nicht bewusst, erahnen sie vielleicht und meinen dann die Anderen im Außen, die Schwäche offen zeigen, bekämpfen zu müssen.
Wenn Sie dieses Buch in den Händen halten, dann habe ich mich doch dazu entschlossen es zu veröffentlichen, um es der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das bedeutet auch, dass mein Wille ein Buch über meine Geschichte zu schreiben und mein Mut über meine anfänglichen Zweifel, Ängste, Befürchtungen, Hemmungen und Scham gesiegt hat. Was im Grunde genommen nur positiv und fortschrittlich zu bewerten ist. Denn es bedarf in der Tat sehr viel Mut und Bereitschaft über eine medizinische Diagnose zu berichten bzw. zu erzählen, die leider heutzutage in der Welt noch überwiegend als schambesetzt und komisch angesehen wird. Es gibt Urvölker, bei denen diese Menschen mit ihrem speziellen und besonderen Erleben aus der Masse hervor genommen werden und als Heiler, Schamanen etc. verehrt werden. Sie haben bei ihrem Volk einen besonderen Wert. Sie werden hoch geachtet und hoch geschätzt. Aber leider wird in der modernen Zivilisation diese besondere Phase bzw. das spezielle Erleben als krank angesehen. Dieses Bewusstsein, das abweicht von der „funktionierenden Mehrheit, wird als verrückt, befremdlich, schräg, verkehrt und nicht richtig angesehen. Ver-rückt – nicht in der „normalen
Spur, sondern vom eigentlichen Zustand entrückt. Befremdlich, weil es laut Statistik nur 1% der Weltbevölkerung betrifft und es für die Umgebung, die sonst andere Zustände im Verhalten und das Erleben von demjenigen kennt, beängstigend und eigenartig bis komisch anmutet. Denn was von der Norm abweicht, was also nicht alltägliches, noch einheitliches Denken ist, das erzeugt in der Allgemeinbevölkerung bei nicht-Betroffenen erstmals Angst. Die Angst vor dem Unbekannten.
Eine Psychose kann sich über Jahre aufbauen. Das heißt, dass es Vorboten diesbezüglich geben kann. Aber nicht muss, denn eine psychotische Phase kann auch plötzlich innerhalb weniger Tage auftreten. Dafür benötigt es manchmal sogar nur eine Nacht ohne Schlaf oder aber auch mehrere Nächte mit Schlafentzug. Deshalb ist Schlaf für die Gesundheit äußerst wichtig.
im Sommer 2021
Lieber Leser,
vielen herzlichen Dank, dass Sie sich für dieses Buch entschieden haben. Ich wünsche Ihnen viel Spaß, Freude & neue Erkenntnisse beim Lesen.
Ihre Daniela Kolk
Herzensanliegen
Meine Zeilen sind unwissenschaftlich, insofern ich das erlesene Wissen abgeglichen habe mit meinen Erfahrungen (selbst erlebt und mir die Erlebnisse mir von Anderen angehört habe). Diese Zeilen zeigen eine Meinung zu dem Erlebnis Psychose auf und basieren auf meiner Art, damit umzugehen und es für mich Sinn-gebend einzuordnen. Ich möchte mich ausdrücklich davon distanzieren und davor warnen meinen Weg für sich selbst eins-zu-eins zu kopieren. Hiermit verweise ich auf die Individualität. So wie jede Psychose einzigartig und individuell ist. So ist jeder Weg damit umzugehen und zu gesunden individuell. Was bei mir hilft, das bedeutet nicht zwangsläufig, dass es auch einem anderen Betroffenen damit gut gehen wird, noch das es ihm hilft. Es kann, muss es aber nicht. Diese Zeilen sollen u.a. auch zur Diskussion über das Erlebnis „Psychose anregen und nicht nur den leidtragenden Betroffenen helfen. Jedenfalls muss jeder Betroffene seinen eigenen individuellen zu ihm passenden Weg finden, der ihm gut tut und ihm hilft damit umzugehen. Im besten Falle zu guter Letzt findet der Betroffene hoffentlich seinen eigenen Weg um damit gesund zu werden. Dabei wollte ich betonen, dass es sich nicht von Jetzt-auf-Gleich „auflöst
und sich ein geeigneter Weg finden lässt, sondern hierbei handelt es sich um einen Prozess, der Jahre bis hin zu Jahrzehnten dauern kann. Die Erlebnisse während der psychotischen Phase heißt es dabei sinngebend in die eigene Lebensgeschichte einzubauen. Die Phase integrieren statt sich davon zu trennen. Denn Trennung, dass es nicht zu einem gehört, fördert nur Leid, Schmerz und Kummer. Ein gesunder Umgang umschließt das Einbeziehen der Erlebnisse auch in psychosefreiem Zustand. Definitiv kann es durchaus schambesetzt sein, was man in einer psychotischen Episode gesagt und/oder getan hat. Aber auch Scham rund um diese Sachen muss integriert werden, denn das gehört zu dem eigenen Leben, ob man das will oder nicht. Etwas nicht wahrhaben wollen, weil es schambesetzt ist, ist nicht weg zu kriegen im Bewusstsein, wenn man es tot-schweigt und aus Scham nicht darüber redet. Das tot-Schweigen macht es nur noch schlimmer, denn dadurch wird die Scham, Ängste und Hemmungen verstärkt. Offenheit und Mut ist das richtige Mittel, um damit wieder ins Reine zu kommen und es in die eigene Lebensgeschichte zu integrieren, auch wenn es noch zu schmerzlich ist. Alles hat seine Gründe, warum was gesagt oder getan wurde.
Während einer psychotischen Phase fallen die eigentlichen Grenzen/Schranken/Regeln, die sonst üblich sind, weg. Alles entlädt sich direkt nach Außen ohne einen Filter. Klar, das kann mitunter belastend und beschämend im Nachhinein sein, weil der Betroffene im „normalen, ruhigen und überlegten" Befinden das oder jenes sicher so in der Art und Weise nicht gemacht hätte. Es ist die Kunst, danach wieder mit sich und seiner Umgebung ins Reine zu kommen, deshalb verdient mutige Offenheit Anerkennung.
Ich habe mich nach einer meiner letzten psychotischen Krisen bei meiner Umgebung entschuldigt. Ich habe das für richtig und gut empfunden. Auch wenn es mich Überwindung und Mut gekostet hat. Denn im Nachhinein war mir mein Verhalten schon peinlich. Ich hatte mich dafür geschämt. Aber zum Glück hatte meine Umgebung Verständnis für mein Verhalten und mit meiner Entschuldigung war es dann abgehakt.
Idee vom Buch
Aktuell in 2019 gab es auf Facebook eine Verlosung einer Autorin. Sie schreibt auch über ihr Erleben. Sie verloste ihr erstes Buch. Mich interessierte ihre Sichtweise auf diesen Zustand, deshalb beteiligte ich mich an dieser Verlosung. Ich „likete diesen Beitrag, damit ich daran teilnahm. Der „gefällt-mir
-Button war eine Bedingung an der Teilnahme. Leider gehörte ich dieses Mal nicht zu den Gewinnern.
Jedenfalls bestand auch die Möglichkeit des Kommentierens, um die Frage zu beantworten „Was ist für mich Psychose???. Meine Antwort diesbezüglich ist: „PSYCHOSE ist die Antwort der Seele auf erlebten unaushaltbaren Schmerz.
Jemand schreibt unter meinen Satz: „Schreibe du auch ein Buch bitte!. Ich glaube nicht was ich da lese. Und welche Aufforderung an mich so direkt gerichtet ist. Nicht das diese Idee meiner Seele unbekannt ist. Das will ich damit gar nicht behaupten. Denn dieser Gedanke ist bereits in 1996 seit meiner ersten akuten psychotischen Episode, als ich im Krankenhaus war in mir gepflanzt worden. Damals las ich in der hiesigen Tageszeitung einen Artikel über Marie Curie, die als einer der ersten Frauen wissenschaftlich arbeitete, studierte und sogar einen Nobelpreis verliehen bekam. Das ist großartig und gefiel mir außerordentlich gut. Ich habe Respekt vor der Leistung dieser Frau zu den damaligen vorherrschenden frauenfeindlichen Zeitqualität. Denn zu ihrer Zeit war es nicht alltäglich, dass Frauen im Beruf standen und dann noch so eine hohe Auszeichnung bekamen. Das ist eine Frau mit Vorbildcharakter. Eine Frau als Vorreiter der heutigen, modernen Frauen, die selbstverständlich ebenbürtig wie ein Mann erfolgreich ihren Platz in der Berufswelt ausfüllt und dabei so erfolgreich war. Diesen Artikel über die Besonderheit dieser Frau imponierte mir. Mir kam die Idee „Ich werde ein Buch schreiben!
. Ich liebe es Texte zu schreiben. Ich habe sehr viel Freude dabei, wenn ich formulieren kann. Ich mag es einfach sehr gerne meine Gedanken zu notieren. Mit Vorliebe denke ich einfach über Vieles nach.
Bereits von mehrfacher Seite habe ich zu hören und notiert bekommen, dass ich mich mit meinem Schreibstil „gut" ausdrücke, es verständlich und tiefgründig ist.
Okay, diese „Zeichen" sollen beachtet werden, um mich in Einklang mit meiner Idee aus dem Jahr 1996 zu bringen.
„PSYCHOSE ist die Antwort der Seele auf erlebten unaushaltbaren Schmerz." (DanielaKolk).
Vorneweg – langsam fügt sich alles zusammen, was vorher als vereinzelte Bruchstücke scheinbar sinnlos aneinandergereiht war. Das macht Mut und beflügelt mich in meinem derzeitigen Vorhaben der Tablettenreduktion. (2019; Information am Rande.).
Meine Sichtweise
„Heilung geschieht
in & mit Liebe."
(Daniela Kolk)
Mein Weg mit den psychotischen Krisen umzugehen ist: sich viel Wissen darüber anzueignen, um ein besseres Verständnis dafür zu erhalten. Was zu einem bewussteren Umgang mit sich selbst einhergeht. Auch eine Stärkung des Selbstwertgefühl ist empfehlenswert und wünschenswert. Besonnenheit und Achtsamkeit ist auch äußerst hilfreich. Weiter empfohlen ist ausreichend Schlaf, Sport (u.a. Yoga) und eine gesunde Ernährung. Während der psychotischen Krisen tendiere ich regelmäßig zu Zigarettenkonsum, das beruhigt die Schnelligkeit im Kopf und in den Gedanken. Auch wenn ich dann im „normalen" Leben mir regelmäßig die Sucht vom Nikotin abgewöhne und es bisher auch immer wiederholt geschafft habe.
Ich lese gerne Bücher über diese Thematik. Ich finde es spannend, was dazu bisher alles entdeckt wurde und zukünftig wird. Nicht mit allem bin ich einverstanden. Aber vieles öffnet meine Sicht und bereichert mich. Das ist hilfreich und erleichternd. Denn das (eigen)STIGMA, was ich mir selbst aufgebürdet habe, ist sehr hartnäckig und hinterhältig. Manches Mal erwischt es mich auch heutzutage noch in manchen öffentlichen Situationen mit anderen Menschen. Was sehr belastend sein kann und auch frustrierend. Mich hat das (eigen)STIGMA zu Anfang sehr blockiert, behindert und gehemmt. Aber mittlerweile, nach einem Vierteljahrhundert und einer gefundenen Liebe (zu meinem Partner & mir selbst) habe ich mir schon viel Ballast von der Seele räumen können. Mir hat es geholfen, dass ich mich während der Therapie mit einem Therapeuten austauschen konnte und dieser mich verstanden hat. Das Äußern von Ängsten, Befürchtungen und Problemen ist dabei zielführend und äußerst wichtig. Auch der Austausch im Internet ist eine zusätzliche Stütze auf meinem Weg, um zu verstehen und Sichtweisen, Erkenntnisse zu lesen, die anders sind als meine Sicht – aber zugleich doch auch interessant.
Die Ängste, die ich erlebe und durchleide, entspringen größtenteils dem (selbst)STIGMA. Das Thema Angst, insbesondere die Sozialangst mag ich gerne in einem Teil 2 behandeln, da es sonst den Rahmen dieses Buches sprengt.
Ich möchte meine Sichtweise, meine Erfahrung und mein Sachwissen rund um das Thema „psychotische Krisen" und das (selbst)STIGMA mit Ihnen, meine lieben Leser, teilen.
Ich beteilige mich nicht an einem Gendern in diesem Buch, sondern ich nutze überwiegend die maskuline Form eines Wortes. Damit spreche ich dann im allgemeinen. Ich hoffe, dass ich damit Niemanden
