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Highheels und heiße Küsse
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eBook203 Seiten2 Stunden

Highheels und heiße Küsse

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Über dieses E-Book

Ob spitz, mit Plateau oder perlenbestickt – Lily entwirft die tollsten Schuhe. Um das Geschäftliche kümmert sich der gut aussehende James. Bis jetzt waren sie nur Freunde, doch dann kündigt James auf einmal. Erst jetzt wird Lily klar, dass sie sich in ihn verliebt hat …

SpracheDeutsch
HerausgeberMIRA Taschenbuch
Erscheinungsdatum30. Nov. 2023
ISBN9783745753691
Highheels und heiße Küsse
Autor

Wendy Etherington

<p>Als kleines Mädchen hatte Wendy Etherington den Wunsch, etwas ganz Großartiges zu werden: z.B. Herrscherin über die Welt oder zumindest Generaldirektorin von Coca-Cola- Doch dann entdeckte sie Romantik und Comedy, und alles kam ganz anders.</p>

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    Buchvorschau

    Highheels und heiße Küsse - Wendy Etherington

    © 2023 für die deutschsprachige Ausgabe

    by MIRA Taschenbuch in der

    Verlagsgruppe Harper Collins Deutschland GmbH, Hamburg

    © 2004 by Wendy Etherington

    Originaltitel: »If the Stiletto Fits...«

    Erschienen bei: Harlequin Enterprises Ltd., Toronto

    Published by arrangement with

    HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V. / SARL

    Übersetzung: Günes Kale

    Covergestaltung von Deborah Kuschel / Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH

    Coverabbildung von VikiVector / Getty Images

    ISBN E-Book 9783745753691

    Highheels und heiße Küsse

    Cover

    Impressum

    Inhalt

    Highheels und heiße Küsse

    Titel

    1. KAPITEL

    2. KAPITEL

    3. KAPITEL

    4. KAPITEL

    5. KAPITEL

    6. KAPITEL

    7. KAPITEL

    8. KAPITEL

    9. KAPITEL

    10. KAPITEL

    11. KAPITEL

    EPILOG

    1. KAPITEL

    Lily Reaves schlenderte durch die Tür ihres Büros in Manhattan und bewunderte immer noch ihre neuen Schuhe. Einzigartig, eben Lilys. Würden Prominente eines Tages den Namen Lily Reaves mit der gleichen Ehrfurcht aussprechen wie heute den von Manolo oder Prada?

    Nun, vielleicht spielte sie noch nicht in der gleichen Liga, aber sie befand sich ganz definitiv auf dem Weg dahin. Sie, die auf einer Farm in der Nähe von Des Moines aufgewachsen war, hatte es geschafft, in New York ihren Weg zu machen. Manchmal verschlug ihr dieser Gedanke den Atem.

    Sie betrachtete sich in dem vergoldeten Spiegel, der im Empfangsbereich hing. Die blassgelben Stilettos mit den pinkfarbenen Strass-Schmetterlingen würden einer der Höhepunkte ihrer Frühlingskollektion sein.

    Als sie den Flur entlangging, vorbei an Bürotüren und ihrem Atelier, in dem sie ihre Entwürfe erstellte, sah sie, dass der Stuhl hinter dem schwarzen, halbrunden Empfangstisch leer war. Ein Blick auf die Uhr, eine Fünfdollaruhr von einem Straßenverkäufer aus der Sixth Avenue, bestätigte ihr, dass es beinahe Mittag war, und Garnet hatte sich noch nicht eingefunden. Lily schüttelte den Kopf. Dieses Mädchen kam nie pünktlich.

    Lily stöckelte zum Büro ihres Office Managers. James Chamberlin saß hinter dem wie immer ordentlichen Mahagonischreibtisch und machte Notizen mit seinem Lieblingsstift, während er den Telefonhörer zwischen Ohr und Schulter geklemmt hielt. Kein einziges seiner dunkelbraunen Haare lag nicht da, wo es liegen sollte. Er hatte zwar das Jackett ausgezogen, aber sein marineblauer Schlips und das weiße gebügelte Hemd saßen perfekt.

    „Ich weiß, aber Sie müssen das ändern, sagte er ins Handy. „Die Frühlingsschau hat oberste Priorität.

    Er deutete auf den Stuhl ihm gegenüber.

    „Haben Sie das Organisationsmodell benutzt, das ich Ihnen letzte Woche geschickt habe?" Er hob die Brauen. „Nun, vielleicht ist genau das das Problem."

    Seine dominante Stimme machte die meisten Menschen nervös. Lily hatte Glück gehabt. Er war der beste Manager, den man im ganzen Land finden konnte. Er hatte die Geschäftsinteressen von Oscar-Preisträgern und Spitzenmanagern wahrgenommen. Jetzt setzte er sich für ihre ein.

    Darüber hinaus liebte und respektierte er seine Mutter. Ihr hatte Lily es zu verdanken, dass er seit neun Monaten ihr Geschäftsführer war. James’ Eltern waren preisgekrönte Schauspieler. Lily hatte sich eines ihrer Stücke angesehen und danach vor dem Bühneneingang gewartet, um ein Autogramm zu bekommen.

    Sie und die lebenssprühende Fedora Chamberlin hatten sich auf Anhieb verstanden und waren Freundinnen geworden. Eines Tages hatte Lily beim Mittagessen erwähnt, wie schwer es ihr fiel, einen geeigneten Manager für ihr expandierendes Unternehmen zu finden. Und siehe da! Fedoras einziges Kind, James, war die Lösung für Lilys Problem.

    Zur Freude seiner Mutter kündigte er den Job in L. A. und fing bei Lily an. Er war sehr professionell, besaß einen scharfen Verstand, war geduldig und hatte Verständnis für Lilys Stimmungsschwankungen und ihr mangelndes Organisationstalent. Ihm hatte sie es zu verdanken, dass Lily Reaves’ Schuhe zur Sensation geworden waren. In ein paar Wochen würden drei Top-Modedesigner ihre Schuhe in der Frühlingsschau präsentieren.

    „Gut. Setzen Sie sich am Nachmittag wieder mit mir in Verbindung. James legte auf und sah Lily an. „Nun, wie ist es gelaufen?

    Sie erhob sich und stellte einen Fuß auf den Stuhl, damit er ihren Stiletto sehen konnte. „Großartig, nicht wahr?"

    „Sehen verdammt unbequem aus."

    „Du sollst sie ja nicht tragen."

    Sie warf ihm einen ärgerlichen Blick zu. Er hatte ihr kein Kompliment gemacht. Dabei trug sie eine eng anliegende Bolero-Jacke und einen schmal geschnittenen Rock mit zu den Schuhen passenden Strass-Schmetterlingen. Einer der Designer hatte ihr das Outfit geschickt, nachdem sie seiner Schwester mehrere Paar Schuhe in Übergröße hatte zukommen lassen. In einer Stadt, in der Kleidung horrend teuer war, musste eine Frau sehen, dass sie Schnäppchen machte, wann immer sich ihr die Gelegenheit bot.

    Jetzt glitt James’ Blick nach unten. Ihn interessierten weder ihre Haare, mit denen sie täglich kämpfte, noch ihre Kleider oder ihre Beine. Nein, er studierte ihre Schuhe, wobei seine grauen Augen vor lauter Konzentration schmal wurden. „Die handwerkliche Arbeit ist ausgezeichnet. Ich mag den Glanz des Leders. Das Design ist anständig."

    Überschwänglich war James nicht gerade. Aber, na schön, sie zahlte ihm sein Gehalt ja auch nicht für Komplimente. Lily ließ sich wieder in den Stuhl fallen, strich den Rock glatt und schlug die Beine übereinander. „Wo ist Garnet?"

    „Beim Mittagessen."

    „Wie lange schon?"

    Er blickte auf die Messinguhr an der Wand. „Zu lange. Wie immer."

    „Hast du ihre Füße angesehen?"

    „Ja."

    „Wenn ich sie noch einmal dabei erwische, dass sie so ein Paar …"

    James seufzte. Ihr strenger Ton schien ihn kein bisschen zu überzeugen. „Ich weiß … dann wirst du sie feuern."

    „Warum habe ich sie eigentlich überhaupt eingestellt?"

    „Weil einer deiner wichtigsten Kunden das wollte, kein guter Grund."

    „Der Kunde hat mich darum gebeten. Gestern hatte sich Garnet mit einem Paar Schuhen davongeschlichen, die Lily für ein Schaufenster von Bloomingdale’s entworfen hatte. Sie seufzte. „Langsam beginne ich zu verstehen, warum.

    „Du wirst sie ja doch nicht feuern, Lily."

    „Doch, das werde ich."

    „Beweise es."

    Sie lächelte. „Willst du dich über mich lustig machen, James Chamberlin?"

    Er hob die Hände. „Niemals würde ich das tun."

    Lily stützte das Kinn auf die Hände. Garnet hatte durchaus Potenzial. Sie brauchte nur etwas Anleitung. Und ein Ziel. Und Ehrgeiz. All diese Dinge hatte Lily gehabt, als sie in die Stadt gekommen war, trotzdem kämpfte sie noch heute manchmal um ihr Selbstvertrauen. „Garnets Vater hat mir einmal geholfen, als ich wirklich dringend Aufträge brauchte."

    „Ich weiß." James machte ein ausdrucksloses Gesicht.

    „Bist du eigentlich nie jung und ziellos gewesen?"

    „Nein."

    Lily betrachtete sein vollkommen ernstes Gesicht. Ja, das stimmte. James wusste nicht nur, wohin er wollte, er kannte auch immer mindestens drei Wege, um dorthin zu gelangen. Und er wusste, wie lange es dauern würde, Wetterbericht und Kilometerangabe inbegriffen.

    Lily hatte einmal seinen Terminkalender gesehen. Dieser Anblick hatte sie in ihre Collegezeit zurückversetzt, als von ihr erwartet worden war, Essays mit diesen furchtbaren römischen Zahlen zu schreiben, mit Bibliografien und sogar Fußnoten. Sie überlief eine Gänsehaut bei diesen albtraumhaften Erinnerungen.

    „Kannst du bitte noch einmal mit ihr sprechen, damit sie mir ausrichtet, wer angerufen hat?, fragte er. „Sie hat keinerlei System. Manchmal schreibt sie es auf rosa Zettel, die sie mit Herzen bemalt. Manchmal mailt sie mir – obwohl sie meistens Dreher macht oder Zahlen vergisst. In seltenen Fällen schafft sie es sogar, mir eine Voicemail zu schicken. Meistens geht die allerdings an dich und nicht an mich.

    „Ich werde mit ihr reden, erklärte Lily. Auch wenn Computer ihr im Grunde ein Rätsel waren – mailen war doch so etwas wie miteinander reden. Das verstand sie. „Hast du die Verträge für die Frühlingsschau bekommen?

    James hielt einen Stapel Papiere hoch. „Hier sind sie."

    Lily zögerte die Frage hinaus, die sie quälte, seit sie den Auftrag erhalten hatte. „Und? Da steht wirklich mein Name drin?"

    Er schob ihr die Verträge zu. „Ja, natürlich."

    „Alles okay damit?"

    „Ein paar Sätze müssen abgeändert werden. Aber sonst ist alles in Ordnung."

    Lily sah auf. Ihre Blicke trafen sich. „Habe ich dir schon gesagt, wie sehr ich deine Arbeit schätze?"

    „Lily, das hast du dir selbst erarbeitet. Erinnerst du dich nicht?"

    Sie schüttelte den Kopf. Sie war im Mittelfeld gedümpelt, bevor James bei ihr angefangen hatte. Ihr einziger Erfolg war vor zwei Jahren gewesen, als einer für den Oscar nominierte Schauspielerin beim Betreten des roten Teppichs ein Absatz gebrochen war und sie die Schuhe ihrer Assistentin angezogen hatte – ein Paar, das Lily entworfen hatte. In der Schuhindustrie war man daraufhin auf sie aufmerksam geworden, aber erst mit James’ Hilfe hatte sie das zu ihren Gunsten nutzen können.

    Dieses Jahr hatte er Verbindungen zu den richtigen Leuten in L. A. hergestellt und eine Zusammenarbeit mit Hollywood-Stylisten arrangiert. Sie hatte danach Dutzende Paar Schuhe für Entertainer entworfen, die an der Oscar-Prämierung teilgenommen hatten.

    „Ohne dich hätte ich das nie geschafft", sagte sie.

    Er lächelte. „Nun, ich bin eben der Beste …"

    Sie blinzelte. James war die meiste Zeit über so ernst, dass sie kaum bemerkte, wie attraktiv er war. Erst wenn er lächelte, durchfuhr es sie. Nicht, dass er unattraktiv gewesen wäre, wenn er nicht lächelte. Nur war er es dann auf eine zugeknöpfte, konservative Art. Er war nicht ihr Typ. Aber das war auch gut so, da er ihr von Anfang an gezeigt hatte, dass ihre Beziehung rein beruflicher Natur war und sein sollte. Das war auch in ihrem Sinn. Lily brauchte einen Manager, der dafür sorgte, dass sie Termine einhielt, ihre Verträge und geschäftlichen Angelegenheiten überwachte, der den Überblick über ihre Finanzen behielt. Lover konnte sie alleine finden.

    Obwohl dieser Bereich ihres Lebens eher mittelmäßig war. Entweder traf sie auf Typen, die eine passive Frau suchten, die zu Hause blieb und ein Dutzend Kinder aufzog. Oder Mistkerle auf der Suche nach einem One-Night-Stand.

    „Aber nur, weil ich so viel Erfahrung habe, beendete er seinen Satz. „Du brauchst mich gar nicht so sehr, wie du glaubst.

    „Oh doch, das tue ich."

    Er warf ihr einen seltsamen Blick zu.

    „Hallooo …"

    „Garnet ist wieder da."

    James sah Lily jetzt geradezu flehend an. „Meine Anrufe."

    Lily erhob sich und ging auf die Tür zu. Sie genoss es, auf den zehn Zentimeter hohen Schuhen zu gehen. Vielleicht würde sie diese Schuhe heute bei ihrem Date tragen. Sie liebte es, wenn ein Mann sie anstarrte. „Ich gehe schon."

    „Ich muss mit dir reden, bevor du heute ausgehst."

    Sie blieb in der Tür stehen. „Was veranlasst dich zu glauben, dass ich heute ausgehe? Ich könnte ja auch zu Hause bleiben, mit einem guten Buch und einem Beruhigungstee."

    „Richtig. Aber sogar ich gehe heute Abend aus."

    „Du gehst aus? Hast du ein Date?"

    „Selbst ich habe gelegentlich ein Date."

    Lily erinnerte sich an die Brünette, die er vor nicht allzu langer Zeit zu einer Cocktailparty mitgebracht hatte. Die Frau war zurückhaltend gewesen und süß – wie war ihr Name doch gleich? Kate? Karly? Kelly.

    „Wo geht ihr hin, Kelly und du?"

    „Ich sehe Kelly nicht mehr. Es ist jemand Neues."

    „Oh. Sie winkte ihm zu. „Dann viel Spaß.

    Sie ging den Flur entlang und sah Garnet gerade um den Empfangstresen herumgehen.

    „Sieh dir mal die fabelhafte Tasche an, die ich heute gekauft habe." Trotz ihrer Frustration musste Lily lächeln. Garnet hatte wirklich viel Sinn für Mode.

    Die Tasche sah aus wie ein Pappkarton für chinesisches Essen, nur dass dieser Karton aus rotem und schwarzem Satin gemacht war.

    „Sie ist großartig, Garnet, wo …?" Sie brach ab, als sie das eingenähte Designerschild an der Unterseite der Tasche sah.

    „Das ist eine Fabian LaRoche ."

    Garnet nahm die Tasche wieder an sich und tanzte im Kreis herum. „Ich weiß. Ist sie nicht allerliebst?"

    „Das ist eine Fünfhundertdollartasche. Das ist mehr, als du in einer Woche verdienst."

    Garnet winkte ab, stellte ihre Eroberung auf den Tisch und sah die Tasche so bewundernd an wie andere Menschen ein unbezahlbares Kunstobjekt. „Ich habe sie mit meiner Kreditkarte bezahlt. Daddy bekommt die Rechnung."

    Lily wollte ihrer Angestellten gerade erklären, dass sie für ihre Finanzen selbst verantwortlich war, da erinnerte sie sich daran, dass Garnet nicht des Geldes wegen arbeitete. Sie hielt damit nur ihren Vater hin, bis sie fünfundzwanzig Jahre alt war und die Kontrolle über ihr eigenes Vermögen erhielt.

    Lily war in einem strengen Mittelklassehaushalt erzogen worden und hätte am liebsten über Garnets Kauf-Exzess geschimpft. Aber das war die Welt, in der sie jetzt lebte. Sie lächelte. Und leben durfte. Big Apple!

    Lily entschied sich, das Thema

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