Moin Moin: Plattdeutsche Wort-Geschichten
Von Reinhard Goltz
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Moin Moin - Reinhard Goltz
Reinhard Goltz, geboren 1953, Finkwarder Jung, lebte 30 Jahre in Hamburg, 20 in Kiel und ist nun in Bremen zu Haus. Wollte Lehrer werden, wurde aber Bearbeiter, später Herausgeber des »Preußischen Wörterbuchs«. Jetzt tätig als Geschäftsführer am Institut für niederdeutsche Sprache.
Bezeichnet sich selbst gern als Grenzgänger zwischen Wissenschaft und praktischer Kulturarbeit. Verfasste zahlreiche Aufsätze über die niederdeutsche Sprache und über die neuere Literatur, außerdem viele Beiträge für den Rundfunk. War Mitglied des Kabarett-Ensembles »De Scheewe Dree« und wirkte an den Übersetzungen von vier Asterix-Heften, einem Donald-Duck-Comic sowie einem Harry-Potter-Band mit.
Ihn reizt vor allem der kreative Umgang mit dem Plattdeutschen. Scheut sich aber auch nicht, sich engagiert für die Regionalsprache einzusetzen: im kulturellen Bereich als Vorsitzender der Klaus-Groth-Gesellschaft, im politischen Bereich als Sprecher des Bundesrates für Niederdeutsch.
2007 erschien ein zweiter Band mit 50 weiteren plattdeutschen Wortgeschichten im Quickborn-Verlag.
Reinhard Goltz
Plattdeutsche Wortgeschichten
Alle Rechte, insbesondere der Vervielfältigung,
der Übersetzung, der Dramatisierung, der Rundfunkübertragung, der Tonträgeraufnahme, der Verfilmung, des Fernsehens
und des Vortrages, auch auszugsweise, vorbehalten.
Die plattdeutsche Schreibweise des Autors
ist unverändert übernommen worden.
ISBN 978-3-87651-406-2
© Copyright 2006 by Quickborn-Verlag, Hamburg
Umschlaggestaltung: W. Martens, Hamburg
Reinhard Goltz - Moin Moin
Vorwort
Plattdeutsch ist in. Ob im Bundestag oder im Fernsehen, ob in der Schule oder beim nachbarlichen Klönschnack: viele Menschen sprechen selbstverständlich und selbstbewusst Platt, viele freuen sich, wenn sie den Klang hören.
Wer immer schon wissen wollte, woher füünsch, krüüsch oder suutje kommen, was die Deern mit der Dirne gemein hat oder wie lange man sich im Norden eigentlich schon mit Moin Moin begrüßt, der sollte diese Wort-Geschichten gewissenhaft lesen. Wie ein Puzzlestein wirkt jeder einzelne Artikel, gemeinsam aber ergeben sie ein vielfältiges Bild norddeutscher Sprach- und Kulturgeschichte.
Längst gilt das Niederdeutsche nicht mehr als verdorbenes Hochdeutsch. Es ist anerkannt als unverzichtbarer Teil der norddeutschen Kultur. Dafür spricht eine eigenständige und sehr lebendige Literatur, dafür sprechen aber auch die Unterschiede gegenüber dem Hochdeutschen: die Grammatik, der Satzbau, die Wörter.
Aus dem reichen plattdeutschen Wortschatz wurden solche Beispiele ausgewählt, an denen sich deutliche Unterschiede gegenüber dem Hochdeutschen aufzeigen lassen: snacken oder lütt kennt man auf Hoch nicht. Das gilt auch für die Endung der Kööksch. Und ein Vergleich zwischen fief und fünf wirft schließlich die Frage auf, wo denn das hochdeutsche -n- geblieben ist.
Der Blick richtet sich dabei sowohl auf Spuren aus der sprachlichen Vergangenheit als auch auf Kontakte zu den Nachbarn: Franzosen, Engländer, Skandinavier oder Friesen. Außerdem zeigen zahlreiche Beispiele, dass es auch innerhalb der niederdeutschen Sprachfamilie recht große Unterschiede gibt.
Die einzelnen Wort-Geschichten wurden zuerst in der Zeitung »Die Welt« abgedruckt. Zahlreiche Reaktionen auf diese wöchentliche Rubrik haben mir gezeigt, wie groß das Interesse an sprachlichen Zusammenhängen ist. Für dieses Büchlein wurden die Artikel überarbeitet und in eine alphabetische Reihenfolge gebracht.
Reinhard Goltz
appeldwatsch
Snack nich so appeldwatsch!
Schon am Tonfall erkennt der Angesprochene, was gemeint ist: dass er nämlich nicht so »kraus« oder »verrückt« reden soll. Was genau aber sich hinter diesem klangreichen Wort verbirgt, bleibt unklar – zumindest auf den ersten Blick.
So nimmt es wenig wunder, dass sich Vermutungen einstellen: dwatsch hört sich schließlich so ähnlich an wie Quatsch. Was aber hat ein Apfel damit zu tun?
Fangen wir hinten an: das -sch am Ende des Wortes kennzeichnet ein Eigenschaftswort, so wie wir es auch von dickdreevsch (angeberisch), muulsch (missgelaunt) und vielen anderen kennen. Davor findet sich dwat-, eine Form, die sich aus dwars gebildet hat. Und dieses dwars heißt bekanntlich »quer«, man denke an den Quertreiber, der im Plattdeutschen als Dwarsdriever daherkommt. Oder an den Krebs, der auf den Namen Dwarslöper hört.
Im Grunde genommen reicht die Kennzeichnung dwatsch allein schon aus, wenn man eine Aussage für unsinnig erklären will. Was aber ebenfalls besagt, dass das vorangestellte appel- eigentlich nur der Verstärkung dient. Und dass
