Die späte Rache des Jan Hus: Eine kritische Betrachtung des Wirtschaftssystems und der Kirchen in der Neuzeit. Ein (literarisches) Schauspiel
Von Winfried Polte
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Über dieses E-Book
Gleichzeitig distanziert sich die Bevölkerung zusehends von der vor allem seitens der katholischen Kirche weiterhin zur Schau gestellten Prunksucht, den sexuellen Übergriffen von Priestern und deren generell konservativen Weltanschauung gegenüber dem realen Leben in der Jetztzeit.
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Buchvorschau
Die späte Rache des Jan Hus - Winfried Polte
Winfried Polte
Die späte Rache
des Jan Hus
Eine kritische Betrachtung des Wirtschaftssystems und der Kirchen in der Neuzeit
- Ein (literarisches) Schauspiel –
Die Finanz- und Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre hat nicht nur einen beträchtlichen ökonomischen Schaden angerichtet. Sie hat auch erneut die grundlegenden Fragen nach dem Gesellschafts-, vor allem aber dem Wirtschaftssystem gestellt. Bereicherung von Unternehmensvorständen sowie Investment- bankern haben eine nicht mehr akzeptable Dimension erreicht.
Gleichzeitig distanziert sich die Bevölkerung zusehends von der vor allem seitens der katholischen Kirche weiterhin zur Schau gestellten Prunksucht, den sexuellen Übergriffen von Priestern und deren generell konservativen Weltanschauung gegenüber dem realen Leben in der Jetztzeit.
Die Protagonisten des Stückes sind auf der einen Seite ein liberaler Wirtschaftsprofessor sowie eine kritische Studentin der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Auf der anderen Seite ringen ein katholischer Priester sowie ein Sozialarbeiter um die richtige Einschätzung der Rolle der Kirchen in der heutigen Zeit. Nicht nur bei den beiden Themenblöcken zeigen sich plötzlich inhaltliche Parallelen, sondern auch auf der menschlichen Ebene bewirkt das Schicksal eine überraschende Wende.
Winfried Polte hat in Köln Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studiert und dort auch promoviert. Über lange Jahre war er in leitender Funktion in der internationalen Entwicklungszu- sammenarbeit tätig. Heute unterrichtet er als Honorarprofessor an einer Hochschule zu den Themen Internationale Beziehungen und Globale Ökonomie. Seine vielfältigen Veröffentlichungen, auch zu sozialen Problemen der Gesellschaft, weisen ebenso einen Lyrik-Band auf. Besondere Beziehungen haben sich seit langer Zeit auf kultureller Ebene zur Literatur Afrikas sowie dem Theater entwickelt.
ISBN 978-3-7375-2982-2
Gewidmet den vielen Engagierten der freien Theaterszene – in welcher Funktion auch immer -, die meist unter sehr schwierigen Bedingungen einen ganz wichtigen kulturellen Beitrag leisten.
Impressum
Die späte Rache des Jan Hus
Winfried Polte
eBook
Copyright: © 2015 Winfried Polte
published by: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de
ISBN 978-3-7375-2982-2
Einzelheiten zu den Rechten für Theaterauffüh-rungen können bei dem Autor erfragt werden unter fred.klev@t-online.de
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Vorwort
I. Akt
II. Akt
III. Akt
Vorwort
Der tschechische Schriftsteller Ivan Klima schrieb 1992 in einem Zeitungsbeitrag, dass er in seinen jungen Jahren wie wahrscheinlich viele tschechische Autoren ein Theaterstück über Jan Hus verfassen wollte. Angesichts der in den 1990er Jahren noch relativ geringen Zahl an deutschsprachigen Büchern über Hus schwebte dem Autor dieser Zeilen dement- sprechend eher ein allgemeines Werk über das Leben des tschechischen Nationalhelden vor. Ausgangspunkt dieser Überlegung war der Hinweis eines Familienmitglieds, dass nach einer mündlichen Überlieferung die eigenen Vorfahren im Zuge der Verfolgung der Hussiten nach Schlesien ausgewandert seien. Zwischen einer Idee und deren Realisierung kann manchmal eine ganze Reihe von Jahren vergehen, so dass dieser Gedanke erst wieder nach über zwei Jahrzehnten im Jahre 2013 aufgegriffen wurde. Eine Sichtung der Literatur ergab aber, dass inzwischen eine beachtliche Anzahl von Werken zu diesem Thema veröffentlicht worden ist oder sich in einem entsprechenden Prozess befindet.
Eine tiefergehende Auswertung dieser Publikationen zeigte allerdings, dass zwar der jeweilige historische Kontext und das inhaltliche Anliegen von Hus sehr umfassend dargestellt werden, dessen Person trotzdem keine genaueren Konturen gewinnt. Auch ergänzende Nachforschungen brachten kaum weitere Erhellung. Somit hätte nur der Einstieg in die historischen Dokumente der damaligen Zeit ein Lösungsansatz sein können. Da Hus neben der Veröffentlichung von Texten in lateinischer und deutscher Sprache später vor allem seine Predigten in der tschechischen Landessprache zum besseren Verständnis der eigenen Bevölkerung verfasste, hätte es hierzu eines enormen zeitlichen Aufwandes mit unsicherem Ergebnis bedurft. Aus diesem Grunde wurde Hus der Namensgeber und auch eine wichtige Referenzperson für das vorliegende Stück, aber nicht die zentrale Person; vielmehr stehen seine inhaltlichen Forderungen als Vor-Reformator gegenüber der damaligen katholischen Kirche im Fokus. Darüber hinaus schien es an der Zeit, im Rahmen dieser Wertediskussion auch die Frage aufzuwerfen, wo grundlegende Elemente unserer demokratischen Gesellschaftsordnung angesichts der negativen Auswüchse des derzeitigen Wirtschaftssystems verblieben sind.
Was macht nun aber die Faszination einer solch herausragenden Persönlichkeit wie Jan Hus aus, den man in der heutigen Zeit wohl noch am ehesten mit einem Nelson Mandela vergleichen kann, den der Autor sogar kurz persönlich kennenlernen konnte. Sicherlich waren die Gedanken von Hus im damaligen Kontext geradezu revolutionär. Aber es gab vor ihm und zu seiner Zeit manch andere bekannte Person der Zeitgeschichte mit weitgehend ähnlichem Anliegen. Mehrere Faktoren mögen somit zu der besonderen Wahrnehmung von Hus beigetragen haben. Als entscheidend kann angenommen werden, dass sich bei ihm zwischen den vertretenen Werten und dem eigenen persönlichen Verhalten keine tiefen Brüche zeigten. Auch trieb es Hus, seine Überzeugungen geradezu mit einer gewissen Besessenheit durch eine Vielzahl von Predigten der Öffentlichkeit zu vermitteln; ohne dieses tiefe Engagement hätte sein Wirken sicherlich nicht die breite Aufmerksamkeit und Aner- kennung erreichen können. Dies war vermutlich wie bei Mandela mit einer ganz bestimmten persönlichen Ausstrahlung verbunden, die die Menschen in ihren Bann zog, wobei beide durchaus im Auftritt sehr bescheiden waren. Hus und Mandela haben darüber hinaus ganz wesentlich zum nationalen Selbstverständnis der tschechischen bzw. der schwarzafrikani- schen Bevölkerung beigetragen. Hus schließlich hat allen Versuchungen widerstanden seine öffentlich verkündeten Ansichten zu widerrufen, um damit sein Leben zu retten – und hat dadurch das größtmögliche Opfer für seine Überzeugungen aufgebracht. Ein
