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Nila das Mädchen mit dem Loch im Bauch: Geschichten einer Bulimie
Nila das Mädchen mit dem Loch im Bauch: Geschichten einer Bulimie
Nila das Mädchen mit dem Loch im Bauch: Geschichten einer Bulimie
eBook153 Seiten1 Stunde

Nila das Mädchen mit dem Loch im Bauch: Geschichten einer Bulimie

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Über dieses E-Book

Dies sind Geschichten einer Begleitung, die mit Leichtigkeit und Spaß eine ernsthafte Bulimie durch Kompetenzen ersetzt hat.. Diese Veränderung kann mit einem Gefühl der Leichtigkeit verbunden werden. Diese Veränderung kann Spaß machen. Diese Veränderung macht stolz. Diese Veränderung bildet resilientes Verhalten aus. Diese Veränderung erhöht das Maß an Selbstwirksamkeit. Dieses Buch gibt Ihnen einen Eindruck, wie es mit Spaß und Leichtigkeit gelingen kann.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum10. Mai 2021
ISBN9783753417776
Nila das Mädchen mit dem Loch im Bauch: Geschichten einer Bulimie
Autor

Achim Gast

Achim Gast ist systemisch-integrativer Therapeut und begleitet Menschen bei der Erreichung ihrer Ziele. Seine Unterstützungen sind geprägt von einer wertschätzenden Haltung den Menschen gegenüber, einer ressourcenorientierten Arbeitsweise und der Verbindung von Entwicklungsaufgaben mit systemischen Betrachtungen. In zahlreichen Begleitungen haben Klienten ihr Verhalten hilfreich erweitert und verändert. Die Arbeitsbereiche sind freie Jugendhilfe, Dozent an Fachschulen für Sozialpädagogik sowie in freier Praxis.

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    Buchvorschau

    Nila das Mädchen mit dem Loch im Bauch - Achim Gast

    Dieses Buch könnte Menschen mit Diagnosen (Essstörungen sind hier nur eine Form) Hoffnung machen, dass sich Verhalten auch mit Spaß und Leichtigkeit verändern lässt, ohne jemals an der Schwere zu zweifeln.

    Spielerisch und humorvoll.

    Wir hoffen, dass wir ein klein wenig von dieser Leichtigkeit vermitteln können.

    Inhalt

    Vorwort

    Einleitung

    Wechselwirkungshafte Entwicklung

    Prolog

    Der Anfang

    Der Beginn

    Die Vorgeschichte

    Wien

    Das Spiel der Lösungen

    Die Metamorphose der Bulimie

    Unterhalt

    Gespräch am Tisch oder vier Mal Ich.

    IRRLAND

    Kommentar zu Irland

    Der Schal

    Die Metamorphose eines herzlosen Biestes

    Ein Mann // Simon

    Weihnachten in Dresden

    Nila und Simon

    Nila und ihre Wirkung auf Männer

    Diebesgut

    Das Aldikarussell- Lecker statt billig

    Das Gehörte dringt in mich hinein

    Der Filter

    Verkehrte Welt

    Bulimie und die Interaktion mit der sozialen Umgebung

    Der Weg nach Hause

    Heulen hilft

    Einmal kalte Suppe – dreimal kalte Schulter

    Es wird Zeit

    Ich mit 25

    Die Verwandlung

    Übung macht den Meister

    Nila und die Frauen

    Nila und Kommunikation

    Nila und das Lernen

    Nila und ihre Bedürfnisse

    Tränen der Erkenntnis

    Es wird Zeit zu gehen

    Nachwort

    Vorwort

    Dieses Buch ist entstanden aus dem Gefühl einer Leichtigkeit. Nila und ich sind zwei Jahre einen gemeinsamen Weg gegangen. Dieser Weg war immer gekennzeichnet durch eine Leichtigkeit in der Schwere.

    Nila kam damals mit den Diagnosen Borderline, Depressionen und Bulimie.

    Nila identifizierte mit den Diagnosen und verhielt sich dem entsprechend. Sie glaubte an ihre defizitäre Identität.

    Nila kam mit Diagnosen............

    …....... und ging mit Kompetenzen.

    Schon während der Zusammenarbeit entstand die Idee, anderen Betroffenen und begleitenden Fachkräften von dieser berührenden Entwicklung zu berichten.

    Ich glaube, einfach aus dem Gefühl heraus, das gerade etwas sehr Schönes geschieht.

    Für wen wollen wir das Buch schreiben?

    Dieses Buch kann Menschen mit Diagnosen (Essstörungen sind hier nur eine Form) Hoffnung machen, dass sich Verhalten auch mit Spaß und Leichtigkeit verändern lässt, ohne jemals an der Schwere zu zweifeln.

    Spielerisch und humorvoll.

    Wir hoffen, dass wir ein klein wenig von dieser Leichtigkeit vermitteln können.

    Nila wurde am Ende der Begleitung gefragt, was sie als hilfreich empfunden hat?

    Ihre erste Antwort war: Ich bin nie für mein Verhalten bewertet worden.¹

    Ich weiß, dass ich manchmal meine Haltung verlasse und statt einer fragenden, hypothetisierenden, nicht-wissenden Form, die Aussage setzen. Ich hoffe, der Leser verzeiht mir, wenn manchmal meine menschliche Begeisterung die Führung übernimmt. Achim Gast


    ¹Ihre zweite Antwort war: Mir wurden (fast) immer nur Angebote gemacht und ich durfte daraus wählen.

    Einleitung

    Können wir (Menschen, Helfer, Systemiker, Ärzte) viele Störungen und störende Verhaltensweisen bei Menschen mit einer Universaltheorie verändern? Nein!

    Aber möglicherweise können wir in vielen Fällen durch eine Betrachtung einer zirkulären, interaktiven, wechselwirkungs-haften ENTWICKLUNG, die gebildeten Verhaltensweisen erweitern.

    Was ist damit gemeint?

    Zirkulär heißt in diesem Fall, die Betrachtung erst einmal vom Individuum zu lösen.

    Betrachtet werden die Verhaltensweisen als Interaktion mit den entscheidenden Interaktionspartnern. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies die Eltern wären, ist sehr hoch. Diese Interaktionen sind häufig valide und nachvollziehbar.

    Jeder kennt die Gespräche mit dem besten Freund und der besten Freundin, bei dem man alles gut versteht und die Verhaltensweisen nachvollziehen kann. Es scheint alles sinnhaft zu sein und das Verhalten, das beschrieben wird oder das gesehen wird, fühlt sich irgendwie richtig an.

    Bis hierhin ist alles nichts Neues.

    Bei der Betrachtung von Verhaltensweisen, die von anderen als abweichend bezeichnet werden², ist eben diese Zirkularität ebenfalls einzubeziehen. Welchen Anteil an dem Verhalten haben wir³? Wie wirkt sich unser Verhalten aus? Die Einladung an die entscheidenden Interaktionspartner, sich der Möglichkeit zu bemächtigen, die Interaktion mit dem Menschen, der die „Störung hat" aktiv gemeinsam die weitere Entwicklung zu gestalten, könnte ungeahnte Möglichkeiten bergen.

    Ein Beispiel:

    Eine Familie wendete sich an uns, weil ihr neunjähriger Sohn Jerome Schwierigkeiten in der Schule hat. Die Lehrer bezeichneten das Kind als aggressiv und nicht sozial. Seine Leistungen waren durchgehend schlecht. Jerome galt als nicht beschulbar.

    Wir haben ein Jahr mit den Eltern die Interaktionen innerhalb der Familie betrachtet, geordnet, verändert und Kompetenzen erweitert.

    In dieser ganzen Zeit haben wir das Kind nicht einmal gesehen.

    Nach dem Jahr haben wir ein Gespräch mit seiner neuen Klassenlehrerin geführt. Das Kind sei aufmerksam, hilfsbereit und seine Leistungen seien befriedigend. Ein normales 10-jähriges Kind. Die Eltern fühlten sich jetzt wohler und viel sicherer im Umgang mit den familiären Herausforderungen.

    Was betrachte ich bei der interaktiven Entwicklung?

    Hierzu möchte ich zu Beginn die Frage stellen, WER BIN ICH? Viele Autoren haben diese Frage gestellt und sie auch zahlreich beantwortet. Manche mit einer weiteren Frage, Wenn ja, wie viele?

    Die Frage Wer bin ich?, beantwortet sich auch in einem erheblichen Maße durch die Interaktion mit meinem Gegenüber. Wir können hier an dieser Stelle einen kleinen Ausflug in eine Theorie der Identitätsbildung wagen.

    Ein passender Satz von George Herbert Mead, den er am 21.09.1929 vormittags (zwei Stunden nach seinem reichhaltigen Frühstück, .Es gab Toast mit Rührei, Obst und eine Kanne feinsten Darjeeling aus dem Anbaugebiet Nilgiri) formulierte:

    „Wir müssen andere sein, um wir selbst sein zu können."

    Diese Theorie der Identitätsbildung, der symbolische Interaktionismus, sieht die Bildung der Identität als die Summe der Erfahrungen von Rollenübernahmen in verschiedenen Stadien.

    Es wird davon ausgegangen, dass die Menschen in der Lage sind, sich in andere hineinzuversetzen. Wenn dieser Lernprozess erfolgreich absolviert wurde, werden diese Menschen als emphatisch empfunden. Die erste Rollenübernahme und damit die erste „gespielte Erwartung von anderen an das eigene Verhalten findet in einer frühen Phase statt. Erst wird sich mit der Rolle, z.B. der Eltern vollständig identifiziert. Es ist eine konkrete Person, ein signifikanter Anderer. Es scheint so zu sein, dass die Kinder ihre Eltern sind, wenn sie ihre Eltern spielen. Eine Unterscheidung zwischen dem Ich und der übernommenen Rolle ist nicht deutlich. Diese Phase wird als „Play bezeichnet. Die Kinder spielen die signifikanten Anderen.

    Sie verhalten sich so, wie sie die (signifikanten) Anderen erleben. Im Spiel ist dies manchmal deutlich zu erkennen. Die Kinder spielen noch nicht in unserem erwachsenen Sinne mit einander, sondern eher jeder für sich. Das Aushandeln von Rollenübernahmen steht dabei im Zentrum des Spiels. „Ich möchte heute die Prinzessin sein. „Nein, du warst schon Prinzessin. Jetzt bin ich dran.

    „Game ist die Bezeichnung für das organisierte und regelhafte Spiel mit Anderen. Hierbei werden die Rollen mit den schon angeeigneten Rollen des „Play mit Anderen ausgehandelt.

    Das Spiel wird mit Regeln erweitert, an die sich die Spieler für ein erfolgreiches Spiel halten sollten. Weiterhin werden jetzt die Erwartungen der Anderen⁶ für das eigene Handeln einbezogen.

    Ein Kollege in der Jugendarbeit begleitet Kinder, die als unbeschulbar gelten, weil sie sich an keine Regeln halten.

    Er beschrieb die Entwicklung der Fähigkeiten eines Kindes vom PLAY zum GAME.

    Zu Beginn spielte das Kind Fußball mit den anderen Kindern, indem es gerne den Ball haben wollte und als es ihn hatte, gab es den Ball nicht mehr von alleine her. Er spielte dann für sich alleine weiter.

    Die Entwicklung des Kindes ließ sich erkennen an dem Maße, in der es in der Lage war, die Erwartungen der Anderen wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren.

    Dieser Prozess der Identitätsbildung bleibt uns ein Leben lang erhalten. Ein sehr tröstlicher Gedanke für unsere Betrachtungsweise. Denn dann können wir ein Leben lang die Aushandlungsprozesse anbieten und neue Möglichkeiten dazu lernen.

    Etwas dazu lernen ist schöner als eine gestörte Persönlichkeit bändigen zu müssen. Mit dem Konzept der

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