Gefühle & Emotionen - Eine Gebrauchsanweisung
Von Vivian Dittmar
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Personal Growth
Emotions
Emotional Intelligence
Self-Awareness
Self-Discovery
Inner Struggle
Emotional Growth
Personal Transformation
Inner Turmoil
Emotional Baggage
Power of Emotions
Emotional Release
Emotional Awakening
Forbidden Love
Power of Love
Relationships
Emotional Healing
Mindfulness
Feelings
Love
Über dieses E-Book
Gefühle und Emotionen bestimmen unser Leben, ob wir wollen oder nicht. Wir investieren viel Zeit und Geld, um bestimmte Gefühle zu vermeiden und andere möglichst oft zu erfahren. Was Gefühle oder Emotionen jedoch sind und wozu wir sie überhaupt haben, ist uns meist nicht bewusst.
Das kann sich jetzt ändern!
In einfachen, klaren Worten führt diese Gebrauchsanweisung durch unsere Gefühlswelt. Wut, Angst, Freude, Trauer oder Scham – jedes Gefühl erfüllt eine wichtige Funktion in unserem Leben. Jedes Gefühl ist eine Kraft, die gezielt eingesetzt werden möchte, wenn sie gebraucht wird. Der richtige Umgang mit diesen Gefühlen sind ein wichtiger Schlüssel zu unserer emotionalen Intelligenz und den viel gelobten "Soft Skills", die sowohl beruflich als auch privat ausschlaggebend sind für erfolgreiche Beziehungen.
Wie emotionale Intelligenz entsteht: Dieses Buch hat erstaunliche Antworten.
"Die meisten Menschen sind sich der Tatsache, dass sie ihre Gefühle selbst erschaffen, nicht im Geringsten bewusst. Sie erleben sie als willkürliche, irrationale Empfindungswallungen, die irgendwo in den Tiefen des Unterbewusstseins einen mysteriösen Ursprung haben. Ein Gefühl entsteht jedoch aus der Interaktion von Gedanke und Umwelt. Es basiert auf einer Interpretation, die unser Verstand von seiner Umgebung trifft. Das bedeutet, dass Gedanke und Gefühl nicht, wie häufig angenommen, Gegensätze sind, sondern einander bedingen. Gefühle spiegeln Gedanken, da sie von ihnen und durch sie ausgelöst werden. Wenn wir diesen Zusammenhang erkannt haben, können wir unsere Gefühle gezielt nutzen, statt gegen sie anzukämpfen."
Schritt für Schritt zeigt dieses Buch nicht nur, was Gefühle sind, sondern auch, wie wir sie bewusst erzeugen und einsetzen können. Damit Gefühle und Emotionen nicht mehr irrationale Empfindungswallungen sind, denen wir auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind, sondern positive Kräfte, mit denen wir unser Leben gestalten können.
Vivian Dittmar
Vivian Dittmar is an author, founder of the Be the Change Foundation and a driving force for cultural change. Her childhood and youth on three continents sensitized her early on to the global challenges of our time and are still her drive to find holistic solutions today. Through her books, lectures, seminars, online offerings and implementation-oriented projects, she has been committed to a holistic development of people, society, economy and consciousness for two decades. Her book successes include 'The Power of Feelings', 'The Emotional Backpack' and 'The Inner GPS'.
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Gefühle & Emotionen - Eine Gebrauchsanweisung - Vivian Dittmar
Über das Buch
Gefühle bestimmen unser Leben, ob wir wollen oder nicht. Wir investieren viel Zeit und Geld, um bestimmte Gefühle zu vermeiden und andere möglichst oft zu erfahren. Was Gefühle jedoch sind und wozu wir sie überhaupt haben, ist uns meist nicht bewusst.
Das kann sich jetzt ändern. In einfachen, klaren Worten führt diese Gebrauchsanweisung durch unsere Gefühlswelt. Wut, Angst, Freude, Trauer oder Scham – jedes Gefühl erfüllt eine wichtige Funktion in unserem Leben. Jedes Gefühl ist eine Kraft, die gezielt eingesetzt werden möchte, wenn sie gebraucht wird.
„Die meisten Menschen sind sich der Tatsache, dass sie ihre Gefühle selbst erschaffen, nicht im Geringsten bewusst. Sie erleben sie als willkürliche, irrationale Empfindungswallungen, die irgendwo in den Tiefen des Unterbewusstseins einen mysteriösen Ursprung haben. Ein Gefühl entsteht jedoch aus der Interaktion von Gedanke und Umwelt. Es basiert auf einer Interpretation, die unser Verstand von seiner Umgebung trifft. Das bedeutet, dass Gedanke und Gefühl nicht, wie häufig angenommen, Gegensätze sind, sondern einander bedingen. Gefühle spiegeln Gedanken, da sie von ihnen und durch sie ausgelöst werden. Wenn wir diesen Zusammenhang erkannt haben, können wir unsere Gefühle gezielt nutzen, statt gegen sie anzukämpfen."
Schritt für Schritt zeigt dieses Buch nicht nur, was Gefühle sind, sondern auch, wie wir sie bewusst erzeugen und einsetzen können. Damit Gefühle nicht mehr irrationale Empfindungswallungen sind, denen wir auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind, sondern positive Kräfte, mit denen wir unser Leben gestalten können.
www.kraftdergefuehle.de
Über die Autorin
Vivian Dittmar ist Impulsgeberin, Referentin, Seminarleiterin und Gründerin der Be the Change Stiftung für kulturellen Wandel. Ihre Kindheit und Jugend auf drei Kontinenten sensibilisierte sie schon früh für die globalen Herausforderungen unserer Zeit und sind bis heute ihr Antrieb, ganzheitliche Lösungen zu finden und umzusetzen. Als Unternehmensberaterin begleitet sie Unternehmer und Führungskräfte in Wandlungsprozessen hin zu einer emotional und sozial kompetenten Kultur. 2007 erschien ihr Buch Gefühle, eine Gebrauchsanweisung
unter dem Pseudonym Amana Virani und wurde ohne Werbebudget zu einem erstaunlichen Erfolg. Neben ihrem vielfältigen beruflichen und gesellschaftlichen Engagement ist sie passionierte Mutter von zwei Söhnen.
www.viviandittmar.net
Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
http://dnb.ddb.de abrufbar.
Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten.
Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder irgendein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlags reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
WICHTIGER HINWEIS:
Dieses Buch kann ärztlichen/psychotherapeutischen Rat nicht ersetzen. Der Leser ist aufgefordert, selbst Verantwortung zu übernehmen und zu entscheiden, ob und wann er medizinische Hilfe in Anspruch nehmen will.
Autorin und Verlag übernehmen keine Haftung für vermeintliche oder tatsächliche Schäden, die sich aus dem Gebrauch der in diesem Buch angeführten Inhalte ergeben.
2. Auflage
© 2007, Verlag V. C. S. Dittmar, München
Lektorat: Chiara Jana Greber
ISBN: 978-3940773-03-6
Für meine Kinder
Vorwort
Das Wissen in diesem Buch hat das Potential, deinen Umgang mit deinen Gefühlen grundlegend zu verändern. Ich habe dieses Wissen im Lauf der letzten Jahre mit einer wachsenden Gruppe von Menschen geteilt, in Einzelarbeit, in Seminaren und auch in Ausbildungen. Ich konnte dadurch beobachten, wie eine neue Klarheit im Umgang mit den eigenen Gefühlen Menschen transformiert. Ich habe beobachtet, wie Menschen hierdurch lebendiger wurden, authentischer, liebevoller, klarer und auch weiser. Ich habe beobachtet, wie ihre Beziehungen sich veränderten und wie immer tiefere Ebenen der Begegnung mit dem Leben möglich wurden.
Viele dieser Veränderungen haben mit dem Wissen zu tun, das in diesem Buch gesammelt ist. Einige Elemente dieses Wissens wurden mir von verschiedenen Lehrern vermittelt, die dieses wiederum von ihren Lehrern erhalten hatten. Andere Teile offenbarten sich mir Stück für Stück, sowie ich tiefer in das Phänomen Gefühl in mir eintauchte. Das Bild vervollständigte sich zunehmend, als ich begann, das Wissen zu lehren.
Es wird immer und immer wieder gesagt, dass die Schüler den Lehrer lehren. In der Entfaltung dieses Wissens kann ich das nur bestätigen. Es waren die Fragen von Schülern, Seminarteilnehmern, Praktikanten und Klienten, die den Raum dafür öffneten, das Geheimnis der Gefühle mit immer größerer Klarheit zu durchdringen.
Das nun vorliegende Buch enthält ein Kaleidoskop dieser Erkenntnisse, ein Mosaik inneren Wissens. Es ist ein Reiseführer in das fremde Land in dir. Vielleicht kennst du Teile davon bereits, andere werden dir vermutlich fremd und neu erscheinen. Und wenn du bereit bist, dich tiefer einzulassen, wirst du genau in den Bereichen, um die du immer einen großen Bogen gemacht hast, ganz bezaubernde Mysterien entdecken.
Die Lektüre dieses Reiseführers ersetzt die innere Reise genauso wenig, wie die Lektüre jedes anderen Reiseführers Ersatz für eine Reise sein kann. Sie kann dir Einblicke verschaffen, und wie bei jedem anderen Reiseführer empfiehlt es sich, die einzelnen Kapitel wieder und wieder zu lesen. Denn bei jeder erneuten Lektüre ist man für eine neue Ebene von Wissen empfänglich. Ein Reiseführer über London liest sich zu Hause ganz anders, als wenn man bereits in London am Flughafen gelandet ist. Und wieder anders, wenn man vor dem Buckingham Palace steht. Auf einmal versteht man die Relevanz bestimmter Informationen, die zu Hause noch völlig uninteressant erschienen.
Genauso verhält es sich mit diesen Seiten. Wenn du spürst, dass das in ihnen enthaltene Wissen für dich wertvoll ist und von dir aufgenommen werden möchte, lies sie wieder und wieder. Und wenn du bereit bist, die Mühen einer inneren Forschungsreise auf dich zu nehmen, findest du in diesem Buch viele Wegbeschreibungen zu verborgenen Schätzen in dir – zu den Gefühlen als Schlüssel deiner Kraft.
München, im Oktober 2007
Vorwort zur aktualisierten Neuauflage
Beinahe sieben Jahre ist es her, dass ich diese Worte vor das fertige Manuskript setzte. Seitdem ist viel geschehen. Das Buch wurde – fast ausschließlich durch persönliche Empfehlungen – zu einem erstaunlichen Erfolg. Es hörte einfach nicht auf, sich zu verkaufen. Zahlreiche Menschen nahmen sich zudem die Zeit, mir zu schreiben und sich für das Buch zu bedanken. In persönlichen Begegnungen hörte ich immer wieder, wie hilfreich das Buch ist, wie viel Klarheit es schenkt und wie gerne es auch weiterverschenkt wird.
All das freute mich natürlich sehr – ich empfinde es immer noch als Wunder, dass kleine schwarze Zeichen, die ich in meinen Computer klopfe, irgendwo in einem anderen Menschen innere Schleusen öffnen können. Ich selbst habe dieses Geschenk in meinem Leben oft genug von Autoren erhalten, um zu wissen, wie kostbar es ist!
Zugleich ermutigte mich dieses positive Feedback nicht gerade darin, die Gebrauchsanweisung jemals überarbeiten zu wollen. Offenbar war sie gut, also warum etwas daran verändern? Ich hätte nur Sorge gehabt, etwas kaputt zu machen.
Die Einsicht, dass es höchste Zeit für eine Aktualisierung sei, kam erst, als mir klar wurde, wie viel meine Freundin Chiara Jana Greber und ich inzwischen über das Thema dazugelernt haben. Diese Erkenntnis kam im Frühjahr beim Schreiben der Kleinen Gefühlskunde für Eltern. Es liegt auf der Hand: Wir haben seit Erscheinen der Gebrauchsanweisung unermüdlich an diesen Themen geforscht – jede für sich, mit Seminarteilnehmern, im Freundeskreis, in unseren Familien und ich auch mit den Trainingsteilnehmern in meinen Führungskräfteschulungen. Natürlich haben wir dabei eine Menge herausgefunden! Und natürlich sollte dieses Wissen auch den Lesern der Gebrauchsanweisung zugute kommen!
Ab dem Zeitpunkt dieser Erkenntnis konnte es mir nicht mehr schnell genug gehen. Kurzerhand verschob ich mein Buchprojekt über Reifungsprozesse in Beziehungen und machte Platz für die Neuauflage. Und siehe da: Keine drei Monate später sitze ich vor den ersten Korrekturfahnen der neuen Ausgabe und warte gespannt auf die Feedbacks der TestleserInnen.
Unabhängig davon, was sie sagen – eines beglückt mich schon jetzt: Ich selbst habe beim Überarbeiten des Buches entscheidende neue Einsichten in das Wesen der Gefühlskräfte und den konstruktiven Umgang mit ihnen erhalten. Mir ist vieles noch klarer geworden und diese Klarheit macht mir Freude: Ich kann meine Gefühle noch besser ausrichten und kann den Menschen, die ich begleite, noch präzisere Wegweiser bieten. Den besten hältst du gerade in den Händen. Ich wünsche dir viel Freude damit und eine gute Reise in die Welt deiner Gefühle.
Südtirol, August 2014
Vivian Dittmar
Einleitung:
Was ist ein Gefühl?
Das Wort Gefühl ist in unserem Sprachgebrauch ein sehr diffuser Begriff. Es ist ein Begriff, der sehr häufig verwendet wird und dafür erstaunlich wenig aussagt. Sätze wie „Ich habe das Gefühl, dass du mich anlügst" oder „Ich habe keine Gefühle mehr für dich" verwenden das gleiche Wort und benennen damit dennoch ganz verschiedene Dinge.
Gemein haben die Phänomene, die wir grob mit dem Wort Gefühl bezeichnen, dass sie einfach da sind. Sie sind weder das Ergebnis logischer Schlussfolgerungen, noch auf die Einwirkung klar erkennbarer Gesetze zurückzuführen. Das hat dazu geführt, dass wir diesen Ausdruck für quasi alles verwenden, das sich dem Verstand entzieht.
So vermuten die meisten von uns hinter dem Wort Gefühl einen mysteriösen Dschungel scheinbar undurchdringlichen Dickichts. Gefühl ist für uns wie ein fremdes Land mit barbarischen Sitten und voller Gefahren, ein Land, das wir tunlichst vermeiden, näher in Augenschein zu nehmen, geschweige denn zu betreten.
„Ich fühle mich schlecht" oder „Ich fühle mich gut" ist häufig das Einzige, was wir unseren Mitmenschen an emotionaler Äußerung zuteilwerden lassen. Alles andere verliert sich in den dunklen, unerforschten Tiefen dieses Dschungels in uns.
Wenn wir Gefühle als Schlüssel unserer Kraft entdecken wollen, kommen wir nicht umhin, den Schleier des Begriffs zu lüften. Wir müssen hinter den Begriff blicken und genauer untersuchen, was sich dort verbirgt.
Wovon sprechen wir eigentlich, wenn wir Gefühl sagen? Wie unterscheiden sich die verschiedenen irrationalen Phänomene, die wir bislang bequem mit diesem einen Wort abgehandelt haben?
Unterscheidung bringt Klarheit
Beginnen wir, den Schleier zu lüften und hinter den Begriff zu blicken, betreten wir Neuland. Und wie immer, wenn Neuland betreten wird, müssen neue Begriffe geprägt werden, Begriffe die eine Erscheinung von einer anderen unterscheiden.
Die Gesetze des Dschungels offenbarten sich auch erst denjenigen, die bereit waren, länger hinzugucken, Zeit mitzubringen. Und so offenbarte sich das, was zunächst als gesetzloser Raum des Barbarischen erschien, als ein zerbrechlicher Lebensraum, der von einer erstaunlichen Anzahl klarer Gesetzmäßigkeiten im Gleichgewicht gehalten wird.
Beginnen wir also, hinter das Wort Gefühl zu blicken, so ist es Zeit, Unterscheidungen zu treffen. Wir müssen entscheiden, welche Worte wir für welche Phänomene verwenden. Sonst verhalten wir uns wie Reisende, die bei der Erforschung eines fremden Landes den Namen des Kontinents für die Bezeichnung eines bestimmten Berges verwenden. Dies mag zwar bequem sein, sorgt jedoch unweigerlich für Verwirrung.
Ich unterscheide fünf Hauptgruppen von Empfindungen. An dieser Stelle möchte ich einen kurzen Einblick in jede dieser Gruppen geben. Diese Auflistung soll einen Überblick über die Begriffe verschaffen, wie ich sie verwende. Ihr folgt eine Kurzbeschreibung jedes Bereichs, damit die verschiedenen Arten von Empfindungen klar differenziert werden können und somit verständlich wird, was mit Gefühl gemeint ist und was nicht.
1. Körperliche Empfindungen
Zu den körperlichen Empfindungen zählen alle fünf Sinne – Riechen, Schmecken, Sehen, Tasten und Hören. Der Ausdruck Gefühl ist jedoch im allgemeinen Sprachgebrauch in der Regel dem Tastsinn vorbehalten. Körperlicher Schmerz darf in dieser Auflistung natürlich auch nicht fehlen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird auf dieses Phänomen noch genauer eingegangen.
2. Biologische Programmierungen
Als biologische Programmierungen bezeichne ich eine ganze Ansammlung von Gefühlen, die ihren Ursprung in unserer Tiernatur haben – Triebe wie Hunger, Durst, sexuelle Erregung, Eifersucht, Gier, Neid, Muttergefühle, Verliebtheit, biologische Angst und Aggression.
Biologische Programmierungen oder Instinkte können in unserem System mit die stärksten Empfindungen überhaupt auslösen – nicht selten rein nach dem Diktat unserer Triebnatur, deren Anliegen oft konträr zu dem sind, was wir gesellschaftlich, moralisch oder ethisch als schicklich betrachten. Ihre einzige Aufgabe ist es, unser Überleben zu sichern. Sie sollen uns nicht glücklich, tolerant, mitfühlend oder beziehungsfähig machen. Sie sollen uns einfach nur am Leben erhalten und dafür sorgen, dass wir uns möglichst effizient fortpflanzen.
3. Gefühle als soziale Kräfte
Im Gegensatz zu den biologischen Programmierungen haben jene Empfindungen, die ich auch gerne als reine Gefühle bezeichne, durchaus die Aufgabe, uns beziehungsfähig zu machen. Da es sich bei ihnen um soziale Kräfte handelt, ist das sogar ihre Hauptaufgabe. Sie entwickelten sich später als die biologischen Programmierungen und sind bei Tieren nur ansatzweise zu finden. Zu diesen Gefühlen zähle ich: Wut, Angst, Trauer, Freude, Scham. Gemeinsam bilden sie den Gefühlskompass, der uns dazu befähigt, angemessen mit allen Situationen umzugehen, die uns im Miteinander begegnen. Sie sind unser Rüstzeug, um als Individuen mit der Welt und unseren Mitmenschen in Beziehung zu treten.
Die Unterscheidung von Gefühlen als soziale Kräfte und biologische Programmierungen ist außerordentlich wichtig, um mit beiden - ihren unterschiedlichen Funktionen entsprechend - angemessen umgehen zu können.
4. Emotionen
Als Emotionen bezeichne ich akkumulierte, angestaute und unerlöste Gefühle. Diese können rein – also als reine Wut, Angst, Trauer, Freude und Scham – oder auch vermischt auftreten. Sogenannter emotionaler Schmerz ist auf große Mengen angestauter Emotionen zurückzuführen. Emotionen sind Gefühle, die nicht gefühlt und daher auch nicht als Kräfte eingesetzt wurden.
Fünf Hauptgruppen von Empfindungen im Überblick:
1. Körperliche Empfindungen
2. Biologische Programmierungen
3. Gefühle als soziale Kräfte
4. Emotionen
5. Fähigkeiten oder Bewusstseinszustände
5. Fähigkeiten oder Bewusstseinszustände
Zu den Fähigkeiten oder Bewusstseinszuständen zähle ich Liebe, Mitgefühl, Hingabe, Annahme und Vertrauen. Meiner Erfahrung nach handelt es sich bei diesen sogenannten Gefühlen eigentlich um die Fähigkeit, uns in bestimmte Bewusstseinszustände zu versetzen. Wir können diese Fähigkeiten entwickeln, wenn wir uns dazu entschließen.
Hauptaugenmerk dieses Buches liegt auf der Erforschung der reinen Gefühle und der Emotionen. Teil I beschreibt die fünf Grundgefühle, während Teil II untersucht, wie wir Krankheiten und Unausgeglichenheiten auf emotionaler Ebene entwickeln. Teil III zeigt Schritt für Schritt, wie wir diese Unausgeglichenheiten heilen können und damit beginnen können, Gefühle als Kräfte in unserem Leben einzusetzen. Auf die biologischen Programmierungen sowie die Fähigkeiten oder Bewusstseinszustände wird im Anhang eingegangen.
Die Erforschung unserer Gefühle ist ein Abenteuer. Die meisten Menschen führt sie in vollkommen neue innere Gefilde. Wir betreten Bereiche, um die wir,
