Hamburger Jung fährt zur See und berichtet ...
Von Gunter Klews
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Über dieses E-Book
Nach Beendigung der Schule und der Ruderkarriere hat ein junger Mann die Absicht zur See zu fahren, um später Kapitän zu werden. Seine Geschichte nimmt den Anfang mit der maritimen Ausbildung, wo er erste Schritte an Bord des Segelschulschiffes "Deutschland" erlernt. Kurz darauf erfährt er, was "richtige Seekrankheit" ist. Macht üble Erfahrungen mit dem Alkohol. Wird durch eine herbe Äquatortaufe zum Jünger von Neptun. Hat erste Begegnungen mit "eigenartigen Gestalten" in Singapur. Erlebt die Flut von Händlern im Hafen von Hongkong. Ist in Lebensgefahr im Hafen von Kobe. Bekämpft das Feuer an Bord eines Schiffes. Ist bei der Vergabe des "heiligen Geistes" dabei. Lernt die Liebe seines Lebens in Kalifornien kennen. Erfährt Details über den Untergang von M.S. Brandenburg im englischen Kanal. Macht ein nautisches Patent und fährt als 3. Offizier bis er seinen Anlegehafen bei der Hamburger Wasserschutzpolizei findet.
Von all diesen Abenteuern berichtet dieses Buch.
Gunter Klews
Gunter Klews, am 29.01.1951 in Hamburg-Eppendorf geboren. Ein paar Jahre Leistungssportler beim Hamburger und Germania Ruderclub. Nach Schulabschluss einige Jahre Seefahrt, mit dem Ziel Kapitän auf Großer Fahrt zu werden. Das Ziel wurde erreicht mit der bestandenen Prüfung an der Hamburger Fachhochschule, Fachbereich Seefahrt, mit dem Zeugnis "Kapitän auf Großer Fahrt". Kurze Fahrzeit bei der Reederei Frigomaris als 3.Offizier. Aus familiären Gründen wurde die Seefahrt aufgegeben. Im Anschluss 36 Jahre bei der Hamburger Wasserschutzpolizei.
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Rezensionen für Hamburger Jung fährt zur See und berichtet ...
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Buchvorschau
Hamburger Jung fährt zur See und berichtet ... - Gunter Klews
Für meinen Sohn Michael Cristoph Klews
und meine Tochter Barbara Eileen Andersen
Mein Name ist Gunter Klews. Ich wurde am 29.1.1951 in Hamburg – genauer gesagt im Bethanien-Krankenhaus in Hamburg-Eppendorf – geboren. Also ein typischer »Hamburger Jung«.
In diesem Stadtteil bin ich dann auch aufgewachsen, in unmittelbarer Nähe zur U-Bahn-Station »Eppendorfer Baum«. Dort steht auch heute noch mein Elternhaus.
Für meine Erziehung und die meiner Schwester war einzig und allein meine Mutter zuständig, da mein Vater als Kapitän bei Hapag-Lloyd, der früheren Hamburg-Amerika-Linie, ständig unterwegs war und nur als gelegentlicher Besuch ab und zu mal vorbeikam. Vielleicht ist das auch der Grund, warum wir uns so gut verstanden haben.
Alles in allem habe ich aber eine schöne Kindheit und Jugend gehabt.
Sportbegeistert war ich, solange ich denken kann.
Neben der Leichtathletik war Rudern meine ganz große Leidenschaft.
Ich war einige Jahre Mitglied beim Hamburger und Germania Ruder Club und gehörte dort zu den sogenannten Trainingsmännern. Als solche verpflichteten wir uns, den Club bei Ruderregatten in ganz Deutschland zu vertreten, und so nahmen wir in der ganzen Bundesrepublik, zum Beispiel in Lübeck, Bremen, Berlin, Hoya oder Duisburg, für diesen Verein an Rennen teil.
So einige Male waren wir im Vierer mit Steuermann – wir sind die sogenannte Rennbootklasse gefahren – erfolgreich und konnten so den einen und anderen Sieg verzeichnen und mit nach Hause nehmen.
Aber ohne Schweiß kein Preis. Trainiert wurde in der Regel fünfmal in der Woche. Unmittelbar nach der Schule ging es zum Club, egal bei welchem Wetter.
Auch an den Wochenenden wurde trainiert. So manches Mal habe ich den Riemen gehasst, den ich durchs Wasser zu ziehen hatte. Teilweise bestanden meine Hände nur noch aus Schwielen und Blasen.
Nun, aber der Erfolg gab uns recht.
Mein letztes Rennen bin ich auf der Wedau in Duisburg gefahren. Das ging beinahe schief. Mit unserem Boot fuhren wir an den Start. Es war ein sehr heißer Sommertag, darum hatte ich mein Club-Trikot aus der Sporthose gezogen, sodass der untere Rand auf meinen Oberschenkeln lag.
Wir richteten uns mit den anderen, gegnerischen Booten aus und warteten auf das Startsignal. Als es ertönte, begannen wir mit den sogenannten kurzen Sprintschlägen, um Fahrt in das Boot zu bringen. Doch, o Schreck, auf einmal merkte ich, dass mein »offenes« Sporthemd sich zwischen meinem Rollsitz und der Rollschiene verklemmt hatte und somit mein Rudern blockierte. Dazu muss man sagen, dass wir sehr schöne und sehr dicke Trikots hatten. Mit aller Kraft drückte ich mich vom Stemmbrett ab und »überfuhr« mit weiteren Ruderschlägen das Hemd immer und immer wieder, bis es schließlich praktisch aufgeschnitten war.
Es war wirklich sehr anstrengend, brachte aber den Gesamtrhythmus der Mannschaft nicht durcheinander. Trotz dieses Missgeschicks konnten wir das Rennen noch sehr knapp zu unseren Gunsten entscheiden. Ich jedoch war körperlich fix und fertig.
Nach der Siegerehrung, bei der wir Gott sei Dank noch im
