Management Set-Up: Die Macht von Rating und Evaluierung
Von J-G Matuszek
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Über dieses E-Book
Lange bevor man die Vorgänge versteht, müssen sie gemessen werden. Dann gehören sie noch kommuniziert. Transparenz verlangt durchgängige Informationsflüsse zwischen Unternehmen und Öffentlichkeit. Die Wertschöpfungskette wird heute von den Konsumenten gesteuert. Das Prestige der Marken und ihrer Unternehmen kommt ins Spiel. Ein professionelles Management der Nachhaltigkeit steigert den Unternehmenswert und sichert die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.
J-G Matuszek
Educated at the universities of Innsbruck, Perugia, and Salzburg, J-G. Matuszek holds advanced degrees in Language Sciences, Political Science, Empirical System Sciences, International Relations, Communication Sciences, and Philosophy. His postgraduate studies include qualifications in marketing, corporate communications, management, innovation, and development strategies. He is also a certified business consultant. His multifaceted career spans roles as a translator, interpreter, high school teacher, and journalist. He has held senior management positions in multinational corporations and worked as a consultant and coach for mid-sized enterprises, focusing on international management, marketing, and human resources. He has served on the boards of various companies in Germany and Switzerland and held leadership roles in corporate certification organizations. Matuszek is a board member of the Swiss foundation "Globility-Circle" and a guest lecturer at several universities and business schools. In addition to his academic and corporate achievements, he pursued a parallel career in athletics, serving as President of the Austrian Taekwondo Federation. He has also led innovative collaborations at the intersection of high-performance diagnostics, business, and sport.
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Buchvorschau
Management Set-Up - J-G Matuszek
1. MIT ELAN INS CHANGE-MANAGEMENT
Das allgemeine Management-Bewusstsein erfährt gerade einen gewaltigen Umschwung. Die Auffassungen in den Unternehmens-Etagen haben sich geändert. Auf allen Ebenen braucht es innovative Schwingungen. Die Anfahrt in die Projekte gehört ordentlich vorausberechnet. Der verpflichtende Bogen ist genau anzusteuern. Die Bezugssysteme werden genau geprüft, bevor man sich in Aktivitäten stürzt. Die Impulse gibt zwar der Markt, sie sind aber punktuell minutiös aus der Hinterhand des Managements zu bearbeiten.
Balance und Geschmeidigkeit sind im modernen Management Bedingungen, die viel zu wenig beachtet werden. Die Kräfte, die einwirken, lassen sich messen. Wenn keine Bereitschaft zum Reflektieren vorhanden ist, mündet der Starrsinn in die Erfolglosigkeit. Chaos-Folgen sind nicht ausgeschlossen. Die externen Hilfestellungen durch Rating und Coaching werden noch viel zu selten in Erwägung gezogen. Die Skala der Methoden wäre groß genug, um kompetent ans Werk zu gehen. Darauf sollte man nicht verzichten.
Der zu erwartende Schub durch ein aggressives Marketing wird von ausgeprägten Phasen des Dahingleitens durch die Märkte ergänzt, um dann wieder auf Verstärkungen einzugehen. Der wirtschaftliche Wettbewerb verlangt, ähnlich wie in der Rhetorik oder im Kampfsport, durch gekonntes Parieren zu reagieren. Das prägt die Einstellungen der Unternehmen. Wie wird zu Veränderungen animiert? Selbst CEO’s brauchen den Stimulus, um aus ihrer Berufung heraus die strategische und moralische Mitte ihres Unternehmens zu finden. Ohne diesen Angelpunkt kann sich nichts bewegen, der Wandel würde keinen Sinn machen.
Solche Ansätze präsentieren sich vielgestaltig, sobald die anstehenden Probleme bereitwillig und energiegeladen in Angriff genommen werden. Im Wechselspiel zwischen Organisation und Herausforderung sind agile Fähigkeiten fundamental notwendig, damit Umsatz und Ertrag auf einem hohen Level gehalten werden können. Die neuen Arbeitsformen fallen unter den Begriff der „Dynamischen Kompetenz". Die ökonomische Spannkraft fußt auf Zähigkeit und Kraft. Beides erlangt man abseits des eigentlichen Geschehens.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, was Manager vom Sport lernen können. Leistungsträger setzen auf ein gewisses Maß einer Grund-Robustheit und Widerstandsfähigkeit. Allerdings, ohne Planung, ohne Wissen und ohne Disziplin werden die besten Absichten nicht umgesetzt. Diese allgemeine Erkenntnis zieht sich bis in die ökonomischen Sphären. Man kann eine momentane Aktionsrunde vielleicht verfehlen, es wäre aber ratsam, dann sofort eine Folgeaktivität einzuleiten. Dazu werden schon im Vorfeld die zutreffenden Überlegungen und Daten benötigt. Die erforderlichen Messgrößen sind einzugeben, die Gründe sollten offen aufliegen.
In der Systemarchitektur des modernen Managements gibt es eine noch unausgegorene Triebfeder: das Rating. Das gesellschaftliche Problem-Management darf nicht allein auf die Politik abgewälzt werden. Das entspräche nicht der Realität der Lebensbedingungen. Die globale Neukonfiguration der Ressourcen funktioniert jedenfalls nur über ein interaktives Management. Die Handlungsmuster sind international abzugleichen. Die spezifischen Einflüsse werden umso souveräner gemeistert, je besser die Fähigkeiten in Planung und Umsetzung sind. Sie hängen nicht von Standardisierungen ab. Jede herausragende Leistung geht über das durchschnittliche Niveau hinaus. Deswegen sind Standards nicht des Rätsels letzte Lösung.
Umfassende Management-Methoden berücksichtigen auch die Zwischen-Stadien der Strömungen. Bis zum nächsten Aktions-Schwerpunkt werden abhängig von der jeweiligen Teilstrecke die geeigneten Instrumente ausgewählt. Es wäre gut, sie rechtzeitig zur Hand zu haben. Jede Situation des Augenblicks erfordert das adäquate Handeln. Zu den allgemeinen Faustregeln gesellt sich das nötige Quantum Inspiration. Unvermutet werden Hindernisse auftauchen, während andere Bewegungen synchron zur allgemeinen Entwicklung, manche sogar im Gegenzug azyklisch laufen. Es gibt so viele indirekte Vorgangsweisen, die man taktisch geschickt verwerten kann. Die dynamischen Fähigkeiten im Unternehmen sind die Voraussetzungen, Chancen wahrzunehmen und Change-Management zu betreiben. Vorab werden sie am Radar des Ratings ausgemacht. Sind die Erfolgsfaktoren einmal herausgearbeitet, wird man den Blick auf die Wettbewerbsreaktionen werfen. Der relevante Unterschied im Bench-Marking bezieht sich auf Produktqualität, Distributions-Mechanismen und Promotion-Politik. Er bedingt die Markenwahl der Konsumenten. Wie lassen sich demnach Geschäftsmodelle und Organisationen sinnvoll und zukunftsbezogen umstellen? Veränderung ist öfter notwendig, als man glaubt. Eigentlich ist sie unverzichtbar. Das Wesen des Change-Managements beruht auf diesem sich stets wiederholenden Paradigma. Es gilt für die politische genauso wie für die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit. Veränderung bezeichnet nicht unbedingt Korrektur, manchmal geht es bloß um geschickte Modulierung. Bestehende Zustände werden beeinflusst, Signale neu ausgerichtet.
Als die in Turbulenzen geratene Währungsunion die wachsende Einigung Europas zum Scheitern zu bringen drohte, erkannten selbst wirtschaftlich mächtige Staaten und erst recht ihre Unternehmen, wie sie auf andere angewiesen sind. Diese Erkenntnis scheint bei manchen sehr schnell wieder verflogen zu sein. Es ist eine Gratwanderung zwischen Führerschaft im Wettbewerb und autoritärem Harakiri. Ohne international zu kooperieren geht in der modernen Wirtschaft gar nichts. Da sind nicht allein Zusammenschlüsse von Firmen oder ausgeklügelte Strategische Allianzen zwischen den Großen angesprochen. Gerade die KMU’s mit ihren unverkennbaren Größennachteilen brauchen die geschickte Kooperation, um global mitmischen zu können. Wettbewerbsvorteile gehen schnell verloren. Fazit: Unternehmer und Manager müssen den Wandel ununterbrochen vor Augen haben. Vorbereitung ist die beste Absicherung.
Schließlich sind Entscheidungen irgendwie auch subjektiv geprägt. Sie bauen auf Motivation und Instinkt. Die inneren Einflüsse eines Unternehmens vermengen sich mit den von außen ausgelösten Reizen, wodurch das Verhalten der Entscheidungsträger immer komplexeren Einflüssen ausgesetzt ist. Und dann sollten die Reaktionen und Aktivitäten noch nach außen hin präsentiert werden. Kein Wunder, dass sich da große Verunsicherung einschleicht. Ängstlichkeit sollte vermieden werden, daher wäre sofort abrufbares Wissen wünschenswert. Bisweilen darf sich auch das Bauchgefühl der Intuition durchsetzen. Die Pfade der Entscheidung treffen sich an den vielschichtigen Kreuzungspunkten.
Wenn als Beispiel der Präsident der Europäischen Zentralbank signalisiert, alle Instrumente gegen eine ungewöhnlich niedrige Inflation im Euro-Währungsraum einzusetzen, geht er gleichzeitig von objektivierten Annahmen und subjektiven Intuitionen aus. Seine Position wird vorerst über ein propagandistisches Profil vermittelt. Daraufhin werden konkrete Maßnahmen gesetzt. Die Darstellung der Angebote hat Einfluss auf die Haltung der Konsumenten. Davon hängt wiederum die Kaufbereitschaft etwa für energiesparende Mobilität oder für gesunde Ernährung ab. Die Wirtschaftsmoral hat also handlungsmotivierend zu sein. Nur informieren allein, ist zu wenig. Der Ehrgeiz zum intensiven Handeln muss dazu erzeugt werden. Denn was nützt die rationale Einsicht, wenn sie kein folgerichtiges Verhalten auslöst.
Die Stärke zur Aktivierung der notwendigen Maßnahmen liegt in der Erfahrung und Qualifikation der Akteure. Ist deren Interesse am eigenen Job von dem Bestreben erfüllt, bestmögliche Lösungen für ihre Unternehmungen anzubieten, werden sie die verpflichtenden Aufgaben auch korrekt zu bewältigen wissen. Die Motivation dazu hängt von der inneren Zustimmung ab. Sie beschränkt sich nicht auf das subjektive Überzeugen, sondern fokussiert sich auf die Konsequenzen. Diese sollten schlüssig zu den bestimmenden Handlungen führen.
Wie gut kann ein Management motivieren? Die persönliche Einstellung der Führungskräfte entscheidet über die denkbaren Strömungen von Entwicklungen. Kollektive Forderungen nach Innovationen bleiben wirkungslos, solange motivationsschwache Manager die von ihnen übernommenen Aufgaben nur schwächlich umsetzen. Ein fundiertes Knowledge-Management schafft Abhilfe. Es schafft die Voraussetzungen, dass man bewusst auf die zu bearbeitenden Inhalte eingeht. Die Kunst besteht darin, neue Situationen mit adäquaten und attraktiven Produkten und Dienstleistungen zu füttern.
Anfangs werden die Argumente in unterschiedliche Umlaufbahnen katapultiert. Sie in geordnete Bahnen lenken, bedeutet Korrektive, Überprüfungen und Qualitätsnachweise einbauen. Der Wandel stellt sich nicht zuletzt in den Unternehmens-Strukturen ein. Innovative Technologien für neue Märkte speisen sich aus dem Drang, veränderte Lebensbedingungen zu erstellen. Die ideale Wettbewerbsposition erreicht ein Unternehmen, wenn es glaubwürdig darstellt, wie es Angebote für Wohlbefinden, Wohlstand oder andere Vorzüge anbietet. Technologie und Innovation sind die Treiber auf den Märkten.
Die Informationen aus den Evaluierungen werden als Hebel angesetzt. Ansonsten läuft man Gefahr, in der Flut an Informationen, zum Großteil an Fehlinformationen, unterzugehen. Werden Strukturen an die Entwicklung angepasst, müssen alle Mitarbeiter/innen eines Unternehmens in die Prozesse mitgenommen werden. Die Verwirklichung von Plänen wird idealerweise von einem Coaching begleitet. Niemand darf sich allein gelassen fühlen. Berater sind keine Unternehmens-Therapeuten, aber sie sollten die ausgesuchten Partner sein, die ungeschminkt den objektivierten Status-quo beschreiben.
Es kommt den Unternehmen zugute, wenn Kursabweichungen möglichst rasch korrigiert werden können. Jede einzelne Verzögerung könnte schon eine zu viel sein. Mit der Flexibilität im Strategie-Kreis hat sich auch die Transparenz der Unternehmen zu steigern.
Sicherlich ist der Aufwand groß, aber er lohnt sich. Die sich ständig verändernden Arbeitswelten verlangen nach moderner Leadership. Die Digitalkompetenz darf auf die bewährten Methoden des professionellen Planens, Führens, Motivierens und Durchsetzens nicht verzichten. Die Digitalisierung selbst braucht keine extra ausgetüftelten Entwicklungsstrategien. Die digitale Transformation ist einfach ein nicht wegzudenkender Hilfsprozess in der Maschinerie eines Unternehmens. Sie kann nur nicht die psychologischen und strategischen Inhalte auf die elektronische Kommunikation übertragen. Das Sensationelle und das oft Entscheidende wäre außer Acht gelassen.
