Über dieses E-Book
Ähnlich wie Seewölfe - Piraten der Weltmeere 466
Titel in dieser Serie (100)
Seewölfe - Piraten der Weltmeere 7/I: An Irlands Küsten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 2: Schwarze Fracht Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 1: Der Freibeuter aus Cornwall Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 3: Unter falscher Flagge Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 44: Drei irische Freibeuter Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 7/II: In den Tod gehetzt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 27: Die Hölle von Panama Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 7/III: Das Gefecht in der Dungarvanbai Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 11: Die letzte Fahrt der "Isabella" Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 28: Im Hagel der Breitseiten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 22: Karibik-Piraten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 23: Die Toteninsel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 6: Feind im Dunkel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 7: Küstenhaie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 17: Kap der Dämonen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 8: Im Kugelhagel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 19: Kanonendonner in der Todesbucht Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 16: Bordgericht Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 9: Kämpft, daß die Fetzen fliegen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 4: Jagd durch die Biskaya Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 5: Duell in der Piratenbucht Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 10: In der Falle der Spanier Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 13: Männer in Ketten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 20: Der Überfall Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 25: Der Feuerspucker Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 12: Die Insel der Vögel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 24: Der Mann aus Eisen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 15: Blitzende Klingen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 29: Hafenhyänen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 60: Im Meer der toten Seelen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Seewölfe - Piraten der Weltmeere 464: Gefangen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 473: Auf Reede vor Havanna Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 410: Der Lockvogel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 445: Der rote Hahn Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 494: Duell unter Wasser Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Réfugiés Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungenschafe können ruhig weiden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 291: Die Satansbrut Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 423: Eines Mannes Ehre Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAngstgeschwister Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEl Verdugo Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Geheimnis des Burgschreibers: Heldenburg Band 3 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Flottenoffizier: Ein fesselnder Seeroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 584: Unternehmen Cadiz Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMystische Geschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDan Shocker's Macabros 87: Myriadus, der Tausendfältige Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRobert der Schiffsjunge - Fahrten und Abenteuer: historischer Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 349: Rächer der Spanischen Krone Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUnsichtbare Kräfte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 537: Insel der Verdammten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 508: Der Korse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Brand der Cheopspyramide Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 58: Die Schergen der Königin Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 378: Feind im Visier Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 372: Die Nacht der langen Messer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Streicher durch die Meere: Die fantastische Geschichte der Brigantine: Die Wassernixe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeewölfe - Piraten der Weltmeere 432: Wölfe im Konvoi Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlarm: Historischer Krimi Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Brand der Cheopspyramide (Science-Fiction-Roman): Gefahr der Atomzertrümmerung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGefangen in Frankreich 1870: Theodor Fontane - Mein Erlebtes im Deutsch/Französischen Krieg Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Kinder – Action & Abenteuer für Sie
Der 7. Sonntag im August Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Emma und der blaue Dschinn: Magisches Wüstenabenteuer im Morgenland für Kinder ab 8 Jahren Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Die Schatzinsel: Illustrierte deutsche Ausgabe mit Schatzkarte Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Die beliebtesten Abenteuer-Klassiker für Jugendliche (35 Romane in einem Band): Jugendliche auf Entdeckungsreise: Seefahrt, Helden & Abenteuer der Klassik Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBildermaus - Delfingeschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Hamster in der Pausenbox: und andere Freundschaftsgeschichten (Sammelband) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPotilla: Frecher Feen-Zauber für Kinder ab 10 Jahren Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Die schrecklichsten Mütter der Welt: Preisgekrönter Kinderkrimi für Kinder ab 10 Jahren Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Olchi-Detektive 21. Aufruhr im Affenhaus Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Olchis im Land der Riesenkraken: Aufregendes Tiefseeabenteuer zum ersten Selberlesen ab 6 Jahren Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5So groß ist Gott: Geschichten zum Glaubensbekenntnis, zum Vorlesen, Selberlesen und Erzählen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Olchis und die grüne Mumie Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Die Olchis und die Gully-Detektive von London Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Olchis fliegen in die Schule Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Olchi-Detektive 17. Die Ritter der Popelrunde Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWitch & Wizard (Band 1) - Verlorene Welt Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Olchi-Detektive 24. Duell der Giganten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Schlunz und das letzte Geheimnis Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Flüsterwald - Schneechaos in Winterstein (kostenlose Kurzgeschichte) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFlucht aus dem Adventskalender: Ein Weihnachtskrimi Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTagebuch eines Kriegers Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Greta und Eule, Hundesitter: Lustige Sommerferien-Lektüre für kleine Hundefans ab 8 Jahren Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Die Olchis und der Geist der blauen Berge: Lesestarter. 3. Lesestufe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Schlunz und die barfüßigen Riesen Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5
Verwandte Kategorien
Rezensionen für Seewölfe - Piraten der Weltmeere 466
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Seewölfe - Piraten der Weltmeere 466 - Roy Palmer
1.
Mila, die Spanierin, blickte durch das Bleiglasfenster ihres Dachzimmers ins Freie. Jetzt, am Morgen des 30. April 1595, konnte sie verfolgen, was sich in St. Augustine abspielte. Da herrschte einige Aufregung. Soldaten rannten auf und ab, bildeten Trupps und rückten aus. Auch in der Festung war der Teufel los. Mila glaubte sogar, die Stimme des Kommandanten, Don Lope de Sanamonte, herüberschallen zu hören.
Recht so, dachte sie schadenfroh. Sie gönnte Don Lope die Niederlage. Er hatte nichts anderes verdient. Zwei der Gefangenen, die nachts in den Kerker der Festung eingepfercht wurden und tagsüber Zwangsarbeit leisten mußten wie alle anderen Sträflinge, waren geflohen. Sie schienen spurlos verschwunden zu sein, als ob sie sich in Luft aufgelöst hätten. Don Lope gelang es nicht, auch nur die kleinste Spur von ihnen aufzunehmen.
Mila lächelte. Sie ließ sich auf einem Stuhl am Fenster nieder und begann mit ihrem Tagwerk. Sie verdiente sich einen Teil ihrer Brötchen mit Näharbeiten und war flink und geschickt mit ihren Fingern. Abends und nachts ging sie einem anderen Gewerbe nach – unten, in der Kneipe. Dort hatte sie auch den Franzosen kennengelernt.
Das war ein Mann! Mila seufzte, wenn sie nur an ihn dachte. Solch einen Kerl lernte man nicht jede Nacht kennen. Sie wäre froh gewesen, wenn er noch ein wenig länger bei ihr geblieben wäre. Aber es wäre viel zu riskant gewesen, ihn in dem Dachzimmer zu verstecken. Außerdem hatte er seinen Kameraden zu versorgen, der in den Sümpfen auf ihn wartete.
Unwillkürlich mußte Mila lachen. Sie konnte sich vorstellen, wie Don Lope jetzt auf dem Hof der Festung herumtobte. Zwei Sträflinge entflohen? Das war noch nie passiert. Der Kerker war sicher.
Keiner von denen, die dort in den Einzel- oder Gemeinschaftszellen einsaßen, dachte auch nur im Traum daran, den Ausbruch zu versuchen. Die Gefängniswärter waren rohe, ungeschlachte Gesellen, die mit der Peitsche so gut wie mit der Pistole umzugehen verstanden. Der Hof der Feste war ständig, auch bei Nacht, von den Soldaten des Don Lope de Sanamonte bewacht. Keine Maus konnte entweichen.
Doch der Franzose und sein Freund waren ja auch nicht aus dem Kerker ausgebrochen. Sie hatten sich eines anderen, kaum weniger waghalsigen Tricks bedient. Bei der Fronarbeit draußen, außerhalb der Festung, hatten sie zwei Posten überrumpelt und waren in den Wassergraben gesprungen. Sie waren weggetaucht und in der Dunkelheit verschwunden. So einfach hatte es sich angehört, als der Franzose es Mila, der vollbusigen Schönheit, erzählt hatte.
Aber Mila wußte, wie tollkühn man sein mußte, um den bulligen Wächtern zu entgehen. Sie konnten einen Mann mit ihren Peitschen glatt totschlagen. Es war schon geschehen. Sie kannten weder Gnade noch Pardon, und sie schikanierten die Gefangenen, die derzeit einen Wehrgraben ausheben mußten, wo und wann sie nur konnten.
Mila haßte Don Lope und dessen Schergen. Warum, das hatte sie dem Franzosen berichtet, als sie in der Pinte zusammengesessen und kräftig geschmust hatten. Die Soldaten, die alles abgesucht hatten, waren an ihnen vorbeigegangen. Offenbar rechneten sie nicht damit, daß jemand, dem eben die Flucht gelungen war, so kaltblütig sein würde, sich in eine Hafenkneipe zu setzen und sich dort ein Schätzchen zu suchen.
Don Lope de Sanamonte hatte mit einer Freundin von Mila ein Verhältnis gehabt. Als er erfahren hatte, daß das Mädchen ein Kind von ihm erwartete, hatte er sie hohnlächelnd sitzenlassen. Das alles wäre noch nicht so schlimm gewesen – wenn die Freundin nicht mit dem Kind, ins Wasser gegangen wäre.
Niemand hatte das Mädchen und das Kind retten können. Sie waren im Meer von St. Augustine ertrunken. Nicht einmal ihre Leichen waren geborgen worden. Man hatte sie treiben lassen. Seitdem haßte Mila Don Lope – so tief und innig, wie eine Frau ihres Temperaments zu hassen vermochte.
Von jenem Moment an, in dem sie dem Franzosen dies erzählt hatte, hatte er gewußt, daß er ihr vertrauen konnte. Mila erfuhr seinen Namen: Roger Lutz. Er schilderte nun seinerseits, was sich zugetragen hatte und wie es zu der völlig aberwitzigen „Verhaftung" seiner Crew gekommen war.
Der Narr Don José de Zavallo, seines Zeichens Teniente, hatte sich erdreistet, die deutsche Handelskaravelle „Goldene Henne" des Handelshauses von Manteuffel in Kolberg einfach zu beschlagnahmen. Er hatte fadenscheinige Vorwände benutzt, um die Karavelle nach St. Augustine zu verschleppen. Beispielsweise behauptete er, es könne nicht angehen, daß ein deutscher Kauffahrer einen Bastard von Indianermischling als Lotse an Bord habe.
Der „Bastard" hieß Karl von Hutten und war der Sohn eines deutschen Adligen und einer Indianerin. Doch was ging das den Teniente an? Nichts – die Besatzung war ohne jegliche Rechtsgrundlage verhaftet worden. Man hatte sie an Bord ihres Schiffes nach St. Augustine überführt und einfach zu Gefangenen erklärt, um sie als Zwangsarbeiter auszunutzen.
Doch der wahre Hintergrund für das Vorgehen der Spanier war der große Bedarf an Schiffsraum, der in St. Augustine herrschte. Don Lope war über jeden Segler froh, den seine Kapitäne und Seesoldaten für ihn „requirierten. Inzwischen hatte Don José de Zavallo die „Goldene Henne
als Kommandant übernommen und war mit ihr ausgelaufen, um die Florida-Straße zu kontrollieren und den üblichen Wach- und Patrouillendienst zu versehen.
Wohlweislich hatte Roger Lutz der feurigen Mila allerdings verschwiegen, daß die „Goldene Henne weder ein deutscher Kauffahrer war noch die Besatzung aus biederen Handelsleuten bestand. Auch wußte sie nicht, daß während der Überfahrt nach St. Augustine zwei Männer der Jean-Ribault-Crew mit einer Jolle entkommen waren: Jan Ranse und Mel Ferrow. Die hatten inzwischen die „Isabella IX.
und den Schwarzen Segler vor Great Bahama getroffen und Hasard und dem Wikinger alles berichtet. Dem Seewolf war es gelungen, die „Goldene Henne" aufzubringen und wieder in den Besitz des Bundes der Korsaren zu übernehmen. Das aber war Jean Ribault, Roger Lutz und den im Kerker von St. Augustine einsitzenden Freunden noch nicht bekannt.
Mila war zutiefst empört über das Unrecht, das man den Männern der „Goldenen Henne antat. Sofort erklärte sie sich bereit, Roger zu helfen. Sie besorgte ihm Proviant – und er verließ das Dachzimmer in der Nacht auf dem „Schleichpfad
.
Zu dem Dachzimmer gelangte man über eine Außentreppe auf der Hinterseite des Hauses, wo sich ein großer Hof befand. Dieser wiederum grenzte an eine Nebengasse und war von dort aus durch eine Hintertür zu erreichen. So hatte niemand Roger Lutz gesehen, als er mit seinem Proviantsack in der Nacht verschwunden war. Allerdings hatte er noch einen Soldaten bewußtlos geschlagen und diesem die Waffen und die Munition abgenommen. Dann hatte er sich mit dem von ihm „requirierten" Kahn verzogen.
Mila unterbrach ihre Näharbeiten, verließ ihre Bleibe und mischte sich am Hafen unter die Leute. Die Flucht der „Deutschen" war das Gespräch Nummer eins – das Tagesthema. Mila war nicht die einzige, die dem Kommandant de Sanamonte diese Schmach von Herzen gönnte. Viele konnten den Kommandanten nicht leiden.
Noch lieber wäre Mila gewesen, wenn auch Don José de Zavallo von dem Bubenstreich der „Deutschen" erfahren hätte. Diesen kaltschnäuzigen Mann haßte sie genauso wie Don Lope de Sanamonte. De Zavallo war ein Sadist Mila war einmal mit ihm zusammengewesen. Nie wieder, hatte sie sich gesagt. Selbst eine hartgesottene Dirne fühlte sich von diesem Teniente mit den ausgefallenen Wünschen angewidert.
Viel schlimmer war, daß de Zavallo bei seinem Ziel, unbedingt die Karriereleiter zu erklettern, über Leichen ging. Er kannte weder Skrupel noch Hemmungen. Schon manchem anderen Mann in St. Augustine war diese Art unangenehm aufgefallen. Viele haßten de Zavallo, weil er rücksichtslos mit der Neunschwänzigen auf seine Männer losging, falls sie mal nicht parierten. In den Kneipen kursierten die haarsträubendsten Berichte.
Manch einer hätte
